Team: Kobold
Challenge: Smut/Kink - Schlüsselbein/Fußknöchel sehen - für mich
Fandom: Polizeiruf 110 Świecko
Charaktere: Adam Raczek, Vincent Ross
Wörter: 1460
Dass Vincent jetzt eben dazugehört, wenn sie sich nach der Arbeit in seinem Garten zum Grillen treffen, daran hat Adam sich gewöhnt. Ist ja klar, wenn alle anderen Kollegen mitkommen, da kann er Vincent schlecht ausladen. Und bisher hat er auch nicht wieder seinen Psychokram oder was auch immer an ihm probiert und es ist auch gut, dass nicht immer nur Edyta die Salate mitbringt, damit sie nicht am Vitaminmangel eingehen.
Nur an Vincents alberne, flatternde Hemden aus diesem kühlen, fließenden Stoff, daran hat er sich noch nicht gewöhnt. Viel zu sehr erinnern sie ihn an Lydias Kleider und dass Vincent hin und wieder im Rock oder einer seltsam weiten Hose, die von weitem immerhin so aussieht, auftaucht, hilft dabei auch nicht. Genauso wenig wie die dunklen Linien um seine Augen, deren wacher Blick ihn jetzt über den Tisch hinweg trifft. Und dafür sorgt, dass Adam sich genauso fühlt wie früher, wenn er heimlich Lydia angesehen hat. Vincent zwinkert und wendet sich wieder Marian zu.
Fuck, denkt Adam und steht so hastig auf, um die Rippchen zu drehen, dass der Campingstuhl nach hinten wegkippt.
Natürlich taucht Vincent neben ihm auf. Will nur mal nach seinem Gemüse schauen, das eigentlich Adams Gemüse ist, zumindest kommt es aus seinem Garten und er grillt es halt für Vincent, damit der nicht nur trockene Stücke Sesamring in Ketchup tauchen muss.
„Ganz schön heiß heute“, stellt Vincent das Offensichtliche fest und Adam brummt nur. Sie alle schwitzen wie die Schweine und am Grill mit seiner trockenen Hitze ist es fast unerträglich. Wie zur Bestätigung rinnt ihm ein Schweißtropfen an der Schläfe hinab. Unwirsch wischt er ihn weg.
Auch Vincent kleben die Locken am Kopf und erst fächert er sich mit einer Hand Luft zu, was nichts bringt, um dann sein eh schon provokativ weit geöffnetes Hemd noch einen Knopf weiter zu öffnen und jetzt fällt es auf der Brust weit auseinander. Spärliches schwarzes Brusthaar auf heller Haut, der goldene Ring an der dünnen Kette und Vincents prominente Schlüsselbeine, die sich unter der Haut bewegen, als er die Hände hinter dem Rücken verschränkt und seinen Rücken mit langen Armen durchdrückt und es in seinem Rücken knackt.
„Na helfen wohl doch nicht, deine Übungen.“
Vincent hebt nur eine Augenbraue und nimmt Adam ungerührt die Grillzange aus der Hand, um schnell und geschickt sein Gemüse zu drehen.
„Da war ich mit an den Rippchen dran“, sagt er lahm und deutet auf die Zange.
„Wird mich nicht umbringen. Liegt ja auch auf demselben Grill.“
Soweit kommt es noch, dass er sich für Vincent einen zweiten Grill kauft. Wobei der fast ein bisschen klein ist, wenn sie alle da sind. Dann hätte er auf dem Neuen mehr Platz für das Fleisch und Vincent könnte in Ruhe sein Gemüse und was auch immer er da noch in der Tupperdose mitgebracht hat, für sich grillen.
Später sind es wieder nur sie zwei, die übrig bleiben. Der Grill glüht noch warm an seiner Seite aus, im anderen Campingstuhl sitzt Vincent, rauchend. Das Hemd ist immer noch weit aufgeknöpft, obwohl es kühl durch den Garten zieht und seine helle Haut leuchtet im nächtlichen Dunkel.
Vincent überschlägt die Beine und dabei verrutscht seine weite Hose, gibt Adam den Blick frei auf seinen Fußknöchel und seine Finger zucken. Erinnerungen an Lydia kommen hoch. Wie er ihr das Strumpfband nach der Hochzeit abgezogen hat. Mit dem Kopf unter dem Rock, das Johlen seiner Freunde, Küsse auf Lydias Schenkel und dann das Band mit den Zähnen abziehen, an ihrem schlanken Fuß entlang, Finger am Knöchel, zarte helle Haut. In seinem Magen prickelt nicht mehr nur das Bier.
