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Fandom: Original
Challenges: Zwei Prinzen, „Weißt du, was ich wirklich (an dir) hasse?“, Blut (21.09.)
Wörter: 575
Warnung: Sinnfrei, wirr, komisch, und... weiß auch nicht.
A/N: Bei Zwei Prinzen musste ich automatisch an mein 5te Klasse-Fantasy-Original und die beiden komischen, einander nicht wirklich leiden könnenden Elfenprinzen denken... und deshalb... Man musste es ausprobieren.
Nicht, dass ich das Gefühl hätte, dass mir das aus meiner Schreibkrise helfen würde, aber... war doch schön, die beiden mal wiederzusehen... Um sie jetzt wieder zu verbuddeln.
Erklärung: Das Ganze bestand aus aneinandergereihten Schlachtengemälden. Eyén(jiel) ist der ältere der beiden, der die große Schlacht, die bestimmt irgendwie total wichtig war, ganz gut übersteht, Erén(jiel) [Bin ich kreativ, oder was? *lol*] der jüngere, der im Zuge des Ganzen irgendwie... durchdreht. Und das spielt wahrscheinlich irgenwo kurz nach dieser Schlacht. Yay. XD


Der Himmel war schwarz vom Rauch hunderter Feuer. Krähen kreisten über seinem Kopf, ihre Schreie zerrissen sein Trommelfell.
Irgendetwas warmes bedeckte sein Gesicht. Oder seine Hand. Er erkannte keinen Unterschied mehr.
Rot.
Krähen.
Er schrie. Glaubte er. Er war sich nicht sicher, er hörte nur die Krähen.
Verdammte Krähen.

Irgendetwas war da gewesen, irgendwo. Irgendwann.
Nicht jetzt, um Himmelswillen nicht jetzt.
Es war Blut, schätzte er. An seinen Händen und auf seinem Gesicht.
Wahrscheinlich seines. Aber wer wusste so etwas schon so genau? Und war das wichtig?
Er war sich nicht sicher.

Er schmeckte Eisen und Erde und Rauch. Er wollte würgen.
Irgendetwas in seinem Inneren zog sich zusammen.
Schmerzwellen peitschten urplötzlich auf ihn ein, dann waren sie wieder verschwunden, als wäre nichts gewesen.
Die Krähen blieben.
Und dann schmeckte es nach Erbrochenem.
Ihm wurde schlecht.

Rote Wolken tanzten vor seinen Augen.
Etwas berührte seinen Arm, ganz leicht, vorsichtig. Irgendwo zwischen den Schwaden tauchte etwas Schwarzes auf. Es hackte auf seinen Arm ein. Sanft.
Eine Krähe.
„Scheiße, ich bin noch nicht tot.“
Er brachte kein Wort heraus, bloß ein Gurgeln.
Dieses verdammte Kreischen.
Es tat weh.
...Irgendwie.

Und dann eine sanfte Stimme. „Erén...“ Oder so ähnlich.
Die Krähe stob empor, schrie.
Er schrie mit. Nur so aus Sympathie.
„Erén...“
Die Stimme war freundlich. Warm. Er fror.
„Erén, du Trottel.“
Die Stimme kam ihm bekannt vor. – Irgendwann war da mal was gewesen. Gestern. Vor Jahrhunderten. Er wollte sich nicht erinnern.
Natürlich. Sein Bruder. Eyénjiel á Eleyenien, Prinz von... von bestimmt irgendwas.
Er konnte ihn nicht leiden.
„Geh weg.“
„Ich hol dich hier raus, mach dir keine Sorgen.“
Er wollte ihm sagen, dass er sich keine Sorgen machte. Er wollte... Vergessen.
Die Wolken verdichteten sich, drehten sich ineinander, wurden schwarz und dann wieder rot, eine Krähe schrie.
Schrie, schrie, schrie.
Er wollte auch schreien.
„Ganz ruhig. Alles wird gut. – Verdammt, du bist schwer.“
Und wieder zogen seine Gedärme sich zusammen. Wärme füllte seinen Mund, der durchdringende Geschmack von Metall. Er kotzte. Kotzte sich die Seele aus dem Leib.
„Wir schaffen das. Alles wird gut.“
Als ob das einen Unterschied machen würde. Als ob es das je getan hätte.
Er wollte nicht, dass alles gut wurde.
Genau genommen wusste er nicht einmal mehr, was gut war.
„Ich hasse dich.“
„Ich weiß... Ich weiß. Wir haben es bald geschafft.“
Er meinte das ernst. Wirklich. Vielleicht?
Verdammt.
Diese verfluchten Krähen und der ganze Rauch... Ihm wurde schwarz vor Augen.

Die roten Schwaden waren immer noch da, irgendwo am Rand seiner Wahrnehmung. Etwas Helles war zwischen ihnen aufgetaucht und es tat weh.
„Eyén?“
Niemand antwortete ihm. Er wusste auch nicht, wer ihm antworten sollte.
Die Krähen waren verschwunden.
„EYÉN!“
Seine Stimme überschlug sich, ging in Gurgeln unter, wieder der Geschmack nach Eisen.
Wo waren die verfluchten Krähen?
Er vermisste sie. Irgendwie.
„Ich bin doch hier, Brüderchen.“
Er hasste es, Brüderchen genannt zu werden. – Stimmt, er konnte Eyéns selbstgefällige Art nicht leiden. Und seine Ruhe. Und überhaupt.
Er wollte ihn umarmen.
„Weißt du, was ich wirklich hasse?“, keuchte er.
„Mich? – Ja, das weiß ich.“ Seine Stimme war warm und weich, legte sich über ihn wie ein Bettlaken, umschmeichelte ihn, versickerte in ihm...
„Und eigentlich ist das nicht schlimm. Ich kann dich auch nicht leiden. – Aber... ich bin trotzdem froh, dass ich dich gefunden habe, Trottel.“
„Nein...“
Doch. Eigentlich schon. Oder nicht? ...Er wusste es nicht mehr und im Grunde...
Er hatte den Faden verloren.
Hass.
Genau.
„Krähen. Ich hasse die verdammten Viecher.“

Date: 2008-09-26 02:18 pm (UTC)
From: [identity profile] nana989.livejournal.com
Ich mag Krähen, hab heute welche auf dem Feld gesehen.
Aber ich denke, wenn sie anfangen würden an meinem Arm rumzuschnäbeln, würde meine Sympathie auch schwinden.

Das ist... durch den Rauch gesehen.
Mach ich auch die ganze Zeit und es hilft... tendiere ich zu glauben.

Das Lied, das Lied! Magst mehr haben? Na warte...


*umflausch*

Date: 2008-09-30 12:29 pm (UTC)
From: [identity profile] morweneledhwen.livejournal.com
*____*
Weißt du, dass ich es voll und ganz unterstütze, wenn du - also... DU!!! - Originale im FANTASY-Bereich schreibst? Ja? - Das tue ich nämlich. Und zwar sehr. Und sowas von. Und... und überhaupt. *.*
Ich meine... Oh Gott, Aku, du schreibst Fantasy! Waaaaah!!! ^___^ *umplüsch*
Und dann noch über zwei sich hassende Elfenbrüder, was ich ja mindestens noch mal genauso cool finde. Und Krähen, die ich schon aus Prinzip mag. *_*
Gibt es mehr davon? Haben die zwei eine Vorgeschichte und wenn ja, wie sieht sie aus? Ich stehe total auf 5. Klasse Fantasy-Originale, ehrlich. *.*

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