Gonna blow up everything in sight
Mar. 11th, 2007 04:13 pmFandom: Paradise Kiss
Challenge: Rivalen
Warnungen: OOC? Keine Ahnung von gar nichts?
Pairing: George x Yukari, Hiro --> Yukari; George x Hiro (Mehr passte echt nicht.)
Wörter: 866
Disclaimer: Die Figuren gehören Ai Yazawa und ein paar Verlagen, die Manga, die hier neben mir liegen, Nana.
Dank & Widmung: Für Nana. Weil es definitiv besser ist als Pralinen. ...Und fast nichts ist besser als Pralinen.
Random A/N: Ich töte meinen Bruder... Langsam und qualvoll... Warum löscht der Depp meine Lesezeichen?!
Abgesehen davon: Seit Kenshin das erste Fandom, in dem ich etwas schreibe, ohne vorher eine Fic dazu gelesen zu haben. Hell Yeah!
Hiro weigerte sich grundsätzlich, Menschen mit blauen Haaren und Kontaktlinsen ernst zu nehmen.
Er weigerte sich auch, von irgendjemandem als Konkurrenten zu denken, selbst wenn dieser Jemand der Freund des Mädels war, das für ihn auf ewig unerreichbar sein würde.
Er würde nicht, unter gar keinen Umständen, anfangen, Hayasaka als ein Ding zu betrachten, das er über einen einfachen Wettbewerb mit einem blauhaarigen Schwachsinnigen gewinnen konnte.
So viel zur Theorie, die schon immer mehr sein Gebiet gewesen war.
In der Praxis war die ganze Geschichte um einiges komplexer. In der Praxis konnte er es nicht verhindern, dass er dieses reiche Gör mit dem Luxusschlitten und dem extravaganten Klamottengeschmack anstarrte und ihm sogar durch das Einkaufszentrum folgte. Wie bescheuert war das eigentlich?
Andererseits... George (das war jedenfalls der Name, den Miwako erwähnt hatte) war... interessant. Er hatte etwas von einem Paradiesvogel in einem Taubenschlag. Und er war definitiv alles, was Hiro nie sein würde.
Wer konnte es Hayasaka verdenken, dass sie sich lieber mit diesen schillernden Persönlichkeiten umgab, als zur Vorbereitungsschule zu gehen und dabei dann womöglich noch so ein Streber wie Hiro zu werden?
Und warum war er darauf so eifersüchtig? Das war doch lächerlich.
Trotzdem hatte Hiro das Bedürfnis, den Kerl aus dem Stoffladen zu zerren und ihm eine reinzuhauen. Weil er mit Hayasaka zusammen war. Weil er sich trotzdem mit irgendwelchen Männer traf und denen schöne Augen machte. Weil er nichts weiter als zu viel Geld und ein hübsches Gesicht hatte. Weil er Hayasaka daran hinderte, weiterhin zur Schule zu gehen. Weil er dafür verantwortlich war, dass Hiro an Sorge um seine Mitschülerin fast einging.
Gott, das war lächerlich.
Und wo war die verdammte Schwuchtel jetzt hin?
Hiro sah sich um. Der Kerl war... verschwunden. Spurlos, als hätte sich ein Loch im Boden aufgetan und ihn verschluckt.
Das war nicht halb so befriedigend, wie es das eigentlich sollte.
Es konnte ja nur heißen, dass er gleich Hayasaka treffen würde. Oder diesen blonden Kerl Oder irgendwen anders. Und Hiro wusste nicht, wofür davon er ihn am meisten gehasst hätte.
Warum musste er überhaupt mit so einem konkurrieren? – Niemand diesseits der dreißig hätte sich für den langweiligen angehenden Arzt entschieden, wenn er den extravagante Designer hätte haben können.
Und warum dacht er jetzt doch wieder so, als sei Hayasaka lediglich eine Trophäe? Sie konnte sich entscheiden, wen sie wollte, und sie war durchaus in der Lage, die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Glaubte Hiro.
