Orte - In einer Behörde - Für mich
Jul. 22nd, 2025 06:46 pmTeam: Kobold
Challenge: Orte - In einer Behörde - Für mich
Fandom: Blind ermittelt, Mord in Wien
Charaktere: Alexander Haller, Carl-Albrecht Nassau
Wörter: 1100
A/N: gehört in diese Reihe. Alex und Carl treffen sich das erste Mal wieder und leider war dann irgendwie die Zeit aus ...
„Na dann wollen wir mal“, begrüßt ihn Malzer, kaum dass Carl um seinen Wagen herumgetreten ist.
„Ihnen auch einen wunderschönen guten Morgen, meine Liebe.“ Er kann es sich gerade noch verkneifen eine kleine Verbeugung anzudeuten und hält ihr stattdessen lieber die Tür zum Präsidium auf.
Sie treten hindurch und noch bevor sie sich orientieren können, kommt ein junger Beamter mit Tablet in der Hand auf sie zugeeilt. „Frau Malzer, Herr Nassau?“
„Die sind wir.“ Malzer nickt verbindlich und schüttelt dem sichtlich nervösen Mann die Hand, die dann auch Carl ergreift.
„Und Sie sind?“
„Lassmann“, stellt er sich ihnen vor und führt sie schnellen Schrittes zum Fahrstuhl, der sie in das zweite Stockwerk bringt. „Frau Janda erwartet sie schon.“
„Danke, dass sie so schnell zu uns stoßen konnten. In dieser Angelegenheit hat die Staatsanwaltschaft auf ihre Diskretion und Kenntnisse der Salzburger Verhältnisse verwiesen und mir geraten sie hinzuzuziehen. Sie sind im Bilde?“, beginnt Janda nach einer kurzen Vorstellungrunde und sobald sie sich alle Kaffee eingeschenkt und die Technik gestartet haben.
„Uns liegt das Dossier der Staatsanwaltschaft vor. Der Salzburger Jedermann getötet zwei Tage vor der Premiere.“ Carl stößt einen angespannten Atemzug aus. Das waren keine einfachen Voraussetzungen für eine störungsfreie Lösung des Falls. Immerhin war noch nichts zur Presse gedrungen und im Laufe des Tages sollte der Obduktionsbericht erste Klarheit bringen. Trotzdem ist es ein Fall, der Fingerspitzengefühl braucht, für das Malzer und er mittlerweile einige Bekanntheit haben.
„Ich habe außerdem unseren externen Berater und Sonderermittler hinzugezogen. Er sollte ebenfalls in Kürze eintreffen“, unterrichtet sie Janda und das erklärt die zusätzliche Mappe der Fallunterlagen auf dem Besprechungstisch. „Bis dahin können Sie uns ja einen kurzen Einblick in die Festspiele geben, Herr Nassau?“
„Natürlich.“ Carl nimmt einen Schluck Kaffee und beginnt die diesjährige Produktion, sowie die Entscheidungen zu Regie und Hauptdarsteller zu erläutern, zu denen bereits im Vorfeld zahlreiche hitzige Meldungen die Presse dominiert haben. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass das Opfer offen homosexuell gelebt hat, was bei einigen Kritikern die Befürchtung veranlasst hat, dieses Jahr eine Orgie auf der Bühne zu sehen zu bekommen. Wir sollten daher auch ein Hassverbrechen nicht ausschließen“, beendet er seinen Vortrag. „Ist Ihr Sonderermittler darüber im Bilde?“
„Der Herr Haller hat seit acht Wochen Sonderurlaub für die Premiere eingereicht.“ Janda kann sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und Carl traut seinen Ohren nicht. Haller? Das kann nicht sein. Trotzdem beschleunigt sein Herz den Takt und er muss seine Handflächen auf die Tischpatte pressen, hoffend, dass Malzer ihn nicht ansieht. Aber bevor er eine Rückfrage stellen kann, öffnet sich die Tür zum Besprechungsraum.
„Ah! Wir haben gerade von dir gesprochen, Alex!“ Janda dreht sich zur Tür und tatsächlich: dort steht Alex. Unverkennbar, trotz der über zwanzig Jahre, die sie sich nicht gesehen haben und Carl schämt sich, dass sein erster, oberflächlicher Gedanke ist, dass Alex immer noch wahnsinnig gut aussieht. Noch bevor er die Sonnenbrille und den weißen Stock wahrnimmt und was sie bedeuten, oder dass ihm verräterische Röte in die Wangen steigt.
