[identity profile] 4r63n24.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: Kobold
Challenge: Romantik/Intimität — eine Nacht gemeinsam verbringen — fürs Team
Fandom: Tatort München, Tatort Wien
Charaktere: Franz Leitmayr, Ivo Batic, Moritz Eisner, Bibi Fellner
Wörter: 939



Die ganze Herumfahrerei und die Tatsache, dass sie ohnehin erst am späten Nachmittag eingetroffen waren, ließen es bald Abend werden. Um 21 Uhr trafen sie sich schließlich alle in einem der Hotels der Stadt.


„Also gut – dann war’s das für heute? Ist eh schon spät geworden. Dann treffen wir uns morgen früh einfach wieder im Büro?“, warf Ivo irgendwann in die Runde.


Zustimmendes Gemurmel folgte, dann wünschten sich alle eine gute Nacht, lösten sich wieder in ihre ursprünglichen Konstellationen auf und machten sich auf den Weg in die Doppelzimmer.


Ivo stupste Franz spielerisch an und grinste, während er fragte:
„Und – wie war’s mit dem Moritz?“


Er erwartete jetzt schon, sich anhören zu dürfen, wie furchtbar alles gewesen war. Doch stattdessen zuckte Franz nur mit den Schultern.


„War schon okay. Der Moritz is halt mal ’ne nette Abwechslung zu dir, Ivo.“ Jetzt grinste er zurück.


„Und wie war’s mit der Bibi? Bist du stolz, dass du wieder der Frauenheld warst?“


„Ach was denn für ein Frauenheld… Was kann ich denn dafür, wenn ich einfach der sympathischere von uns beiden bin?“


Franz lachte bei der Aussage.


„Jaja, genau du…“


„Willst du’s jetzt wissen oder nicht?“


„Na komm, erzähl schon.“


„War eh ned so besonders. Is ganz nett mit der Bibi – muss ich mir wenigstens nicht ständig dein albernes Gelächter anhören.“
Grinsend verpasste er Franz noch einen kleinen Stoß.


„Na komm, jetzt hör doch auf, mich immer rumzuschubsen“, lachte Franz weiter.
„Irgendwann schubst du mich zu fest – und dann wirst du als Mörder eingsperrt.“


„A geh – des würdest du doch eh nie mit dir machen lassen.“




Auch Bibi und Moritz begaben sich auf den Weg zu ihrem Zimmer.


„Ich sag dir eins, Bibi: Wenn das Zimmer jetzt keine zwei Betten hat, dann schlaf ich auf der Couch.“


„Was hast du denn dagegen, dir mit mir ein Bett zu teilen? Du bist doch der, der schnarcht!“


„Weißt du, Bibi, ich hab einfach keine Lust, so wenig Platz zu haben. Du ziehst mir dann immer die Decke weg.“


„Wenn’s so heiß ist, brauchst du doch eh keine Decke. Wie war’s überhaupt mit dem Franz? Habt's euch schön angegrantelt?“


„Angegrantelt? Nein, überhaupt nicht. Der Franz und ich haben uns super verstanden. So eine Kooperation würd ich mir von dir auch manchmal wünschen, Bibi … Und wie war’s mit dem Ivo? War er nett zu dir?“


„Ja, sicher war er nett. Vü netter als du.“
Bibi grinste, und Moritz grinste zurück.


Sie betraten jetzt das Zimmer – es gab tatsächlich zwei Einzelbetten. Moritz trat ans Fenster, vor dem eine Birke den Blick auf den Mond versperrte.


„Aber froh bin ich, wenn wir wieder in Wien sind. Ich glaub, ich ruf jetzt noch den Ernstl an, frag ihn, was das soll.“


„Ich dachte, du magst den Franz?“


Bibi hatte inzwischen ihren Rucksack aufs Bett gelegt und die wichtigsten Sachen ausgepackt.


„Ja ja, schon – aber trotzdem.“


„Weil du lieber mit mir ermittelst?“


„A geh, jetzt lass mich. Ich muss telefonieren.“


Moritz ging ein paar Schritte zur Seite und wählte Ernstls Nummer.


„Jo, du, hallo Ernstl … Ja, wir sind gut in Oberösterreich angekommen … Genau deshalb ruf ich auch an … Weil ich fragen wollte, was das soll mit den Münchner Kollegen … Jo, na, da funktioniert überhaupt nix, es wär viel einfacher, wenn’s nur ich und die Bibi wären … Ja, das ist mir aber wurscht, ob der Deutscher ist oder nicht … Jo, na, ich reg mich nicht auf … Ist ja gut … Ja, du mich auch … Gute Nacht!“




Ivos Grinsen fiel ihm aus dem Gesicht, als er das Zimmer sah.


„Was ist denn, Ivo? Jetzt geh halt rein.“


Er machte einen Schritt zur Seite, damit auch Franz ins Zimmer sehen konnte.


„… da ist nur ein Bett.“


„Ja, letztes Mal haben wir’s auch überlebt. Jetzt mach kein Drama.“


„Die haben bestimmt die Schlüssel vertauscht. Das war sicher für Bibi und Moritz – die halten die wahrscheinlich für ein Paar.“


„Jetzt komm, Ivo.“


Franz zog Ivo ins Zimmer und machte die Tür hinter ihm zu.


„Welche Seite willst du? Sonst willst du doch auch immer, dass ich bei dir schlaf. Also komm, such dir eine aus.“


„Ja, aber auf meiner Couch … Also gut, ich nehm die beim Fenster.“


„Passt.“


„Passt.“




„Willst du nicht langsam das Licht ausmachen? Ist schon spät.“


„Jaja, ich mach ja gleich. Ich les das nur kurz noch fertig. Ist doch noch nicht so spät – erst halb elf?“


„Ich wette, ich träum wieder schlecht. So wie sonst auch immer.“


Franz grinste nur.


„Jetzt lach nicht.“


„Ich lach doch gar nicht“


Franz versuchte das Grinsen zu unterdrücken. Und es dauerte tatsächlich keine fünf Minuten, dann schaltete er das Licht aus.


„Gute Nacht.“


„Gute Nacht.“




Franz wusste nicht, wie spät es war, als er wieder wach wurde. Es war definitiv noch Nacht – draußen war es stockdunkel.
Geweckt wurde er von einem warmen, weichen Körper, der sich an ihn schmiegte. Ivo.


Was machte er denn? Ivos Gesicht war zu einer Grimasse verzogen, Schweiß stand auf seiner Stirn – er schien wieder einen Albtraum zu haben.


Sanft rüttelte Franz an seiner Schulter. „Ivo … Ivo … Ivo!“
Doch der rührte sich kaum, jedenfalls nicht richtig. Aber dann verschwand der verkrampfte Ausdruck aus Ivos Gesicht. Stattdessen rutschte er noch ein Stück näher zu Franz.


Franz überlegte kurz, ob er nochmal versuchen sollte ihn zu wecken – aber der Albtraum schien ja vorbei zu sein, und eigentlich … fand er es ganz süß, wie Ivo da an ihn gekuschelt war.


Außerdem – es würde ja nie jemand davon erfahren. Also legte er vorsichtig die Arme um Ivo, zog ihn ein kleines Stück näher und schloss mit einem Lächeln wieder die Augen.

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios