[identity profile] khalaris.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Juliet
Challenge: Hurt/Comfort – Erste Hilfe (fürs Team)
Rating: gen
Fandom: Tatort Wien
Charaktere/Pairings: Ernst Rauter, Bibi Fellner, Moritz Eisner
Notes: [Tatort aber es gibt Magie AU, Teil 10] Ernstl ist ein kleines Malheur passiert, also ruft er Hilfe.

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9

***

Ernst: 🌭 🔥 🥩 🔥 ?

Bibi: Willst du grillen? (Ernst: 👍️)

Bibi: Heute? (Ernst: 👍️)

Bibi: Mit uns? (Ernst: 🔥)

Bibi: Das verstehe ich mal als ein ja 😊

Ernst: 🔥 🔥 😊

Bibi: Sehr gut, ich freu mich drauf. Dann pass auf, dass dir nix anbrennt vor lauter 🔥

Ernst: 🔥 🔥 😛

Bibi: 🪣 💦

Ernst: 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥

Bibi: 🏃‍♀️ 🧯

Ernst: 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥 🔥

Bibi: ☎️ 🚒 🚒 🚒

Ernst: 😔

Ernst: 🕯️

Bibi: 🌧️

sonst habt ihr nix zu tun oder wie

Bibi: Lass uns doch unseren Spaß (Ernst: 💚)

Bibi: Außerdem sitz ich beim Arzt und mir is langweilig

Bibi: @Ernst: sollen wir was mitbringen?

Ernst: 🥳

Bibi: Gute Laune? Dann musst du Moritz aber wieder ausladen 🤭 (Ernst: 🤭)

ihr seid so lustig haha

***

Es hatte noch eine Woche gedauert, bis sie sich trauten, ihren Freund allein zu lassen und als Moritz schließlich mit seiner gepackten Tasche aus dem Gästezimmer kam, hatte Ernstl irgendwie traurig geschaut, auch wenn er versuchte, es zu verbergen.

Er hatte seine Schulter gedrückt und gesagt, "Wir sind ja ned aus der Welt."

Dass Ernstl sie nur wenige Tage später wieder zu sich einlud, kam nicht überraschend und wenn er ehrlich zu sich selbst war, musste Moritz sich eingestehen, wie froh er über diese Einladung war. Er vermisste seine Freunde, obwohl er sie ja erst vor ein paar Tagen das letzte mal gesehen hatte.

Vielleicht fiel ihm ihre Abwesenheit jetzt nur mehr auf, weil er im Gegensatz zu den anderen beiden die Veränderungen in der Arbeit direkt mitbekam. Mit Bibi im Krankenstand und Ernstl durch einen temporären Chef ersetzt, fühlte er sich dort auf einmal sehr einsam. Die besorgten Fragen seiner Kollegen beantwortete er so gut es ging und versuchte, die anderen Kommentare über Ernstls angeblichen Schlaganfall zu ignorieren, die besonders schmerzten.

'Na in dem Alter muss man halt schon damit rechnen, dass sowas passieren kann.'

Als wäre Ernstl nicht fitter als viele Kollegen, die nur halb so alt waren wie er.

Moritz schüttelte den Kopf. Daran wollte er jetzt nicht denken. Nachher würden sie sich wieder bei Ernstl zusammenfinden und dann…

Ja, was dann? Er wusste es nicht.

Er fuhr zusammen, als sein Handy klingelte und ihn aus seinen Gedanken riss. Auf dem Display stand 'Ernst Rauter'. Aber der konnte doch noch gar nicht wirklich–

"Ernstl?"

"Mm– Moooris." Ernstls Stimme zitterte, obwohl er seinen Namen fast richtig hinbekommen hatte.

"Hey, was is? Is alles okay?"

"Na– Naah." Was danach aus Ernstls Mund folgte, war gänzlich unverständlich.

"Ernstl," unterbrach er den aufgeregten Redeschwall. "Ich komm rüber, okay? Bin in ein paar Minuten da."

"J– Ja. Ja."

Im Rekordtempo zog er sich um und als er kurz später Ernstls Haustür aufsperrte, fiel ihm als erstes ein seltsames weißes Ding auf, das im Flur vor der Küchentür lag.

"Ernstl?"

