Krimi/Thriller/Horror - Stockholm Syndrom
Jul. 14th, 2025 03:39 pmTeam: Drache
Challenge: Krimi/Thriller/Horror - Stockholm Syndrom
Fandom: Die Drei ???
Charaktere: Justus Jonas, Peter Shaw, Bob Andrews
Wörter: ~550
A/N: Peter und Bob sind absolut nicht einer Meinung mit Justus...
“Das kannst du doch jetzt nicht allen Ernstes Ernst meinen, Justus!” Peter konnte es wirklich nicht fassen, was ihr Erster da von ihnen verlangte. Allein auf die Idee zu kommen, dass einer von ihnen dabei mitmachen würde, war absurd!
“Darf ich dich an unser Motto erinnern, Peter? ‘Wir-”
“-übernehmen jeden Fall”, unterbrach Peter Justus unwirsch. “Ja, ja, ich weiß. Und unter normalen Umständen, habe ich da auch kein Problem mit, aber…”
“Du musst schon zugeben, dass in diesem Fall die Dinge ein wenig anders liegen”, kam Bob dem zweiten Detektiv zur Hilfe, dem die Worte zu fehlen schienen. Bob konnte es ihm nicht verübeln. Er selbst verstand nicht, was in ihren Ersten gefahren war.
“Wieso? Die Sache ist doch ganz klar: Elaine braucht unsere detektivischen Fähigkeiten.”
Peter schnaubte. “Bei was? Der nächsten Entführung?”
“Das ist nicht fair, Zweiter”, sagte Justus. “Ja, Elaine hat eine Vorgeschichte mit Entführungen, aber das war eine besondere Situation, eine Notsituation sozusagen, und es ist ja im Grunde nichts weiter passiert.”
“Nichts weiter passiert? Just! Diese Elaine hat dich zwei Tage lang im Keller eingesperrt!”
“Fast zwei Tage”, verbesserte Justus. “Und es war ein voll möbliertes Zimmer, sogar mit eigenem Bad, und ich hatte alles, was ich brauchte.”
“Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie dich fast zwei Tage gegen deinen Willen festgehalten hat! Und jetzt willst du allen Ernstes, dass wir ihr helfen?”
“Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.”
“Aber du musst doch zugeben, dass es ein wenig merkwürdig ist, ihr nach dieser Geschichte zu helfen”, meinte Bob.
“Nicht im Geringsten”, sagte Justus. “Ein Klient ist ein Klient, egal was er oder sie im Vorfeld getan haben mag.”
“Aber du verstehst unseren Standpunkt schon, oder?”, wollte Bob ernsthaft besorgt um den Verstand ihres Ersten wissen. So uneinsichtig war er doch sonst nicht. “Wir hatten zwei Tage lang keine Ahnung, wo du bist oder wie es die geht. Wir haben dich überall gesucht. Wir wurden von Inspektor Cotta und seinen Kollegen stundenlang befragt. Wir hatten wirklich Angst um dich!”
“Genau! Und jetzt erwartest du von uns, dass wir das alles vergessen und dieser Frau helfen?” Peter lachte verzweifelt auf. “Was hat die Frau mit dir gemacht, dass du ihr so blind vertraust? Hast du Oslo-Syndrom oder was?”
“Du meinst Stockholm-Syndrom, Zweiter. Aber nein, ich habe kein Stockholm-Syndrom. Im Gegensatz zu euch, habe ich den Vorfall bereits verarbeitet und kann darüber hinwegsehen, dass Elaine mich für eine Weile meiner Freiheit beraubt hat. Es wird Zeit, dass auch ihr darüber hinwegkommt und ihr Elaine als das seht, was sie ist: jemand, der unsere Hilfe braucht.”
Peter schüttelte den Kopf. “Keine Chance, Erster. Da mach ich nicht mit.”
“Gut, dann eben ohne dich Zweiter. Ich will dich zu nichts zwingen. Wie sieht es mit dir aus, Bob?”
Bob warf Peter einen kurzen Blick zu, der ihnen den Rücken zugewandt hatte, dann sah er Justus entschieden an. “Ich bin da auf Peters Seite. Ich stehe zu unserem Motto, aber hier ist definitiv eine Grenze erreicht.”
“Na gut.” Justus war merklich enttäuscht, überspielte es aber gut. Er nickte. “Ok. Wenn das so ist, werde ich den Fall eben allein übernehmen.”
“Viel Erfolg”, wünschte Peter und öffnete die Tür der Zentrale.
Bob stand ebenfalls auf und folgte ihm mit einem letzten Blick zurück zu Justus. “Tut mir leid.”
