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Team: Kobold
Titel: Märchenprinz Teil 3 (Teil 2) (Teil 1)
Challenge: Crack — “Was ist denn hier passiert?”
Fandom: Mord in Wien, Kohlrabenschwarz
Charaktere: Franziska Malzer, Carl-Albrecht Nassau, Franz Hartl, Susanne Schwab, Stefan Schwab, Altjoff Erdmann



Er registrierte am Rande, dass Malzer ihm folgte. Dann war er voll damit beschäftigt zu versuchen, das zu verstehen, was vor seinen Augen passierte. Das Mädchen ging - tanzte - weiter durch den Raum. Hartl packte sie am Arm. Sie ging einfach weiter. Als Hartel versuchte, sie zurückzuziehen, schüttelte sie ihren Arm leicht. Es hätte nie im Leben reichen sollen, einen Mann von Hartls Größe abzuschütteln, aber er ließ nicht nur los, er wurde ein ganzes Stück zurückgeschleudert, und landete auf einem Stuhl, der krachend zusammenbrach.


„Franz!“


Das Mädchen tanzte unbeirrt weiter. Ein weiterer Mann stürzte sich auf sie, aber er war geistesgegenwärtig genug, aus Hartls Fehler gelernt zu haben. Zumindest stürzte er sich neben ihr auf den Boden und packte ihren Knöchel. Das hielt sie auf. Aber nur kurz. Dann begann sie ihr Bein zu schütteln und auch nach ihm zu treten - heftig, seinem Stöhnen nach zu urteilen - und für einige Zeit hielt er sich tapfer, aber dann ließ er doch los. Zwar versuchte er noch einmal nach ihr zu greifen, erwischte aber nur ihren Schuh, aus dem sie einfach schlüpfte und ohne weiterging. Zur gegenüberliegenden Tür, durch die sie tanzte und verschwand. Sie ging nicht einfach um die Ecke und war außer Sichtweite. In einem Moment war sie noch da, dann flimmerte die Luft um sie herum, und dann war sie weg.


Carl starrte eine ganze Weile auf den leeren Türrahmen, bis ihn ein gezischtes „Carl!“ von Malzer so weit zurück in die Realität holte, dass er seine Waffe zog. Was ihn zur Frage brachte, wer in diesem Raum jetzt eigentlich eine Bedrohung war. Einer lag noch stöhnend am Boden, also versuchte er ihn weiter aus dem Augenwinkel zu beobachten, während er die Waffe auf Hartl richtete, der inzwischen wieder aufgestanden war, und ein paar beruhigende Handbewegungen in Richtung der Frau, die neben ihm stand, machte.


Sein Blick fiel auf Carl und Malzer. „Ihr seids mir gefolgt.“


„Und Sie sind hier sicher nicht geocachen“, entgegnete Malzer.


„Geocachen?“


„Ja, was hätte ich denn sonst sagen sollen, Susanne?“


„Vielleicht“, der richtete sich auf, und Carl wurde immer bewusster, dass es nicht leicht sein würde, alle in diesem Raum unter Kontrolle zu halten, „irgendetwas anderes, als zu behaupten, du würdest bei Gewitter geocachen.“ Inzwischen stand er. „Mir gehts übrigens gut. Danke der Nachfrage.“


„Das freut uns alle sehr, Stefan“, sagte Susanne in einem Tonfall, der etwas anderes vermuten ließ. „Wir sind hier gerade ein bisschen mit was anderem beschäftigt.“ Sie deutete in ihre Richtung, was Malzer zum Anlass nahm, ihren Ausweis zu ziehen.


„Malzer. Polizei. Was ist bitte hier passiert?“


Hartl verhielt sich dafür, dass jemand eine Waffe auf ihn richtete, erstaunlich ruhig. Er schaute zwar auf die Pistole, aber eher interessiert als eingeschüchtert.


„Das ist dieses tschechische Taschenmodell, oder?“


„Äh ja.“


„Also i hab ja lieber was Größeres.“


Susanne verdrehte genervt die Augen. „Könntest du das bitte später klären?“


„Was. Ist. Hier. Los?“, wiederholte sich Malzer, in einem Tonfall, der klarmachte, dass sie diese Frage kein drittes Mal stellen wollte.


„In Anbetracht der Umstände sollten wir sie vielleicht aufklären.“


Fuck. Er hatte vier Stimmen gehört.


Hier war noch jemand.


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