Moritz fand ihn in der Küche. Ernstl stand neben dem geöffneten Geschirrspüler, inmitten eines riesigen Scherbenhaufens. Er hob seine Hände, mit einer drückte er ein Küchentuch an die andere und lächelte schief.

"Hi– hilf?"

Nachdem er am Telefon so aufgelöst klang, hatte Moritz sich schon alles mögliche ausgemalt, so dass ihm bei Ernstls Lächeln nun ein riesiger Stein vom Herzen fiel.

"Na du machst ja Sachen, mein Lieber. Ein Moment, ich hol einen Besen."

Einen Moment später griff Moritz in den Haushaltsschrank im Flur und hielt sich nur gerade so zurück, den Kopf gegen die Tür zu hauen. Hatte er Ernstl gerade 'mein Lieber' genannt? Was sollte das denn?

Er begann, die Scherben erst einmal zur Seite zu fegen, zum ersten mal froh um Ernstls Sprachprobleme. Der beobachtete ihn genau und hatte sicher gesehen, wie rot seine Ohrenspitzen wurden. Bestimmt würde er Moritz jetzt gerade am liebsten ordentlich aufziehen.

"Fuß hoch. Und pass auf, dass es dich ned hinhaut."

"Jahaaa," antwortete Ernstl mit einem Augenrollen, hielt sich aber am Schrank fest, während Moritz eine kleine Scherbe aus seiner Socke zog.

Sein anderer Fuß war scherbenfrei geblieben, also zog Moritz seinen Freund durch den Weg, den er gerade freigefegt hatte aus der Küche und ins Bad.

"Na dann lass mal schauen."

Vorsichtig zupfte er das Küchentuch von Ernstls Hand und seufzte erleichtert. Es war nicht so schlimm wie befürchtet, nur ein kleiner Schnitt, der nur noch an einer Stelle ein bisschen blutete. Er spülte die Hand ab und tupfte sie vorsichtig trocken, bevor er aus dem Schrank unter dem Waschbecken den Erste-Hilfe-Kasten herausholte und darin ein Pflaster der richtigen Größe fand.

Er schauderte, als er das Pflaster über die Wunde klebte, direkt neben die noch rote Narbe, die von dem Schnitt herrührte, den Ernstl sich vor wenigen Wochen in seinem Ritual zugefügt hatte.

Für einen langen Moment hielt er Ernstls Hand einfach nur in seiner.

"Alles wieder gut."

Moritz wusste nicht, wen er mehr damit beruhigen wollte, aber Ernstl lächelte nur.

"Moris. De– Danke."

"So, jetzt schauen wir mal, ob da noch irgendwo ein Teller ganz geblieben ist."

Nebeneinander standen sie in der Tür zur Küche und schauten auf das Schlachtfeld. Der ganze Boden und ein Teil der Arbeitsfläche war mit weißen Scherben bedeckt.

"Ni. Nir. Hmm. Ned a-alle."

Er lachte. "Na so ein Glück. Sonst müsst die Bibi nachher noch ein paar mitbringen."

Moritz vermutete, Ernstl hatte versucht, einen ganzen Stapel in den Schrank zu stellen, wobei ihm seine Fähigkeit, Entfernungen einzuschätzen, kurzzeitig abhanden kam. Es wäre nicht das erste Mal – erst vor ein paar Tagen hatte er beim Blumen gießen stattdessen das Wasser direkt auf die Fensterbank gegossen.

"Das hat dir bestimmt einen ganz schönen Schreck eingejagt."

Sein Freund seufzte. "Ja. S–sehr."

"Is ja nix schlimmes passiert." Moritz drückte seine Schulter. "Holst du an Eimer von drüben? Dann sammeln wir das ganze Zeug mal auf."

Eine Weile später war von dem Scherbenchaos nichts mehr zu sehen.

"Jetzt, wo ich einmal da bin… Gibt's was vorzubereiten für später? Oder hast du schon…?"

Ernstl schüttelte den Kopf. "Nah. Ned anna– hng."

Einen Moment lang bildete er stumme Worte mit einem konzentrierten Blick, bis er langsam weiterredete.

"Ned an–geh–fangg–enn."

Sie grinsten sich an.

"Wenn's so weitergeht, kannst mich bald wieder ausführlich aufziehen."

Ernstl lachte. "Baaal. Mein Li– Lieba."



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