„Niko, du bleibst draußen“, weiß Janda jetzt den Mann an, in dessen Begleitung Alex gekommen ist und der missmutig das Gesicht verzieht, aber nach einem scharfen Blick seitens Janda, Alex‘ am Arm berührt und leise etwas zu ihm sagt. Carls Magen zieht sich zusammen.
„Alex, darf ich dir vorstellen, die Kollegin Malzer aus der Internen und unser Kollege Nassau aus Salzburg.“
„Sehr erfreut.“ Alex nickt knapp in ihre Richtung und lässt sich von Laura zum verbleibenden freien Platz leiten. Er setzt sich, klappt seinen Stock zusammen und legt ihn neben den Unterlagen auf der Tischplatte ab, streicht mit den Händen über die Unterlagen und lässt sie flach auf den Papieren liegen, bestens in Carls Blickfeld und Carl möchte dringend eine Aktenmappe sein, wenn es bedeutet von Alex berührt zu werden.
„Also Herr Nassau, haben Sie uns noch etwas zu berichten, oder wollen wir die Aufgaben verteilen?“, fragt Laura und Carl zuckt hoch, versucht krampfhaft sich an seinen letzten Satz zu erinnern.
„Nein, ich denke nicht, Frau Janda“, bringt er etwas atemlos hervor und zieht Malzers fragenden Blick auf sich und auch Alex zieht irritiert die Augenbrauen zusammen.
„Carl?“, fragt er in den Raum, unterbricht damit Janda, die wieder zum Sprechen ansetzen will und nun auch ihren Blick auf ihn und Alex richtet.
„Ihr kennt euch?“
„Ja“, bestätigt Carl. „Unsere Familien haben miteinander verkehrt. Hauptsächlich zu den Festspielen.“ Und ich war jahrelang in Ihren Herrn Haller verschossen.
„Was für ein Zufall“, bemerkt Janda mit einem Lachen.
„Ja, in der Tat!“, stimmt Alex zu und verdammt, sein Lächeln lässt Carls Magen selbst nach all den Jahren einen Salto schlagen, als wäre keine Zeit vergangen und er immer noch achtzehn. „Hast du später Zeit auf einen Kaffee zu gehen?“
„Ja?“, bringt Carl unter den interessierten Blicken aller anderen Anwesenden hervor und er merkt, wie ihn auch das letzte Bisschen Souveränität verlässt.
„Das freut mich! Du musst mir erzählen, wie es dir ergangen ist!“, fordert Alex, bevor er von Janda unterbrochen wird.
„Alex, schön, dass ihr euch kennt und bis die Ergebnisse der Autopsie vorliegen, habt ihr sicher genug Zeit in Erinnerungen zu schwelgen, aber jetzt lasst uns bitte auf den Fall konzentrieren.“ Sie klatscht in die Hände und Carl ist froh, sich den Unterlagen widmen zu können. Mit Mühe folgt er den Gesprächen und Jandas Anweisungen, weil sowohl sein Blick, als auch seine Gedanken immer wieder zu Alex wandern und er darauf setzen muss, dass Malzer sich gute Notizen macht, denn er könnte höchstens beschreiben, wie gut Alex das Alter steht.
„Gut, dann sehen wir uns wieder, sobald die Funkzellenabfrage reingekommen ist und wir die Freigabe haben, den Tatort noch einmal zu begehen. Bis dann die Herren, Frau Malzer“, beendet Janda ihre Sitzung mit einem Nicken und räumt ihre Unterlagen zusammen.
„Carl komm her, lass dich begrüßen!“, fordert Alex und Carl tritt um den Tisch, ist froh, dass seine Beine ihn tragen und Malzer Janda bereits auf dem Fuß folgt, weil sie sicher einige Fragen zu Alex‘ Status als Sonderermittler hat.
„Alex!“ Carls Stimme hüpft und er ergreift Alex‘ dargebotene Hand, hofft das seine eigene nicht schwitzig ist, aber bevor er sich weitere Gedanken machen kann, umarmt Alex ihn. Genauso, wie er es bei ihrem letzten Treffen in Salzburg getan hat und, immerhin das haben die Jahre geändert, Carl reagiert und schließt ebenfalls seine Arme um Alex, erlaubt sich diese Nähe zu genießen.
„Ich habe die letzten Jahre oft an dich gedacht“, sagt Alex mit weicher Stimme, als sie sich voneinander lösen und Alex‘ Hand noch auf seinem Oberarm liegt, langsam daran herunter rutscht, Carls Finger streift und die Berührung zusammen mit Alex‘ Worten sein Innerstes entfachen.
