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Team: Juliet
Challenge: Romantik/Intimität– Kosenamen (fürs Team)
Fandom: Blind Ermittelt
Charaktere/Pairings: Niko Falk, Alex Haller
Notes: Die ursprüngliche Idee war: Die zwei machen fröhlich weiter Scherze über ihre Arbeitsehe und nennen sich Schatz, bis sich das plötzlich sehr komisch anfühlt. Das ist mehr oder weniger was geworden



„Na, wie geht’s dem Gatten?“, Robert grinste breit, als er Nikos Bier einschenkte. Der warf ihm nur einen verwirrten Blick zu. „Na, deine Arbeitsehe? Oder ist die schon in die Brüche gegangen?“


„Ach so“, dämmerte es Niko. „Natürlich. Also ich meine nein. Alex geht’s gut. Und wir. Also, wir arbeiten noch zusammen.“


„Soso.“ Robert zog eine Augenbraue noch oben.


„Was soll das jetzt heißen?“


Robert zuckte mit den Schultern, und reichte Niko sein Bier. „Gar nichts.“


„Du hast mich verwirrt. Gatte. Wer sagt das denn heutzutage noch?“


Wieder ein Schulterzucken. „Österreicher.“


„Meinetwegen. Aber nicht du.“


Robert signalisierte einem Gast am anderen Ende der Theke, dass er gleich kommen würde. „Hast recht. In Zukunft frag ich nach deinem Mann.“


Er war auf dem Weg zum Gast, bevor Niko sagen konnte, dass er vielleicht gar nichts mehr sagen sollte, das so klang, als ob er und Alex ein Paar wären. Oder darüber nachdenken konnte, warum ihn das plötzlich störte.




„Alex!“, die Frau kam zielsicher, auf sie zu.


„Susi!“, Alex Gesicht hellte sich auf, und Niko erwartete, dass er ihr sie gleich umarmen würden, aber nein, er küsste ihre Hand. Fand dieser verdammte Empfang im 18. Jahrhundert statt? Sie lachte schallend.


„Na“, sie strich ihm grinsend über den Arm, „Ist James Bond wieder in geheimer Mission unterwegs?“


„Ja“, er lächelte verschwörerisch. „Die geheime Mission ist, Sophie kann heute nicht und findet, ich könnte auch mal wieder was für sie tun.“


„Du Armer“, sie tätschelte ihn, erst dann schien ihr Niko überhaupt aufzufallen.


„Susanne Weimar, eine alte Freundin. Nikolai Falk, mein Assistent.“


Er schüttelte ihre Hand, und hoffte, dass er dabei nicht zu gequält lächelte. Sie konnte ja nichts dafür, dass sie heute eben doch in geheimer Mission unterwegs waren. Die hatte zwar nichts mit internationaler Spionage zu tun, sondern einfach nur mit schlichter Erpressung, aber trotzdem war Niko so lange nur Alex Assistent. Nicht mehr. Das war von Anfang an klar gewesen, und er war sich selbst nicht ganz sicher, warum ihn das plötzlich störte.




„Und du wirst es nicht glauben, aber es gibt wieder eine Verfolgungsjagd, weil die zwei ihre Polizeimarken schon 5 Meter vorher durch die Gegend gewedelt haben, anstatt zu warten, bis sie vor dem Verdächtigen stehen.“


Alex reagierte nicht. Er war eingeschlafen.


„Meinetwegen suchst du das nächste Mal wieder den Film aus, aber du weißt, dass dann ich dabei einschlafe, und das ist eher ungünstig für dich.“ Alex schlummerte weiter friedlich, und Niko hatte schon die Hand ausgestreckt, um ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen, bevor er sich besann. Wo war das jetzt hergekommen? Er griff nach der Fernbedienung, um nicht nochmal auf so seltsame Gedanken zu kommen und stellte leiser. Dann fiel sein Blick wieder auf Alex. Schlafend wirkte er so unbeschwert, so viel jünger und so … Niko zwang sich wieder auf den Fernseher zu schauen. Herausragend war der Film nicht, aber er lenkte ihn zumindest ab. Kurz nach dem Abspann begann sich auch Alex wieder zu rühren.


„Guten Morgen Sonnenschein“, rutschte es Niko heraus, bevor er etwas dagegen tun konnte. Alex schaute auf einmal etwas panisch. „Keine Sorge. Du warst kaum eine Stunde weg.“


Alex blinzelte ein paar Mal verwirrt. „Ach so.“




Nicht seine Wohnung. Nicht sein Bett. Er schaute sich um. Natürlich. Gestern Abend hatten plötzlich sintflutartiger Regen eingesetzt, und die hatte er weder sich noch dem Ghia antun wollen. Also hatte er es sich in Alex Gästezimmer gemütlich gemacht.


Draußen lief schon die Kaffeemaschine.  Alex stand daneben und grinste ihn an.


„Gut geschlafen, mein Schatz?“


Niko erstarrte mitten in der Bewegung, starrte Alex nur an. Der grinste weiter erwartungsvoll.


„Äh ja. Gut. Danke.“ Er atmete ein paar Mal tief durch. Irgendwie musste er Alex klarmachen, dass sie das mit diesen Kosenamen lassen sollten. Es war einfach zu seltsam.


Nach dem Frühstück und einer Dusche, war er schon auf dem Weg zur Tür, als Alex ihn zurückrief. Erwartungsvoll, stand er da, während Alex zielsicher auf ihn zukam. Er griff nach seinen Schultern, und jetzt standen sie sich direkt gegenüber. Endlose Sekunden passierte nichts. Dann beugte sich Alex nach vorne und küsste ihn direkt auf den Mund.


„Willst du nicht doch noch etwas bleiben, Schatz?“


„Wenn du so fragst, bleib ich natürlich noch etwas. Liebling.“

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