Team: Kobold
Challenge: Hurt/Comfort - JOKER Altersunterschied (2021) - Für mich
Fandom: Blind ermittelt, Mord in Wien
Charaktere: Alexander Haller, Carl-Albrecht Nassau
Wörter: 1250
Zeit: voll ausgenutzt
A/N: Den comfort Teil muss man ein bisschen suchen, aber es gibt noch einen zweiten Teil, der dann deutlich mehr comfort als hurt beinhaltet. Hier jetzt der Teil, in dem der Altesunterschied eine Rolle spielt:
Carls Schulter drückt unangenehm gegen das Holz der Tür. Bis eben hat er es noch für eine gute Idee gehalten, lässig an der schweren Haustür zu lehnen, ganz so, als sei er zufällig hier, aber jetzt sieht er Marie oben am Treppenabsatz lauern, die denkt, dass sie in ihrer Nische vor ihm verborgen bleiben und ihn ausspähen kann und unter ihrem Blick fühlt er sich mit einem Mal alles andere als lässig. Außerdem sieht sein Vater es nicht gerne, wenn er nicht gerade steht, sondern wieder krumm herumlungert und vor Alex will er sicher nicht zurechtgewiesen werden, dass ein Habsburg stets Rückgrat zeigt. Also macht er sich gerade, als er hört, wie sich die Tür zum Foyer öffnet. Hektisch wischt er sich seine schweißfeuchten Hände an der Hose ab und verdammt, was soll er bloß mit seinen Händen machen? Etwa in die Hosentaschen stecken und dann womöglich sein Taschentuch mit hervorziehen, wenn er Alex die Hand schüttelt? Oder sich wie zufällig die Haare aus dem Gesicht streichen?
„Gute Fahrt und grüß mir Lorenz“, verabschiedet sein Vater ihren Besuch und Carl kommt in seinen Überlegungen nicht mehr weiter, weil Alex in das Foyer tritt und Carls Herz schon wieder diesen dämlichen Salto in seiner Brust macht und ihm die Hitze ins Gesicht steigt.
„Carl, machs gut!“ Bevor er reagieren kann, hat Alex ihn in den Arm genommen. Dahin sein Plan noch irgendetwas cleveres zu sagen, das an die letzten Tage anschließt, irgendein kleiner Witz, der auf ein gemeinsames Erlebnis verweist und Alex wenigstens kurz zum Lachen bringen und dafür sorgen könnte, dass er vielleicht noch bis zum nächsten Tag kurz an seine Bemerkung denkt. Aber in seinem Gehirn herrscht mit einem Schlag gähnende Leere, denn Alex umarmt ihn – richtig und fest und nicht so seltsam halbherzig, sondern so, wie es sonst nur Marie macht, wenn sie sich gerade nicht gegenseitig auf den Mond wünschen. Unbeholfen hebt Carl die Arme, denn das ist es doch, was man macht und legt sie auf Alex‘ Rücken. Gleich darauf durchzuckt es ihn: Ist das gerade zu lasch und Alex denkt, dass es ihm unangenehm ist oder klammert er sich gerade an Alex‘ Rücken wie eine Klette an dessen Hose wie bei ihrem gemeinsamen Lauf? Und was soll er eigentlich mit seinem Gesicht machen? Es abwenden oder riskieren, dass er es für immer in Alex‘ Halsbeuge vergräbt? Und warum schwitzt er schon wieder so?
Aber für Alex scheint es eine ganze normale Umarmung zum Abschied zu sein, nachdem er eine Woche bei ihnen in Salzburg verbracht hat und hält ihn mit einer Hand an der Schulter fest, als sie sich voneinander lösen. „Alles Gute für die Matura!“
„Danke“, stammelt Carl lahm, als Alex seine Schulter drückt und die Berührung heiß durch sein Hemd geht.
Alex richtet den Riemen seine Tasche und öffnet die Haustür, ehe Carl ihm zuvorkommen kann. „Wir sehen uns in Wien, ja?“, ruft Alex, als er schon halb auf der Treppe ist und schenkt Carl ein weites Grinsen, das seinen Magen erneut einen Salto schlagen und ihn nach dem Türrahmen greifen lässt.
„Klar!“, erwidert Carl mit hämmerndem Herzen und hebt eine Hand, aber Alex hat sich schon umgedreht.
„Du bist ja ganz rot im Gesicht“, ätzt Marie, die plötzlich so nah neben ihm steht, dass er zusammenzuckt und dass Alex es hören muss. Und natürlich- natürlich meinen es die Götter nicht gut mit ihm, denn Alex dreht sich nochmal um, reckt eine Faust in seine Richtung und ruft „Toi, toi toi!“, bevor er in seinen Wagen steigt und den Motor anlässt.
„Mann! Marie!“, wehrt sich Carl und versucht sie wegzuschieben, aber sie ist stärker (oder er unkonzentrierter, denn noch ist Alex‘ Wagen noch zu sehen und vielleicht hat er etwas vergessen und-) und schlingt ihm einen Arm um die Schultern und beugt sich nah zu ihm: „Ist da etwa jemand verliebt?“
Natürlich nutzt sie es zu ihrem Vorteil, dass sie ihn lesen kann, wie ein offenes Buch und Carl stößt sie ohne eine Antwort zu geben von sich und die Wut auf sie hilft immerhin den Weg bis in sein Zimmer gegen die Leere in seinem Herzen. Als wäre mit Alex auch ein Teil von ihm gefahren.
Sein Gesicht glüht noch immer, genauso wie sein Herz immer noch unangenehm in seiner Brust pumpt, als er sich mit dem Gesicht voran in sein Bett fallen lässt. Maries Worte hallen in seinem Kopf, obwohl er viel lieber an Alex‘ Worte, an seine Umarmung, überhaupt an Alex denken würde, denn natürlich liegt sie richtig: Er ist hoffnungslos verknallt. Er hat aufgehört sich einzureden, dass er eben zu Alex aufblickt, weil er älter ist und trotzdem Zeit mit ihm verbringt und ihn ernst nimmt oder dass er eben ein bisschen für ihn schwärmt, weil er ihm nacheifern will, weil Alex alle Frauen hinterherschauen, etwas, das ihm noch nie passiert ist und er trotzdem lustig und nett und aufmerksam ist. Und ganz nebenbei noch bei der Polizei ist, gegen den Willen seines Vaters, wie er bemerkt hat und was Carls ganzen Körper hat kribbeln lassen, weil es plötzlich möglich scheint rebellieren zu können.
Carl schiebt mit aller Gewalt Marie aus seinen Gedanken und beschwört die Momente der vergangenen Woche herauf:
Alex ernsthaftes Interesse daran, dass er sich für den Polizeidienst interessiert und der ihm bereitwillig von seinem Chef und seinem Kollegen erzählt hat und wie es so zugeht bei der Ausbildung und in Wien und Carl hat sich schon dort an Alex‘ Seite gesehen. Nur auf Gegenbesuch, versteht sich. Aber ohne seine Familie im Schlepptau, vielleicht sogar in Alex‘ eigener Wohnung statt im Hotel, nur ein paar Tage, in denen Alex ihm die Stadt zeigt und er vielleicht mit auf die Dienststelle darf und er ihn als seinen Freund Carl vorstellt, einen Arm um die Schultern geschlungen, wie er es oft tut.
Ohnehin ist Alex einer, der vor Berührungen nicht zurückschreckt. Ihre Knie, die aneinander gelehnt haben, als sie den Jedermann angeschaut haben, Alex‘ eigentlichem Grund für seinen Besuch, eine Hand auf seinem Unterarm, auf nackter Haut, da wo er den Ärmel gegen die Augusthitze aufgekrempelt hat und Carls Konzentration war dahin. Die kurze Rangelei, als sie Laufen waren und er in einem Anfall von Übermut Alex damit aufgezogen hat, dass er schneller machen soll und er sie in seiner Fantasie zu Fall gebracht hat, sodass sie übereinander rollen und Alex auf ihm liegen bleibt und ihn ansieht aus diesen wahnsinnig blauen Augen, in denen so oft der Schalk blitzt. Ganz verschwitzt und außer Atem wären sie, wie wenn sie-
Nein, diesen Gedanken sollte er sich verkneifen. Er ist gestern erst mit klebriger Unterhose aufgewacht und hat Alex beim Frühstück kaum in die Augen sehen können, so sehr hat er sich für seine Gedanken und seinen verräterischen Körper geschämt. Und dafür ist das Loch in seiner Brust ohnehin zu groß, weil er jetzt wieder allein in Salzburg hockt und Alex vielleicht in der Ausbildung wieder sieht, wenn er überhaupt den Test besteht und sie ihn nehmen.
Klar, er könnte Alex unter irgendeinem Vorwand anrufen, ihn irgendwas Belangloses zur Ausbildung fragen und dann? Was soll er Alex fragen? Ober er ihn besuchen kann, so wie Alex e angedeutet hat? Das war sicher nur eine Floskel. Was will Alex auch mit ihm in Wien? Ins Beisl gehen? Mit einem der grad Volljährig ist und nach zwei Bier speien muss? Bei Gott, er ist erbärmlich. Wütend knüllt er das Kissen zusammen und pfeffert es in die Zimmerecke, als würde es etwas helfen, dass er ein verliebter Volltrottel ist.
