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[identity profile] erynwen.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: ZIGGY

Fandom: Polizeiruf

Pairing: Adam Raczek/Vincent Ross

Rating: Teen

Prompt: Interjektionen - Fuck

A/N: Teil 6 von 9



Fuck.
Fuck, fuck, fuck.
Das hat gerade noch gefehlt.
Mit letzter Hoffnung drückt Vincent auf den Knopf - aber nichts passiert, die Kaffeemaschine macht keinen Mucks.
Enttäuscht lässt Vincent die Schultern sacken, fährt sich mit einer Hand durch die Haare.
Gestern ging das blöde Ding doch noch, und Vincent kann sich nicht erinnern, irgendetwas anders gemacht zu haben, weder beim Ausschalten, noch beim Reinigen.

Trotzdem tut sich gar nichts mehr, nicht mal ein mildes Röcheln irgendwo, und Vincent rüttelt ein wenig grob an Kabeln und Knöpfen, bis er fluchend die Hand sinken lässt.
Mit einem Seufzen zückt er sein Handy, sucht nach der Nummer des Reparaturservice.
Was das nur wieder kostet?
Dabei ist das Ding gerade abbezahlt, und auch noch gar nicht so alt.
Typisch.
Mit einem weiteren Seufzen wählt Vincent die Nummer aus, sein Daumen schwebt schon über dem grünen Button auf seinem Display, da klopft es gegen die Glastür des Cafés.

Dass die Leute aber auch nicht lesen können, denkt Vincent genervt, immerhin hat er das Schild auf “Geschlossen” gedreht, hatte ja noch gar keine Gelegenheit, den Zustand zu ändern.
Mit einem Schnauben wandert er zur Tür - und erblickt Adams Gesicht, zusammengezogene Augenbrauen und besorgte Falten neben den Augen inklusive.

“Sorry,” sagt Adam kleinlaut, als Vincent die Tür öffnet, “ich dachte, ihr hättet schon geöffnet.”
“Haben wir normalerweise auch, aber leider,” antwortet Vincent schulterzuckend. “Wirst dir deinen Kaffee woanders holen müssen.”
“Was ist denn los,” fragt Adam, und eigentlich hat Vincent grade gar keine Nerven auf andere Leute, hat er wirklich andere Probleme.
Eigentlich, weil uneigentlich will er Adam auch nicht wegschicken, hat ihn viel zu gerne um sich - ein Umstand, über den er noch nicht weiter nachgedacht hat - und deswegen antwortet er auch nur, “Ach, die Kaffeemaschine ist kaputt.”
“Ach, Scheiße.”
“Ja, das kannst du laut sagen,” lacht Vincent bitter. “Weißt du, was das Scheißding gekostet hat? Und dann gibt es von heut auf morgen den Geist auf.”

Adams Hand wandert in seinen Nacken, und er nickt mitfühlend, ehe er fragt, “Kann ich mir das mal ansehen?”
Vincent zieht eine Augenbraue in die Höhe. “Kennst du dich mit Kaffeemaschinen aus?”
“Das nicht, aber ich schraube viel rum,” sagt Adam, und Vincent überlegt kurz.
Aber was soll schon passieren, selbst wenn Adam es schlimmer macht, dann kann Vincent immer noch den Reparaturservice rufen.
“Ach, warum nicht,” sagt er schulterzuckend, und tritt von der Tür weg.

Adam geht zielstrebig zum Tresen, und eventuell sieht ihm Vincent dabei auf den Hintern, ganz kurz nur, natürlich.
Und vielleicht sieht er auch leicht fasziniert auf Adams haarige Unterarme, als er sich die Hemdsärmel hochkrempelt.
Erhascht einen kurzen Blick auf etwas Buntes auf der Innenseite seines Arms, eine Tätowierung, deren Form Vincent auf Anhieb nicht erkennen kann.

“Haste auch Werkzeug da,” fragt Adam, und Vincent zuckt leicht zusammen.
“Ja, hier,” antwortet er, und greift nach dem Etui voller Schraubenzieher, das mit der Kaffeemaschine geliefert wurde.
“Danke,” murmelt Adam und vertieft sich in seine Arbeit.
Vincent unterdes versucht, sich irgendwie zu beschäftigen - er kann Adam ja schlecht die ganze Zeit auf die - wirklich schönen, langen - Finger starren, so sehr er es auch möchte.

Er wuselt also im Gastraum herum und gießt die Pflanzen - die eigentlich Karls Angelegenheit sind, weil sie Karls Idee waren, weil Vincent sowieso alles umbringt, was annähernd grün ist, so oft er auch versucht, sich und die Pflanzen vom Gegenteil zu überzeugen.

