ext_268021: (Default)
[identity profile] erynwen.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: ZIGGY

Fandom: Polizeiruf

Pairing: Adam Raczek/Vincent Ross

Rating: Teen

Prompt: Interjektionen - Doch

A/N: Teil 3 von 9



Mit einem Blinzeln legt Adam den Kopf schief, liest den Satz auf seinem Monitor noch einmal.
Aber nichts zu machen, er ergibt immer noch keinen Sinn, und Adam lehnt sich schnaubend zurück, fährt sich mit einer Hand durchs Gesicht.
Ihm gegenüber gähnt Wiktor leise hinter vorgehaltener Hand.
“Kaffee,” fragt Adam.
“Musst du neuen kochen, der ist grade aus.”

Mit Abneigung und leichtem Ekel denkt Adam an die reviereigene Kaffeemaschine, dieses Überbleibsel aus den Tagen des Kommunismus, das nicht kaputt gehen will, und einfach nur scheußlichen Kaffee ausspuckt.
“Ich meinte eigentlich vernünftigen Kaffee.”
“Wenn ich nicht wüsste, wie es gemeint ist, wäre ich jetzt beleidigt,” antwortet Wiktor, der meistens den Kaffee kocht, den alle nur aus Verzweiflung trinken.

Adam winkt auch nur ab. “Ausserdem können wir doch echt mal ne Pause vertragen, findste nicht?”
Wiktor nickt langsam, verschränkt die Arme vor der Brust. “Was schwebt dir vor?”
Adam hält sich gar nicht lange mit einer Antwort auf, macht nur eine Kopfbewegung zur Tür und eilt schon mal zum Auto, ohne nachzusehen, ob Wiktor ihm folgt.

“Der Kaffee hier muss aber wirklich gut sein, wenn wir dafür durch die halbe Stadt fahren müssen.”
Adam ignoriert Wiktors Bemerkung, ist schon halb aus dem Auto raus, als Wiktor sich noch mit leicht skeptischen Lächeln abschnallt.
“Glaubste, ich fahr hier aus Spaß hin, oder was,” fragt er ungehalten, kassiert dafür aber nur ein kleines Lächeln.
Mit einem Kopfschütteln schließt Adam den Wagen ab, geht die drei Schritte zur Tür und hält sie für Wiktor auf.

Er wirft einen suchenden Blick ins Café, bis er einen dunklen Lockenschopf erblickt, dieses Mal ohne Dutt, und er fühlt ein kleines Lächeln in seinen Mundwinkeln.
Dann bemerkt er Wiktors Blick, dieses wissende Funkeln in seinen Augen, und verdreht nur kopfschüttelnd die Augen, lotst Wiktor lieber an einen Tisch.

“Ach, hallo,” hört er Vincent kurz darauf sagen, “schön, dich zu sehen, Adam.”
Wiktors Augen funkeln nur heller, als Adam sich zu Vincent dreht. “Können wir zwei Kaffee haben?”
“Aber gerne doch. Was darf es denn sein für deinen Freund?”
“Habt ihr auch ganz einfachen Filterkaffee,” fragt Wiktor, und Adam verdreht die Augen. Wiktors Geschmack bei Kaffee ist wirklich alles andere als ausgefallen.
“Klar,” sagt Vincent allerdings ohne zu Zögern, “wir haben alles, was das Herz begehrt. Und du kriegst wieder einen Espresso, nehme ich an?”

Vincents Augen liegen aufmerksam auf Adam, glitzern amüsiert, und Adam vergisst beinahe, wie das mit dem Antworten funktioniert.
“Ja,” krächzt er hervor, räuspert sich einmal. “Ja, bitte.”
“Alles klar,” sagt Vincent mit einem Lächeln, und rauscht wieder ab.

“Du hättest auch direkt sagen können, dass wir deswegen herkommen,” sagt Wiktor leise.
“Was? Quatsch. Mit dem hat das nichts zu tun.”
“Doch. Doch, hat es.”
Adam will gerade etwas erwidern, will Wiktor schon widersprechen - auch wenn er richtig liegt, das kann Adam ja nicht zugeben, soweit kommt es noch - da steht Vincent schon wieder neben ihnen.

“Das ging aber dieses Mal schnell,” bemerkt Adam trocken.
“Ist frisch aus der Mikrowelle,” ist Vincents prompte Antwort, und Wiktor lacht grunzend durch die Nase.
“Dafür hätten wir auch auf dem Revier bleiben können,” sagt er mit einem Lachen in der Stimme.
“Revier? Seid ihr von der Polizei,” fragt Vincent neugierig.
“Jap. Kripo.”
Vincent nickt nur, und Adam kann nicht erkennen, ob ihm diese Information nun was ausmacht, oder nicht.
Und warum kümmert es Adam, was Vincent über seinen Job denkt, immerhin kennen sie sich ja nicht mal.

“Darf es denn noch was sein für die Herren Kommissare,” fragt Vincent dann, und legt seine Hand beiläufig auf Adams Stuhllehne.
Adam ist sich der Nähe von Vincents Hand so bewusst, dass er sich kaum zu atmen traut, kann spüren, dass die Fingerknöchel beinahe seinen Rücken streifen, nur Millimeter dazu fehlen.
Er kann nicht sagen, ob er das schlimm findet oder nicht, ob er will, dass Vincent ihn berührt, es bringt ihn nur aus dem Konzept, und er muss einmal schwer schlucken.
Er räuspert sich wieder, und Wiktor grinst ihn nur breit und wissend an.

“Ne, alles gut,” bringt Adam irgendwie hervor, und atmet nur erleichtert aus, als Vincent die Hand von der Stuhllehne nimmt und wieder verschwindet.
“Jaja,” sagt Wiktor leise.
Adam spürt Wärme in seine Wangen steigen. “Ach, halt doch die Klappe.”
“Ich sag doch gar nichts,” erwidert Wiktor, lehnt sich zurück und nimmt einen Schluck von seinem Kaffee.
Seine Augenbraue wandert überrascht nach oben.
“Okay, der ist wirklich gut.”
“Sag ich doch,” antwortet Adam triumphierend.

“Aber ob der gut genug ist, dafür so weit zu fahren,” sagt Wiktor nach einem weiteren Schluck Kaffee und schielt auf seine Armbanduhr. “Das ist schon ne lange Pause.”
“Wir arbeiten ja auch lange,” verteidigt sich Adam, und Wiktor nickt langsam.
“Stimmt leider.” Wiktor seufzt leise auf, dann sieht er sich suchend um.
“Haben die hier auch Kuchen?”
Adam grinst und lehnt sich zufrieden zurück.

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios