Team: Kobold
Challenge: Schreibaufgabe - eine angefangene Geschichte fertigstellen - für mich
Fandom: Polizeiruf 110 Rostock
Charaktere: Bukow & König
Wörter: 755, davon 540 neue
A/N: Die bestehenden Passagen sind mit Sternchen gekennzeichnet.
Hätte Henning nicht so intensiv den Teamgeist beschworen, dann wäre Sascha überhaupt nicht zu Volkers Geburtstagsfeier (inklusive Torte und seinen Schwestern als Überraschungsgästen) mitgekommen, aber jetzt steht er zwischen den Kollegen, ein Stück Torte in der einen und ein Sektglas in der anderen Hand und versucht sich einen Überblick zu verschaffen.
Volker wird umarmt und geherzt, jemand bläst Luftschlangen über seinen Kopf und Pöschi verteilt munter Sekt an die Kollegen.
*„Hast du Frau König gesehen Sascha?“, spricht ihn plötzlich Henning von der Seite an. „Na wegen dem Geschenk“, setzt er hinzu als Sascha nicht direkt antwortet.
„Die ist grad an mir vorbei nach draußen“, klinkt sich Petra mit in das Gespräch ein. „Soll ich?“*
„Ich geh schon. Brauch' eh mal frische Luft“, unterbricht Sascha sie und drückt ihr Glas und Kuchen in die Hände und schiebt sich in Richtung Ausgang. Wahrscheinlich veranlasst ihn irgendeine Art Intuition, die ihn oft und gerne befällt, wenn es um König geht, selbst nach ihr zu suchen. Diese Intuition, die auch dafür sorgt, dass sie zusammen Karaoke singen gehen und er ihr die Molly zeigt und sie vor ihrer Vergangenheit steht wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
Vor der Kneipe steht eine Gruppe Raucher, da ist König sicher nicht dabei. Aber da, in der Einfahrt des Nachbargebäudes sitzt eine einzelne Person auf dem Rand eines Blumenkübels aus Beton. König, ganz eindeutig, das erkennt er auch im schwachen Licht der Straßenlaternen, das nicht ganz bis in die Einfahrt hineinreicht. Vornübergebeugt sitzt sie da, das Gesicht in den Händen, heult die etwa?
„Na Frau König, da müssen Sie doch nicht direkt sentimental werden, nur weil Thiesler Geburtstag hat. So ergreifend ist es doch auch nicht“, spricht er sie an und sie zuckt hoch und dass ihre Augen feucht glänzen sieht trotz des schwachen Lichts.
„Lassen Sie mich in Ruhe, Bukow“, fährt sie ihn an, aber dabei hat sie auch schonmal bestimmter gelungen, also setzt er sich neben sie. Ihre Schultern streifen aneinander und er bemerkt, dass sie zittert. Sie muss es auch bemerken, denn augenblicklich strafft sich ihre Haltung.
„Was ist los?“
Sie wischt sich unwirsch über die Augen, zieht die Nase hoch und kurz glaubt Sascha, dass sie einfach aufspringt und abhaut.
*„Da ist immer nur diese beschissene Zahl!“ König drückt die Handballen gegen ihre Stirn. „Acht. Acht. Acht!“ Jedes Mal treffen die Handballen gegen ihren Kopf. „Und ich weiß nicht, wozu diese beschissene Acht gehört! Meine Mutter hat das damals mir mit geübt. Meinen Namen. Unsere Adresse. Mein verdammtes Geburtsdatum!“ Ihre Stimme steigert sich, kippt schrill. „Und ich hab’s mir einfach nicht merken können! Wie doof muss man sein!“
Bukow fängt ihre Handgelenke ein, bevor sie wieder ihren Kopf treffen kann. Zwingt sie ihn anzusehen. Ihr Atem geht heftig, die Augen weit vor Wut.
„Sie waren vier, Frau König. Vier. Wenn die Jungs sich abends an ihr Mittagessen erinnern können is das n Wunder.“ Langsam lässt er ihre Arme los, leitet ihre Hände in ihren Schoß.
