Sci-Fi - von Aliens entführt
Sep. 23rd, 2023 11:00 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: Sci-Fi – von Aliens entführt (für mich)
Fandom: Original – Die Weihnachtskiller
Wörter: ~500
„Du kannst deine Mutter darauf verwetten, dass ich dich von der Dachterrasse trete, wenn Montag morgen bis 9 Uhr nicht dieser verdammte Bericht vorliegt! Hast du mich verstanden, Merten?“, ranzte Corinna in ihr Smartphone und ließ den Knopf für die Sprachnachricht los. Ihr Nüstern blähten sich und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen als müsste sich viel eher einen neuen Termin für eine Botox-Session einlegen als sie wollte.
Das Ladesymbol drehte und drehte sich.
Zum dritten Mal innerhalb von zehn Minuten musste sich Corinna zusammenreißen, nicht das Gerät auf den Asphalt zu donnern, in das Nichts der Walachei zu werfen oder es wie ein Messer, bereit zum Abstechen, gegen den nächsten Baumstamm zu schlagen. Sie blickte zurück zu ihrem liegengebliebenen Auto. Wieder nach vorne gedreht, gönnte sie sich das, was sie seit drei Stunden wollte, seit dieses verkackte Event alle ihre Pläne für die nächste Gehaltserhöhung, für ein nötiges One Night Stand und für ihre Projektbilanz des letzten Jahres ruiniert hat. Sie schrie sich die Seele aus dem Leib – oder was als Seele herzuhalten hatte. Danach füllte sich ihre Lunge hungrig mit Sauerstoff und etwas entspannter starrte sie einfach zum Himmel auf.
Die Sterne blinkten ihr gleichgültig und hübsch entgegen und einzelne Sternschnuppen zischten hinweg. Die Welt verhöhnte sie, davon war Corinna überzeugt. Besonders verhöhnte sie die miserable Netzinfrakstruktur dieses Landes.
Mit einem Seufzen drehte sie sich auf der Ferse um und stakste auf ihren zu hohen Absätzen zurück zum Auto. Erneut zückte sie das Handy, wählte den Chat mit Jasmin aus und murrte: „Finde heraus, wenn man bestechen und wem man Mord drohen muss, damit es flächendeckend Empfang in Brandenburg gibt.“
Wieder drehte und drehte sich das Ladesymbol. Selbst ein G wäre einen Orgasmus hier wert und ließ sich nicht finden. Verzweifelt fuchtelte sie mit dem Gerät in alle Richtungen, in der Hoffnung, dass irgendwo sich eine verirrte Frequenz aus der Luft herausschnappen ließ.
Plötzlich erschien ein Licht von hinten. Mit einem sofortigen Adrenalinschub drehte sich Corinna um und starrte in die sich nähernden Scheinwerfer. Ungewöhnlicherweise kamen sie nicht direkt waagerecht auf sie zu, sondern mehr von oben und näherten sich in einem sanften Bogen ihr. Aufgeregt ruderte sie mit den Armen. „Endlich!“
Das Gefährt surrte an sie heran und blieb einige Schritte von ihr am Boden stehen. Es erinnerte sie wage an einen Helikopter, nur noch runder. Mit einem Zischen öffnete sich eine Doppeltür. Eilig trat sie heran und achtete gar nicht auf die Person, die in einer Ecke saß und zu ihr hinübersah.
