Team: Juliet
Challenge: Romantik/Intimität – Essen bei Kerzenschein (fürs Team)
Rating: gen
Fandom: Tatort Wien
Charaktere/Pairings: Moritz Eisner/Bibi Fellner
Notes: [Einmal Holland und zurück – Teil 4]
Teil 1, Teil 2, Teil 3
"Da schau, jetzt wird's richtig romantisch mit uns zweien," kommentierte sie mit Blick auf die Kerze, die der Ober gerade angezündet hatte. "Hätt'mer auch ned gedacht, dass uns das mal passiert, ge?"
"Du meinst, abgesehen davon, dass wir ständig für ein Paar gehalten werden, wenn wir zusammen weggehen?"
"Nah, des is schon was anderes. Jetzt ist es ja echt. Ich mein… Also, ich hoff's. Ned, dass ich deinen Brief völlig falsch interpretiert hab, weil das wär jetzt richtig blöd."
Kopfschüttelnd griff Moritz über den kleinen Tisch und nahm ihre Hände. "Den hast du schon richtig verstanden," lächelte er. "Ich hätt bloß nie damit gerechnet, das du auf einmal hier auftauchst."
"War auch eine sehr spontane Entscheidung gestern Abend." Sie zuckte die Schultern. "Ich hab da gar nicht so im Detail drüber nachgedacht, um ehrlich zu sein."
Moritz lachte. "Ich hoffe, du hast wenigstens dem Ernstl Bescheid gesagt. Nicht, dass der jetzt bei den Kollegen eine Abgängigkeitsanzeige gemacht hat."
"Hey, ich hab ganz offiziell um Urlaub ersucht! Gut, vielleicht an bissele kurzfristig. Aber hat ja trotzdem geklappt."
Er drückte einen Kuss auf ihre Knöchel, dann ließ er ihre Hände los, als ihre Tapas gebracht wurden.
"Weiß der Ernstl, dass du hier bist?" fragte Moritz, nachdem der Ober wieder weg war.
"Das hat er natürlich gleich geahnt, brauchte gar nix sagen." Sie schnaubte und schob sich ein Fleischbällchen in den Mund.
Einen Moment später zog sie unter Moritz' skeptischem Blick die Schale zu sich. "Ich wollt das auch probieren," protestierte er.
"Hui, na wenn ich's schon kaum aushalt, is des eh zu scharf für dich, da speist Feuer."
"Na gut." Stattdessen griff er nach der Schafskäsecreme.
"Wusstest du eigentlich," begann sie um ein zweites Fleischbällchen herum, "dass der Ernstl wieder an Freund hat?"
"Was, echt? Und warum erzählt der dir sowas und mir ned?"
"Naja, so richtig erzählt hat er's mir ja ned. Aber als ich gestern Abend mit ihm telefoniert hab, hat er gesagt 'wir sind im Theater'."
"Oohh, im Theater? Dann muss es was ernstes sein."
"Is das beim Ernstl ned immer was ernstes?"
Sie kicherten beide, denn sie kannten den ganz besonders tadelnden Blick, den ihr Freund ihnen zuwerfen würde, wenn er wüsste, dass sein Name für ihre Späße herhalten musste.
Moritz machte eine vage Geste mit seinem Garnelenspieß. "Is das ned eigentlich unfair, dass der ein aktiveres Liebesleben hat als wir?"
"Joa, schon." Sie grinste. "Aber du weißt ja, von nix kommt nix. Wenn wir auch ein Liebesleben haben wollen, müssen wir uns schon selbst drum kümmern."
"Mh." Moritz nickte. "Da könntest recht haben. Sollten wir uns echt mal drum kümmern."
Bei dem Gedanken schlug Bibis Herz schneller. Sie redeten nicht mehr nur davon, jeder sein eigenes Liebesleben zu haben, sondern sie beide ein gemeinsames – etwas, das Bibi lange Zeit für unmöglich gehalten hatte. Wie das aussehen sollte und wie sie zusammen funktionieren würden, konnte sie sich noch nicht so recht vorstellen. Was würde sich alles für sie ändern? Würde sich überhaupt viel ändern oder würden sie einfach weitermachen wie bisher, nur eben mit mehr… Nähe? Liebe?
So viele Jahre waren sie jetzt schon ein eingespieltes Team, wussten ganz genau, was sie voneinander - und miteinander - hatten, im Beruflichen ebenso wie im Privaten und nun war ihre Zukunft auf einmal ungewiss.
Moritz beobachtete sie genau und warf ihr ein Lächeln zu, bevor er sich eine Olive in den Mund schob. Bibi versteckte ein Lächeln hinter ihrem Orangensaftglas. Natürlich wusste Moritz, was sie sich für Gedanken machte und sie vermutete, dass ihm Ähnliches auch durch den Kopf ging.
Ihre Zukunft war ungewiss. Aber es war eine gemeinsame Zukunft, das wusste sie mit Sicherheit.