Und obwohl er das glaubte, nein wusste, kam er einfach nicht darüber hinweg. Wo war der blauhaarige Wahnsinnige? Wieso konnte er plötzlich verschwinden?
Der noch analytisch funktionierende Teil von Hiros Hirn stellte sachlich fest, dass er ganz offensichtlich auch dem Charme des Paradiesvogels erlegen war, und widersprach dann gleich vehement: Nur, weil er eine Tendenz dazu hatte, sich in Frauen zu verlieben, die für ihn auf ewig unerreichbar sein würden, war er ganz sicher nicht schwul!
„Hey, Tokumori.“ Die Stimme, die plötzlich dicht – viel zu dicht! – an seinem Ohr erklang war sanft, kaum mehr als ein zärtliches Hauchen und Hiro zuckte zusammen, wollte einen Meter nach vorne springen, und stellte fest, dass sich schlanke Arme um seine Taille gelegt hatten.
„Was soll das? Wer sind Sie? Lassen Sie mich los!“
„Aber, Tokumori... Erkennst du mich denn nicht?“
Ja, wie denn? Er hatte keine Augen im Hinterkopf. Und er konnte sich nicht bewegen. Allein das Wissen, dass die Arme und die Stimme männlich waren, reichte ihm schon, um kurz vor der Verzweiflung zu stehen.
Er spürte warmen Atem im Nacken.
Und etwas... weiches... Li- Das konnte doch nicht wahr sein!
„Wer bist du?!“ Er konnte sich noch immer nicht bewegen. Rückblickend sollte er sich nicht einmal sicher sein, ob er es überhaupt versucht hatte.
Das waren wirklich Lippen auf seinem Nacken. Und es fühlte sich wirklich nicht so schlecht an, wenn man denn mal ignorierte, dass er mitten in einer Einkaufspassage stand und von irgendeinem Perversling mit samtweicher Stimme vergewaltigt wurde.
„Was willst du?!“ Seine Stimme überschlug sich.
Ein sanftes Lachen. „Du gefälltst mir, Tokumori...“
„Was soll das?!“
„Glaubst du, ich habe nicht gemerkt, wie du mir gefolgt bist?“ Wieder Lachen. „Schon seit Stunden. Solltest du nicht eigentlich zu hause sein und lernen?“
Hiro bekam einen Arm frei. „Lass mich los! Was willst du eigentlich?“
„Vielleicht, dass Yukari dich nie wieder sieht? Dass du aufhörst, ihr den Hof zu machen?“
Langsam hatte Hiro eine ungefähre Ahnung davon, wer ihn da umklammert hielt. Es fiel schwer, Menschen mit blauen Haaren und Kontaktlinsen, die einen umklammerten und sexuell belästigten, nicht ernst zu nehmen.
Er riss sich los und fuhr herum. „Und wenn ich will, dass du sie in Ruhe lässt?“
Der Junge mit dem Cowboyhut lachte. „Zu schade, Tokumori. Wirklich zu schade...“
„Was?!“
Das Grinsen des anderen wurde tatsächlich wehmütig. „Dass du sie liebst. Dass ich sie liebe. Du bist so ein hübscher Junge... Wirklich, wir könnten eine Menge Spaß haben... Zusammen. Du gefälltst mir...“
Hiro schlug zu.
Schlug seinem Gegenüber einfach in das grinsende hübsche Gesicht und fuhr dann herum und rannte. Rannte einfach irgendwohin, bevor er den anderen noch umbrachte...
Das war definitiv keine angemessene Art, einen Rivalen loszuwerden.
Und George war einer.
Wahrscheinlich für Hiros Bemühungen, nicht den Verstand zu verlieren.
----
Fandom: Er und der andere (Quasi Nanas Original.)
