Titel: Wie es war, kein Teenager zu sein
Autor: Elster
Fandom: Supernatural
Charaktere: Dean und ein bisschen Sam
Challenge: #1 remix ur fics
(etwas aus dem Ruder gelaufener) Remix von Verkorkste Dates und gute Ratschläge
Was Dean über Teenager wusste, wusste er aus dem Fernsehen. Keine Sendungen, die er selbst eingeschaltet hätte, sondern die Art, die Sammy guckte: mit Familien, die Sonntags zusammen aßen, Eltern, deren größte Sorge offenbar die Schulnoten ihrer Kinder waren und einem nervigen, aber auf charmante Weise rührenden Nachbarsjungen. Rührend, wie ein verlorener Welpe, der dir hinterherläuft.
(Natürlich war Sammy dieser Nachbarsjunge und Dean hatte diesen Alptraum, in dem Dad und er eines Tages allein das Zuhause des Monats verließen und Sam bei diesen Leuten blieb.)
Dean bevorzugte Monsterfilme, genauer: schlechte Monsterfilme, mit Monstern, die eher lächerlich als gruselig waren. Nicht, weil Monster im Fernsehen wirklich jemals gruselig wären.
Teenager waren gruselig. Dean war sich bewusst, dass er – rein technisch betrachtet – selbst einer war. Aber das waren Zahlen und die Tatsache blieb bestehen, dass Dean sich nicht wie ein Teenager fühlte.
Okay, er masturbierte zweimal am Tag (im Schnitt) und war von „Mädchen sind blöd!“ zu „Mädchen sind geil!“ übergegangen, aber der Rest? Nein.
Wie das Fernsehen lehrte, waren Teenager unsicher. Dean war nicht unsicher. Dean kannte seinen Platz: hinten links im Klassenzimmer, allein auf dem Pausenhof und in der Kantine, oder gelegentlich mit (und dieses „mit“ im weitesten Sinne des Wortes) den sozialen Außenseitern der Schule. Ehrlich, du kannst nicht unsicher über deine soziale Stellung sein, wenn du keine hast.
Trotzdem beachteten ihn die Mädchen, weil Dean, wie er gelernt hatte (und auch da hatte er keinerlei Unsicherheiten) verdammt gut aussah. (Die Mädchen benutzten das Wort „süß“, aber Dean bevorzugte „verdammt gutaussehend“, vielen Dank.) Und weil Dean „anders als die andern“ war. Mädchen waren gruselig clever, was das anging, aber sie ließen sich leicht genug ablenken.
Teenager waren, dem Fernsehen nach, ständig genervt oder peinlich berührt, wenn ihre Eltern mit ihnen reden wollten. Dean mochte Gespräche mit Dad.
„Alles okay, Dean?“ –„Jepp.“ oder
„Was macht die Schule?“ – „Keine Beschwerden.“ oder
„Ist mit Sam alles in Ordnung?“ – „Ich red’ mit ihm.“
Dean hatte auch Das Gespräch nicht schlimm gefunden. Dad hatte Dean gesagt, dass Frauen kompliziert waren (was Dean schon wusste), dass man nett zu ihnen sein musste (Dean konnte sich nicht vorstellen, nicht nett zu Frauen zu sein, sie gehörten zu den Guten Dingen Dieser Welt, wie Pizza und Rock und Samstags lange ausschlafen, und es zahlte sich aus, nett zu ihnen zu sein) und dass man ein Gentleman sein musste, wenn die Frau einen nicht küssen wollte (Dean nickte und verbuchte das als eher theoretischen Punkt, falls es mal vorkommen sollte). Zum Schluss gab Dad Dean eine Packung Kondome und fragte, ob sie in der Schule davon erzählt hatten und Dean bejahte und steckte die Kondome ein.
Teenager machten sich Sorgen um ihr erstes Date und den Abschlussball und Liebe. Dean hatte beschlossen, dass es eine schlechte Idee wäre, sich zu verlieben, weil man nicht sicher sein konnte, damit fertig zu sein, bevor man wegzog. Er war auch zu der Überzeugung gekommen, dass Dates nicht wirklich notwendig waren, wenn man neu und geheimnisvoll war (und gutaussehend) und es Partys gab, auf denen zu viel Alkohol getrunken wurde. Abschlussbälle waren im Grunde genau wie Partys, wenn man nur erst der Aufsicht der Lehrer entkommen war.