König schließt die Augen, legt den Kopf in den Nacken, atmet.
„Suchen Sie sich doch einfach `n Datum aus. Ich feier dann auch mit Ihnen.“
König blinzelt ihn perplex an. Unglaube zieht über ihr Gesicht und dann muss sie lachen. Hysterisch und ein bisschen schluchzend.*
„Aber nur, wenn Sie mir `n Kuchen besorgen“, japst sie, als sie sich wieder beruhigt hat und Sascha zieht langsam seine Hände zurück.
„Wenn Sie sich dann nicht mehr verrückt machen.“ Er zuckt mit den Schultern, ist schon im Begriff aufzustehen, aber jetzt bricht es aus König heraus.
„Meine Eltern haben immer das Datum der Adoption mit mir gefeiert und ich hab das so lange nicht gewusst, dass das nicht mein Geburtstag ist!“ Wieder droht ihre Stimme zu kippen. „Ist ja auch eigentlich ganz egal, oder glauben Sie an Horoskope, Bukow?“
„Also manchmal liest Vivian mir mein vor“, meint er schulterzuckend. „Aber nur, wenn was gutes drinsteht.“ Er zuckt mit den Mundwinkeln und König, ganz ihr sonstiges Selbst, rollt mit den Augen.
„War klar, dass Sie sich wieder nur die Rosinen rauspicken.“
„Und das können Sie zur Abwechslung auch mal, Frau König.“ Er steht auf, streckt ihr die Hand hin. „Kommen Sie, oder wollen Sie verpassen, wenn der Kollege Pöschel auf dem Tisch tanzt?“
König zögert einen Moment, wischt sich noch einmal über das Gesicht und durch die Haare und greift dann nach seiner Hand. „Fünf Euro, dass er es wieder bei Petra versucht.“
„Zehn, dass er Volkers Schwester auserwählt.“
„Mutig, so dumm ist er nicht.“
„Wir werden’s nur erfahren, wenn wir dabei sind. Kommen Sie, Frau König.“
Challenge: Schreibaufgabe - eine angefangene Geschichte fertigstellen - für mich
Fandom: Polizeiruf 110 Rostock
Charaktere: Bukow & König
Wörter: 755, davon 540 neue
A/N: Die bestehenden Passagen sind mit Sternchen gekennzeichnet.
Hätte Henning nicht so intensiv den Teamgeist beschworen, dann wäre Sascha überhaupt nicht zu Volkers Geburtstagsfeier (inklusive Torte und seinen Schwestern als Überraschungsgästen) mitgekommen, aber jetzt steht er zwischen den Kollegen, ein Stück Torte in der einen und ein Sektglas in der anderen Hand und versucht sich einen Überblick zu verschaffen.
Volker wird umarmt und geherzt, jemand bläst Luftschlangen über seinen Kopf und Pöschi verteilt munter Sekt an die Kollegen.
*„Hast du Frau König gesehen Sascha?“, spricht ihn plötzlich Henning von der Seite an. „Na wegen dem Geschenk“, setzt er hinzu als Sascha nicht direkt antwortet.
„Die ist grad an mir vorbei nach draußen“, klinkt sich Petra mit in das Gespräch ein. „Soll ich?“*
„Ich geh schon. Brauch' eh mal frische Luft“, unterbricht Sascha sie und drückt ihr Glas und Kuchen in die Hände und schiebt sich in Richtung Ausgang. Wahrscheinlich veranlasst ihn irgendeine Art Intuition, die ihn oft und gerne befällt, wenn es um König geht, selbst nach ihr zu suchen. Diese Intuition, die auch dafür sorgt, dass sie zusammen Karaoke singen gehen und er ihr die Molly zeigt und sie vor ihrer Vergangenheit steht wie ein Reh im Scheinwerferlicht.
Vor der Kneipe steht eine Gruppe Raucher, da ist König sicher nicht dabei. Aber da, in der Einfahrt des Nachbargebäudes sitzt eine einzelne Person auf dem Rand eines Blumenkübels aus Beton. König, ganz eindeutig, das erkennt er auch im schwachen Licht der Straßenlaternen, das nicht ganz bis in die Einfahrt hineinreicht. Vornübergebeugt sitzt sie da, das Gesicht in den Händen, heult die etwa?
