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Team: Kobold
Titel: Märchenprinz Teil 6 (Teil 5) (Teil 4) (Teil 3) (Teil 2) (Teil 1)
Challenge: Fantasy — Joker — Blutlinie (2015) (fürs Team)
Fandom: Mord in Wien, Kohlrabenschwarz
Charaktere: Franziska Malzer, Carl-Albrecht Nassau, Franz Hartl, Susanne Schwab, Stefan Schwab, Altjoff Erdmann



„Und jetzt?“


Niemand schien eine Antwort zu haben. Schwab zuckte nur mit den Schultern, Susanne und Hartl untersuchten ergebnislos die Tür, hinter der sich das Mädchen in Luft aufgelöst hatte. Erdmann erklärte: „Wir hatten ja gehofft, dass wir an diesem Ort weitere Hinweise finden. Und das haben wir ja schließlich auch.“


„Nur leider helfen die uns auch nicht weiter“, ergänze Schwab und ignorierte standhaft die wütenden Blicke, die Erdmann ihm zuwarf.


Malzer hatte sich inzwischen hingekniet, und betrachtete den Schuh näher. Als sie ihre Hand danach ausstreckte, hielt Susanne sie zurück. „Besser nicht anfassen. Man weiß nie, was da passiert.“ Malzer nickte und betrachtete weiter den Schuh. Dann schaute sie zu Carl.


Bevor er irgendetwas tun konnte, fragte sie: „Gegend, Gene, Gegenstand waren doch diese 3G, oder?“


Er schüttelte sehr verzweifelt den Kopf, was außer ihr niemandem auffiel.


„Genau. Und hier haben wir leider nur eins davon.“


Malzer widersprach Susanne, mit in Carls Augen etwas zu viel Euphorie: „Also ich würde sagen, wir haben hier zwei.“


Die schaute sich zweifelnd in der heruntergekommenen Hütte um: „Heißt das, der Ort hier, hat was mit ihr zu tun?“


Carl seufzte. „Nein.“ Mehrere verwirrte, und ein amüsiertes Augenpaar richteten auf ihn. „Ich ... hieß früher Habsburg.“


„Was?“, Susanne schaute, wie zu erwarten begeistert.


Hartl interessierte etwas anderes. „Heißt das, Sie ham den Namen von Ihrer Frau angnommen?“


„Nein. Den von meiner Mutter“, erklärte Carl verdattert, weil Hartls Fragen ihn wirklich immer komplett aus dem Konzept brachten.


Wenigstens fragte niemand weiter. Zumindest nicht ihn.


„Franz ich hoffe, du hast das nicht gefragt, weil du auch darüber nachdenkst. Das würde bei uns sonst sehr verwirrend werden.“


„Keine Sorge Stefan, das wird sicher nicht passieren“, kam es trocken von Susanne.


Hartl, der wohl die verwirrten Blicke von ihnen gesehen hatte, deutete auf Susanne und dann auf Schwab. „Ex-Mann.“


Schwab deutet, ohne mit der Wimper zu zucken, auf Susanne und dann auf Hartl „Neuer Mann. Aber noch nicht verheiratet.“


Carl ordnete das auf der Seltsamkeitsskala dieses Abends irgendwo über Kobolden, aber unter Leuten, die sich einfach in Luft auflösten ein.


Erdmann unterbrach sie: „Weitere Familienverhältnisse klären Sie bitte später. Aber wenn sie ein Nachkomme sind, könnte das auch erklären, warum es Sie zu diesem Ort hingezogen hat.“


„Wir sind hier, weil der da ein grottenschlechter Lügner ist“, protestierte Carl. Als er sah, dass Schwab ansetzte etwas zu sagen, kam er ihm zuvor, „Und wenn Sie jetzt Kobolde sagen ...“


„Ich wollte nur Märchen sagen.“


„Das ist nur unwesentlich besser.“


„In jedem Fall sind Sie hier. Und der Schmuck Ihrer Ahnin ist es auch. Also ein Teil davon. Das muss eine Bedeutung haben.“


„Das ist sie gar nicht.“ Wieder war er von interessierten Blicken umgeben. Er seufzte tief. „Also, sie ist ja eigentlich nur die Frau meines Ur-Ur-Ur-Urgroßonkels. Aber“, er seufzte noch einmal, „weil meine Vorfahren schon immer fanden, dass Ehe in der Familie bleiben sollte, bin ich auch sehr sehr entfernt mit ihr verwandt.“


„Trotzdem. Gene. Gegenstand. Es ist schon mit weniger was passiert.“


„Und was? Also was soll jetzt passieren? Und wie? Und überhaupt.“ Langsam befürchtete er, dass er nicht mehr aus diesem Traum aufwachen würde.


„Also ich würde ja sagen, wir haben hier verschwundene Mädchen, einen Schuh und einen Prinzen.“


Carl starrte Schwab entgeistert an.


„Das ist doch jetzt schon wieder ein komplett anderes Märchen“, gab Malzer zu Bedenken. Was nicht der Einwand war, auf den er gehofft hatte.


