[identity profile] lux42y.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: Kobold
Challenge: Romantik/Intimität — das/die/der erste... — fürs Team
Fandom: Tatort Berlin
Charaktere: Felix Stark, Robert Karow
Wörter: 318
Zeit: ~35min



Felix griff nach seinen braunen Schuhen und zog sie an. Während er sich die Schnürsenkel band, huschte sein Blick kurz über die Uhr an seinem Handgelenk. Es war morgens um halb sieben—die Sonne war noch nicht einmal richtig aufgegangen und auch die Hundebesitzer schliefen noch. Es war früh, doch für Felix konnte es nicht früh genug sein. Er liebte es, spazieren zu gehen, wenn die Stadt noch schlief.


Als er sich aus der Hocke erhob, sah er Robert im Türrahmen stehen. Er wandte sich mit den Worten „ich geh nur kurz spazieren“ und einem weichen Lächeln zu ihm. Robert erwiderte sein Lächeln, doch schien in Gedanken zu sein. Felix wunderte sich innerlich darüber, dass Robert bereits wach war, und erst recht wunderte er sich darüber, dass dieser erst nachzudenken schien und dann wortlos in ihr Schlafzimmer verschwand. Sekunden später, als Felix sich gerade seine braune Kapuzenjacke überstreifte, rief Robert aus dem Schlafzimmer „warte!“ und Felix konnte nur die Stirn runzeln.


Eine Minute später kam Robert mit einem Fünfeuroschein im Mund, einem blauen Pullover in der rechten und seinem Schlüssel in der linken Hand aus dem Schlafzimmer. Seine Augen waren dabei so blau, so ehrlich, so sanft, dass es fast unheimlich war—Felix sah sie viel zu selten so.


Der Fünfeuroschein in Roberts Mund auf der anderen Seite verwirrte ihn und gerade als er dazu nachhaken wollte, sagte Robert: „Bäcker.“ Felix nickte. Doch er war noch immer verwundert.


„Du kommst mit?“, fragte er skeptisch. Robert nickte bloß, doch für Felix bedeutete es die Welt. Sie waren noch nie zusammen spazieren gegangen, erst recht nicht so früh am Morgen, und Robert wusste, wie viel Felix die morgendlichen Spaziergänge bedeuteten. Und jetzt—jetzt kam Robert mit. Einfach so. Aus dem Nichts.


Zum ersten Mal.


Felix musste lächeln; so breit, dass es in seinen Wangen zog und das Strahlen noch bis zu seinen Augen hoch reichte. Er war glücklich, verdammt glücklich.

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