Challenge: Krimi/Thriller/Horror – "Wenn dich hier einer umbringt, bin ich das." (fürs Team)
Rating: M
Fandom: Original
Charaktere/Pairings: OC
Notes: Folter-Folgen, Horror. Jemand sucht einen Ausweg.
Er hievte seinen schmerzenden Körper hoch, bis er kniete, die Schulter gegen die eiskalte Wand gelehnt. Da oben, das winzige Fenster, durch dessen verdreckte Scheibe zumindest genug Licht in sein Verlies drang, dass er nicht in völliger Dunkelheit saß.
Es war gerade genug Licht, um zu sehen, wie verdreht sein Fuß war. Er spürte ihn schon länger nicht mehr.
Auch sein rechter Arm, der nutzlos herunterhing, und die Hand, dunkel vom verkrusteten Blut, das an ihr klebte.
Aber das war jetzt egal.
Mit seiner linken Hand zog er an dem Schnürsenkel, bis der sich eng an seine Haut schmiegte. Es fühlte sich so gut an. Sein Herz klopfte schneller.
Gerade so unterdrückte er ein schmerzerfülltes Stöhnen, als er sich streckte. Er hob seine linke Hand so weit es ging, seine Schulter knackte, aber er erreichte sein Ziel. Mit zitternden Fingern schob er die Schlaufe am anderen Ende um den Fenstergriff.
Dann sackte er in sich zusammen.
Der Schnürsenkel zog sich fest um seinen Hals.
Er röchelte.
Schloss die Augen.
Endlich.
Endlich.
Endl–
Rumms!
Mit einem lauten Knall flog die Tür auf und einen Moment später fiel er ganz zu Boden, direkt auf seine zerstörte Schulter. Er sah Sterne. Die Enge um seinen Hals verschwand und er tat einen röchelnden Atemzug.
Eine Hand strich eine blutverkrustete Strähne aus seiner Stirn und strich dann über seine Wange, fast liebevoll.
"Was machst du denn für Sachen, hm? Weißt du nicht, wie gefährlich sowas ist?"
Finger schoben sich unter sein Kinn und hoben seinen Kopf, damit er sein Gegenüber ansehen konnte.
"Wenn dich hier einer umbringt, bin ich das."