Challenge: "Was macht deine Zahnbürste in meinem Bad?"
Warnungen: OOC, mieses Ende, Sinnlosigkeit
Charaktere: Er und der andere. Irgendwie logisch, nicht wahr?
Wörter: 773
Disclaimer: Alles gehört Nana. Außer der Idee. Die nun wirklich nicht kreativ ist.
Random A/N: Ich konnte nicht anders. ...Und Enden sind schwierig.
Es gab Dinge, mit denen man ihn nach einer durchzechten Nacht definitiv nicht konfrontieren sollte. Der erschreckende Mangel an Zahnbürsten war definitiv eine davon. Verflucht... wo war dieses Teil?
Andererseits war das auch vermutlich ziemlich egal.
Irgendwo im Haus gab es bestimmt noch eine Zahnbürste. Bevorzugt nicht die, die er dazu nutze, die Kette seines Fahrrads zu säubern. Und selbst, wenn es keine einzige Zahnbürste mehr geben sollte: Wenn er richtig kalkuliert hatte, war heute Sonntag. Und da wollte er ohnehin nicht weg. Da konnte man auch mit Zahnbelag und Mundgeruch rumlaufen. Gut, das war eklig.
Also begab er sich doch auf die Suche.
Er liebte seine Zahnbürste! Sie war blau und hatte so ein komisches Muster am Griff und sogar seinen Vornamen eingraviert... Himmel, wie konnte man Zahnbürsten verlieren? – Das war... faktisch unmöglich. Irgendwie.
Oder gab es psychopathische Zahnbürsten-Räuber? – Ganz auszuschließen war das ja nun nicht... Vielleicht gab es in Bolivien einen schwunghaften Schwarzmarkt für Artikel der Mundhygiene... Andererseits wusste er nicht wirklich, warum es in Bolivien keine Zahnbürsten geben sollte.
Sein Kater und die sich jetzt doch endlich meldenden Kopfschmerzen hatten darauf auch keine Antwort. Er beschloss, glücklich darüber zu sein. Und darüber, dass tatsächlich neben der super Vorteilspackung Frische Minze-Zahnpasta mit Extra Frische-Perlen oder so eine eingeschweißte, pinke Zahnbürste im Spiegelschrank lag.
Natürlich musste es jetzt klingeln, grade, als er seine neue Partnerin fürs Leben und im ewigen Kampf gegen Karies und Konsorten gefunden hatte, und natürlich musste ihm auch noch einfallen, dass er allein zu hause war und er versprochen hatte, an die Tür zu gehen und das Paket, das heute ankommen sollte, anzunehmen, und... Er verzichtete darauf, darüber nachzudenken, dass er nur Boxershorts trug, Schaum vorm Mund hatte und eine pinke Zahnbürste quer in seinem Mund steckte, und machte sich auf den Weg zur Haustür.
Postboten waren solche Anblicke bestimmt gewohnt.
Praktischer wäre es gewesen, wenn auch wirklich ein Postbote vor der Tür gestanden hätte.
Die Person, die jetzt vor ihm stand und angesichts seines Aufzuges breit grinste, war... blond. Und er kannte sie für seinen Geschmack viel zu gut.
„Was willst du hier?“, erkundigte er sich und fragte sich im nächsten Moment, warum er nicht einfach die Tür wieder zuschlug.
Das Grinsen wurde breiter. „Dein Outfit gefällt mir.“
Er versuchte, ihn nieder zu starren, aber offensichtlich verlor sein absolut tödlicher Blick exponentiell an Wirkung, je lächerlicher seine äußere Erscheinung war. Die hämmernden Kopfschmerzen waren auch nicht unbedingt hilfreich.
„Du siehst auch nicht besser aus“, nuschelte er an der Zahnbürste vorbei, als es langsam offensichtlich wurde, dass irgendetwas gesagt werden musste.
Seine Handgelenke wurden ergriffen (Warum wunderte er sich eigentlich jedes mal wieder darüber?), er wurde an die Flurwand gepresst und der Blonde grinste ihn an. „Das verstehe ich jetzt als Kompliment. – Dein Aufzug ist nämlich ungemein sexy.“
Er wollte ihn töten. Die Tatsache, dass seine Handgelenke grade gegen die Raufasertapete gepresst wurden, machte das allerdings irgendwie schwierig. „Lass mich los!“
Der Andere schüttelte den Kopf.
Das hatte ja auch wirklich noch nie funktioniert. „Also, was willst du?“
„Dich.“
„Haha.“ Sarkasmus mit einer pinken Zahnbürste im Mund war... wenig effektiv. Um nicht zu sagen: lächerlich.
Glücklicherweise erbarmte sich der Blonde und ließ ein Handgelenk los, um ihm beinahe zärtlich die Zahnbürste aus dem Mund zu ziehen. „Schick.“
„Geh sterben.“
„Doch, wirklich sehr schick. Aber wenn das deine Zahnbürste ist, dann gehört dir die hier wohl nicht.“ Der Blonde zog etwas Längliches aus seiner Jackentasche. Es war blau. Und hatte ein Muster am Griff. Und sah überhaupt aus wie eine Zahnbürste. „Dabei steht doch dein Name drauf.“
„Meine Zahnbürste! Gib sie her!“ Für einen Augenblick vergaß er, dass man ihn noch immer an die Wand nagelte und langte nach dem geliebten Objekt.
Natürlich zog der Andere die Hand schnell weg.
„Also ist sie doch deine. – Stellt sich jetzt die Frage: Was macht deine Zahnbürste in meinem Bad?“
Er starrte den Blonden an. Schluckte die letzten Zahnpastaschaumreste runter. Starrte weiter. Versuchte das triumphierende Grinsen zu ignorieren.
„Vielleicht bist du ein psychopathischer Zahnbürsten-Räuber?“, schlug er halbherzig vor und kam sich dabei nicht einmal halb so blöd vor, wie er wirken musste.
Das Grinsen wurde noch viel breiter. „Ich glaube ehr nicht. Also... deine Zahnbürste. In meinem Bad. Dem Grund dafür sollte man nachgehen, findest du nicht?“
Nein, fand er nicht. Eigentlich wollte er darüber nichts genaueres wissen.
„Lass mich los!“
Tat der Blonde. Was einmal ganz was neues war. Und dann ging er.
Sein Opfer blieb bei offener Haustür in Boxershorts im Flur sitzen und starrte seine wiedergewonnene Zahnbürste an.
Die Pinke hatte der Mistkerl mitgenommen. Das war der Beweis: Er war doch ein psychopathischer Zahnbürsten-Räuber.
Was irgendwie ungemein beruhigend war.
Challenge: Rivalen
Warnungen: OOC? Keine Ahnung von gar nichts?
Pairing: George x Yukari, Hiro --> Yukari; George x Hiro (Mehr passte echt nicht.)
Wörter: 866
Disclaimer: Die Figuren gehören Ai Yazawa und ein paar Verlagen, die Manga, die hier neben mir liegen, Nana.
Dank & Widmung: Für Nana. Weil es definitiv besser ist als Pralinen. ...Und fast nichts ist besser als Pralinen.
Random A/N: Ich töte meinen Bruder... Langsam und qualvoll... Warum löscht der Depp meine Lesezeichen?!
Abgesehen davon: Seit Kenshin das erste Fandom, in dem ich etwas schreibe, ohne vorher eine Fic dazu gelesen zu haben. Hell Yeah!
Hiro weigerte sich grundsätzlich, Menschen mit blauen Haaren und Kontaktlinsen ernst zu nehmen.
Er weigerte sich auch, von irgendjemandem als Konkurrenten zu denken, selbst wenn dieser Jemand der Freund des Mädels war, das für ihn auf ewig unerreichbar sein würde.
Er würde nicht, unter gar keinen Umständen, anfangen, Hayasaka als ein Ding zu betrachten, das er über einen einfachen Wettbewerb mit einem blauhaarigen Schwachsinnigen gewinnen konnte.
So viel zur Theorie, die schon immer mehr sein Gebiet gewesen war.
In der Praxis war die ganze Geschichte um einiges komplexer. In der Praxis konnte er es nicht verhindern, dass er dieses reiche Gör mit dem Luxusschlitten und dem extravaganten Klamottengeschmack anstarrte und ihm sogar durch das Einkaufszentrum folgte. Wie bescheuert war das eigentlich?
Andererseits... George (das war jedenfalls der Name, den Miwako erwähnt hatte) war... interessant. Er hatte etwas von einem Paradiesvogel in einem Taubenschlag. Und er war definitiv alles, was Hiro nie sein würde.
Wer konnte es Hayasaka verdenken, dass sie sich lieber mit diesen schillernden Persönlichkeiten umgab, als zur Vorbereitungsschule zu gehen und dabei dann womöglich noch so ein Streber wie Hiro zu werden?
Und warum war er darauf so eifersüchtig? Das war doch lächerlich.
Trotzdem hatte Hiro das Bedürfnis, den Kerl aus dem Stoffladen zu zerren und ihm eine reinzuhauen. Weil er mit Hayasaka zusammen war. Weil er sich trotzdem mit irgendwelchen Männer traf und denen schöne Augen machte. Weil er nichts weiter als zu viel Geld und ein hübsches Gesicht hatte. Weil er Hayasaka daran hinderte, weiterhin zur Schule zu gehen. Weil er dafür verantwortlich war, dass Hiro an Sorge um seine Mitschülerin fast einging.
Gott, das war lächerlich.
Und wo war die verdammte Schwuchtel jetzt hin?
Hiro sah sich um. Der Kerl war... verschwunden. Spurlos, als hätte sich ein Loch im Boden aufgetan und ihn verschluckt.
Das war nicht halb so befriedigend, wie es das eigentlich sollte.
Es konnte ja nur heißen, dass er gleich Hayasaka treffen würde. Oder diesen blonden Kerl Oder irgendwen anders. Und Hiro wusste nicht, wofür davon er ihn am meisten gehasst hätte.
Warum musste er überhaupt mit so einem konkurrieren? – Niemand diesseits der dreißig hätte sich für den langweiligen angehenden Arzt entschieden, wenn er den extravagante Designer hätte haben können.
Und warum dacht er jetzt doch wieder so, als sei Hayasaka lediglich eine Trophäe? Sie konnte sich entscheiden, wen sie wollte, und sie war durchaus in der Lage, die für sie richtige Entscheidung zu treffen. Glaubte Hiro.
Und obwohl er das glaubte, nein wusste, kam er einfach nicht darüber hinweg. Wo war der blauhaarige Wahnsinnige? Wieso konnte er plötzlich verschwinden?
Der noch analytisch funktionierende Teil von Hiros Hirn stellte sachlich fest, dass er ganz offensichtlich auch dem Charme des Paradiesvogels erlegen war, und widersprach dann gleich vehement: Nur, weil er eine Tendenz dazu hatte, sich in Frauen zu verlieben, die für ihn auf ewig unerreichbar sein würden, war er ganz sicher nicht schwul!
„Hey, Tokumori.“ Die Stimme, die plötzlich dicht – viel zu dicht! – an seinem Ohr erklang war sanft, kaum mehr als ein zärtliches Hauchen und Hiro zuckte zusammen, wollte einen Meter nach vorne springen, und stellte fest, dass sich schlanke Arme um seine Taille gelegt hatten.
„Was soll das? Wer sind Sie? Lassen Sie mich los!“
„Aber, Tokumori... Erkennst du mich denn nicht?“
Ja, wie denn? Er hatte keine Augen im Hinterkopf. Und er konnte sich nicht bewegen. Allein das Wissen, dass die Arme und die Stimme männlich waren, reichte ihm schon, um kurz vor der Verzweiflung zu stehen.
Er spürte warmen Atem im Nacken.
Und etwas... weiches... Li- Das konnte doch nicht wahr sein!
„Wer bist du?!“ Er konnte sich noch immer nicht bewegen. Rückblickend sollte er sich nicht einmal sicher sein, ob er es überhaupt versucht hatte.
Das waren wirklich Lippen auf seinem Nacken. Und es fühlte sich wirklich nicht so schlecht an, wenn man denn mal ignorierte, dass er mitten in einer Einkaufspassage stand und von irgendeinem Perversling mit samtweicher Stimme vergewaltigt wurde.
„Was willst du?!“ Seine Stimme überschlug sich.
Ein sanftes Lachen. „Du gefälltst mir, Tokumori...“
„Was soll das?!“
„Glaubst du, ich habe nicht gemerkt, wie du mir gefolgt bist?“ Wieder Lachen. „Schon seit Stunden. Solltest du nicht eigentlich zu hause sein und lernen?“
Hiro bekam einen Arm frei. „Lass mich los! Was willst du eigentlich?“
„Vielleicht, dass Yukari dich nie wieder sieht? Dass du aufhörst, ihr den Hof zu machen?“
Langsam hatte Hiro eine ungefähre Ahnung davon, wer ihn da umklammert hielt. Es fiel schwer, Menschen mit blauen Haaren und Kontaktlinsen, die einen umklammerten und sexuell belästigten, nicht ernst zu nehmen.
Er riss sich los und fuhr herum. „Und wenn ich will, dass du sie in Ruhe lässt?“
Der Junge mit dem Cowboyhut lachte. „Zu schade, Tokumori. Wirklich zu schade...“
„Was?!“
Das Grinsen des anderen wurde tatsächlich wehmütig. „Dass du sie liebst. Dass ich sie liebe. Du bist so ein hübscher Junge... Wirklich, wir könnten eine Menge Spaß haben... Zusammen. Du gefälltst mir...“
Hiro schlug zu.
Schlug seinem Gegenüber einfach in das grinsende hübsche Gesicht und fuhr dann herum und rannte. Rannte einfach irgendwohin, bevor er den anderen noch umbrachte...
Das war definitiv keine angemessene Art, einen Rivalen loszuwerden.
Und George war einer.
Wahrscheinlich für Hiros Bemühungen, nicht den Verstand zu verlieren.
----
Fandom: Er und der andere (Quasi Nanas Original.)
Challenge: "Was macht deine Zahnbürste in meinem Bad?"
Warnungen: OOC, mieses Ende, Sinnlosigkeit
Charaktere: Er und der andere. Irgendwie logisch, nicht wahr?
Wörter: 773
Disclaimer: Alles gehört Nana. Außer der Idee. Die nun wirklich nicht kreativ ist.
Random A/N: Ich konnte nicht anders. ...Und Enden sind schwierig.
Es gab Dinge, mit denen man ihn nach einer durchzechten Nacht definitiv nicht konfrontieren sollte. Der erschreckende Mangel an Zahnbürsten war definitiv eine davon. Verflucht... wo war dieses Teil?
Andererseits war das auch vermutlich ziemlich egal.
Irgendwo im Haus gab es bestimmt noch eine Zahnbürste. Bevorzugt nicht die, die er dazu nutze, die Kette seines Fahrrads zu säubern. Und selbst, wenn es keine einzige Zahnbürste mehr geben sollte: Wenn er richtig kalkuliert hatte, war heute Sonntag. Und da wollte er ohnehin nicht weg. Da konnte man auch mit Zahnbelag und Mundgeruch rumlaufen. Gut, das war eklig.
Also begab er sich doch auf die Suche.
Er liebte seine Zahnbürste! Sie war blau und hatte so ein komisches Muster am Griff und sogar seinen Vornamen eingraviert... Himmel, wie konnte man Zahnbürsten verlieren? – Das war... faktisch unmöglich. Irgendwie.
Oder gab es psychopathische Zahnbürsten-Räuber? – Ganz auszuschließen war das ja nun nicht... Vielleicht gab es in Bolivien einen schwunghaften Schwarzmarkt für Artikel der Mundhygiene... Andererseits wusste er nicht wirklich, warum es in Bolivien keine Zahnbürsten geben sollte.
Sein Kater und die sich jetzt doch endlich meldenden Kopfschmerzen hatten darauf auch keine Antwort. Er beschloss, glücklich darüber zu sein. Und darüber, dass tatsächlich neben der super Vorteilspackung Frische Minze-Zahnpasta mit Extra Frische-Perlen oder so eine eingeschweißte, pinke Zahnbürste im Spiegelschrank lag.
Natürlich musste es jetzt klingeln, grade, als er seine neue Partnerin fürs Leben und im ewigen Kampf gegen Karies und Konsorten gefunden hatte, und natürlich musste ihm auch noch einfallen, dass er allein zu hause war und er versprochen hatte, an die Tür zu gehen und das Paket, das heute ankommen sollte, anzunehmen, und... Er verzichtete darauf, darüber nachzudenken, dass er nur Boxershorts trug, Schaum vorm Mund hatte und eine pinke Zahnbürste quer in seinem Mund steckte, und machte sich auf den Weg zur Haustür.
Postboten waren solche Anblicke bestimmt gewohnt.
Praktischer wäre es gewesen, wenn auch wirklich ein Postbote vor der Tür gestanden hätte.
Die Person, die jetzt vor ihm stand und angesichts seines Aufzuges breit grinste, war... blond. Und er kannte sie für seinen Geschmack viel zu gut.
„Was willst du hier?“, erkundigte er sich und fragte sich im nächsten Moment, warum er nicht einfach die Tür wieder zuschlug.
Das Grinsen wurde breiter. „Dein Outfit gefällt mir.“
Er versuchte, ihn nieder zu starren, aber offensichtlich verlor sein absolut tödlicher Blick exponentiell an Wirkung, je lächerlicher seine äußere Erscheinung war. Die hämmernden Kopfschmerzen waren auch nicht unbedingt hilfreich.
„Du siehst auch nicht besser aus“, nuschelte er an der Zahnbürste vorbei, als es langsam offensichtlich wurde, dass irgendetwas gesagt werden musste.
Seine Handgelenke wurden ergriffen (Warum wunderte er sich eigentlich jedes mal wieder darüber?), er wurde an die Flurwand gepresst und der Blonde grinste ihn an. „Das verstehe ich jetzt als Kompliment. – Dein Aufzug ist nämlich ungemein sexy.“
Er wollte ihn töten. Die Tatsache, dass seine Handgelenke grade gegen die Raufasertapete gepresst wurden, machte das allerdings irgendwie schwierig. „Lass mich los!“
Der Andere schüttelte den Kopf.
Das hatte ja auch wirklich noch nie funktioniert. „Also, was willst du?“
„Dich.“
„Haha.“ Sarkasmus mit einer pinken Zahnbürste im Mund war... wenig effektiv. Um nicht zu sagen: lächerlich.
Glücklicherweise erbarmte sich der Blonde und ließ ein Handgelenk los, um ihm beinahe zärtlich die Zahnbürste aus dem Mund zu ziehen. „Schick.“
„Geh sterben.“
„Doch, wirklich sehr schick. Aber wenn das deine Zahnbürste ist, dann gehört dir die hier wohl nicht.“ Der Blonde zog etwas Längliches aus seiner Jackentasche. Es war blau. Und hatte ein Muster am Griff. Und sah überhaupt aus wie eine Zahnbürste. „Dabei steht doch dein Name drauf.“
„Meine Zahnbürste! Gib sie her!“ Für einen Augenblick vergaß er, dass man ihn noch immer an die Wand nagelte und langte nach dem geliebten Objekt.
