Schreibaufgabe — Joker — (für mich)
Aug. 8th, 2025 07:45 amTeam: Kobold
Titel: Märchenprinz Teil 7 (Teil 6) (Teil 5) (Teil 4) (Teil 3) (Teil 2) (Teil 1)
Challenge: Schreibaufgabe — Joker — Märchen (2018) (für mich)
Fandom: Mord in Wien, Kohlrabenschwarz
Charaktere: Franziska Malzer, Carl-Albrecht Nassau, Franz Hartl, Stefan Schwab,
Anmerkung: Ich weiß, es ist schwer zu glauben, aber ich war tatsächlich nüchtern, als ich das geschrieben habe. Aber vielleicht sollte ich mich mit den Energy-Drinks zurückhalten. Wobei ich trotz denen nicht wirklich fertig geworden bin.
Es war einmal, dass ein edler Prinz hörte, dass ein böser Zauberer drei holde Maiden entführt hatte. Sofort zog er los, aber kaum war er vor die Tür getreten, da stellte sich ihm einer seiner treuen Ritter in den Weg und sprach: „Es hat nur einer von zumindest ein bisschen Erfahrung mit bösen Zauberern, und Ihr seid das nicht.“
„Dann komm halt mit“, sagte der Prinz.
Und sie gingen los, aber kaum, dass sie ein paar Meter weit gekommen waren, stellte sich ihnen die treue Ritterin der Prinzen in den Weg und sprach: „Mit einer Spielzeugwaffe und dem Kasper werdet Ihr auch nicht weit kommen. Ich komm auch mit.“
„Meinetwegen“, sagte der Prinz.
Und so machten sie sich zu dritt auf, um den bösen Zauberer zu besiegen, und die Mädchen zu befreien. Und sie zogen los, und sie liefen, bis sie an einen Wald kamen. Und in dem Wald da war eine Lichtung, und auf der Lichtung standen drei Mädchen, und als sie den Prinzen und seine Ritter sahen, da lachten sie und freuten sich und riefen: „Ihr seid gekommen, um uns zu retten!“
Der Prinz beugte sich zu seinem Ritter und sprach: „Als jemand, der Erfahrung mit bösem Zauber hat: Das ist jetzt ein bisschen zu einfach, oder?“
„Da habt ihr recht“, antwortete der Ritter.
„Um das zu erkennen, brauchts jetzt wirklich keine Erfahrung mit bösem Zauber, sondern nur gesunden Menschenverstand“, sagte die Ritterin.
„Ihr seid gekommen, um uns zu retten!“, riefen die Mädchen.
Der Ritter beugte sich zum Prinzen und sprach: „Das ist sicher eine Illusion. Die muss ihre Energie aus irgendetwas ziehen. Wenn kein Zauberer direkt in der Nähe ist, dann muss es irgendwo einen magischen Gegenstand geben.“
„Wie zum Beispiel magische Tanzschuhe“, sprach die Ritterin, und sie sahen, dass alle drei Mädchen rote Tanzschuhe trugen, aber nur eine von ihnen trug ein Paar mit den silbernen Sternen der Kaiserin.
„Ihr seid gekommen, um uns zu retten!“, riefen die Mädchen.
„Eure Platte hat einen Sprung“, sprach die Ritterin und wandte sich an den Ritter, „Ihr lenkt sie ab.“
Der Ritter tat wie ihm geheißen und ging auf die Mädchen zu, und sie streckten die Hände nach ihm aus, aber gerade bevor sie ihn berühren konnten, machte er einen großen Schritt zurück, und da begannen sie zu schreien, und ihn zu verfluchen, und als sie ihn verfluchten, merkten sie nicht, dass die Ritterin sich ihnen genähert hatte, und sie hatte einen Stein in der Hand und schlug ihm den Mädchen mit den magischen Schuhen auf den Kopf, und als sie fiel, packte sie der Prinz und zog ihr die Schuhe aus. Und da sahen sie, dass es keine Mädchen gewesen waren, sondern Zauberwesen, denn sie lösten sich in Rauch auf, und auch die Schuhe lösten sich auf, und nichts blieb, als die Sterne der Kaiserin. Der Prinz steckte sie ein.
