Fluff - kleines Löffelchen
Sep. 25th, 2023 08:29 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: Fluff – kleines Löffelchen (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven
Charaktere: Lee, andere
Wörter: 555
Kommentar: zero fucks were given
Desorientiert wachte Lee in einer dunklen Umgebung auf. Er blinzelte schläfrig in den nächstlichen Raum, ohne ihn sofort wiedererkennen zu können. Sein Rücken war warm und ein Arm war um ihn gelegt. Die Konstellation versetzte ihn sofort in eine andere Zeit, an einen anderen Ort. Als er noch auf Morian hörte und sein Bruder sich manchmal nachts gegen seinen Rücken kuschelte, wenn er wieder zu spät nachhause kam und er Angst hatte ihn zu wecken. Murray griff durch den Halbschlaf nach ihm, als würde er verhindern wollen, dass er wieder gehen würde. Damals, als er Murray noch beschützen musste, als Murray noch schwach war. Damals, als Morians Herz nur für einen Menschen schlagen konnte.
Er war Lee, versuchte er sich aus der nostalgischen Melasse zu ziehen. Er hatte neue Ziele. Er beschützte Murray, aber auch so viele andere Menschen, in welcher Form auch ihr Bewusstsein lebte. Er hatte jetzt mehr als nur seinen kleinen Bruder.
Sachte verzogen sich die alten Erinnerungen und wurden durch jüngere ersetzt, die ihn in die Gegenwart hineingleiten ließen.
Lee drehte leicht den Kopf und sah zur Decke, lauschte in den Raum hinein, ließ seine Sensoren leicht hochfahren, ohne zu sehr den Schlaf abschütteln zu müssen. Es drohte keine Gefahr, solange sein Rücken warm war.
Es war noch immer der Raum, in dem er eingeschlafen war: ein Quartier, dass seinen Kameraden und ihm innerhalb einer kleinen Enklave bereitgestellt wurde als Rückzugsort. Nah an seinem Ohr hörte er tiefe, gleichmäßige Atemzüge. Weiter in den Raum hinein hörte er weitere Lebewesen, wusste, dass in Richtung seiner Füße Lucia und Liv lagen und schliefen. Hinter ihm, wo er sich nicht einfach umdrehen konnte, lag ein Stück entfernt sein Kommadant und Nanami. Trotzdem drehte er weiter den Kopf und damit auch den Oberkörper, als müsste Lee sichergehen, dass sein Kommadant wirklich da war, auch wenn er ens Mind-Link spürte.
Mit der unwillkommenen Bewegung brummte Changyu im Schlaf. Als müsse er eine neue Kuhle zwischen Lees Nacken und Schulterblättern finden, schob er träge sein Gesicht etwas herum. Lee drehte sich mit einem Augenrollen wieder richtig auf die Seite mit dem Gesicht zur Wand, was den gewünschten Effekt hatte, dass Changyu aufhörte eine neue Schlafposition zu finden. Ohne Wach zu werden seufzte er zufrieden, schob den Arm ein Stück höher und verschwand wieder Richtung Tiefschlaf.
Kurz fragte sich Lee, warum er das überhaupt tolerierte. Schließlich ließ es alte Erinnerungen hochkommen, die er lieber in ihrer kleinen Ecke behielt, wo er reguliert darauf zugriff. Zudem waren sie definitiv so nicht eingeschlafen – auch nicht in einer anderweitig suggestiven Position. Sein mürrischer Stolz schmolz leise dahin, als er sich hingegen daran erinnerte, wie wortlos über seine Wange gestrichen wurde, nachdem er sich im dunklen zu einem weichen Lächeln hat hinreißen lassen, nachdem auch deren Flüstern abzueben begann, nachdem das leise Gemurmel des Zimmers langsam erstarb, nachdem Nanami demonstrativ schnarchte, nachdem Lucia alle zum Schlafen sanft getadelt hatte, nachdem es noch zu lange Diskussionen im Dunkeln gab, nachdem endlich, endlich der endlos scheinende Tag zuende gehen konnte. Nachdem etwas kleines in ihm offen dankbar dafür sein konnte, dass ihm Gelegenheiten geboten wurden, weil er nicht wusste, wie er mit Changyu umgehen sollte.
Lee starrte die Wand an, lauschte dem nahen und fernen Atmen, ließ die Wärme im Rücken in sich hineinsickern und ließ los, um wieder in einen traumlosen Schlaf abzudriften.
