Angst – Lebenskrise
Sep. 30th, 2024 10:59 pmTitel: Lebenskrise
Sommerchallenge-Prompt: Angst – Lebenskrise – fürs Team
Fandom: Tatort Münster
Genre: Pre-Slash, Angst
Handlung: Es war unvermeidbar, mit Thiel zu reden, wenn er noch irgendetwas retten wollte.
A/N: Ich bin beim Posten durcheinander gekommen, das hier gehört vor "Abendessen zu zweit"! Gehört zu diesem AU, das ich in der Sommerchallenge 2021 begonnen habe. Da ich die Kapitel vielleicht nachträglich noch anders sortiere, poste ich erstmal nur auf LJ.
Länge: ~ 400 Wörter
Zeit: ~ 50 Minuten
Es war unvermeidbar, mit Thiel zu reden, wenn er noch irgendetwas retten wollte. Wenigstens Lukas zuliebe. Deshalb stand er jetzt hier, vor Thiels Tür, und versuchte seine Hand davon zu überzeugen, den Klingelknopf zu drücken. Obwohl sein Körper alles andere wollte als hier zu sein. Obwohl er nicht die geringste Ahnung hatte, wie er Thiel etwas erklären sollte, was er selbst immer noch nicht richtig begreifen konnte. Oder wie es danach weitergehen sollte.
Vielleicht war es ja möglich, daß sie sich eine Zeit nicht sahen. Bis er selbst wieder zu sich gefunden und dieser Wahnsinn ein Ende hatte. Er hatte sich nie für Männer interessiert, er hatte überhaupt keine Ahnung, wo das plötzlich herkam. Nicht, daß irgendetwas daran falsch gewesen wäre … Sie lebten schließlich im 21. Jahrhundert, jeder nach seiner Façon, und so weiter und so fort. Aber daß war doch nicht er! Und wieso ausgerechnet Thiel? Sein Geschmack bei Frauen war immer ganz anders gewesen – er schätzte große, attraktive, gebildete und schlagfertige Frauen. Und Thiel war … nun ja, Thiel.
Vielleicht lag es nur daran, daß er seit der Scheidung alleine gewesen war. Eigentlich schon vor der Scheidung. Nicht, daß er andere Menschen brauchte, aber das Gefühl Teil einer Gruppe zu sein, einer Familie … Er hatte immer geglaubt, anders als andere zu sein, aber anscheinend war er in der Hinsicht doch nicht so anders. Er mochte den Jungen. Es fühlte sich gut an, gebraucht zu werden. Und Thiel war, Thiel war … Thiel. Eigentlich hatte er nie enge Freunde gehabt. Kollegen, Rivalen, Sportsfreunde … aber keinen Freund. Vielleicht war es nur das.
… wem versuchte er etwas vorzumachen. Einen Freund wollte man nicht ständig berühren. Und schon gar nicht hatte man solche Träume über seine Freunde.
Das alles wäre vermutlich gar nicht passiert, wenn Thiel ihm nicht erzählt hatte, was Marion und die anderen über sie dachten. Das hatte ihn auf eine Möglichkeit gestoßen, die bisher nicht existiert hatte. Plötzlich war alles, was in den Monaten davor passiert war, an seinen Platz gefallen und hatte ein Bild ergeben. Er hatte gesehen, was sie sein könnten, aber nicht waren. Und dann hatte Thiel tatsächlich vorgeschlagen, diese Farce aufrechtzuerhalten. Der Schmerz in dem Moment war unerträglich gewesen. Und es war seitdem nicht besser geworden.
Und deshalb mußte er mit Thiel reden und versuchen, eine Lösung zu finden, mit der sie alle drei Leben konnten.
Sommerchallenge-Prompt: Angst – Lebenskrise – fürs Team
Fandom: Tatort Münster
Genre: Pre-Slash, Angst
Handlung: Es war unvermeidbar, mit Thiel zu reden, wenn er noch irgendetwas retten wollte.
A/N: Ich bin beim Posten durcheinander gekommen, das hier gehört vor "Abendessen zu zweit"! Gehört zu diesem AU, das ich in der Sommerchallenge 2021 begonnen habe. Da ich die Kapitel vielleicht nachträglich noch anders sortiere, poste ich erstmal nur auf LJ.
Länge: ~ 400 Wörter
Zeit: ~ 50 Minuten
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Es war unvermeidbar, mit Thiel zu reden, wenn er noch irgendetwas retten wollte. Wenigstens Lukas zuliebe. Deshalb stand er jetzt hier, vor Thiels Tür, und versuchte seine Hand davon zu überzeugen, den Klingelknopf zu drücken. Obwohl sein Körper alles andere wollte als hier zu sein. Obwohl er nicht die geringste Ahnung hatte, wie er Thiel etwas erklären sollte, was er selbst immer noch nicht richtig begreifen konnte. Oder wie es danach weitergehen sollte.
Vielleicht war es ja möglich, daß sie sich eine Zeit nicht sahen. Bis er selbst wieder zu sich gefunden und dieser Wahnsinn ein Ende hatte. Er hatte sich nie für Männer interessiert, er hatte überhaupt keine Ahnung, wo das plötzlich herkam. Nicht, daß irgendetwas daran falsch gewesen wäre … Sie lebten schließlich im 21. Jahrhundert, jeder nach seiner Façon, und so weiter und so fort. Aber daß war doch nicht er! Und wieso ausgerechnet Thiel? Sein Geschmack bei Frauen war immer ganz anders gewesen – er schätzte große, attraktive, gebildete und schlagfertige Frauen. Und Thiel war … nun ja, Thiel.
Vielleicht lag es nur daran, daß er seit der Scheidung alleine gewesen war. Eigentlich schon vor der Scheidung. Nicht, daß er andere Menschen brauchte, aber das Gefühl Teil einer Gruppe zu sein, einer Familie … Er hatte immer geglaubt, anders als andere zu sein, aber anscheinend war er in der Hinsicht doch nicht so anders. Er mochte den Jungen. Es fühlte sich gut an, gebraucht zu werden. Und Thiel war, Thiel war … Thiel. Eigentlich hatte er nie enge Freunde gehabt. Kollegen, Rivalen, Sportsfreunde … aber keinen Freund. Vielleicht war es nur das.
… wem versuchte er etwas vorzumachen. Einen Freund wollte man nicht ständig berühren. Und schon gar nicht hatte man solche Träume über seine Freunde.
Das alles wäre vermutlich gar nicht passiert, wenn Thiel ihm nicht erzählt hatte, was Marion und die anderen über sie dachten. Das hatte ihn auf eine Möglichkeit gestoßen, die bisher nicht existiert hatte. Plötzlich war alles, was in den Monaten davor passiert war, an seinen Platz gefallen und hatte ein Bild ergeben. Er hatte gesehen, was sie sein könnten, aber nicht waren. Und dann hatte Thiel tatsächlich vorgeschlagen, diese Farce aufrechtzuerhalten. Der Schmerz in dem Moment war unerträglich gewesen. Und es war seitdem nicht besser geworden.
Und deshalb mußte er mit Thiel reden und versuchen, eine Lösung zu finden, mit der sie alle drei Leben konnten.
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