Jetzt könnte er einfach die Finger ausstrecken, überprüfen, ob Vincents Haut genauso weich wäre oder ob es anders wäre mit den behaarten Beinen. Ob Vincent auch zucken würde, wenn er ihn küssen würde. Vom Knöchel das ganze Bein hinauf, bis in seinen Schritt, wo es warm und duftend wäre und fuck Raczek. Sauf weniger. Und starr deinen Kollegen nicht so an. Vincent betrachtet ihn mit einem amüsierten Gesichtsausdruck, führt seine verdammten schlanken Finger an den Mund und sein Gesicht wird von der orangenen Glut der Zigarette erhellt.
„Was?“, faucht Adam.
„Na, über was sinniert der Mann am Feuer? Das nächste Mammut, das er erlegen will?“
„Haha, sehr witzig.“ Adam steht auf, um in die Brennnesseln zu pissen. Gar nicht so einfach, wenn der eigene Schwanz eigentlich was anderes vorhat. Aber im Rücken seines Kollegen in die Büsche wichsen, weil er einfach schon zu lange keinen Sex mehr hatte, kommt ihm auch räudig vor. Also beendet er sein Geschäft, taucht sogar die Hände kurz in die Regentonne und wischt sich die Haare mit den feuchten Fingern zurück.
„Machts dir eigentlich Spaß zu denken, dass ich son stumpfer Höhlenmensch bin?“ Mit einem Mal hat er Lust zu streiten. Er fummelt eine Zigarette aus dem Paket, von der er nicht mehr sagen kann, ob es seins oder Vincents ist und steckt sie an.
„Adam“, sagt Vincent müde.
„Ne, ehrlich mal. Denkst du echt ich wär son beschränkter Typ? Wär ich dann da wo ich bin?“
„Na ja. die haben ja immer Probleme hier Stellen zu besetzen…“ Vincent zuckt mit den Schultern, seine Lippen kräuseln sich.
„Ach, alles ein großer Witz für dich, aber ich darfs nicht komisch finden, wenn du so rumläufst und fast heulst, wenn du ne Leiche siehst. Zweierlei Maß, hm?“ Adam stößt die Hand, in der er die Zigarette hält in Vincents Richtung und nimmt dann einen tiefen Zug, spült den Rauch direkt mit einem Schluck Bier herunter.
„Ach darum gehts dir? Ich hab wenigstens Zugang zu meinen Gefühlen, Adam.“
„Wer sagt, dass ich den nicht habe?“
„Du kannst mir den ganzen Abend nicht in die Augen sehen, aber mir abwechselnd auf die Brust und in den Schritt glotzen, als würde ich das nicht bemerken. Vielleicht befasst du dich mal mit dem Teil von dir.“ Vincent setzt mit dem Zeigefinger einen Punkt in die Luft und wischt seine Locken zurück.
„Muss dich ja nicht wundern, wenn du so rumläufst, dass man gar nicht weiß, wo man hinschauen soll.“
„Also die anderen kriegen das ganz gut hin.“
„Dann konzentrier du dich doch mal, wenn das der Ausblick ist.“ Adam knöpft sein Hemd auf, zieht es auseinander und das Kreuz, das auf seiner Brust liegt, blitzt im letzten Schein der Glut.
„Adam, du musst-“ setzt Vincent an, bricht ab und starrt Adam kopfschüttelnd an. „Was willst du hören? Dass du noch gut in Schuss bist? Hast du doch selbst gesagt, trainierst hier jeden Tag im Garten.“ Verachtung trieft aus Vincents Worten, weil er seine Lüge durchblickt hat, als Adam die Worte ausgesprochen hat. „Oder meinst du ich steh auf jeden, der sich mir anbietet. Sagt man ja über Leute wie mich, dass die sich so wenig unter Kontrolle haben. Nicht so wie du.“
„Wo hab ich mich denn nicht unter Kontrolle?“, bricht es aus Adam heraus.
„Soll ichs dir chronologisch oder alphabetisch beantworten?“
„Sag mir eine Situation“, knurrt Adam und er weiß, dass er sich selbst zum Narren macht.
