[identity profile] les-lenne.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Alle allein
Prompt: „Du machst mich krank!“, Licht und Schatten
Fandom: Prison Break
Rating: R
Warnings: T-Bag!!!
Für: [livejournal.com profile] my_black_desire
Charaktere: Theodore „Teddy“/„T-Bag“ Bagwell, Fernando Sucre, Michael Scofield
Word Count: ca. 3,000
A/N: Das ist meine erste PB-Story. Sie ist möglicherweise ein bisschen AU, spielt zur Zeit der ersten Staffel und Bellick hat ein paar Gastauftritte. Ich hoffe mal, sie gefällt dir. Leider hab ich mich vorher nicht erkundigt, ob du Slash magst oder nicht – auch wenn ich denke, dass die Szenen hier nicht „typisch Slash“ sind.




„Ach, der Schönling hat Ausgang.“ T-Bag erhob sich von seiner Bank. Als er Sucre sah, verzog er angewidert das Gesicht. „Und der Straßenköter ist auch dabei.“
Michael schob Sucre zurück, der auf T-Bag hatte losgehen wollen.
„Wirklich, ganz wie ein Köter“, sagte T-Bag und lachte. Er tippte den Jüngling an, der ihn neuerdings immer begleitete und spuckte ihm den Zahnstocher in die Hand, auf dem er herumgekaut hatte. „Aber das Herrchen hat dich ja gut unter Kontrolle.
Michael wich zurück, als ihm T-Bag so nahe kam, dass sich ihre Oberkörper fast berührten. Er wandte den Kopf ab. „T-Bag, wir müssen mit dir reden.“
„Du siehst doch, dass ich gerade etwas äußerst Wichtiges zu tun habe, oder?“ Er griff dem Jüngling an den Hintern. „Ich muss meinem neuen besten Freund die Umgebung zeigen. Damit er sich nicht verläuft.“
Der Junge war höchstens zwanzig, schätzte Michael. „Er ist noch jung, T-Bag, du hast alle Zeit der Welt. Außer er wird zwischenzeitlich getötet, aber wie oft passiert das schon?“
T-Bag schob die Unterlippe vor. Zu grinsen schien ihm nicht leicht zu fallen. „Ja, wie oft passiert das schon.“
Sucre spazierte um sie herum. Michael dachte für einen Moment, dass es wirklich so aussah, als wäre er sein Hund. Er schmunzelte, schüttelte aber schnell den Kopf. „Wegen dieser Sache…“
„Oh, diese Sache.“ T-Bag stieß dem Jungen in die Rippen. Der keuchte erschrocken auf und krümmte sich.
Michael starrte den Jungen an. „Was hast du mit ihm gemacht?“
„Nur das Übliche.“ T-Bag zuckte mit den Schultern. „Bei dir wäre ich natürlich ganz sanft.“ Er leckte sich über die Lippen. „Zahnstocher.“
Der Junge reichte ihm das Holzstück und T-Bag steckte es sich wieder zurück in den Mund.
Michael sah zu Boden. „Okay, kommen wir zum eigentlichen…“
„Hey, Michael, die beobachten uns schon wieder, ich find das nicht gut“, sagte Sucre atemlos. Er tippte Michael wiederholt gegen die Schulter und nickte mit dem Kopf in Richtung der – Michael korrigierte seine Gedanken, bevor sie sich ganz ausgebreitet hatten – der Leute, die ihn „Weißbrot“ nannten.
„Lass sie doch“, sagte Michael. „Sie können uns von dieser Entfernung nicht hören und wenn sie näher kommen, kannst du ja gleich Alarm schlagen.“
Sucre verzog das Gesicht. „Ich halte das für keine gute Idee, ich wollt es nur mal gesagt haben!“ Er begann wieder Kreise um T-Bag, den Jungen und Michael zu ziehen.
T-Bag starrte auf die andere Seite des Zauns. „Achtung, unser aller geliebter Bellick.“
„Na, was macht ihr Hübschen denn hier so zusammen?“ Bellick knallte den Schlagstock gegen den Zaun. „Heckt doch nicht was aus, hm?“
„Ich versuche nur, unseren Schönling dazu zu überreden, sich beim Duschen mal zu bücken“, sagte T-Bag.
Michael lachte. „Ich versuche nur ihm klarzumachen, dass mir dazu erstmal die Seife runterfallen müsste.“
Bellick schnaubte. „Schwuchteln.“ Er ging weiter.
Der Junge zuckte zusammen. „Schwuchteln“, flüsterte er.
„Die Seife, hm?“ T-Bag schien den Jungen vergessen zu haben. Er machte einen Schritt auf Michael zu.
„Ja.“ Er wich nicht zurück. „Könnten wir jetzt bitte zum eigentlichen Thema kommen? Wir haben nicht mehr lange.“
„Kannst mich gerne in meiner Zelle besuchen kommen.“ T-Bag packte seinen Arm.
Michael schloss die Augen. Der Schmerz, den der Druck auf der Prellung verursachte zog bis in sein Gehirn.
„Fängste jetzt gleich an zu stöhnen, Schönling?“
Die Klingel schrillte. Michael fluchte. „Wir klären das später.“ Er riss sich von T-Bag los, schnappte sich Sucre und ging zurück ins Haupthaus.
Sucre sah ihn an. „Ich hab dir gleich gesagt, der hört dir nicht zu.“
„Wir haben ja noch eine Chance.“
„Da kannst du allein hingehen!“
„Schon gut.“ Michael spannte die Schultern an. Im Zweifelsfall war er T-Bag körperlich immer noch überlegen. Wenn er keine Waffe versteckt hielt, konnte gar nichts passieren. Nur war er sich bei T-Bag nicht so sicher, ob er diese Regel einhielt; das konnte man hier bei keinem. Er selbst hielt sich ja nicht an die Regeln…


Bellick öffnete die Tür ihrer Zelle und sah herein. „Na, ihr Schwuchteln, könnt eure Schätzchen besuchen gehen.“ Er schaute sich genau um, klopfte gegen die Wände und verließ die Zelle dann wieder.
Sucre atmete lange aus und legte sich eine Hand übers Herz. Er küsste seine Kreuzkette. „Mann, Michael, wir haben so n Glück, überstrapazieren wir das lieber nicht.“ Aus seinen Augen sprach die Angst.
„Ich dachte, du willst zu jemandem?“ Michael zog eine Augenbraue hoch.
Sucre knirschte mit den Zähnen. „Ja, schon, aber ich geh bestimmt nicht zu Bagwell.“
Michael lachte. „Hast du etwa Angst vor ihm?“
„Nein, aber ich will mich nicht mit ihm sehen lassen, wenn es nicht unbedingt nötig ist.“
„Das ist es aber.“ Michael lehnte sich gegen die Zellenwand. „Entscheid dich schnell, viel Zeit haben wir nicht.“
Sucre legte sich aufs Bett und klappte seine Bibel auf.
„Okay.“ Michael stieß sich von der Wand ab und machte sich auf den Weg zu T-Bags Zelle. Er hatte das Gefühl, als ob ihm auf dem ganzen Weg die Augen aller Insassen folgen würden. Er atmete beinahe erleichtert aus, als er die Zelle erreicht hatte. T-Bag zog sofort den „Vorhang“ zu.
„Schönling“, sagte er.
„Wo ist der Junge?“
T-Bag grinste. „Ich hab ihn ausgeliehen.“
„An wen?“ Michael schluckte schwer. Er konnte sich die Antwort fast denken.
„Avocado“, sagte T-Bag.
Michael widerstand dem Drang eine Schlägerei mit ihm anzufangen. Er erinnerte sich daran, dass er etwas von ihm wollte und es nicht klug war, ihm bevor er es erhalten hatte die Zähne auszuschlagen. „Wegen meiner Bitte – es ist auch nichts, weswegen du in Verruf geraten würdest.“
T-Bag lachte laut. Ihm stiegen Tränen in die Augen. „Ich und in Verruf geraten? Du bist ja richtig niedlich.“ Er zischte und legte die Hände an Michaels Oberarme. „Was krieg ich dafür?“
„Du weißt noch nicht mal, um was ich dich bitten will.“
T-Bag verdrehte die Augen. „Als ob mich das interessieren würde.“ Er rieb über Michaels Arme.