Natürlich zog der Andere die Hand schnell weg.
„Also ist sie doch deine. – Stellt sich jetzt die Frage: Was macht deine Zahnbürste in meinem Bad?“
Er starrte den Blonden an. Schluckte die letzten Zahnpastaschaumreste runter. Starrte weiter. Versuchte das triumphierende Grinsen zu ignorieren.
„Vielleicht bist du ein psychopathischer Zahnbürsten-Räuber?“, schlug er halbherzig vor und kam sich dabei nicht einmal halb so blöd vor, wie er wirken musste.
Das Grinsen wurde noch viel breiter. „Ich glaube ehr nicht. Also... deine Zahnbürste. In meinem Bad. Dem Grund dafür sollte man nachgehen, findest du nicht?“
Nein, fand er nicht. Eigentlich wollte er darüber nichts genaueres wissen.
„Lass mich los!“
Tat der Blonde. Was einmal ganz was neues war. Und dann ging er.
Sein Opfer blieb bei offener Haustür in Boxershorts im Flur sitzen und starrte seine wiedergewonnene Zahnbürste an.
Die Pinke hatte der Mistkerl mitgenommen. Das war der Beweis: Er war doch ein psychopathischer Zahnbürsten-Räuber.
Was irgendwie ungemein beruhigend war.
no subject
Date: 2007-03-11 07:59 pm (UTC)Ich... hab sie noch nicht gelesen, insofern kann man den Sinn dieses Kommentar in Frage stellen. >< Aber... habe ich dir gesagt, dass meine Pseudo-Kleine-Schwester fehlende Aufmerksamkeit von meiner Seite hasst und mir schon diese Getippe übel nimmt...? ^^" Aber ich hab sie...
Und ich liebe dich! Danke.
no subject
Date: 2007-03-15 05:17 pm (UTC)Nochmal offiziell, weils mir passt: Ich mag beide FFs sehr.
Ich liebe George, der Hiro im Manga irgendwie bei beiden Begegnungen an die Wand spielt und trotzdem heimlich scharf auf ihn ist. (Ich wette es!) Und das hast du hier ja zum Ausdruck gebracht. XD Hm, ich müsste mich umsehen, aber ich glaube echt, ich kenne keinen anderen Manga-Charakter, der wirklich bi ist... George muss einfach irgendwo schwul sein und dass er Frauen liebt (als was auch immer) wird auch offensichtlich, insofern. Die Szene, in der Yukari ihn zum ersten Mal mit Seijji sieht, ist geil... *hach*
Ja, ehh... ich will auch eine pinke Zahnbürste. Hab mich in dieses Ding rettungslos verliebt. *kuller*
Und ich liebe, liebe ,liebe dieses Bild in meinem Kopf, mit Ihm, an die Wand getackert und von dem Anderen festgehalten, der Ihn hemmungslos sexuell belästigt. XD
But... ich rätsle immer noch: Wenn der Andere Ihn wieder an die Wand tackert, Ihm dann die Zahnbürste aus dem Mund nimmt und dann die Blaue aus der Tasche zieht, Er dann danach greifen will, vom Anderen aber immer noch an der Wand festgehalten wird... wie macht der Andere das? oO Pinke Zahnbürste aus Mund, blaue Zahnbürste aus Tasche und Er an der Wand... wie viele Hände hat er? Verstehe ich das falsch? >< *bisschen durcheinander*
^_____^ Ist das überhaupt Absicht? *pieks*
Wie auch immer, ich liebe sie. Allesamt.
ALG, Nana