Challenge: Hurt/Comfort - JOKER Altersunterschied (2021) - Für mich
Fandom: Blind ermittelt, Mord in Wien
Charaktere: Alexander Haller, Carl-Albrecht Nassau
Wörter: 1250
Zeit: voll ausgenutzt
A/N: Den comfort Teil muss man ein bisschen suchen, aber es gibt noch einen zweiten Teil, der dann deutlich mehr comfort als hurt beinhaltet. Hier jetzt der Teil, in dem der Altesunterschied eine Rolle spielt:
Carls Schulter drückt unangenehm gegen das Holz der Tür. Bis eben hat er es noch für eine gute Idee gehalten, lässig an der schweren Haustür zu lehnen, ganz so, als sei er zufällig hier, aber jetzt sieht er Marie oben am Treppenabsatz lauern, die denkt, dass sie in ihrer Nische vor ihm verborgen bleiben und ihn ausspähen kann und unter ihrem Blick fühlt er sich mit einem Mal alles andere als lässig. Außerdem sieht sein Vater es nicht gerne, wenn er nicht gerade steht, sondern wieder krumm herumlungert und vor Alex will er sicher nicht zurechtgewiesen werden, dass ein Habsburg stets Rückgrat zeigt. Also macht er sich gerade, als er hört, wie sich die Tür zum Foyer öffnet. Hektisch wischt er sich seine schweißfeuchten Hände an der Hose ab und verdammt, was soll er bloß mit seinen Händen machen? Etwa in die Hosentaschen stecken und dann womöglich sein Taschentuch mit hervorziehen, wenn er Alex die Hand schüttelt? Oder sich wie zufällig die Haare aus dem Gesicht streichen?
„Gute Fahrt und grüß mir Lorenz“, verabschiedet sein Vater ihren Besuch und Carl kommt in seinen Überlegungen nicht mehr weiter, weil Alex in das Foyer tritt und Carls Herz schon wieder diesen dämlichen Salto in seiner Brust macht und ihm die Hitze ins Gesicht steigt.
„Carl, machs gut!“ Bevor er reagieren kann, hat Alex ihn in den Arm genommen. Dahin sein Plan noch irgendetwas cleveres zu sagen, das an die letzten Tage anschließt, irgendein kleiner Witz, der auf ein gemeinsames Erlebnis verweist und Alex wenigstens kurz zum Lachen bringen und dafür sorgen könnte, dass er vielleicht noch bis zum nächsten Tag kurz an seine Bemerkung denkt. Aber in seinem Gehirn herrscht mit einem Schlag gähnende Leere, denn Alex umarmt ihn – richtig und fest und nicht so seltsam halbherzig, sondern so, wie es sonst nur Marie macht, wenn sie sich gerade nicht gegenseitig auf den Mond wünschen. Unbeholfen hebt Carl die Arme, denn das ist es doch, was man macht und legt sie auf Alex‘ Rücken. Gleich darauf durchzuckt es ihn: Ist das gerade zu lasch und Alex denkt, dass es ihm unangenehm ist oder klammert er sich gerade an Alex‘ Rücken wie eine Klette an dessen Hose wie bei ihrem gemeinsamen Lauf? Und was soll er eigentlich mit seinem Gesicht machen? Es abwenden oder riskieren, dass er es für immer in Alex‘ Halsbeuge vergräbt? Und warum schwitzt er schon wieder so?
Aber für Alex scheint es eine ganze normale Umarmung zum Abschied zu sein, nachdem er eine Woche bei ihnen in Salzburg verbracht hat und hält ihn mit einer Hand an der Schulter fest, als sie sich voneinander lösen. „Alles Gute für die Matura!“
„Danke“, stammelt Carl lahm, als Alex seine Schulter drückt und die Berührung heiß durch sein Hemd geht.
Alex richtet den Riemen seine Tasche und öffnet die Haustür, ehe Carl ihm zuvorkommen kann. „Wir sehen uns in Wien, ja?“, ruft Alex, als er schon halb auf der Treppe ist und schenkt Carl ein weites Grinsen, das seinen Magen erneut einen Salto schlagen und ihn nach dem Türrahmen greifen lässt.
„Klar!“, erwidert Carl mit hämmerndem Herzen und hebt eine Hand, aber Alex hat sich schon umgedreht.
„Du bist ja ganz rot im Gesicht“, ätzt Marie, die plötzlich so nah neben ihm steht, dass er zusammenzuckt und dass Alex es hören muss. Und natürlich- natürlich meinen es die Götter nicht gut mit ihm, denn Alex dreht sich nochmal um, reckt eine Faust in seine Richtung und ruft „Toi, toi toi!“, bevor er in seinen Wagen steigt und den Motor anlässt.