Challenge: Fluff – kleines Löffelchen (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven
Charaktere: Lee, andere
Wörter: 555
Kommentar: zero fucks were given
Desorientiert wachte Lee in einer dunklen Umgebung auf. Er blinzelte schläfrig in den nächstlichen Raum, ohne ihn sofort wiedererkennen zu können. Sein Rücken war warm und ein Arm war um ihn gelegt. Die Konstellation versetzte ihn sofort in eine andere Zeit, an einen anderen Ort. Als er noch auf Morian hörte und sein Bruder sich manchmal nachts gegen seinen Rücken kuschelte, wenn er wieder zu spät nachhause kam und er Angst hatte ihn zu wecken. Murray griff durch den Halbschlaf nach ihm, als würde er verhindern wollen, dass er wieder gehen würde. Damals, als er Murray noch beschützen musste, als Murray noch schwach war. Damals, als Morians Herz nur für einen Menschen schlagen konnte.
Er war Lee, versuchte er sich aus der nostalgischen Melasse zu ziehen. Er hatte neue Ziele. Er beschützte Murray, aber auch so viele andere Menschen, in welcher Form auch ihr Bewusstsein lebte. Er hatte jetzt mehr als nur seinen kleinen Bruder.
Sachte verzogen sich die alten Erinnerungen und wurden durch jüngere ersetzt, die ihn in die Gegenwart hineingleiten ließen.
Lee drehte leicht den Kopf und sah zur Decke, lauschte in den Raum hinein, ließ seine Sensoren leicht hochfahren, ohne zu sehr den Schlaf abschütteln zu müssen. Es drohte keine Gefahr, solange sein Rücken warm war.
Es war noch immer der Raum, in dem er eingeschlafen war: ein Quartier, dass seinen Kameraden und ihm innerhalb einer kleinen Enklave bereitgestellt wurde als Rückzugsort. Nah an seinem Ohr hörte er tiefe, gleichmäßige Atemzüge. Weiter in den Raum hinein hörte er weitere Lebewesen, wusste, dass in Richtung seiner Füße Lucia und Liv lagen und schliefen. Hinter ihm, wo er sich nicht einfach umdrehen konnte, lag ein Stück entfernt sein Kommadant und Nanami. Trotzdem drehte er weiter den Kopf und damit auch den Oberkörper, als müsste Lee sichergehen, dass sein Kommadant wirklich da war, auch wenn er ens Mind-Link spürte.
Mit der unwillkommenen Bewegung brummte Changyu im Schlaf. Als müsse er eine neue Kuhle zwischen Lees Nacken und Schulterblättern finden, schob er träge sein Gesicht etwas herum. Lee drehte sich mit einem Augenrollen wieder richtig auf die Seite mit dem Gesicht zur Wand, was den gewünschten Effekt hatte, dass Changyu aufhörte eine neue Schlafposition zu finden. Ohne Wach zu werden seufzte er zufrieden, schob den Arm ein Stück höher und verschwand wieder Richtung Tiefschlaf.
Kurz fragte sich Lee, warum er das überhaupt tolerierte. Schließlich ließ es alte Erinnerungen hochkommen, die er lieber in ihrer kleinen Ecke behielt, wo er reguliert darauf zugriff. Zudem waren sie definitiv so nicht eingeschlafen – auch nicht in einer anderweitig suggestiven Position. Sein mürrischer Stolz schmolz leise dahin, als er sich hingegen daran erinnerte, wie wortlos über seine Wange gestrichen wurde, nachdem er sich im dunklen zu einem weichen Lächeln hat hinreißen lassen, nachdem auch deren Flüstern abzueben begann, nachdem das leise Gemurmel des Zimmers langsam erstarb, nachdem Nanami demonstrativ schnarchte, nachdem Lucia alle zum Schlafen sanft getadelt hatte, nachdem es noch zu lange Diskussionen im Dunkeln gab, nachdem endlich, endlich der endlos scheinende Tag zuende gehen konnte. Nachdem etwas kleines in ihm offen dankbar dafür sein konnte, dass ihm Gelegenheiten geboten wurden, weil er nicht wusste, wie er mit Changyu umgehen sollte.
Lee starrte die Wand an, lauschte dem nahen und fernen Atmen, ließ die Wärme im Rücken in sich hineinsickern und ließ los, um wieder in einen traumlosen Schlaf abzudriften.