„Fucking finally! Ich habe vor über einer Stunde einen Uber bestellt!“, blaffte Corinna, doch ihr Ton war deutlich von der Erleichterung weicher gefärbt. Eilig stieg sie ein und setzte sich da hin, was ihr wie ein Sitz erschien. „Es ist höchste Zeit, dass es Flugtaxis gibt! Die wurden uns schon viel zu lange versprochen.“ In ihre Nische eingekuschelt, surrten sich Gurte um sie und die Türen schlossen sich wieder. „Nu mach hinne und bring mich hier weg!“
Challenge: Sci-Fi – von Aliens entführt (für mich)
Fandom: Original – Die Weihnachtskiller
Wörter: ~500
„Du kannst deine Mutter darauf verwetten, dass ich dich von der Dachterrasse trete, wenn Montag morgen bis 9 Uhr nicht dieser verdammte Bericht vorliegt! Hast du mich verstanden, Merten?“, ranzte Corinna in ihr Smartphone und ließ den Knopf für die Sprachnachricht los. Ihr Nüstern blähten sich und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen als müsste sich viel eher einen neuen Termin für eine Botox-Session einlegen als sie wollte.
Das Ladesymbol drehte und drehte sich.
Zum dritten Mal innerhalb von zehn Minuten musste sich Corinna zusammenreißen, nicht das Gerät auf den Asphalt zu donnern, in das Nichts der Walachei zu werfen oder es wie ein Messer, bereit zum Abstechen, gegen den nächsten Baumstamm zu schlagen. Sie blickte zurück zu ihrem liegengebliebenen Auto. Wieder nach vorne gedreht, gönnte sie sich das, was sie seit drei Stunden wollte, seit dieses verkackte Event alle ihre Pläne für die nächste Gehaltserhöhung, für ein nötiges One Night Stand und für ihre Projektbilanz des letzten Jahres ruiniert hat. Sie schrie sich die Seele aus dem Leib – oder was als Seele herzuhalten hatte. Danach füllte sich ihre Lunge hungrig mit Sauerstoff und etwas entspannter starrte sie einfach zum Himmel auf.
Die Sterne blinkten ihr gleichgültig und hübsch entgegen und einzelne Sternschnuppen zischten hinweg. Die Welt verhöhnte sie, davon war Corinna überzeugt. Besonders verhöhnte sie die miserable Netzinfrakstruktur dieses Landes.
Mit einem Seufzen drehte sie sich auf der Ferse um und stakste auf ihren zu hohen Absätzen zurück zum Auto. Erneut zückte sie das Handy, wählte den Chat mit Jasmin aus und murrte: „Finde heraus, wenn man bestechen und wem man Mord drohen muss, damit es flächendeckend Empfang in Brandenburg gibt.“
Wieder drehte und drehte sich das Ladesymbol. Selbst ein G wäre einen Orgasmus hier wert und ließ sich nicht finden. Verzweifelt fuchtelte sie mit dem Gerät in alle Richtungen, in der Hoffnung, dass irgendwo sich eine verirrte Frequenz aus der Luft herausschnappen ließ.
Plötzlich erschien ein Licht von hinten. Mit einem sofortigen Adrenalinschub drehte sich Corinna um und starrte in die sich nähernden Scheinwerfer. Ungewöhnlicherweise kamen sie nicht direkt waagerecht auf sie zu, sondern mehr von oben und näherten sich in einem sanften Bogen ihr. Aufgeregt ruderte sie mit den Armen. „Endlich!“
Das Gefährt surrte an sie heran und blieb einige Schritte von ihr am Boden stehen. Es erinnerte sie wage an einen Helikopter, nur noch runder. Mit einem Zischen öffnete sich eine Doppeltür. Eilig trat sie heran und achtete gar nicht auf die Person, die in einer Ecke saß und zu ihr hinübersah.
„Fucking finally! Ich habe vor über einer Stunde einen Uber bestellt!“, blaffte Corinna, doch ihr Ton war deutlich von der Erleichterung weicher gefärbt. Eilig stieg sie ein und setzte sich da hin, was ihr wie ein Sitz erschien. „Es ist höchste Zeit, dass es Flugtaxis gibt! Die wurden uns schon viel zu lange versprochen.“ In ihre Nische eingekuschelt, surrten sich Gurte um sie und die Türen schlossen sich wieder. „Nu mach hinne und bring mich hier weg!“