Smut/Kink - Telefonsex - für mich
Jul. 27th, 2025 06:14 pmTeam: Kobold
Challenge: Smut/Kink - Telefonsex - für mich
Fandom: Blind ermittelt
Charaktere: Wolfgang Gansmeir
Wörter: 940
So eine Scheiße, denkt Wolfgang an diesem Tag nicht zum ersten Mal und starrt mit gewitterfinsterer Mine durch das Fenster auf eben jenes. Peitschender Regel knallt gegen das Glas wie Gewehrsalven und er weiß jetzt schon, dass er heute Nacht kein Auge zutun wird, obwohl sie vor Müdigkeit brennen. Ein Blitz durchzuckt die Nacht und automatisch beginnt er zu zählen, kommt nur bis zur zwei, bevor der Donner kracht. Mit einem geschlagenen Seufzen lässt er sich auf der Bettkante nieder und nach hinten auf den Rücken fallen, um jetzt an die Decke seines Hotelzimmers zu starren.
Es ist allemal besser, als weitere Stunden im Flugzeug auf dem Rollfeld auszuharren, wo sie jede Windböe durchgeschüttelt hat und er das Gefühl hatte, dass die Luft mit jeder verstreichenden Minute knapper geworden ist. Flugangst kann er sich nicht erlauben, nur abgrundtiefe Genervtheit über schlecht gemanagte Abläufe, weswegen sie stundenlang herumstanden, obwohl klar war, dass heute sicher kein Flug mehr geht.
Jetzt liegt er immerhin ausgestreckt im Airport Hotel, eine Flasche Wasser und ein Sandwich neben sich auf dem Bett, es gibt sogar eine Minibar und ein paar Snacks und es könnte wirklich schlimmer sein, säße da nicht das Vermissen auf seiner Brust wie ein Nachtmahr und starrte ihn hämisch an.
Denn eigentlich sollte er schon längst wieder in Wien und vor allem bei Alex sein. So hatten sie es verabredet. Dass er zu ihm kommt, sobald er gelandet ist, dass sie auf den erfolgreichen Verkauf anstoßen und dann, nun ja, hätten sie schon gesehen, was der Abend noch mit sich gebracht hätte. (Idealerweise Alex unter ihm mit seinem Namen auf den Lippen.) Dabei sind es ja nur lächerliche zwei Stunden Flugzeit, die sie trennen, aber auch eine Stunde Zeitverschiebung, die macht, dass es bei ihm vielleicht frech, aber noch vertretbar wäre, anzurufen, aber sicher nicht in Wien, sicher nicht bei Alex. Also verzichtet er, öffnet stattdessen den Messenger und tippt auf das Mikrofonsymbol. Alex sind Sprachnachrichten lieber, als der seelenlose Vortrag des Screenreaders.
„Hey Alex“, beginnt er und das Vermissen wirft ihm noch einen enttäuschten Blick zu, ehe es verpufft und sich der Druck in seiner Brust wenigstens ein bisschen löst. „Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken, aber der Flug wurde gecancelt. Da zieht gerade ein Tief über den Atlantik und sie haben den ganzen Flughafen dicht gemacht. Vor morgen Vormittag hebt hier keine Maschine mehr ab. Vielleicht sollte ich eher auf eine zweite Arche hoffen.“ Er lacht leise und kratzt sich an der Brust, verharrt mit den Fingern dort und öffnet die obersten Knöpfe seines Hemdes. „Ich kann zum Mittag in Wien sein. Reservierst du uns was? Gerne im Hotel, dann haben wir es hinterher nicht so weit…“ Er lässt die Andeutung verklingen, öffnet noch zwei Hemdknöpfe mehr und lässt seine Hand über seinem Herzen auf seinem Unterhemd liegen, spürt seinen Herzschlag gegen seine Handfläche. „Ich möchte dich sehen. Heute Mittag beim Lunch konnte ich schon an nichts anderes mehr denken. Ich konnte nur noch an dich denken und daran, wie ich es dir besorge.“ Er seufzt leise, als seine Finger seine Brustwarzen streicheln, ganz unterbewusste, kleine Berührungen, nur mit den Fingerspitzen. „Ich fasse mich gerade an, so wie ich dich anfassen würde. An der Brust, ganz kleine Bewegungen nur, die dich jedes Mal verrückt machen. Probieren wir es, dass du nur davon kommst, ohne dass ich dich irgendwo anders anfasse?“ Wieder seufzt er leise bei der Vorstellung an Alex‘ schweißglänzenden, zitternden Körper unter ihm und die Macht, ihn mit einer Bewegung seines Fingers über die Kante zu bringen, geht ihm heiß ins Blut. „Aber das würde ich mir für die zweite Runde aufheben. Wenn ich wieder geduldig bin. Weil ich vorher keine Geduld für Spielchen hätte, ich würde wahrscheinlich schon beim Lunch mit einem Ständer dasitzen, weil ich genau weiß, dass du genauso geil wärst und du auf den Knien wärst, noch bevor wir im Zimmer wären.