Challenge: Krimi/Thriller/Horror - Stockholm Syndrom
Fandom: Die Drei ???
Charaktere: Justus Jonas, Peter Shaw, Bob Andrews
Wörter: ~550
A/N: Peter und Bob sind absolut nicht einer Meinung mit Justus...
“Das kannst du doch jetzt nicht allen Ernstes Ernst meinen, Justus!” Peter konnte es wirklich nicht fassen, was ihr Erster da von ihnen verlangte. Allein auf die Idee zu kommen, dass einer von ihnen dabei mitmachen würde, war absurd!
“Darf ich dich an unser Motto erinnern, Peter? ‘Wir-”
“-übernehmen jeden Fall”, unterbrach Peter Justus unwirsch. “Ja, ja, ich weiß. Und unter normalen Umständen, habe ich da auch kein Problem mit, aber…”
“Du musst schon zugeben, dass in diesem Fall die Dinge ein wenig anders liegen”, kam Bob dem zweiten Detektiv zur Hilfe, dem die Worte zu fehlen schienen. Bob konnte es ihm nicht verübeln. Er selbst verstand nicht, was in ihren Ersten gefahren war.
“Wieso? Die Sache ist doch ganz klar: Elaine braucht unsere detektivischen Fähigkeiten.”
Peter schnaubte. “Bei was? Der nächsten Entführung?”
“Das ist nicht fair, Zweiter”, sagte Justus. “Ja, Elaine hat eine Vorgeschichte mit Entführungen, aber das war eine besondere Situation, eine Notsituation sozusagen, und es ist ja im Grunde nichts weiter passiert.”
“Nichts weiter passiert? Just! Diese Elaine hat dich zwei Tage lang im Keller eingesperrt!”
“Fast zwei Tage”, verbesserte Justus. “Und es war ein voll möbliertes Zimmer, sogar mit eigenem Bad, und ich hatte alles, was ich brauchte.”
“Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie dich fast zwei Tage gegen deinen Willen festgehalten hat! Und jetzt willst du allen Ernstes, dass wir ihr helfen?”
“Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.”
“Aber du musst doch zugeben, dass es ein wenig merkwürdig ist, ihr nach dieser Geschichte zu helfen”, meinte Bob.
“Nicht im Geringsten”, sagte Justus. “Ein Klient ist ein Klient, egal was er oder sie im Vorfeld getan haben mag.”
“Aber du verstehst unseren Standpunkt schon, oder?”, wollte Bob ernsthaft besorgt um den Verstand ihres Ersten wissen. So uneinsichtig war er doch sonst nicht. “Wir hatten zwei Tage lang keine Ahnung, wo du bist oder wie es die geht. Wir haben dich überall gesucht. Wir wurden von Inspektor Cotta und seinen Kollegen stundenlang befragt. Wir hatten wirklich Angst um dich!”
“Genau! Und jetzt erwartest du von uns, dass wir das alles vergessen und dieser Frau helfen?” Peter lachte verzweifelt auf. “Was hat die Frau mit dir gemacht, dass du ihr so blind vertraust? Hast du Oslo-Syndrom oder was?”
“Du meinst Stockholm-Syndrom, Zweiter. Aber nein, ich habe kein Stockholm-Syndrom. Im Gegensatz zu euch, habe ich den Vorfall bereits verarbeitet und kann darüber hinwegsehen, dass Elaine mich für eine Weile meiner Freiheit beraubt hat. Es wird Zeit, dass auch ihr darüber hinwegkommt und ihr Elaine als das seht, was sie ist: jemand, der unsere Hilfe braucht.”
Peter schüttelte den Kopf. “Keine Chance, Erster. Da mach ich nicht mit.”
“Gut, dann eben ohne dich Zweiter. Ich will dich zu nichts zwingen. Wie sieht es mit dir aus, Bob?”
Bob warf Peter einen kurzen Blick zu, der ihnen den Rücken zugewandt hatte, dann sah er Justus entschieden an. “Ich bin da auf Peters Seite. Ich stehe zu unserem Motto, aber hier ist definitiv eine Grenze erreicht.”
“Na gut.” Justus war merklich enttäuscht, überspielte es aber gut. Er nickte. “Ok. Wenn das so ist, werde ich den Fall eben allein übernehmen.”
“Viel Erfolg”, wünschte Peter und öffnete die Tür der Zentrale.
Bob stand ebenfalls auf und folgte ihm mit einem letzten Blick zurück zu Justus. “Tut mir leid.”
no subject
Date: 2025-07-15 05:23 pm (UTC)Und daaaaaaamn ist das Justus. Hervorragend. =D
no subject
Date: 2025-07-15 07:27 pm (UTC)