Als er damit fertig ist, füllt er Zucker in die Streuer, flufft Kissen auf, er wischt sogar nochmal über die Tische, obwohl er das gestern nach dem Schließen auch schon gemacht hat.
Irgendwann geht ihm vorne die Beschäftigung aus, also schleicht er sich wieder hinter den Tresen, macht sich an der Kuchentheke zu schaffen.

Er hängt gerade mit dem halben Oberkörper in der Vitrine, da hört er Adam fragen, “Hast du grad mal ein Handtuch?”
“Ja klar,” antwortet Vincent, und stößt sich beinahe den Kopf am Glas, vor lauter Enthusiasmus, Adam das gewünschte Objekt zu beschaffen.
Er hat sich gerade so schadlos aufgerichtet, dreht sich schwungvoll um - und steht plötzlich sehr nah vor Adam.
Aus dieser Entfernung sieht er kleine, goldene Punkte in Adams Augen, kleine Sommersprossen auf seiner Nase, und er blinzelt einmal langsam.

“Sorry,” murmelt Adam. “Bisschen eng hier.”
“Ja,” sagt Vincent lahm. Dann räuspert er sich. “Kann ich mal,” beginnt er, und macht eine Handbewegung an Adam vorbei.
Adam macht einen umständlichen Schritt halb nach hinten, halb zur Seite, und Vincent quetscht sich an ihm vorbei zu einer der Schubladen.
“Hier,” sagt er und hält ein kariertes Küchentuch hoch.
“Danke.”
Damit geht Adam wieder zur Kaffeemaschine, und Vincent könnte schwören, seine Ohren sind ganz rot, als er wieder dahinter verschwindet.

Leicht belämmert steht Vincent jetzt doch einfach nur da, hört Adam mehr rumoren und fluchen, als das er sehen könnte, was er da eigentlich macht.
Dann richtet sich Adam auf, steckt die Kaffeemaschine wieder an den Strom und drückt auf einen Knopf.
Vincent hört ein Gurgeln, ein Zischen, ein Brummen.
Ein Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus, und er denkt gar nicht lange nach, fällt Adam einfach nur erleichtert um den Hals.
“Oh, ich könnte dich küssen.”
Er fühlt Adams leises Lachen an seiner Brust, hört ihn leise sagen, “Ein Kaffee aufs Haus tut es auch.”

“Oh, aber natürlich,” sagt Vincent und löst sich von Adam. “Ab jetzt jeden.”
“Nee komm, so besonders war das jetzt auch nicht.”
“Du hast mir gerade ein Heidengeld eingespart. Das ist das Mindeste.”
“Gut, wenn du meinst.” Verlegen wandern Adams Schultern nach oben. “Aber nur den Kaffee, den Kuchen bezahl ich noch.”
“Deal.”

Grinsend schnappt sich Vincent eine Tasse, stellt sie auf die Kaffeemaschine und drückt enthusiastisch einen Knopf.
Die Maschine antwortet mit einem Brummen, und Vincent sieht lächelnd zu Adam hoch.
"Woher kannst du das eigentlich,” fragt er mit einem Fingerzeig auf die Kaffeemaschine.
“Ich fahr Motorrad, und ich dachte, Schraube ist Schraube," antwortet Adam mit einem Schulterzucken.
“Nur, dass man mit der Kaffeemaschine nicht durch die Stadt fahren kann.”
“Und mein Motorrad macht keinen Kaffee.”
“Zum Glück, sonst kämst du ja gar nicht mehr vorbei.”

Adam läuft wieder rot an, und Vincent findet das immer noch viel zu niedlich, kann sich gerade davon abhalten, Adam in die Wange zu kneifen.
Stattdessen sieht er Adam dabei zu, wie er seine Tasse leert, und ihm kommt eine Idee.
Ganz kurz nur überlegt er, ob er das wirklich machen will, aber er hat ja nichts zu verlieren.
“Was mache ich denn, wenn das Ding gleich wieder den Geist aufgibt?"
“Dann rufst du mich an,” sagt Adam, und streckt seine Hand aus.
Mit einem Grinsen reicht Vincent Adam sein Telefon, auf die Antwort hat er gehofft.

Er beugt sich verschwörerisch nach vorne, lehnt mit dem Ellenbogen auf dem Tresen.
“Und was ist, wenn ich einfach so anrufen will? Wenn nichts ist?”
Adam, der gerade seine Nummer eintippt, sieht verdutzt auf, dann grinst auch er.
“Dann machst du das.”

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