„Na Frau König, da müssen Sie doch nicht direkt sentimental werden, nur weil Thiesler Geburtstag hat. So ergreifend ist es doch auch nicht“, spricht er sie an und sie zuckt hoch und dass ihre Augen feucht glänzen sieht trotz des schwachen Lichts.
„Lassen Sie mich in Ruhe, Bukow“, fährt sie ihn an, aber dabei hat sie auch schonmal bestimmter gelungen, also setzt er sich neben sie. Ihre Schultern streifen aneinander und er bemerkt, dass sie zittert. Sie muss es auch bemerken, denn augenblicklich strafft sich ihre Haltung.
„Was ist los?“
Sie wischt sich unwirsch über die Augen, zieht die Nase hoch und kurz glaubt Sascha, dass sie einfach aufspringt und abhaut.
*„Da ist immer nur diese beschissene Zahl!“ König drückt die Handballen gegen ihre Stirn. „Acht. Acht. Acht!“ Jedes Mal treffen die Handballen gegen ihren Kopf. „Und ich weiß nicht, wozu diese beschissene Acht gehört! Meine Mutter hat das damals mir mit geübt. Meinen Namen. Unsere Adresse. Mein verdammtes Geburtsdatum!“ Ihre Stimme steigert sich, kippt schrill. „Und ich hab’s mir einfach nicht merken können! Wie doof muss man sein!“
Bukow fängt ihre Handgelenke ein, bevor sie wieder ihren Kopf treffen kann. Zwingt sie ihn anzusehen. Ihr Atem geht heftig, die Augen weit vor Wut.
„Sie waren vier, Frau König. Vier. Wenn die Jungs sich abends an ihr Mittagessen erinnern können is das n Wunder.“ Langsam lässt er ihre Arme los, leitet ihre Hände in ihren Schoß.
König schließt die Augen, legt den Kopf in den Nacken, atmet.
„Suchen Sie sich doch einfach `n Datum aus. Ich feier dann auch mit Ihnen.“
König blinzelt ihn perplex an. Unglaube zieht über ihr Gesicht und dann muss sie lachen. Hysterisch und ein bisschen schluchzend.*
„Aber nur, wenn Sie mir `n Kuchen besorgen“, japst sie, als sie sich wieder beruhigt hat und Sascha zieht langsam seine Hände zurück.
„Wenn Sie sich dann nicht mehr verrückt machen.“ Er zuckt mit den Schultern, ist schon im Begriff aufzustehen, aber jetzt bricht es aus König heraus.
„Meine Eltern haben immer das Datum der Adoption mit mir gefeiert und ich hab das so lange nicht gewusst, dass das nicht mein Geburtstag ist!“ Wieder droht ihre Stimme zu kippen. „Ist ja auch eigentlich ganz egal, oder glauben Sie an Horoskope, Bukow?“
„Also manchmal liest Vivian mir mein vor“, meint er schulterzuckend. „Aber nur, wenn was gutes drinsteht.“ Er zuckt mit den Mundwinkeln und König, ganz ihr sonstiges Selbst, rollt mit den Augen.
„War klar, dass Sie sich wieder nur die Rosinen rauspicken.“
„Und das können Sie zur Abwechslung auch mal, Frau König.“ Er steht auf, streckt ihr die Hand hin. „Kommen Sie, oder wollen Sie verpassen, wenn der Kollege Pöschel auf dem Tisch tanzt?“
König zögert einen Moment, wischt sich noch einmal über das Gesicht und durch die Haare und greift dann nach seiner Hand. „Fünf Euro, dass er es wieder bei Petra versucht.“
„Zehn, dass er Volkers Schwester auserwählt.“
„Mutig, so dumm ist er nicht.“
„Wir werden’s nur erfahren, wenn wir dabei sind. Kommen Sie, Frau König.“