Michael spürte, dass er eine Gänsehaut bekam. Er ermahnte sich, ruhig stehen zu bleiben. „Was willst du denn dafür?“
„Einen schönen, langen Fick.“
Irgendjemand schrie draußen, aber Michaels Augen waren auf T-Bags Gesicht fixiert. Er fragte sich nur eine Sekunde lang, ob es der Junge gewesen sein konnte. Michael räusperte sich. „Ich denke nicht, T-Bag.“
Der Junge betrat die Zelle. Er hatte ein verquollenes Gesicht und Nasenbluten. T-Bag packte ihn und schob ihn wieder raus. „Du hast hier erst wieder was zu suchen, wenn ich es sage.“ Er spuckte ihm ins Gesicht. Der Junge öffnete den Mund, als ob er etwas sagen wollte. Er ließ die Schultern hängen und ging.
„Na endlich“, sagte T-Bag. „Nichts als Ärger mit den jungen Dingern, weißt du?“ Er sah an ihm herab.
Michael fühlte sich nackt.
„Du bist da sicher ganz anders, oder? Komm, kannst mir nix erzählen, du hattest schon mal was mit nem Kerl. Ob freiwillig oder nicht.“
„Ich muss dich enttäuschen“, sagte Michael. Seine Gänsehaut hatte nachgelassen. Sein Magen drehte sich immer noch.
T-Bag lehnte sich neben ihm an die Wand. „Lüg doch nicht so frech. Komm, blas mir wenigstens einen.“
„Dann eben nicht.“ Michael tat so, als ob er die Zelle verlassen wollte. T-Bag wäre zu neugierig, er würde bestimmt darauf anspringen…
Michael schnappte heftig nach Luft. Er hörte einen dumpfen Schlag. Als er die Augen öffnete, sah er die Decke der Zelle. T-Bag saß auf ihm. Er hatte irgendwas im Mund und drehte es mit seiner Zunge umher.
„Komm schon, ich will doch nur ein bisschen Spaß“, sagte T-Bag. „Dann kriegst du auch alles von mir, was du willst.“
Michael überlegte ob es schlau war, ihn schon jetzt zu schlagen. Er hielt sich noch zurück. „Spaß? So wie mit dem Jungen? T-Bag, das ist kein Spaß. Das ist Vergewaltigung.“
„Och“, sagte T-Bag. Er schürzte die Lippen. „Sag doch nicht so schlimme Dinge.“
„Du bist das schlimme Ding. Dann hör auf zu existieren“, sagte Michael.
T-Bags Schlag erwischte ihn unerwartet. Michael fasste sich an die Wange. Sein Kiefer schien nicht gebrochen zu sein, aber die Schmerzen waren höllisch. Als ob Knochensplitter in sein Fleisch stachen.
„Ich bin kein schlimmes Ding, die blöde Hure, die blöde Hure, Teddy hier, Teddy da.“
Michael spuckte Blut aus.
„Ich hab sie geliebt und die Kinder, die Kinder, nie hätte ich ihnen was getan, ich wollte neu anfangen, aber sie hat mich nicht gelassen die Schlampe.“ T-Bag packte Michaels Hemdkragen und zog ihn hoch. „Du schnallst es nicht, Schönling.“
„Nein“, sagte Michael. Seine Brust hob und senkte sich schwer. T-Bag war nicht groß und er war nicht dick, aber sein Knie stach ihm in den Magen und Michael hatte das Gefühl, sich jeden Moment erbrechen zu müssen.
T-Bag starrte ihn noch einige Zeit mit weit aufgerissenen, manischen Augen an. Dann schien er sich langsam wieder zu beruhigen. Er drehte das Etwas mit seiner Zunge um. „Nur ein kleiner Fick, dann sind wir im Geschäft. Für dich benutz ich sogar mal n Gummi.“
Michael hätte am liebsten die Augen geschlossen um T-Bags Blick zu entgehen, aber das wäre gefährlich gewesen. Er biss sich auf die Unterlippe. „Nein, T-Bag. Ich stelle die Bedingungen und Sex gehört nicht zu ihnen.“
„Willst du mich lieber ficken?“
Michael stockte der Atem. „Was?“
T-Bag rieb seinen Hintern über Michaels Hüfte. „Hast schon lang nich’ mehr, hm. Wirst ganz schön schnell steif, mein Hübscher.“
Michael hatte sich das letzte Mal in der siebten Klasse für seinen Steifen geschämt; jetzt wäre er am liebsten gestorben. Die Biologielehrer hatten gesagt, dass es nur eine körperliche Reaktion auf eine äußerliche Einwirkung war. Aber hier lag der Fall anders. Das hier war viel komplizierter.