Challenge: Orte - In einer Behörde - Für mich
Fandom: Blind ermittelt, Mord in Wien
Charaktere: Alexander Haller, Carl-Albrecht Nassau
Wörter: 1100
A/N: gehört in diese Reihe. Alex und Carl treffen sich das erste Mal wieder und leider war dann irgendwie die Zeit aus ...
„Na dann wollen wir mal“, begrüßt ihn Malzer, kaum dass Carl um seinen Wagen herumgetreten ist.
„Ihnen auch einen wunderschönen guten Morgen, meine Liebe.“ Er kann es sich gerade noch verkneifen eine kleine Verbeugung anzudeuten und hält ihr stattdessen lieber die Tür zum Präsidium auf.
Sie treten hindurch und noch bevor sie sich orientieren können, kommt ein junger Beamter mit Tablet in der Hand auf sie zugeeilt. „Frau Malzer, Herr Nassau?“
„Die sind wir.“ Malzer nickt verbindlich und schüttelt dem sichtlich nervösen Mann die Hand, die dann auch Carl ergreift.
„Und Sie sind?“
„Lassmann“, stellt er sich ihnen vor und führt sie schnellen Schrittes zum Fahrstuhl, der sie in das zweite Stockwerk bringt. „Frau Janda erwartet sie schon.“
„Danke, dass sie so schnell zu uns stoßen konnten. In dieser Angelegenheit hat die Staatsanwaltschaft auf ihre Diskretion und Kenntnisse der Salzburger Verhältnisse verwiesen und mir geraten sie hinzuzuziehen. Sie sind im Bilde?“, beginnt Janda nach einer kurzen Vorstellungrunde und sobald sie sich alle Kaffee eingeschenkt und die Technik gestartet haben.
„Uns liegt das Dossier der Staatsanwaltschaft vor. Der Salzburger Jedermann getötet zwei Tage vor der Premiere.“ Carl stößt einen angespannten Atemzug aus. Das waren keine einfachen Voraussetzungen für eine störungsfreie Lösung des Falls. Immerhin war noch nichts zur Presse gedrungen und im Laufe des Tages sollte der Obduktionsbericht erste Klarheit bringen. Trotzdem ist es ein Fall, der Fingerspitzengefühl braucht, für das Malzer und er mittlerweile einige Bekanntheit haben.
„Ich habe außerdem unseren externen Berater und Sonderermittler hinzugezogen. Er sollte ebenfalls in Kürze eintreffen“, unterrichtet sie Janda und das erklärt die zusätzliche Mappe der Fallunterlagen auf dem Besprechungstisch. „Bis dahin können Sie uns ja einen kurzen Einblick in die Festspiele geben, Herr Nassau?“
„Natürlich.“ Carl nimmt einen Schluck Kaffee und beginnt die diesjährige Produktion, sowie die Entscheidungen zu Regie und Hauptdarsteller zu erläutern, zu denen bereits im Vorfeld zahlreiche hitzige Meldungen die Presse dominiert haben. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass das Opfer offen homosexuell gelebt hat, was bei einigen Kritikern die Befürchtung veranlasst hat, dieses Jahr eine Orgie auf der Bühne zu sehen zu bekommen. Wir sollten daher auch ein Hassverbrechen nicht ausschließen“, beendet er seinen Vortrag. „Ist Ihr Sonderermittler darüber im Bilde?“
„Der Herr Haller hat seit acht Wochen Sonderurlaub für die Premiere eingereicht.“ Janda kann sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und Carl traut seinen Ohren nicht. Haller? Das kann nicht sein. Trotzdem beschleunigt sein Herz den Takt und er muss seine Handflächen auf die Tischpatte pressen, hoffend, dass Malzer ihn nicht ansieht. Aber bevor er eine Rückfrage stellen kann, öffnet sich die Tür zum Besprechungsraum.
„Ah! Wir haben gerade von dir gesprochen, Alex!“ Janda dreht sich zur Tür und tatsächlich: dort steht Alex. Unverkennbar, trotz der über zwanzig Jahre, die sie sich nicht gesehen haben und Carl schämt sich, dass sein erster, oberflächlicher Gedanke ist, dass Alex immer noch wahnsinnig gut aussieht. Noch bevor er die Sonnenbrille und den weißen Stock wahrnimmt und was sie bedeuten, oder dass ihm verräterische Röte in die Wangen steigt.
„Niko, du bleibst draußen“, weiß Janda jetzt den Mann an, in dessen Begleitung Alex gekommen ist und der missmutig das Gesicht verzieht, aber nach einem scharfen Blick seitens Janda, Alex‘ am Arm berührt und leise etwas zu ihm sagt. Carls Magen zieht sich zusammen.