Das ist ihr Problem mit diesem Vorschlag? Nicht, dass er komplett wahnsinnig ist?“


„Das war ja eigentlich nur eine Feststellung von Herrn Schwab. Und mit der hat er ausnahmsweise recht.“


Carl hätte gerne irgendetwas darauf erwidert, aber nachdem, was er heute alles gesehen hatte, konnte er kaum mit einem Zwerg darüber streiten, dass Märchen doch gar nicht real waren.


„Gut. Und was ist dann der Vorschlag? Durch den Schnee reiten kann ich momentan ja schlecht.“ Drei sehr verwirrte männliche, und zwei sehr amüsierte weibliche Blicke richteten sich auf ihn.


„Meine Schwester hat den jedes Jahr geschaut“, murrte er.


„Natürlich. Gabs bei Ihnen eigentlich familiäre Einwände gegen die Sisi-Filme zu Weihnachten?“


„Ja. Genau wie gegen den Kleinen Lord.“


„Dachte ich mir.“


„Die Filmdiskussionen können Sie auch gerne später fortführen.“ Langsam war Erdmann seine Ungeduld deutlich anzumerken. „Wir haben hier jetzt noch etwas zu erledigen.“


„Und was genau? Ich meine“, Carl gestikulierte in Richtung des Schuhs.


„Schuh aufheben und durch die Tür. Das wäre jetzt so mein Vorschlag.“


Wieder konnte er nicht anders als Schwab entgeistert anzustarren. „Hieß es nicht eben noch, das kann gefährlich sein?“


„Ned für jemanden mit den richtigen Genen.“


Carl schloss die Augen, atmete tief durch und öffnete sie wieder. Wie zu erwarten, hatte sich nichts geändert. „Ihr wollt mir ernsthaft erzählen, dass mir nichts passieren wird, weil diese Sterne meiner Urur-undsoweiter-Großtante gehört haben.“


„Wahrscheinlich nicht“, meinte Susanne aufmunternd.


„Nehmen Sie den Herr Schwab mit. Der ist in solchen Situationen tatsächlich ganz nützlich.“


Schwabs Antwort darauf wurde von Malzers sehr lautem „Der?“ unterbrochen.


„Glauben sie mir“, versicherte Susanne, „ich würde das bestimmt nicht sagen, wenn es nicht stimmen würde, aber Stefan hat in solchen Situationen gewisse ... Talente. Die mich auch immer überraschen.“


Zweifelnd schaute Malzer auf Schwab und verkündete dann: „Ich komme auch mit.“


„Vorsicht. Ich könnte glatt glauben, dass Ihnen was an mir liegt.“


„Keine Sorge, das vergeht wieder.“


Hartl betrachtete sie wieder interessiert. „Immer, wenn ich euch zuschaue, hab ich so ein Déjà-vu. Ihr wart nicht zufällig auch mal verheiratet?“


Malzers Blick nach zu urteilen, war sein „Nein“, wahrscheinlich eine Spur zu vehement. Und wahrscheinlich war sein nächster Satz auch nicht klug, nachdem sie sich gerade bereiterklärt hatte mit ihm wohin-auch-immer zu gehen. „Ich ende nur ungern wie Ihr Ex.“


Ausnahmeweise, richtete sich einmal nicht die ganze Aufmerksamkeit auf Carl. Malzer schnaubte nur und murrte „Ich hab ihn verhaftet.“


Susanne schaute sehr fasziniert. Schwab stöhnte. „Bitte bringen Sie sie nicht auf noch mehr Ideen als sie eh schon hat.“


Erdmann, mit dem Carl vielleicht Mitleid gehabt hätte, wenn er sich nicht ziemlich sicher gewesen wäre, dass er irgendwie ein Hauptverantwortlicher für diesen ganzen Wahnsinn hier war, seufzte jetzt sehr laut und sehr demonstrativ, und knurrte nur „Das klären Sie bitte auch später. Jetzt gehen Sie einfach. Gerne auch zu dritt. Das ist ja auch eine gute magische Zahl.“


Seufzend hob Carl den Schuh auf und ging mit Malzer und Schwab auf die Tür zu. Dort wartete er bis die beiden ihn am Arm gepackt hatten und dann machten sie zusammen einen Schritt nach vorne.


Date: 2025-08-08 01:11 pm (UTC)
From: [identity profile] kessel-ksl.livejournal.com

„Vorsicht. Ich könnte glatt glauben, dass Ihnen was an mir liegt.“


„Keine Sorge, das vergeht wieder.“


Hartl betrachtete sie wieder interessiert. „Immer, wenn ich euch zuschaue, hab ich so ein Déjà-vu. Ihr wart nicht zufällig auch mal verheiratet?“


Malzers Blick nach zu urteilen, war sein „Nein“, wahrscheinlich eine Spur zu vehement. Und wahrscheinlich war sein nächster Satz auch nicht klug, nachdem sie sich gerade bereiterklärt hatte mit ihm wohin-auch-immer zu gehen. „Ich ende nur ungern wie Ihr Ex.“



pfppfpf XD wäre aber auch sehr lustig, wenn Carl als Frosch geendet wäre und sie unter seinen ganzen booty calls und ons den/die einzig Wahre finden müssen



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