„Komm, dir wird’s gefallen.“
„Vertraust du mir?“
T-Bag runzelte die Stirn.
„Du wurdest doch selber… bei deiner Vorgeschichte kann ich mir nicht vorstellen, dass du oft die Beine breitmachst.“
T-Bag holte aus, schlug aber auf den Boden ein. „Wie bitte?“
„Wirst du mir helfen, wenn du noch eine Chance kriegst? Was du damit anfängst ist mir egal.“
Der Junge zog den Vorhang weg und erstarrte. „Teddy?“
T-Bags Gesichtszüge wurden ganz weich.
Michael erstarrte unter ihm. „Ich wollte gerade gehen.“
„Nein, wolltest du nicht“, sagte T-Bag. „Komm rein, Kleiner.“
Der Junge schloss den Vorhang hinter sich wieder und setzte sich auf das untere Bett. „Teddy, was machst du da?“
T-Bag lächelte ihn selig an. „Ich versuche ihn zu ficken, aber er will nicht. Kannst du dir das vorstellen? Komm, sag ihm, was für ein guter Liebhaber ich bin.“
Der Junge starrte Michael an wie ein Häschen in der Grube. „Er ist ganz sanft und es tut gar nicht weh…“
„Und?“ T-Bag sah ihn erwartungsvoll an.
„Es ist total geil“, sagte der Junge.
„Brav.“ T-Bag streckte eine Hand aus und tätschelte das Knie des Jungen. „Dafür kriegst du nachher eine Belohnung.“
Michael ließ den Kopf auf den Boden zurücksinken. Gleich war die Zeit ohnehin um. Andererseits hatte Bellick Dienst und der hasste ihn genug, um ihn bei T-Bag in der Zelle zu lassen. Ihm musste etwas einfallen und zwar jetzt. „Teddy“, sagte Michael.
T-Bag wandte sich wieder ihm zu. „Wie hast du mich gerade genannt?“
Michaels Zunge verkrampfte sich. „Teddy.“
„Ach.“ T-Bags Augen funkelten. „Schau an, haben wir es uns anders überlegt?“
Michael schüttelte den Kopf. „Lass den Jungen in Ruhe.“
„Hätteste wohl gern.“ Er winkte den Jungen zu sich. Der ließ sich bereitwillig neben T-Bag auf den Boden sinken. „Dann machen wir das halt anders. Steck ihm deinen Schwanz in den Mund, Kleiner.“
„Das mach ich nicht, Teddy. Das will ich nicht. Ich will doch nur dich“, sagte der Junge.
„Lass die Scheiße.“ T-Bag stieß ihn von sich, als sich der Junge versuchte an ihn zu hängen. „Fick seinen Mund oder ich reiß dich nachher auf und lass dich ausbluten.“
„Scheiße, Michael!“
Michael legte den Kopf in den Nacken um zur Zellentür sehen zu können. Sucre stand da und sah ihn entsetzt an.
„Die Zeit is’ gleich um.“ Sucre betrat die Zelle nicht; wahrscheinlich war Bellick in der Nähe. Aber sein Blick sprach Bände. Er hätte T-Bag wohl gerne das Hirn an der Wand aufgeschlagen.
„Fernando Sucre“, sagte Michael.
Sucre sah zu ihm herab und wandte seinen hasserfüllten Blick von T-Bag ab. „Hm?“
„Wir brauchen ihn noch.“
„Michael“, sagte Sucre.
T-Bag rutschte von Michael herunter, als Bellick hinter Sucre auftauchte.
„Was wird das hier? N Gang-Bang in meiner Schicht?“ Bellick grinste von einem Ohr zum anderen.
T-Bags Grinsen war verschwunden. Er zog den Jungen an sich und küsste seine Schläfe. „Die beiden wollten gerade gehen. Nicht?“
Michael stand auf und nickte. Er blieb einen Moment ruhig stehen. Der Druck auf seinem Magen ließ nur langsam nach.