„Du hältst es kaum aus, wenn jemand nicht deinem Bild der Männlichkeit entspricht, starrst mich den ganzen Abend an wie ein Stück Fleisch und meist mir damit“ Er wischt mit der Hand durch die Luft, meint Adams nackten Oberkörper. „Irgendwas beweisen zu müssen. Absolut kontrolliert.“
„Na dann herzlichen Glückwunsch, Herr abgebrochenes Psychologiestudium, dann hast du ja Recht gehabt. Alt, frustriert und untervögelt und ein unkontrollierter Barbar. Wieso bist du eigentlich noch hier?“
„Ja, gute Frage, Adam. Vielleicht hab ich drauf gehofft, dass da noch was anderes ist, außer Rippchen und Motorräder“, ätzt Vincent und drückt die Zigarette unter seinem Stiefel aus.
„Soll ich dir jetzt sagen, dass ich dich scharf finde, in dem Aufzug? Weil ich ja ach so untervögelt bin, dass ich schon darauf anspringe, wenn du dir die Augen anmalst und deine Knöchel zeigst und was weiß ich.“
„Na ja, wäre wenigstens mal ehrlich. So oft wie du heute über mein Aussehen sprichst, muss da ja was dran sein.“
„Soll ich dir einfach sagen, dass du gut aussiehst. Mal ein bisschen Anerkennung abholen? Oder ist das so ein Ding. Heten umdrehen?“
„Klappts denn?“ Vincent sieht ihn scharf und abwartend an. Adams Nasenflügel beben beim nächsten Atemzug und er fühlt sich wie im Western. Sein Blick zuckt weg.
Der Kuss ist grob, Vincents Hand zieht an seinen Haaren und Adam zischt, aber irgendwie ist der Schmerz auch geil, hat ihn ja immer direkt kommen lassen, wenn Lydia ihre Nägel über seinen Rücken gezogen hat. Adam küsst Vincents Hals, reibt mit dem Bart darüber und Vincent stöhnt hoch und weibisch und Adam würde lügen, wenn er sagen würde, dass es ihn nicht geil macht. Rücksichtslos saugt er an der Haut über Vincents Schlüsselbeinen, beißt ihn, gibt Vincent allen Grund morgen das verdammte Hemd zuzuknöpfen.
Challenge: Smut/Kink - Schlüsselbein/Fußknöchel sehen - für mich
Fandom: Polizeiruf 110 Świecko
Charaktere: Adam Raczek, Vincent Ross
Wörter: 1460
Dass Vincent jetzt eben dazugehört, wenn sie sich nach der Arbeit in seinem Garten zum Grillen treffen, daran hat Adam sich gewöhnt. Ist ja klar, wenn alle anderen Kollegen mitkommen, da kann er Vincent schlecht ausladen. Und bisher hat er auch nicht wieder seinen Psychokram oder was auch immer an ihm probiert und es ist auch gut, dass nicht immer nur Edyta die Salate mitbringt, damit sie nicht am Vitaminmangel eingehen.
Nur an Vincents alberne, flatternde Hemden aus diesem kühlen, fließenden Stoff, daran hat er sich noch nicht gewöhnt. Viel zu sehr erinnern sie ihn an Lydias Kleider und dass Vincent hin und wieder im Rock oder einer seltsam weiten Hose, die von weitem immerhin so aussieht, auftaucht, hilft dabei auch nicht. Genauso wenig wie die dunklen Linien um seine Augen, deren wacher Blick ihn jetzt über den Tisch hinweg trifft. Und dafür sorgt, dass Adam sich genauso fühlt wie früher, wenn er heimlich Lydia angesehen hat. Vincent zwinkert und wendet sich wieder Marian zu.
Fuck, denkt Adam und steht so hastig auf, um die Rippchen zu drehen, dass der Campingstuhl nach hinten wegkippt.
Natürlich taucht Vincent neben ihm auf. Will nur mal nach seinem Gemüse schauen, das eigentlich Adams Gemüse ist, zumindest kommt es aus seinem Garten und er grillt es halt für Vincent, damit der nicht nur trockene Stücke Sesamring in Ketchup tauchen muss.
„Ganz schön heiß heute“, stellt Vincent das Offensichtliche fest und Adam brummt nur. Sie alle schwitzen wie die Schweine und am Grill mit seiner trockenen Hitze ist es fast unerträglich. Wie zur Bestätigung rinnt ihm ein Schweißtropfen an der Schläfe hinab. Unwirsch wischt er ihn weg.