„Alex, darf ich dir vorstellen, die Kollegin Malzer aus der Internen und unser Kollege Nassau aus Salzburg.“
„Sehr erfreut.“ Alex nickt knapp in ihre Richtung und lässt sich von Laura zum verbleibenden freien Platz leiten. Er setzt sich, klappt seinen Stock zusammen und legt ihn neben den Unterlagen auf der Tischplatte ab, streicht mit den Händen über die Unterlagen und lässt sie flach auf den Papieren liegen, bestens in Carls Blickfeld und Carl möchte dringend eine Aktenmappe sein, wenn es bedeutet von Alex berührt zu werden.
„Also Herr Nassau, haben Sie uns noch etwas zu berichten, oder wollen wir die Aufgaben verteilen?“, fragt Laura und Carl zuckt hoch, versucht krampfhaft sich an seinen letzten Satz zu erinnern.
„Nein, ich denke nicht, Frau Janda“, bringt er etwas atemlos hervor und zieht Malzers fragenden Blick auf sich und auch Alex zieht irritiert die Augenbrauen zusammen.
„Carl?“, fragt er in den Raum, unterbricht damit Janda, die wieder zum Sprechen ansetzen will und nun auch ihren Blick auf ihn und Alex richtet.
„Ihr kennt euch?“
„Ja“, bestätigt Carl. „Unsere Familien haben miteinander verkehrt. Hauptsächlich zu den Festspielen.“ Und ich war jahrelang in Ihren Herrn Haller verschossen.
„Was für ein Zufall“, bemerkt Janda mit einem Lachen.
„Ja, in der Tat!“, stimmt Alex zu und verdammt, sein Lächeln lässt Carls Magen selbst nach all den Jahren einen Salto schlagen, als wäre keine Zeit vergangen und er immer noch achtzehn. „Hast du später Zeit auf einen Kaffee zu gehen?“
„Ja?“, bringt Carl unter den interessierten Blicken aller anderen Anwesenden hervor und er merkt, wie ihn auch das letzte Bisschen Souveränität verlässt.
„Das freut mich! Du musst mir erzählen, wie es dir ergangen ist!“, fordert Alex, bevor er von Janda unterbrochen wird.
„Alex, schön, dass ihr euch kennt und bis die Ergebnisse der Autopsie vorliegen, habt ihr sicher genug Zeit in Erinnerungen zu schwelgen, aber jetzt lasst uns bitte auf den Fall konzentrieren.“ Sie klatscht in die Hände und Carl ist froh, sich den Unterlagen widmen zu können. Mit Mühe folgt er den Gesprächen und Jandas Anweisungen, weil sowohl sein Blick, als auch seine Gedanken immer wieder zu Alex wandern und er darauf setzen muss, dass Malzer sich gute Notizen macht, denn er könnte höchstens beschreiben, wie gut Alex das Alter steht.
„Gut, dann sehen wir uns wieder, sobald die Funkzellenabfrage reingekommen ist und wir die Freigabe haben, den Tatort noch einmal zu begehen. Bis dann die Herren, Frau Malzer“, beendet Janda ihre Sitzung mit einem Nicken und räumt ihre Unterlagen zusammen.
„Carl komm her, lass dich begrüßen!“, fordert Alex und Carl tritt um den Tisch, ist froh, dass seine Beine ihn tragen und Malzer Janda bereits auf dem Fuß folgt, weil sie sicher einige Fragen zu Alex‘ Status als Sonderermittler hat.
„Alex!“ Carls Stimme hüpft und er ergreift Alex‘ dargebotene Hand, hofft das seine eigene nicht schwitzig ist, aber bevor er sich weitere Gedanken machen kann, umarmt Alex ihn. Genauso, wie er es bei ihrem letzten Treffen in Salzburg getan hat und, immerhin das haben die Jahre geändert, Carl reagiert und schließt ebenfalls seine Arme um Alex, erlaubt sich diese Nähe zu genießen.
„Ich habe die letzten Jahre oft an dich gedacht“, sagt Alex mit weicher Stimme, als sie sich voneinander lösen und Alex‘ Hand noch auf seinem Oberarm liegt, langsam daran herunter rutscht, Carls Finger streift und die Berührung zusammen mit Alex‘ Worten sein Innerstes entfachen.
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Date: 2025-07-22 05:45 pm (UTC)no subject
Date: 2025-07-22 06:15 pm (UTC)no subject
Date: 2025-07-22 07:03 pm (UTC)