„Komm“, sagte Sucre und stützte ihn. Als sie außer Hörweite waren sprach er weiter: „Ich hab dir doch gesagt, das ist ne beschissene Idee!“
„Ich gebe nicht auf“, sagte Michael. Er sah Sucre in die Augen.
Sucre schüttelte nur den Kopf. „Mann, du bist total wahnsinnig.“ Er schob ihn auf das Bett. Die Zellentür wurde geschlossen. Sucre zog ihren Vorhang vor und setzte sich neben ihn auf die Kante. „Dir hätt grad sonst was passieren können, das ist dir schon klar, oder?“
„Ich wusste, dass du früher oder später nach mir sehen würdest.“ Michael hob ihm die Hand hin.
Sucre stöhnte genervt, schlug aber ein. „Mann, Kumpel. Du hast mir voll den Schreck eingejagt.“
„Sorry“, sagte Michael.
„Wenn du über n Jordan gehst, dann bin ich doch voll geliefert!“
Michael lachte. „Darum geht’s dir also? Mein Leben ist dir völlig egal. Dir geht es nur um das Loch.“
„Was, hey, ich…“ Sucre grinste und boxte ihm in die Seite. „Schwuchtel hier nicht rum.“
„Selber.“ Michael atmete entspannt ein und aus. Von T-Bag weg zu sein tat gut.
„Aber hey, ich wäre schon n bisschen traurig“, sagte Sucre. „Wir sind doch Kumpel.“
Michael betrachtete ihn nachdenklich. Er lächelte. „Richtig.“
„Du hast übrigens immer noch nen Steifen.“
Michael sah an sich herab. „Oh.“
Sucre sah auf den Vorhang. „Ich stand schon vorher draußen. Hab erst mit dem Jungen geredet und dann, na ja, gelauscht halt.“
„Aha.“ Michael zog sich die Decke über den Unterkörper. Für alles andere war es zu warm.
„Normalerweise hat T-Bag nen ziemlich guten Radar.“ Sucre sah ihm ins Gesicht. „Wenn er sagt, du lügst, dann kann man ihm das eigentlich glauben.“
Michael zog die Brauen hoch. „Machst du dir Sorgen?“
„Nee. Nur interessehalber.“ Sucre zuckte mit den Schultern.
Michael zuckte mit den Schultern. „Was man halt in der Schule so nach dem Sportunterricht mal macht. Mehr nicht.“
„Igitt, Mann!“ Sucre verzog das Gesicht. „So was hab ich nie gemacht! Schwuchtel.“
„Schon klar.“ Michael grinste.
Sucre rutschte über Michaels Beine und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand. „Manche machen das hier einfach nur, weil sie keinen Besuch bekommen. Is’ immer noch eklig, aber ich kann’s schon verstehen.“
„Hat ja nicht jeder so eine schöne Freundin wie du, die auf einen wartet.“ Michael nickte ihm zu.
„Aber die Besuche sind schon n bisschen wenig.“
Sucres Oberschenkel strich zufällig an seiner Erektion vorbei. Michael rutschte an die äußerste Seite des Betts und klopfte neben sich auf die Matratze.
„Wir hatten gar keinen Sportunterricht.“
Michael legte die Hand zwischen Sucres Beine. Er hatte einen Steifen. „Verstehe.“
„Wie?“ Sucre sah nervös zur gegenüberliegenden Wand.
Michael schob die Hand unter Sucres Hosenbund und strich mit dem Daumen über die Spitze.
„Wie wohl.“ Er rollte mit den Augen.
Sucre stöhnte. Er biss sich auf die Zunge um es wieder herunterzuschlucken. Michael hatte es schon gehört.
„Ich vermisse sie so.“ Sucre schloss die Augen. Er legte eine Hand an Michaels Wange.
Michael drückte ein Bein an die Matratze und schob es unter eins von Sucres Beinen. Er hob die Hüfte und rieb sich an Sucre.
