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[personal profile] feuchen posting in [community profile] 120_minuten
Team: The Machine
Challenge: Reverse Challenges - Zuckerwatte (fürs Team)
Fandom: IDOLiSH7
Charaktere: Kujou Tenn, Yaotome Gaku, Tsunashi Ryuunosuke
Pairings: -/-
Kommentar: halben gestrigen Abend darüber nachdenken, WIE, um dann morgens nachm aufstehen (ich hasse es samstags soo früh wachzuwerden) mal eben was runterzuschreiben u.u




Eigentlich dachte Tenn, dass er dieses Erlebnis längst hinter sich gelassen hatte.

Bisher war ihr freier Tag auch gut verlaufen und es war schön, mal etwas mit Gaku und Ryuu zu unternehmen, ohne dabei an ihre Arbeit zu denken.

Tenn fühlte sich komisch, als er zu der Zuckerwatte sah, die Ryuu ihm hinhielt, während er das Gefühl hatte, als wenn er erneut viel zu laute Sirenen von Rettungsfahrzeugen hörte.

„Riku? ... Riku!“

Er schüttelte den Kopf und wollte diese Erinnerung verbannen. Riku ging es gut. Sie waren nicht mehr fünf, als ihre Eltern sie das erste Mal in einen Vergnügungspark mitgenommen hatten.

Sie waren inzwischen neunzehn, Riku und er waren jeweils in einer Idolgruppe. Tenn wusste doch, dass Riku sein Asthma inzwischen viel besser unter Kontrolle hatte.

„Tenn? Was ist los?“, fragte Ryuu nach, blickte an der Zuckerwatte vorbei, während seine Augen eindeutig besorgter waren.

Tenn wollte etwas sagen, allerdings kam kein Wort über seine Lippen, während er nur den Mund öffnete und wieder schloss.

Es fühlte sich an, als wenn er erneut zu Riku – dem fünfjährigen Riku – sah, wie er von den Sanitätern in den Krankenwagen bugsiert wurde.

Tenn fühlte sich wie erstarrt.

Riku hatte damals zusammen mit ihm ebenfalls Zuckerwatte gegessen. Es war das erste Mal für sie, weil sie vorher noch nicht wirklich irgendwohin konnten. Oder Riku durfte zumindest nicht und Tenn hatte sich dazu entschieden, es ebenfalls nicht zu tun.

„Du ... weinst?“, hörte er Gakus viel zu leise Stimme, kurz bevor er spürte, wie sein Freund ihn an der Wange berührte. Auch, wenn er gleichzeitig nicht wirklich realisierte, dass irgendwer bei ihm war. „Tenn, sag etwas.“

Er wollte ja, aber er wusste, dass ihm seine Stimme gerade immer noch versagte.

Er schluckte und lehnte sich einfach gegen Gaku, drückte sich an das Oberteil des anderen und fühlte kurz darauf, wie sein Freund ihn in eine Umarmung zog.

„Lasst uns dort drüben was hinsetzen“, sagte Ryuu schließlich nebenbei, „magst du irgendetwas anderes, Tenn?“

Tenn zuckte nur erneut zusammen, drückte sich mehr gegen Gaku, schüttelte ein wenig undeutlich den Kopf.

Er wollte Rikus Stimme hören. Er wollte hören, dass mit ihm alles in Ordnung war. Er wollte nicht länger diese Sirenen hören, die viel zu laut in seinem Kopf widerhallten.

Nur wieso konnte er all das nicht sagen?

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