Fluff - Pink mit Glitzer
Sep. 23rd, 2023 11:49 amTeam: D.A.V.E.
Challenge: Fluff – Pink mit Glitzer (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven
Charaktere: Liv, Ayla
Wörter: ~1160
Kommentar: Vll etwas sad für so fluff.
Es hatte einige Zyklen gedauert und viel guten Zuspruch von Lucia gebraucht ehe sich Liv dazu überwunden hatte das Studio von Ayla aufzusuchen. Zaghaft drückte sie auf den Signalknopf neben der Tür und der darauf folgende Ton wirkte so harsch, dass sie fast wieder umdrehen und gehen wollte. Als es dann auch noch fast eine Minute dauerte, ehe die Tür sich öffnete, war Livs Entschlossenheit fast gänzlich geschmolzen. Ihre Schüchternheit war dabei sie zu übermannen bei dem Anblick des größeren und fast schon aus sich heraus strahlenden Konstrukts, das sie an der Tür begrüßte.
„Hallo, hallo! Gray Raven, richtig?“, zwitscherte Ayla und mit bot ihr freundlichstes Lächeln.
Statt einer verbalen Antwort nickte Liv nur und war sich sicher, dass sie fürchterlich rot anlief und fragte sich, warum so ein Feature in Konstrukten nötig war. Natürlich wusste sie es, aber in solchen Situationen wünschte sie sich doch, dass sie nicht wie ein offenes Buch herumlief.
„So schön, dass du da bist! Wie war dein Name nochmal? Komm doch rein, komm doch rein!“, führte Ayla fort, ganz unbeirrt von der kleineren, schüchternen Gestalt.
„Stör ich nicht?“, fragte Liv schließlich und bekam ein fröhliches Lachen als Antwort.
„Aber nein! Schon gar nicht, wenn es doch so unerwarteter und netter Besuch ist. Glücklicherweise war ich in keinem Kreativtunnel, das hätte vielleicht etwas schade gewesen, aber mach dir da keine Sorgen. Neue Leute, neue Eindrücke! Und dann noch von so einer lieblichen Gestalt, die so entschlossen und furchtlos mit den Kameraden kämpfte! Es war sehr beeindruckend euer Team auf der ISS zu erleben.“
Liv fühlte sich wie eine laufende Fackel als sie in das Studio hineintrat und konnte sich das glückliche Lächeln nicht verkneifen. „Ach, das- also- Mein Team ist fantastisch, sie sind so stark und mutig-“
„Du gehörst auch dazu!“, warf ihr Ayla über die Schulter zu und führte sie zu einer Sitzecke.
„Ah…. Ja. Das stimmt.“
Ganz eingenommen von den Gefühlen und dem Gespräch hatte sich Liv kaum ungesehen ehe sie zu einem Sofa gelotst wurde und sich wie eingeladen hinsetzte. Ayla glitt in einen nahe stehenden Sessel und war Liv ganz zugewand. „Entschuldige, ich habe den Namen nicht mitgekriegt.“
Liv japste kurz. „Entschuldige! Liv- ich heiße Liv.“
„Wie wunderbar, dass du mich besuchst, Liv. Was kann ich für dich tun?“
Mit einem tiefen Atemzug versuchte sich Liv zu entspannen und spürte ihre Schultern langsam senken. „Ich wollte mich persönlich für deine- für eure Hilfe- auf der ISS bedanken. Ohne dich und deine Freundin Selena hätten wir es nie geschafft.“
Ein kleiner Teil des Esprits verblasste in Ayla und Liv fühlte sich sofort schlecht. „Keine Ursache. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel und sollten einander helfen. Es war so schön wieder Kontakt zu Selena zu haben und ich weiß, dass sie sich freute, euch behilflich zu sein.“
Liv zögerte ehe sie fragte: „Wie geht es Selena?“
Ayla seufzte. „Ich konnte sie leider nicht zurückholen und es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, in welchem Zustand sie war, als sie entführt wurde. Aber ich weiß, dass sie lebt“, ergänzte Ayla mit mehr Feuer und einem neuen Lächeln. „Und ich weiß, dass sie kämpft, am Leben zu bleiben. Ich werde alles tun, um sie zu retten!“
„Ich helfe dir, wo ich nur kann!“, beteuerte Liv ganz ergriffen.
Aylas Lachen war wie ein fröhliches Glockenspiel. „Danke, Liv! Das ist so wunderbar von dir. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen werden.“
Entschlossen nickte Liv den Kopf und ließ es zu einer kurzen Pause kommen. Ihr Blick schweifte an Ayla vorbei und fiel auf einige Bilder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Für einen Moment vergaß sie, was sie noch sagen wollte, ganz von der Neugierde auf die Kunst gepackt.
Ayla bemerkte ihren Blick, folgte ihm und konnte erraten, was Liv so eingenommen hat. Zurück an sie gewendet fragte sie: „Willst du dir die Bilder ansehen?“
Liv fühlte sich wie ertappt und fragte verstohlen: „Darf ich wirklich?“
Energisch stand Ayla auf und ging in den Arbeitsbereich. „Natürlich! Und bitte halte dich nicht zurück mit deinen Eindrücken und Gedanken, wenn du welche hast! Es ist für einen Künstler so wertvoll zu wissen, was der Betrachter empfindet und wahrnimmt.“
Mit einem dankbaren Lächeln stand Liv auf und folgte ihr mit einer ehrfurchtsvollen Haltung. Mit der Erlaubnis der Künstlerin erlaubte sich Liv ganz in den Eindrücken zu baden, die ihr von den Leinwänden entgegen kamen, egal wie halb leer oder diffus sie schienen. Andächtig wanderte sie von einem zum anderen, sagte hier und da einzelne Dinge. Ayla hielt sich zurück und ließ Liv ganz abtauchen.
