Titel: Abendessen zu zweit
Sommerchallenge-Prompt: Romantik/Intimität – Essen bei Kerzenschein – fürs Team
Fandom: Tatort Münster
Genre: Slash
Handlung: Also hatte er gekocht. Boernes Leibgericht. Und die Tischdecke aus dem Schrank gekramt und das gute Geschirr hervorgeholt. Und die ganze Zeit hatte sich ihr letztes Gespräch in einer Endlosschleife in seinem Kopf gedreht.
A/N: Gehört zu diesem AU, das ich in der Sommerchallenge 2021 begonnen habe. Da ich die Kapitel vielleicht nachträglich noch anders sortiere, poste ich erstmal nur auf LJ
Länge: ~ 500 Wörter
Zeit: ~ 40 Minuten
Thiel zupfte nervös an der Tischdecke. Vielleicht hätte er das elende Ding doch bügeln sollen, aber jetzt war es zu spät. Boerne würde gleich kommen. Seit dem Gespräch am letzten Wochenende hatte er überlegt, was er tun sollte. Und dann hatte er Boerne zum Abendessen eingeladen, um noch einmal in Ruhe darüber zu reden, wie es weitergehen sollte. Lukas war bei Herbert, so daß sie wirklich Ruhe haben würde.
Der Junge hatte ihn schon ganz merkwürdig angesehen, weil er die letzten Tage so unruhig gewesen war. Er hatte natürlich auch gemerkt, daß etwas nicht stimmte zwischen ihnen beiden. Letztendlich hatte er ihm erzählt, daß sie sich wegen einer Sache auf der Arbeit gestritten hatten, über die er nicht reden konnte. Eine glatte Lüge und nichts, worauf er stolz war, aber er mußte diese Sache erst einmal mit Boerne klären, bevor er Lukas irgendetwas erklären konnte.
Also hatte er gekocht. Boernes Leibgericht. Und die Tischdecke aus dem Schrank gekramt und das gute Geschirr hervorgeholt. Und die ganze Zeit hatte sich ihr letztes Gespräch in einer Endlosschleife in seinem Kopf gedreht.
Boerne, der versucht hatte ihm zu erklären, warum er türenschlagend aus seiner Wohnung gerannt war, bloß weil er ihm erzählt hatte, daß die anderen Eltern sie für ein Paar hielten.
Mir war das bis zu dem Augenblick nicht klar.
Können wir nicht einfach so weitermachen wie bisher?
Ich kann nicht so tun als ob, wenn ich … ich kann einfach nicht.
Noch nie hatte er Boerne, der doch sonst nie um ein Wort verlegen war, derartig um Worte ringen sehen. Er hatte ihn auch noch nie derartig verzweifelt gesehen. Irgendwann hatte er dann aber doch verstanden, daß Boernes Problem nicht war, daß er die Idee, sie wären ein Paar, so schockierend und unmöglich fand. Das Gegenteil traf zu.
Es war mit Sicherheit eines der schwierigsten Gespräche gewesen, die er je geführt hatte. Boerne, der ganz offensichtlich nicht wußte, wohin mit sich. Und er selbst, der von der Idee, daß Boerne möglicherweise mehr von ihm wollen könnte als Freundschaft, völlig überrumpelt war. Wenigstens waren sie sich einig gewesen, daß Lukas von der Sache nichts erfahren sollte und daß sie eine Lösung finden mußten.
Seither hatte er über mögliche Lösungen nachgedacht. Und darüber, was er eigentlich fühlte und wollte. Warum es so erstaunlich einfach gewesen war, mit Boerne in eine Art familiären Routine zu rutschen. Vermißte er einfach nur das Familienleben? War es reine Bequemlichkeit die Unterstützung zu nutzen, die Boerne ihm bot? Hatte er das für Lukas getan, der mehr als eine Bezugsperson brauchen konnte, oder doch für sich? Mochte er Boerne möglicherweise mehr, als er sich das selbst bisher eingestanden hatte?
Er sah auf die Uhr. Noch fünf Minuten.
Und dann öffnete er die Schublade wieder, in die er eben die Kerzen zurückgeräumt hatte. Und stellte sie zurück auf die immer noch ungebügelte Tischdecke. Abendessen bei Kerzenschein. Er wußte, wie das aussah. Aber letztendlich war es genau das. Ein romantisches Abendessen, um zu sehen, wo sie standen oder … in welche Richtung sie gehen konnten.
