Anmerkungen: Ich wollt schon das erste Mal was zu „zwei Prinzen“ schreiben, hatte aber keine Zeit. Jetzt hab ich Zeit, aber wenig Ideen. Also kaputte Menschen im Gespräch…
„und dann ist der Hummer die Treppe runtergefallen.“ Francs Gesichtsausdruck verändert sich nicht. Das Wetter ist schlecht, der Regen schlägt gegen die Scheibe, der Hummer ist die Treppe runtergefallen. Alles dasselbe. „Und?“ Noah klingt mittelmäßig interessiert.
„Hab ihn wieder ins Aquarium getan.“ Er trinkt einen Schluck Fencheltee. „Noch ein Monat und ich kann ihn essen.“
Noah trinkt Leistungswasser. Grundsätzlich. „Du weißt, dass das krank ist, oder?“ Kein Lächeln, einfach eine schlichte Feststellung.
„Aber ich will doch nur mal wissen, wie es schmeckt.“ Francs Stimme wird leiser. „Wenn deine Mutter so wäre, würdest Du“
„Nein.“ Noah malt mit Spucke einen Kreis aufs Fenster. Dann fängt er an die Regentropfen zu zählen.
Eine ganze zeitlang Stille.
„Seit wann hast Du Diabetes?“ Franc klingt beinah mitfühlend als er die Packung Pralinen in der Hand hält.
„Hab ich nicht.“ Noah ist genervt. „Nur, wegen der Diät. Ich wollte Schoko“
Franc lacht gehässig. „Und Du lästerst über meinen Hummer? Diabetikerschokolade“ Er schüttelt den Kopf.
Das Glas trifft ihn nicht ganz unerwartet. Noah hatte schon immer eine geringe Frustrationstoleranzgrenze.
„Du weißt, wie ich das hasse. Wie ich das hasse, wenn Du so lachst.“
Franc wischt sich mit dem Ärmel durchs Gesicht, seine Nase blutet. Typisch Noah, von Null auf Hundert. „Das liebe ich so an Dir.“
Noah holt schweigend einen Lappen für die Pfütze auf dem Boden und Taschentücher für das Blut. Erst der Boden, dann Franc. Noah weiß nie, wie er sich entschuldigen soll.
"Halt still.“ Vorsichtig tupft er das Blut weg. „Warum bist Du eigentlich noch hier?“ Er fragt sich jeden Abend aufs neue, warum Franc bei ihm bleibt.
„Masochismus? Vielleicht bist Du ja mein Traumprinz.“ Er grinst breit. „Oder vielleicht Sex.“
Noah kichert. Er hasst dieses Benehmen selber, aber vor Frank kichern ist in Ordnung. „Zwei Prinzen gefangen auf einem magischen grauen Schloss umgeben von einem tiefen Graben aus Müll.“
"Und Scheiße.“ Ein Blick nach draußen.
„Bett?“ Er leckt sich über die Lippen.
„Boden! Jetzt...“
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Date: 2008-09-25 08:33 pm (UTC)no subject
Date: 2008-09-25 08:38 pm (UTC)Und auch Danke für den lieben Kommentar. Manchmal gibt einem das reale Leben die besten Ideen ^_~