“ Er stöhnt, aber es ermattet, als er sich in den Schritt greift und dort gar nichts los ist, obwohl sein Innerstes glüht. Er reibt sich über die Augen, atmet durch. Wem macht er etwas vor. „Ach fuck, Alex. Ich wäre jetzt gerne bei dir. In deinem Bett, einfach bei dir. Ich würde gerade viel dafür geben, dass du in meinen Armen liegst.“ Seine Stimme ist jetzt ganz leise, als er sich vorstellt, wie gut Alex in seine Arme passt. Er denkt an seine Hand auf Alex‘ warmen, weichen Bauch, der sich mit jedem entspannten Atemzug sanft bewegt. „Du riechst immer so gut“, fährt er fort, wenn er schon einmal mit den Wahrheiten beginnt und die Hitze, bisher ein fester Ball unter seinem Magen, strömt ganz in ihn und es zieht an seinem Inneren, während sie ihm bis in die Fingerspitzen geht. „Es ist schön mit dir, so.“ Alex wird verstehen, was er meint. Die Ruhe, die er bei ihm findet und tatsächlich genießen kann, ohne Angst zu haben, irgendetwas zu verpassen. Wieder grinst der hämische Mahr aus der Zimmerecke, als hätte er gewonnen. „Ich träum von dir.“
Er nimmt den Finger vom Mikrofonsymbol und tippt noch einmal auf Abspielen, während er sich aus dem Bett erheben und seinen Kulturbeutel sucht.
Bei Gott, die Müdigkeit macht ihn wirklich sentimental, denkt er, als er in der blassgelben Festbeleuchtung des Badezimmers steht und das grelle Licht ihm blaue Schatten unter die Augen malt. Er sieht erbärmlich aus mit dem Bartschatten und dem halbgeöffneten Hemd, das ihm zerknittert und schlaff um die Schultern hängt. Mit einem Wisch löscht er die Sprachnachricht, tippt stattdessen mit einer Hand eine kurze Nachricht, die der Sprachassistent Alex mit emotionsloser Stimme vorlesen wird, sobald er aufwacht.
„Flug gegancelt, bin erst morgen Mittag in Wien. W.“
Challenge: Smut/Kink - Telefonsex - für mich
Fandom: Blind ermittelt
Charaktere: Wolfgang Gansmeir
Wörter: 940
So eine Scheiße, denkt Wolfgang an diesem Tag nicht zum ersten Mal und starrt mit gewitterfinsterer Mine durch das Fenster auf eben jenes. Peitschender Regel knallt gegen das Glas wie Gewehrsalven und er weiß jetzt schon, dass er heute Nacht kein Auge zutun wird, obwohl sie vor Müdigkeit brennen. Ein Blitz durchzuckt die Nacht und automatisch beginnt er zu zählen, kommt nur bis zur zwei, bevor der Donner kracht. Mit einem geschlagenen Seufzen lässt er sich auf der Bettkante nieder und nach hinten auf den Rücken fallen, um jetzt an die Decke seines Hotelzimmers zu starren.
Es ist allemal besser, als weitere Stunden im Flugzeug auf dem Rollfeld auszuharren, wo sie jede Windböe durchgeschüttelt hat und er das Gefühl hatte, dass die Luft mit jeder verstreichenden Minute knapper geworden ist. Flugangst kann er sich nicht erlauben, nur abgrundtiefe Genervtheit über schlecht gemanagte Abläufe, weswegen sie stundenlang herumstanden, obwohl klar war, dass heute sicher kein Flug mehr geht.
Jetzt liegt er immerhin ausgestreckt im Airport Hotel, eine Flasche Wasser und ein Sandwich neben sich auf dem Bett, es gibt sogar eine Minibar und ein paar Snacks und es könnte wirklich schlimmer sein, säße da nicht das Vermissen auf seiner Brust wie ein Nachtmahr und starrte ihn hämisch an.
Denn eigentlich sollte er schon längst wieder in Wien und vor allem bei Alex sein. So hatten sie es verabredet. Dass er zu ihm kommt, sobald er gelandet ist, dass sie auf den erfolgreichen Verkauf anstoßen und dann, nun ja, hätten sie schon gesehen, was der Abend noch mit sich gebracht hätte. (Idealerweise Alex unter ihm mit seinem Namen auf den Lippen.) Dabei sind es ja nur lächerliche zwei Stunden Flugzeit, die sie trennen, aber auch eine Stunde Zeitverschiebung, die macht, dass es bei ihm vielleicht frech, aber noch vertretbar wäre, anzurufen, aber sicher nicht in Wien, sicher nicht bei Alex. Also verzichtet er, öffnet stattdessen den Messenger und tippt auf das Mikrofonsymbol. Alex sind Sprachnachrichten lieber, als der seelenlose Vortrag des Screenreaders.
