[Reverse Challenges - Joker]
Sep. 29th, 2023 05:03 pmChallenge: Reverse Challenges - Joker (angst/Zusammenbruch -> fluff) (fürs Team)
Fandom: IDOLiSH7 (Vampir AU)
Charaktere: Nanase Tenn & Riku
Pairings: RikuTenn
Kommentar: ... ich weiß nicht, was es ist. Ich entwickele ja sowieso ständig neue Bunnys hier...
Vorsichtig bewegte Riku einen Finger über die Stirn seines Zwillingsbruders, strich Tenn eine Haarsträhne zur Seite, während er ein wenig bedrückter aussah.
Er wusste, dass es seine Schuld war.
Es hatte ihn mehr als geschockt, als er nur wenige Meter von Tenn entfernt hatte zusehen müssen, wie sein Zwillingsbruder zusammengebrochen war und es einzig seinen Kameraden auf der Bühne zu verdanken gewesen war, dass kaum jemand etwas bemerkt hatte.
Riku schluckte, zog seine Hand zurück und ging durch ihr Schlafzimmer und auf den Balkon, genoss ein wenig die abendliche Luft, die ihm entgegenkam.
Er musste damit aufhören. Er musste damit aufhören, von Tenn zu trinken, selbst wenn er wusste, dass sein Zwillingsbruder es ihm freiwillig anbot. Seit sie mit zehn herausgefunden hatten, dass Riku ein Vampir war und sie so verschieden waren.
Er würde damit aufhören und sich jemand anderen suchen, wenn er etwas brauchte.
Riku zuckte heftiger zusammen, als er spürte, dass er von hinten umarmt wurde und kurz darauf Tenns Kopf auf seiner Schulter spürte. Zusätzlich spürte er nur wenige Sekunden später Tenns Lippen an seinem Hals.
„Tenn-nii ...“, flüsterte Riku ein wenig mehr, während er sich einerseits von ihm entfernen wollte, aber auch gleichzeitig einfach nur genießen wollte. Das Gefühl, seinen Zwillingsbruder so direkt bei sich zu haben, gewann und er ließ es einfach zu, dass Tenn ihn so sehr festhielt.
„Warum bist du aufgestanden, Riku?“, fragte Tenn leise nach, während er so direkt an seinem Ohr war, dass es Riku einen leichten Schauer über den Körper jagte. Tenn hatte immer noch seinen Kopf auf seiner Schulter abgelegt. Vermutlich, weil sein Körper immer noch geschwächt war.
„Ich ... Tenn-nii“, fing Riku an, schluckte, während er nicht einmal wusste, was er wirklich sagen wollte.
„Es ist nicht deine Schuld, Riku“, sagte Tenn leise weiter, ohne sich zu bewegen.
Riku zuckte zusammen, spürte, wie sich eine Träne in einem seiner Augen sammelte, strich sich sogleich darüber und schluckte etwas mehr. „Tenn-nii, ich– ich werde aufhören–“,
„Riku“, unterbrach Tenn ihn, rutschte ein Stück zurück, griff nach Rikus Arm und drehte ihn etwas zu sich, so dass Riku in diese klaren, hellen Augen sehen konnte.
Es sorgte noch mehr dafür, dass Riku sich schlecht fühlte, weil er außerdem sah, wie blass Tenn aussah. Er musste wirklich damit aufhören. Er würde jemand anderen finden.
„Ich will nicht, dass Riku jemand anderes findet“, sagte Tenn schließlich, ohne, dass Riku irgendetwas von seinen Gedanken ausgesprochen hatte, „mir geht es gut. Ich– ich muss mich nur–“,
Riku spürte nur, wie Tenn ihm in die Arme fiel, die er rechtzeitig ausgestreckt hatte, um ihn festzuhalten. „Tenn-nii ... nein.“
„Riku“, flüsterte Tenn ihm weiter entgegen, sah langsam zu ihm auf, lächelte ihn ein wenig mehr an, „... versprich es mir.“
Riku blickte einen längeren Moment zu seinem Zwillingsbruder, bemerkte, wie sich diese rosafarbenen Augen wieder so direkt zu ihm aufrichteten. „Ich verspreche es dir, Tenn-nii“, sagte er schließlich, kurz bevor er seinen Zwillingsbruder auf seine Arme nahm und zurück zu ihrem Bett trug, „aber dann versprich du mir, dass du mir sagst, wenn es dir nicht gutgeht.“
Tenn lächelte ihn einfach nur ruhiger an, zog Riku mit einem Arm zu ihm auf das Bett, so dass er sich nur gerade so neben ihm abstützen konnte. „Versprochen, Riku“, sagte er dann, bevor er Riku eindeutiger küsste, „ich werde ... dir sagen, wenn es ... zu viel ist ...“
Riku lächelte ihn daraufhin ebenfalls an. „Ich verspreche dir, dass ich niemand anderen suche und das ich vorsichtiger bin.“ Außerdem war er sich sicher, dass er niemals ohne ihn sein konnte und wollte.