Und in Deans Welt war damit eigentlich alles in Ordnung.
Seine einzige Sorge war Sam, weil der wirklich ein Teenager war.
________________________________________________
Das erste Mädchen, das Sam nach Haus brachte, war zu hübsch und zu beliebt.
Nicht dass Sam nicht das hübscheste und beliebteste Mädchen der Schule (oder aller Schulen) verdient hätte, aber sie gab sich nur mit Sam ab, um ihre Zensur zu retten und macht keinen Hehl daraus.
Trotzdem sah Sam sie mit diesem hellen, verträumten Blick an und verhielt sich auch sonst, als würde er jederzeit anfangen, den Boden zu küssen, auf dem sie wandelte.
Aber ehrlich, sie war einfach nicht gut genug für Sam. Sie sah, dass Sam clever war, aber sie hatte keinen Schimmer, wie brillant er wirklich war und es interessierte sie ganz offensichtlich auch nicht.
Und dann fing sie an, mit Dean zu flirten (während sie ein Glas Milch trank, das Sam ihr gebracht hatte und während Sam daneben stand und verloren und düster auf das Plakat starrte) und Dean ignorierte zum ersten Mal Dads Rat und war nicht nett zu ihr.
Er hatte kein Interesse daran, nett zu einem Mädchen zu sein, das Sam dazu brachte, sich wie ein Teenager zu fühlen.
Autor: Elster
Fandom: Supernatural
Charaktere: Dean und ein bisschen Sam
Challenge: #1 remix ur fics
(etwas aus dem Ruder gelaufener) Remix von Verkorkste Dates und gute Ratschläge
Was Dean über Teenager wusste, wusste er aus dem Fernsehen. Keine Sendungen, die er selbst eingeschaltet hätte, sondern die Art, die Sammy guckte: mit Familien, die Sonntags zusammen aßen, Eltern, deren größte Sorge offenbar die Schulnoten ihrer Kinder waren und einem nervigen, aber auf charmante Weise rührenden Nachbarsjungen. Rührend, wie ein verlorener Welpe, der dir hinterherläuft.
(Natürlich war Sammy dieser Nachbarsjunge und Dean hatte diesen Alptraum, in dem Dad und er eines Tages allein das Zuhause des Monats verließen und Sam bei diesen Leuten blieb.)
Dean bevorzugte Monsterfilme, genauer: schlechte Monsterfilme, mit Monstern, die eher lächerlich als gruselig waren. Nicht, weil Monster im Fernsehen wirklich jemals gruselig wären.
Teenager waren gruselig. Dean war sich bewusst, dass er – rein technisch betrachtet – selbst einer war. Aber das waren Zahlen und die Tatsache blieb bestehen, dass Dean sich nicht wie ein Teenager fühlte.
Okay, er masturbierte zweimal am Tag (im Schnitt) und war von „Mädchen sind blöd!“ zu „Mädchen sind geil!“ übergegangen, aber der Rest? Nein.
Wie das Fernsehen lehrte, waren Teenager unsicher. Dean war nicht unsicher. Dean kannte seinen Platz: hinten links im Klassenzimmer, allein auf dem Pausenhof und in der Kantine, oder gelegentlich mit (und dieses „mit“ im weitesten Sinne des Wortes) den sozialen Außenseitern der Schule. Ehrlich, du kannst nicht unsicher über deine soziale Stellung sein, wenn du keine hast.
Trotzdem beachteten ihn die Mädchen, weil Dean, wie er gelernt hatte (und auch da hatte er keinerlei Unsicherheiten) verdammt gut aussah. (Die Mädchen benutzten das Wort „süß“, aber Dean bevorzugte „verdammt gutaussehend“, vielen Dank.) Und weil Dean „anders als die andern“ war. Mädchen waren gruselig clever, was das anging, aber sie ließen sich leicht genug ablenken.
