feuchen: (Default)
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Team: Greif
Challenge: Smut/Kink - enemies with benefits (für mich)
Fandom: Fire Emblem Three Houses
Charaktere / Pairings: Edelgard/Byleth
Kommentar: …das war jetzt eine sehr spontane Fortsetzungsidee (pre-part oder so?) zu den beiden ^^°


Es fühlte sich alles so falsch an. Wie sie hier stand, während ihre Augen nach oben gerichtet, über die Mauern hinweg, geradewegs zu ihr blickten.
Wie sie so genau wusste, dass sich ihre Blicke kreuzten, wusste sie nicht, genauso wie es doch unmöglich sein sollte, dass sie diesen undurchschaubaren, emotionslosen Blick so genau identifizieren konnte.
Das Einzige, was sie wirklich sehen sollte, war dieses glühende Schwert in ihrer Hand, welches ein wenig länger war als normalerweise.
„Edel?“
Sie blickte zur Seite, ihre Augen richteten sich zu Dorothea, die neben ihr stand und sie mit einem bedrückten Ausdruck ansah.
„Es ist alles gut“, erwiderte Edelgard, sah wieder ernster nach vorne. Sie würde sich nicht blenden lassen. Sie wusste, was sie tun musste, selbst wenn sie sich so sehr gewünscht hatte, dass es anders war.
„Es ist okay, weißt du?“, entgegnete Dorothea schmunzelnder, „diese Gefühle verschwinden nicht, nur weil sie inzwischen unsere Feindin ist.“
Edelgard lächelte bitter vor sich hin. Gefühle? Sie war sich, seit damals, nicht sicher, ob es wirklich Gefühle waren, die sie noch für ihre Professorin hatte. Es fühlte sich eher nach einem Verlangen an, was sie noch besaß und so schnell wohl nicht begraben konnte.
Sie wollte sie berühren, sie wollte, dass Byleth sie anlächelte. Sie wollte ihr Emotionen entlocken, die sie so selten zeigte. Seit sie sich als Gegner gegenüberstanden, hatte sie eh das Gefühl, dass sie keine dieser Gefühle mehr gezeigt hatte.
Rhea tat ihr nicht gut, so viel wusste Edelgard. Nur was konnte sie tun, wenn sich Byleth nicht aus freiem Willen für sie entschied? Wenn sie sich für die Erzbischöfin und gegen sie entschied?
Sie schüttelte den Kopf und verbannte den Gedanken. Das hier war absolut der falsche Moment, um darüber nachzudenken, wie sehr sie sich wünschte, dass es alles anders war.

Sie hörte die Geräusche des Kampfes nur wenige Zentimeter von ihr entfernt, während sie geradewegs in diese leuchtenden Augen vor sich blickte, während dieser Gesichtsausdruck so emotionslos wie die ganze letzte Zeit wirkte.
„Ich hab ... dich vermisst, Edelgard“, flüsterte Byleth ihr zu, ließ ihre Arme um sie liegen, blickte ihr weiter entgegen.
Edelgard sah ihr entgegen, schluckte, während sie genau spürte, dass sie so viel mehr von ihr wollte, aber es war falsch, oder? „Warum bist du auf ihrer Seite?“, fragte sie langsamer nach, bewegte ihre Hand über Byleths Oberkörper, stoppte kurz an der Stelle, wo ihr Herz sein sollte. Sie wusste schon lange, dass es nicht schlug. Warum hatte ihre Professorin keinen Herzschlag? Lag es an ihnen?
„Ich kann nicht anders“, flüsterte sie zurück.
„Du kannst nicht anders?“, fragte Edelgard nach, lachte bitter, sorgte dafür, dass sie ihre (ehemalige) Professorin eindeutig küsste, bevor sie ihr wieder entgegensah, „du hast mir versprochen ...“, sie wollte ihren Satz nicht beenden. Es fühlte sich falsch an, sie daran zu erinnern, wo Edelgard die ganze Zeit gewusst hatte, dass es sowieso nur ein leeres Versprechen war.
„Ich muss ... gehen, bevor ...“, sagte Byleth mit einem bitteren Unterton, bewegte sich ein Stück von ihr weg.
„Du willst aber nicht, oder?“, sagte Edelgard ruhiger weiter, schmunzelte etwas mehr. Auch wenn sie gerade mitten in einem Kampf waren. Auch wenn sie dazu bestimmt waren, sich zu bekämpfen und gegenseitig zu töten, sie wollte gerade so viel mehr von ihr. Sie wollte ihr zeigen, was es bedeutete, jemanden zu berühren, jemanden dazu zu bringen, mehr zu wollen. Jemanden zu lieben.
„Gefühle verschwinden nicht so einfach, nur weil sie inzwischen unsere Feindin ist.“ Edelgard wusste, dass ihre Freundin recht hatte, in gewisserweise. Sie wusste, wie sehr sie noch in Byleth verliebt war, aber noch mehr wusste sie, wie sehr sie dieses Verlangen für sie besaß. Wollte sie, dass Byleth ebenfalls so verdorben war, wie sie, indem sie dafür sorgte, dass sie ein Verlangen für sie hatte? Dass sie sie so eindeutig ansah, dass sie nicht anders konnte, als sich ebenfalls nach ihr zu sehnen?
„Nein, ich will ... dich viel mehr berühren und ... zeig mir, wie es sich anfühlt ...“, flüsterte Byleth nach einer gefühlten Ewigkeit, „zeig mir das alles, Edelgard.“
Edelgard schmunzelte nur mehr, legte ihre Arme um sie und drückte sie nur näher, sorgte dafür, dass Byleth hören musste, wie heftig ihr Herz für sie schlug. Sie würde sie verderben, aber es war das, was sie wollte, jetzt, wo sie Feinde waren.

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