Sommerchallenge-Prompt: Romantik/Intimität – Essen bei Kerzenschein – fürs Team
Fandom: Tatort Münster
Genre: Slash
Handlung: Also hatte er gekocht. Boernes Leibgericht. Und die Tischdecke aus dem Schrank gekramt und das gute Geschirr hervorgeholt. Und die ganze Zeit hatte sich ihr letztes Gespräch in einer Endlosschleife in seinem Kopf gedreht.
A/N: Gehört zu diesem AU, das ich in der Sommerchallenge 2021 begonnen habe. Da ich die Kapitel vielleicht nachträglich noch anders sortiere, poste ich erstmal nur auf LJ
Länge: ~ 500 Wörter
Zeit: ~ 40 Minuten
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Thiel zupfte nervös an der Tischdecke. Vielleicht hätte er das elende Ding doch bügeln sollen, aber jetzt war es zu spät. Boerne würde gleich kommen. Seit dem Gespräch am letzten Wochenende hatte er überlegt, was er tun sollte. Und dann hatte er Boerne zum Abendessen eingeladen, um noch einmal in Ruhe darüber zu reden, wie es weitergehen sollte. Lukas war bei Herbert, so daß sie wirklich Ruhe haben würde.
Der Junge hatte ihn schon ganz merkwürdig angesehen, weil er die letzten Tage so unruhig gewesen war. Er hatte natürlich auch gemerkt, daß etwas nicht stimmte zwischen ihnen beiden. Letztendlich hatte er ihm erzählt, daß sie sich wegen einer Sache auf der Arbeit gestritten hatten, über die er nicht reden konnte. Eine glatte Lüge und nichts, worauf er stolz war, aber er mußte diese Sache erst einmal mit Boerne klären, bevor er Lukas irgendetwas erklären konnte.
Also hatte er gekocht. Boernes Leibgericht. Und die Tischdecke aus dem Schrank gekramt und das gute Geschirr hervorgeholt. Und die ganze Zeit hatte sich ihr letztes Gespräch in einer Endlosschleife in seinem Kopf gedreht.
Boerne, der versucht hatte ihm zu erklären, warum er türenschlagend aus seiner Wohnung gerannt war, bloß weil er ihm erzählt hatte, daß die anderen Eltern sie für ein Paar hielten.
Mir war das bis zu dem Augenblick nicht klar.
Können wir nicht einfach so weitermachen wie bisher?
Ich kann nicht so tun als ob, wenn ich … ich kann einfach nicht.
Noch nie hatte er Boerne, der doch sonst nie um ein Wort verlegen war, derartig um Worte ringen sehen. Er hatte ihn auch noch nie derartig verzweifelt gesehen. Irgendwann hatte er dann aber doch verstanden, daß Boernes Problem nicht war, daß er die Idee, sie wären ein Paar, so schockierend und unmöglich fand. Das Gegenteil traf zu.
Es war mit Sicherheit eines der schwierigsten Gespräche gewesen, die er je geführt hatte. Boerne, der ganz offensichtlich nicht wußte, wohin mit sich. Und er selbst, der von der Idee, daß Boerne möglicherweise mehr von ihm wollen könnte als Freundschaft, völlig überrumpelt war. Wenigstens waren sie sich einig gewesen, daß Lukas von der Sache nichts erfahren sollte und daß sie eine Lösung finden mußten.
Seither hatte er über mögliche Lösungen nachgedacht. Und darüber, was er eigentlich fühlte und wollte. Warum es so erstaunlich einfach gewesen war, mit Boerne in eine Art familiären Routine zu rutschen. Vermißte er einfach nur das Familienleben? War es reine Bequemlichkeit die Unterstützung zu nutzen, die Boerne ihm bot? Hatte er das für Lukas getan, der mehr als eine Bezugsperson brauchen konnte, oder doch für sich? Mochte er Boerne möglicherweise mehr, als er sich das selbst bisher eingestanden hatte?
Er sah auf die Uhr. Noch fünf Minuten.
Und dann öffnete er die Schublade wieder, in die er eben die Kerzen zurückgeräumt hatte. Und stellte sie zurück auf die immer noch ungebügelte Tischdecke. Abendessen bei Kerzenschein. Er wußte, wie das aussah. Aber letztendlich war es genau das. Ein romantisches Abendessen, um zu sehen, wo sie standen oder … in welche Richtung sie gehen konnten.
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