„Meine wunderhübsche…“ Er stöhnte laut auf. „Ich liebe sie so sehr.“
Michael zuckte nur kurz als Sucres Lippen seine eigenen berührten. Der Kuss war nicht hart, wie er es erwartet hätte, als Sucres Gesicht seinem immer näher gekommen war. Sucre tippte mit der Zungenspitze an seine Unterlippe. Michael öffnete den Mund. Sucre schmeckte nach Schweiß und Gefängnisessen. Er griff in seinen Nacken und hielt den Kuss.
Sucre stieß in seine Hand, Michael wandte sich um mehr Reibung zu bekommen. Sucre griff zwischen seine Beine. Michael stöhnte in seinen Mund und kam. Er zog seine eigene Hand zurück. Sucres Sperma klebte zwischen seinen Fingern. „Hast du ein Taschentuch?“
Sucre schien ihn nicht gehört zu haben. „Ich liebe sie so sehr.“ Er versuchte Michael wieder zu küssen.
Michael presste die Lippen einen Moment aufeinander, öffnete sie dann doch. Es war nur eine einmalige Sache. Er strich die Hand an Sucres Shirt ab.
„Du Sau!“
Michael prustete. „Sucre.“
„Das is’ voll eklig, die bringst du gefälligst zum Waschen weg.“
Michael verdrehte die Augen. „Ja, von mir aus.“
Draußen schrie wieder jemand und dieses Mal war sich Michael ganz sicher, dass es der Junge gewesen war. Sucre schloss die Augen.
„Das ist nie passiert, klar?“
„Klar.“ Michael seufzte. „Der Junge hat noch nicht mal einen Spitznamen bekommen.“
„Häh?“ Sucre zog sich das Shirt über den Kopf. „Ach, der Zwerg bei T-Bag.“
„Genau der“, sagte Michael.
Sucre zuckte mit den Schultern. „Am besten gar nicht drüber nachdenken.“ Er kratzte sich an der Brust und legte sich neben Michael.
„Glaubst du, er lässt ihn wirklich verbluten?“
Sucre fasste nach dem Kreuz an seiner Halskette. „Spätestens morgen Früh wissen wir mehr.“
„Wir hätten ihm helfen müssen.“
„Junge, denk nicht soviel nach. So kommst du hier nicht weit.“
Michael dachte an Lincoln, der irgendwo weit weg in der Einzelhaft saß. Er musste sich auf sein Ziel konzentrieren. Er durfte sich nicht ablenken lassen.

Am nächsten Morgen schlug er sich die Fäuste an der Zellenwand auf.
„Michael, du hättest nix machen können!“
Michael lehnte die Stirn an die Wand. „Und was wenn doch?“
Sucre stand auf klopfte ihm auf die Schulter. „So läuft das hier nicht.“
„Da hat er ganz Recht“, sagte T-Bag, der in der Tür erschienen war. „Mhm, hier riecht es nach Sex. Ihr habt doch nicht etwa ohne mich was Unanständiges getrieben, oder?“
Michael machte einen Schritt auf ihn zu, doch Sucre griff mit den Armen um seine Brust und hielt ihn fest.
„Beruhig dich. Das bringt doch jetzt nichts.“
Michael kniff die Augen zusammen und zählte bis zehn. „Wirst du uns helfen?“
„Dann schieß mal los.“

Date: 2008-09-28 02:56 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Klasse wie schnell du warst. =)
Bitte das Weiterwünschen nicht vergessen. ;)

Date: 2008-09-28 10:17 pm (UTC)
From: [identity profile] my-black-desire.livejournal.com
Eine Spur schockierend. Faszinierend. Gnadenlos realistisch..

Ich finde es erstaunlich, wie gut Du es hinbekommen hast, Perversität, Verlangen und Freundschaft zu verbinden, ohne das es auch nur ein wenig übertrieben wirkt.
Es gefällt mir also Echt gut! ^_^ Meiner Meinung nach passt's perfekt..
Und Teddy *_* Wow, Du hast ihn einfach göttlich widerwärtig und innerlich verkommen dargestellt, mir war's fast so, als stünde er hinter mir, und würde mir jeden Moment auf die Schultern tippen... waeh !! Das mein' ich ernst, mein Nacken kribbelt immer noch so fies.

Vielen Dank', Du hast meine Erwartungen mehr als erfüllt!*_* -flausch-

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