Auch Vincent kleben die Locken am Kopf und erst fächert er sich mit einer Hand Luft zu, was nichts bringt, um dann sein eh schon provokativ weit geöffnetes Hemd noch einen Knopf weiter zu öffnen und jetzt fällt es auf der Brust weit auseinander. Spärliches schwarzes Brusthaar auf heller Haut, der goldene Ring an der dünnen Kette und Vincents prominente Schlüsselbeine, die sich unter der Haut bewegen, als er die Hände hinter dem Rücken verschränkt und seinen Rücken mit langen Armen durchdrückt und es in seinem Rücken knackt.
„Na helfen wohl doch nicht, deine Übungen.“
Vincent hebt nur eine Augenbraue und nimmt Adam ungerührt die Grillzange aus der Hand, um schnell und geschickt sein Gemüse zu drehen.
„Da war ich mit an den Rippchen dran“, sagt er lahm und deutet auf die Zange.
„Wird mich nicht umbringen. Liegt ja auch auf demselben Grill.“
Soweit kommt es noch, dass er sich für Vincent einen zweiten Grill kauft. Wobei der fast ein bisschen klein ist, wenn sie alle da sind. Dann hätte er auf dem Neuen mehr Platz für das Fleisch und Vincent könnte in Ruhe sein Gemüse und was auch immer er da noch in der Tupperdose mitgebracht hat, für sich grillen.
Später sind es wieder nur sie zwei, die übrig bleiben. Der Grill glüht noch warm an seiner Seite aus, im anderen Campingstuhl sitzt Vincent, rauchend. Das Hemd ist immer noch weit aufgeknöpft, obwohl es kühl durch den Garten zieht und seine helle Haut leuchtet im nächtlichen Dunkel.
Vincent überschlägt die Beine und dabei verrutscht seine weite Hose, gibt Adam den Blick frei auf seinen Fußknöchel und seine Finger zucken. Erinnerungen an Lydia kommen hoch. Wie er ihr das Strumpfband nach der Hochzeit abgezogen hat. Mit dem Kopf unter dem Rock, das Johlen seiner Freunde, Küsse auf Lydias Schenkel und dann das Band mit den Zähnen abziehen, an ihrem schlanken Fuß entlang, Finger am Knöchel, zarte helle Haut. In seinem Magen prickelt nicht mehr nur das Bier.
Jetzt könnte er einfach die Finger ausstrecken, überprüfen, ob Vincents Haut genauso weich wäre oder ob es anders wäre mit den behaarten Beinen. Ob Vincent auch zucken würde, wenn er ihn küssen würde. Vom Knöchel das ganze Bein hinauf, bis in seinen Schritt, wo es warm und duftend wäre und fuck Raczek. Sauf weniger. Und starr deinen Kollegen nicht so an. Vincent betrachtet ihn mit einem amüsierten Gesichtsausdruck, führt seine verdammten schlanken Finger an den Mund und sein Gesicht wird von der orangenen Glut der Zigarette erhellt.
„Was?“, faucht Adam.
„Na, über was sinniert der Mann am Feuer? Das nächste Mammut, das er erlegen will?“
„Haha, sehr witzig.“ Adam steht auf, um in die Brennnesseln zu pissen. Gar nicht so einfach, wenn der eigene Schwanz eigentlich was anderes vorhat. Aber im Rücken seines Kollegen in die Büsche wichsen, weil er einfach schon zu lange keinen Sex mehr hatte, kommt ihm auch räudig vor. Also beendet er sein Geschäft, taucht sogar die Hände kurz in die Regentonne und wischt sich die Haare mit den feuchten Fingern zurück.
„Machts dir eigentlich Spaß zu denken, dass ich son stumpfer Höhlenmensch bin?“ Mit einem Mal hat er Lust zu streiten. Er fummelt eine Zigarette aus dem Paket, von der er nicht mehr sagen kann, ob es seins oder Vincents ist und steckt sie an.
„Adam“, sagt Vincent müde.
„Ne, ehrlich mal. Denkst du echt ich wär son beschränkter Typ? Wär ich dann da wo ich bin?“
„Na ja. die haben ja immer Probleme hier Stellen zu besetzen…“ Vincent zuckt mit den Schultern, seine Lippen kräuseln sich.
„Ach, alles ein großer Witz für dich, aber ich darfs nicht komisch finden, wenn du so rumläufst und fast heulst, wenn du ne Leiche siehst. Zweierlei Maß, hm?“ Adam stößt die Hand, in der er die Zigarette hält in Vincents Richtung und nimmt dann einen tiefen Zug, spült den Rauch direkt mit einem Schluck Bier herunter.
„Ach darum gehts dir? Ich hab wenigstens Zugang zu meinen Gefühlen, Adam.“
„Wer sagt, dass ich den nicht habe?“
„Du kannst mir den ganzen Abend nicht in die Augen sehen, aber mir abwechselnd auf die Brust und in den Schritt glotzen, als würde ich das nicht bemerken. Vielleicht befasst du dich mal mit dem Teil von dir.“ Vincent setzt mit dem Zeigefinger einen Punkt in die Luft und wischt seine Locken zurück.
„Muss dich ja nicht wundern, wenn du so rumläufst, dass man gar nicht weiß, wo man hinschauen soll.“
„Also die anderen kriegen das ganz gut hin.“
„Dann konzentrier du dich doch mal, wenn das der Ausblick ist.“ Adam knöpft sein Hemd auf, zieht es auseinander und das Kreuz, das auf seiner Brust liegt, blitzt im letzten Schein der Glut.
„Adam, du musst-“ setzt Vincent an, bricht ab und starrt Adam kopfschüttelnd an. „Was willst du hören? Dass du noch gut in Schuss bist? Hast du doch selbst gesagt, trainierst hier jeden Tag im Garten.“ Verachtung trieft aus Vincents Worten, weil er seine Lüge durchblickt hat, als Adam die Worte ausgesprochen hat. „Oder meinst du ich steh auf jeden, der sich mir anbietet. Sagt man ja über Leute wie mich, dass die sich so wenig unter Kontrolle haben. Nicht so wie du.“
„Wo hab ich mich denn nicht unter Kontrolle?“, bricht es aus Adam heraus.
„Soll ichs dir chronologisch oder alphabetisch beantworten?“
„Sag mir eine Situation“, knurrt Adam und er weiß, dass er sich selbst zum Narren macht.
„Du hältst es kaum aus, wenn jemand nicht deinem Bild der Männlichkeit entspricht, starrst mich den ganzen Abend an wie ein Stück Fleisch und meist mir damit“ Er wischt mit der Hand durch die Luft, meint Adams nackten Oberkörper. „Irgendwas beweisen zu müssen. Absolut kontrolliert.“
„Na dann herzlichen Glückwunsch, Herr abgebrochenes Psychologiestudium, dann hast du ja Recht gehabt. Alt, frustriert und untervögelt und ein unkontrollierter Barbar. Wieso bist du eigentlich noch hier?“
„Ja, gute Frage, Adam. Vielleicht hab ich drauf gehofft, dass da noch was anderes ist, außer Rippchen und Motorräder“, ätzt Vincent und drückt die Zigarette unter seinem Stiefel aus.
„Soll ich dir jetzt sagen, dass ich dich scharf finde, in dem Aufzug? Weil ich ja ach so untervögelt bin, dass ich schon darauf anspringe, wenn du dir die Augen anmalst und deine Knöchel zeigst und was weiß ich.“
„Na ja, wäre wenigstens mal ehrlich. So oft wie du heute über mein Aussehen sprichst, muss da ja was dran sein.“
„Soll ich dir einfach sagen, dass du gut aussiehst. Mal ein bisschen Anerkennung abholen? Oder ist das so ein Ding. Heten umdrehen?“
„Klappts denn?“ Vincent sieht ihn scharf und abwartend an. Adams Nasenflügel beben beim nächsten Atemzug und er fühlt sich wie im Western. Sein Blick zuckt weg.
Der Kuss ist grob, Vincents Hand zieht an seinen Haaren und Adam zischt, aber irgendwie ist der Schmerz auch geil, hat ihn ja immer direkt kommen lassen, wenn Lydia ihre Nägel über seinen Rücken gezogen hat. Adam küsst Vincents Hals, reibt mit dem Bart darüber und Vincent stöhnt hoch und weibisch und Adam würde lügen, wenn er sagen würde, dass es ihn nicht geil macht. Rücksichtslos saugt er an der Haut über Vincents Schlüsselbeinen, beißt ihn, gibt Vincent allen Grund morgen das verdammte Hemd zuzuknöpfen.