Teenager waren, dem Fernsehen nach, ständig genervt oder peinlich berührt, wenn ihre Eltern mit ihnen reden wollten. Dean mochte Gespräche mit Dad.
„Alles okay, Dean?“ –„Jepp.“ oder
„Was macht die Schule?“ – „Keine Beschwerden.“ oder
„Ist mit Sam alles in Ordnung?“ – „Ich red’ mit ihm.“
Dean hatte auch Das Gespräch nicht schlimm gefunden. Dad hatte Dean gesagt, dass Frauen kompliziert waren (was Dean schon wusste), dass man nett zu ihnen sein musste (Dean konnte sich nicht vorstellen, nicht nett zu Frauen zu sein, sie gehörten zu den Guten Dingen Dieser Welt, wie Pizza und Rock und Samstags lange ausschlafen, und es zahlte sich aus, nett zu ihnen zu sein) und dass man ein Gentleman sein musste, wenn die Frau einen nicht küssen wollte (Dean nickte und verbuchte das als eher theoretischen Punkt, falls es mal vorkommen sollte). Zum Schluss gab Dad Dean eine Packung Kondome und fragte, ob sie in der Schule davon erzählt hatten und Dean bejahte und steckte die Kondome ein.
Teenager machten sich Sorgen um ihr erstes Date und den Abschlussball und Liebe. Dean hatte beschlossen, dass es eine schlechte Idee wäre, sich zu verlieben, weil man nicht sicher sein konnte, damit fertig zu sein, bevor man wegzog. Er war auch zu der Überzeugung gekommen, dass Dates nicht wirklich notwendig waren, wenn man neu und geheimnisvoll war (und gutaussehend) und es Partys gab, auf denen zu viel Alkohol getrunken wurde. Abschlussbälle waren im Grunde genau wie Partys, wenn man nur erst der Aufsicht der Lehrer entkommen war.
Und in Deans Welt war damit eigentlich alles in Ordnung.
Seine einzige Sorge war Sam, weil der wirklich ein Teenager war.
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Das erste Mädchen, das Sam nach Haus brachte, war zu hübsch und zu beliebt.
Nicht dass Sam nicht das hübscheste und beliebteste Mädchen der Schule (oder aller Schulen) verdient hätte, aber sie gab sich nur mit Sam ab, um ihre Zensur zu retten und macht keinen Hehl daraus.
Trotzdem sah Sam sie mit diesem hellen, verträumten Blick an und verhielt sich auch sonst, als würde er jederzeit anfangen, den Boden zu küssen, auf dem sie wandelte.
Aber ehrlich, sie war einfach nicht gut genug für Sam. Sie sah, dass Sam clever war, aber sie hatte keinen Schimmer, wie brillant er wirklich war und es interessierte sie ganz offensichtlich auch nicht.
Und dann fing sie an, mit Dean zu flirten (während sie ein Glas Milch trank, das Sam ihr gebracht hatte und während Sam daneben stand und verloren und düster auf das Plakat starrte) und Dean ignorierte zum ersten Mal Dads Rat und war nicht nett zu ihr.
Er hatte kein Interesse daran, nett zu einem Mädchen zu sein, das Sam dazu brachte, sich wie ein Teenager zu fühlen.
no subject
Date: 2008-10-22 07:24 pm (UTC)*_________________________________________________*
Und lass uns viele süße kid-fics wie dieses produzieren.
Das ist so schön und witzig und zynisch und liebevoll und bittersüß zugleich. Und so so so so Dean.
Ich liebe jeden einzelnen Satz und möchte sie alle der Reihe nach hier herschreiben und zitieren und mich daran weiden. Gah. *____*
Bitte bitte bitte poste das auf Mexx und hebe das lausige Niveau dort um 99,9%. Danke.
Das Ende killt mich, weil Dean Sam immer so viel mehr geliebt hat als alle Mädchen und ich denke, dass Sam das unglaublich lange nicht kapiert und schon gar nicht gewürdigt hat. óò
Okay, er masturbierte zweimal am Tag (im Schnitt) und war von „Mädchen sind blöd!“ zu „Mädchen sind geil!“ übergegangen, aber der Rest? Nein.
XD Beste Zusammenfassung einer männlichen Pubertät in einem Satz.