„Mann! Marie!“, wehrt sich Carl und versucht sie wegzuschieben, aber sie ist stärker (oder er unkonzentrierter, denn noch ist Alex‘ Wagen noch zu sehen und vielleicht hat er etwas vergessen und-) und schlingt ihm einen Arm um die Schultern und beugt sich nah zu ihm: „Ist da etwa jemand verliebt?“
Natürlich nutzt sie es zu ihrem Vorteil, dass sie ihn lesen kann, wie ein offenes Buch und Carl stößt sie ohne eine Antwort zu geben von sich und die Wut auf sie hilft immerhin den Weg bis in sein Zimmer gegen die Leere in seinem Herzen. Als wäre mit Alex auch ein Teil von ihm gefahren.
Sein Gesicht glüht noch immer, genauso wie sein Herz immer noch unangenehm in seiner Brust pumpt, als er sich mit dem Gesicht voran in sein Bett fallen lässt. Maries Worte hallen in seinem Kopf, obwohl er viel lieber an Alex‘ Worte, an seine Umarmung, überhaupt an Alex denken würde, denn natürlich liegt sie richtig: Er ist hoffnungslos verknallt. Er hat aufgehört sich einzureden, dass er eben zu Alex aufblickt, weil er älter ist und trotzdem Zeit mit ihm verbringt und ihn ernst nimmt oder dass er eben ein bisschen für ihn schwärmt, weil er ihm nacheifern will, weil Alex alle Frauen hinterherschauen, etwas, das ihm noch nie passiert ist und er trotzdem lustig und nett und aufmerksam ist. Und ganz nebenbei noch bei der Polizei ist, gegen den Willen seines Vaters, wie er bemerkt hat und was Carls ganzen Körper hat kribbeln lassen, weil es plötzlich möglich scheint rebellieren zu können.
Carl schiebt mit aller Gewalt Marie aus seinen Gedanken und beschwört die Momente der vergangenen Woche herauf:
Alex ernsthaftes Interesse daran, dass er sich für den Polizeidienst interessiert und der ihm bereitwillig von seinem Chef und seinem Kollegen erzählt hat und wie es so zugeht bei der Ausbildung und in Wien und Carl hat sich schon dort an Alex‘ Seite gesehen. Nur auf Gegenbesuch, versteht sich. Aber ohne seine Familie im Schlepptau, vielleicht sogar in Alex‘ eigener Wohnung statt im Hotel, nur ein paar Tage, in denen Alex ihm die Stadt zeigt und er vielleicht mit auf die Dienststelle darf und er ihn als seinen Freund Carl vorstellt, einen Arm um die Schultern geschlungen, wie er es oft tut.
Ohnehin ist Alex einer, der vor Berührungen nicht zurückschreckt. Ihre Knie, die aneinander gelehnt haben, als sie den Jedermann angeschaut haben, Alex‘ eigentlichem Grund für seinen Besuch, eine Hand auf seinem Unterarm, auf nackter Haut, da wo er den Ärmel gegen die Augusthitze aufgekrempelt hat und Carls Konzentration war dahin. Die kurze Rangelei, als sie Laufen waren und er in einem Anfall von Übermut Alex damit aufgezogen hat, dass er schneller machen soll und er sie in seiner Fantasie zu Fall gebracht hat, sodass sie übereinander rollen und Alex auf ihm liegen bleibt und ihn ansieht aus diesen wahnsinnig blauen Augen, in denen so oft der Schalk blitzt. Ganz verschwitzt und außer Atem wären sie, wie wenn sie-
Nein, diesen Gedanken sollte er sich verkneifen. Er ist gestern erst mit klebriger Unterhose aufgewacht und hat Alex beim Frühstück kaum in die Augen sehen können, so sehr hat er sich für seine Gedanken und seinen verräterischen Körper geschämt. Und dafür ist das Loch in seiner Brust ohnehin zu groß, weil er jetzt wieder allein in Salzburg hockt und Alex vielleicht in der Ausbildung wieder sieht, wenn er überhaupt den Test besteht und sie ihn nehmen.
Klar, er könnte Alex unter irgendeinem Vorwand anrufen, ihn irgendwas Belangloses zur Ausbildung fragen und dann? Was soll er Alex fragen? Ober er ihn besuchen kann, so wie Alex e angedeutet hat? Das war sicher nur eine Floskel. Was will Alex auch mit ihm in Wien? Ins Beisl gehen? Mit einem der grad Volljährig ist und nach zwei Bier speien muss? Bei Gott, er ist erbärmlich. Wütend knüllt er das Kissen zusammen und pfeffert es in die Zimmerecke, als würde es etwas helfen, dass er ein verliebter Volltrottel ist.