Challenge: Romantik/Intimität – Essen bei Kerzenschein (fürs Team)
Rating: gen
Fandom: Tatort Wien
Charaktere/Pairings: Moritz Eisner/Bibi Fellner
Notes: [Einmal Holland und zurück – Teil 4]
Teil 1, Teil 2, Teil 3
***
"Da schau, jetzt wird's richtig romantisch mit uns zweien," kommentierte sie mit Blick auf die Kerze, die der Ober gerade angezündet hatte. "Hätt'mer auch ned gedacht, dass uns das mal passiert, ge?"
"Du meinst, abgesehen davon, dass wir ständig für ein Paar gehalten werden, wenn wir zusammen weggehen?"
"Nah, des is schon was anderes. Jetzt ist es ja echt. Ich mein… Also, ich hoff's. Ned, dass ich deinen Brief völlig falsch interpretiert hab, weil das wär jetzt richtig blöd."
Kopfschüttelnd griff Moritz über den kleinen Tisch und nahm ihre Hände. "Den hast du schon richtig verstanden," lächelte er. "Ich hätt bloß nie damit gerechnet, das du auf einmal hier auftauchst."
"War auch eine sehr spontane Entscheidung gestern Abend." Sie zuckte die Schultern. "Ich hab da gar nicht so im Detail drüber nachgedacht, um ehrlich zu sein."
Moritz lachte. "Ich hoffe, du hast wenigstens dem Ernstl Bescheid gesagt. Nicht, dass der jetzt bei den Kollegen eine Abgängigkeitsanzeige gemacht hat."
"Hey, ich hab ganz offiziell um Urlaub ersucht! Gut, vielleicht an bissele kurzfristig. Aber hat ja trotzdem geklappt."
Er drückte einen Kuss auf ihre Knöchel, dann ließ er ihre Hände los, als ihre Tapas gebracht wurden.
"Weiß der Ernstl, dass du hier bist?" fragte Moritz, nachdem der Ober wieder weg war.
"Das hat er natürlich gleich geahnt, brauchte gar nix sagen." Sie schnaubte und schob sich ein Fleischbällchen in den Mund.
Einen Moment später zog sie unter Moritz' skeptischem Blick die Schale zu sich. "Ich wollt das auch probieren," protestierte er.
"Hui, na wenn ich's schon kaum aushalt, is des eh zu scharf für dich, da speist Feuer."
"Na gut." Stattdessen griff er nach der Schafskäsecreme.
"Wusstest du eigentlich," begann sie um ein zweites Fleischbällchen herum, "dass der Ernstl wieder an Freund hat?"
"Was, echt? Und warum erzählt der dir sowas und mir ned?"
"Naja, so richtig erzählt hat er's mir ja ned. Aber als ich gestern Abend mit ihm telefoniert hab, hat er gesagt 'wir sind im Theater'."
"Oohh, im Theater? Dann muss es was ernstes sein."
"Is das beim Ernstl ned immer was ernstes?"
Sie kicherten beide, denn sie kannten den ganz besonders tadelnden Blick, den ihr Freund ihnen zuwerfen würde, wenn er wüsste, dass sein Name für ihre Späße herhalten musste.
Moritz machte eine vage Geste mit seinem Garnelenspieß. "Is das ned eigentlich unfair, dass der ein aktiveres Liebesleben hat als wir?"
"Joa, schon." Sie grinste. "Aber du weißt ja, von nix kommt nix. Wenn wir auch ein Liebesleben haben wollen, müssen wir uns schon selbst drum kümmern."
"Mh." Moritz nickte. "Da könntest recht haben. Sollten wir uns echt mal drum kümmern."
Bei dem Gedanken schlug Bibis Herz schneller. Sie redeten nicht mehr nur davon, jeder sein eigenes Liebesleben zu haben, sondern sie beide ein gemeinsames – etwas, das Bibi lange Zeit für unmöglich gehalten hatte. Wie das aussehen sollte und wie sie zusammen funktionieren würden, konnte sie sich noch nicht so recht vorstellen. Was würde sich alles für sie ändern? Würde sich überhaupt viel ändern oder würden sie einfach weitermachen wie bisher, nur eben mit mehr… Nähe? Liebe?
So viele Jahre waren sie jetzt schon ein eingespieltes Team, wussten ganz genau, was sie voneinander - und miteinander - hatten, im Beruflichen ebenso wie im Privaten und nun war ihre Zukunft auf einmal ungewiss.
Moritz beobachtete sie genau und warf ihr ein Lächeln zu, bevor er sich eine Olive in den Mund schob. Bibi versteckte ein Lächeln hinter ihrem Orangensaftglas. Natürlich wusste Moritz, was sie sich für Gedanken machte und sie vermutete, dass ihm Ähnliches auch durch den Kopf ging.
Ihre Zukunft war ungewiss. Aber es war eine gemeinsame Zukunft, das wusste sie mit Sicherheit.
no subject
Date: 2024-08-03 11:46 am (UTC)"Is das beim Ernstl ned immer was ernstes?"
Genau mein Humor XD
Und awww. Einfach schön
no subject
Date: 2024-08-04 10:28 am (UTC)