„Also ich bin jetzt doch ganz froh, dass die wirklich nur eine Illusion waren“, sprach die Ritterin und legte den Stein wieder ab.
„Ich auch“, sagte der Ritter.
Und sie zogen weiter, und sie kamen zu einem Berg, und sie gingen den Berg hinauf, und als sie oben angelangt waren, standen da drei Mädchen, und als sie den Prinzen und seine Ritter sahen, da lachten sie und freuten sich und riefen: „Ihr seid gekommen, um uns zu retten!“
„Was denken die?“, fragte der Prinz, „dass es einmal nicht funktioniert hat, aber bestimmt beim zweiten Mal? Oder sind das diesmal die richtigen?“
„Bestimmt nicht“, sagte der Ritter.
„Wie sicher seid Ihr da?“
„So sicher, wie man sein kann, dass in einem Märchen erst beim dritten Mal das passiert, was man will.“
„Das macht jetzt sogar erstaunlich viel Sinn“, sprach die Ritterin und trat zur Seite, und der Ritter trat wieder an sie heran und es geschah alles wie beim ersten Mal.
„Und wird das dritte Mal auch so leicht?“, fragte der Prinz.
„Bestimmt nicht“, sagte der Ritter.
Sie seufzten und sie zogen weiter, und sie kamen endlich an das Schloss des bösen Zauberers, aber die schwere Tür war verschlossen. Der Ritter und die Ritterin zogen und drückten daran, aber sie bewegte sich kein Stück. Aber der Prinz zog einen der magischen Sterne der Kaiserin aus seiner Tasche und hielt sie an das Schloss, und der Stern löste sich in gleißendes Licht auf, und die Tür sprang auf.
„So langsam fange ich an, diese Logik zu verstehen“, sprach der Prinz.
„Ja, das dauert immer ein bisschen, aber dann ist es eigentlich ganz einleuchtend“, sprach der Ritter. Und sie schritten durch die Tür und sie waren in einem langen Gang, und als sie eine ganze Weile gegangen waren, trat ihnen eine Bestie in den Weg, und sie knurrte gar furchteinflößend. Der Ritter und die Ritterin machten sich bereit, aber der Prinz holte nur noch einen magischen Stern aus der Tasche und warf ihn auf die Bestie, die sich sogleich in Luft auflöste.
„Ich habe nicht mal meine Spielzeugpistole gebraucht“, sagte der Prinz.
„Prima, aber wie viele von den Dingern habt Ihr jetzt noch.“
„Zwei. Waren ja insgesamt zwei Paar Schuhe. An jedem Schuh ein Stern.“
„Dann hoffen wir mal, dass die reichen.“
„Bestimmt“, sagte der Ritter.
Und sie gingen weiter, und immer weiter, und sie kamen an eine verschlossene Kerkertür, und dahinter klagten drei Mädchen „So rettet uns doch!“
Der Prinz schaute auf seinen Ritter und fragte „Das wäre dann jetzt aber das dritte Mal?“, und der Ritter stimmte ihm zu, also hielt der Prinz wieder einen Stern an das Schloss und die Tür ging auf, und die Mädchen stürmten heraus, und fielen ihnen um den Hals und bedankten sich für ihre Rettung.
Aber plötzlich wurde es dunkel um sie herum, und dann standen sie alle im Raum des bösen Zauberers und er lachte „Ihr werdet hier nie wieder herauskommen.“
Und der Prinz holte den letzten Stern aus seiner Tasche und warf ihn auf den Boden und trat mit aller Kraft darauf, sodass er zersplitterte. Der böse Zauberer schrie auf und löste sich ebenfalls in Rauch auf.
„Jetzt lassen die mich wahrscheinlich nie wieder nach Schönbrunn.“ Dann hörte er nur noch seine Ritterin, die „Beeindruckend“ sagte, und dann wurde es schwarz um ihn.
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Date: 2025-08-08 01:07 pm (UTC)XD *das* wäre auch meine größte Sorge in diesem Moment