„Hey Alex“, beginnt er und das Vermissen wirft ihm noch einen enttäuschten Blick zu, ehe es verpufft und sich der Druck in seiner Brust wenigstens ein bisschen löst. „Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken, aber der Flug wurde gecancelt. Da zieht gerade ein Tief über den Atlantik und sie haben den ganzen Flughafen dicht gemacht. Vor morgen Vormittag hebt hier keine Maschine mehr ab. Vielleicht sollte ich eher auf eine zweite Arche hoffen.“ Er lacht leise und kratzt sich an der Brust, verharrt mit den Fingern dort und öffnet die obersten Knöpfe seines Hemdes. „Ich kann zum Mittag in Wien sein. Reservierst du uns was? Gerne im Hotel, dann haben wir es hinterher nicht so weit…“ Er lässt die Andeutung verklingen, öffnet noch zwei Hemdknöpfe mehr und lässt seine Hand über seinem Herzen auf seinem Unterhemd liegen, spürt seinen Herzschlag gegen seine Handfläche. „Ich möchte dich sehen. Heute Mittag beim Lunch konnte ich schon an nichts anderes mehr denken. Ich konnte nur noch an dich denken und daran, wie ich es dir besorge.“ Er seufzt leise, als seine Finger seine Brustwarzen streicheln, ganz unterbewusste, kleine Berührungen, nur mit den Fingerspitzen. „Ich fasse mich gerade an, so wie ich dich anfassen würde. An der Brust, ganz kleine Bewegungen nur, die dich jedes Mal verrückt machen. Probieren wir es, dass du nur davon kommst, ohne dass ich dich irgendwo anders anfasse?“ Wieder seufzt er leise bei der Vorstellung an Alex‘ schweißglänzenden, zitternden Körper unter ihm und die Macht, ihn mit einer Bewegung seines Fingers über die Kante zu bringen, geht ihm heiß ins Blut. „Aber das würde ich mir für die zweite Runde aufheben. Wenn ich wieder geduldig bin. Weil ich vorher keine Geduld für Spielchen hätte, ich würde wahrscheinlich schon beim Lunch mit einem Ständer dasitzen, weil ich genau weiß, dass du genauso geil wärst und du auf den Knien wärst, noch bevor wir im Zimmer wären.“ Er stöhnt, aber es ermattet, als er sich in den Schritt greift und dort gar nichts los ist, obwohl sein Innerstes glüht. Er reibt sich über die Augen, atmet durch. Wem macht er etwas vor. „Ach fuck, Alex. Ich wäre jetzt gerne bei dir. In deinem Bett, einfach bei dir. Ich würde gerade viel dafür geben, dass du in meinen Armen liegst.“ Seine Stimme ist jetzt ganz leise, als er sich vorstellt, wie gut Alex in seine Arme passt. Er denkt an seine Hand auf Alex‘ warmen, weichen Bauch, der sich mit jedem entspannten Atemzug sanft bewegt. „Du riechst immer so gut“, fährt er fort, wenn er schon einmal mit den Wahrheiten beginnt und die Hitze, bisher ein fester Ball unter seinem Magen, strömt ganz in ihn und es zieht an seinem Inneren, während sie ihm bis in die Fingerspitzen geht. „Es ist schön mit dir, so.“ Alex wird verstehen, was er meint. Die Ruhe, die er bei ihm findet und tatsächlich genießen kann, ohne Angst zu haben, irgendetwas zu verpassen. Wieder grinst der hämische Mahr aus der Zimmerecke, als hätte er gewonnen. „Ich träum von dir.“
Er nimmt den Finger vom Mikrofonsymbol und tippt noch einmal auf Abspielen, während er sich aus dem Bett erheben und seinen Kulturbeutel sucht.
Bei Gott, die Müdigkeit macht ihn wirklich sentimental, denkt er, als er in der blassgelben Festbeleuchtung des Badezimmers steht und das grelle Licht ihm blaue Schatten unter die Augen malt. Er sieht erbärmlich aus mit dem Bartschatten und dem halbgeöffneten Hemd, das ihm zerknittert und schlaff um die Schultern hängt. Mit einem Wisch löscht er die Sprachnachricht, tippt stattdessen mit einer Hand eine kurze Nachricht, die der Sprachassistent Alex mit emotionsloser Stimme vorlesen wird, sobald er aufwacht.
„Flug gegancelt, bin erst morgen Mittag in Wien. W.“
no subject
Date: 2025-08-01 09:26 am (UTC)no subject
Date: 2025-08-01 01:40 pm (UTC)