„Es ist so viel düsterer geworden und die Farben sind so anders“, sagte Liv schließlich ohne zu Ayla zu schauen und weiter zwischen den Bildern zu wandern. „Ich erinnere mich noch an die anderen Werke. Die neue Schaffensphase ist so viel mehr-“ Liv suchte einen Moment nach dem richtigen Wort. „Mehr das, was sich auf der Erde finden lässt. In seiner Vielfältigkeit – faszinierend und verwirrend und schön, aber auch so viel trauriges, diffuses.“ Zögerlich schaute Liv doch noch zur Künstlerin, die sie mit großen, vor Glück glitzernden Augen ansah. Ihre Augenbrauen schossen nach oben und Liv konnte die Reaktion von Glückseligkeit in der anderen nicht verstehen.
„Vielen Dank!“, sagte Ayla ganz ergriffen.
„Bitte“, antwortete Liv, nur eine Nuance davon entfernt es wie eine Frage klingen zu lassen.
„Ich habe noch so viel zu lernen – so viel noch zu erleben, zu sehen, zu erfahren, zu wissen! Aber genau das versuche ich einzufangen – diese Realität!“, erklärte die Künstlerin ganz enthusiastisch. Sie trat zu Liv und den Bildern heran. „Durch Selena habe ich gelernt, in welch einer kleinen, weltfremden Realität ich lebte! Es hat nichts mit dem da draußen zu tun. Erst langsam lerne ich es kennen, was du und deine Team-Kameraden schon viel länger zu sehen kriegt, wofür ihr kämpft, unter welchen Umständen und zu welchem Preis. Alles davor war mehr Pink mit Glitzer als die Wahrheit!“ Am Ende ihrer feurigen Ansprache beobachtete Ayla, wie Livs Blick unfokussierter wurde und ihr Gesicht an Ausdruck verlor. Besorgt fragte sie: „Hab ich etwas Falsches gesagt?“
Aufgeschreckt aus dem nach innen gerichteten Blick blinzelte Liv und schüttelte den Kopf. „Nein, nein! Ich dachte nur...“
„Ja?“, versuchte Ayla sie nach einem Moment des Schweigens zu locken.
Ohne sich zu trauen aufzuschauen druckste Liv: „Ich mochte die anderen Bilder immer sehr gern. Die Neuen sind auch toll! Aber bei den anderen-“ Schüchtern sah sie auf als würde sie eine Strafe befürchten. „Bei dem ‚Pink mit Glitzer‘ konnte ich mich weit wegträumen in Momente ohne Krieg und Virus. Eines war so besonders schön. Es sah aus wie ein weißes Kleid als Wolke in einem Meer von Blumen. Es war so wunderschön“, hauchte sie ergriffen den letzten Satz.
Sprachlos starrte Ayla Liv an und fühlte all das Aufwallen in der anderen, spürte zum ersten Mal, welchen Sinn auch ihre Kunst ab der Realität für andere hatte – andere, die nicht in der sicheren Blase lebten.
Selber ergriffen versuchte Ayla alles an Gefühlen in dieses eine Wort zu stecken: „Danke.“
Challenge: Fluff – Pink mit Glitzer (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven
Charaktere: Liv, Ayla
Wörter: ~1160
Kommentar: Vll etwas sad für so fluff.
Es hatte einige Zyklen gedauert und viel guten Zuspruch von Lucia gebraucht ehe sich Liv dazu überwunden hatte das Studio von Ayla aufzusuchen. Zaghaft drückte sie auf den Signalknopf neben der Tür und der darauf folgende Ton wirkte so harsch, dass sie fast wieder umdrehen und gehen wollte. Als es dann auch noch fast eine Minute dauerte, ehe die Tür sich öffnete, war Livs Entschlossenheit fast gänzlich geschmolzen. Ihre Schüchternheit war dabei sie zu übermannen bei dem Anblick des größeren und fast schon aus sich heraus strahlenden Konstrukts, das sie an der Tür begrüßte.
„Hallo, hallo! Gray Raven, richtig?“, zwitscherte Ayla und mit bot ihr freundlichstes Lächeln.
Statt einer verbalen Antwort nickte Liv nur und war sich sicher, dass sie fürchterlich rot anlief und fragte sich, warum so ein Feature in Konstrukten nötig war. Natürlich wusste sie es, aber in solchen Situationen wünschte sie sich doch, dass sie nicht wie ein offenes Buch herumlief.
„So schön, dass du da bist! Wie war dein Name nochmal? Komm doch rein, komm doch rein!“, führte Ayla fort, ganz unbeirrt von der kleineren, schüchternen Gestalt.
„Stör ich nicht?“, fragte Liv schließlich und bekam ein fröhliches Lachen als Antwort.
„Aber nein! Schon gar nicht, wenn es doch so unerwarteter und netter Besuch ist. Glücklicherweise war ich in keinem Kreativtunnel, das hätte vielleicht etwas schade gewesen, aber mach dir da keine Sorgen. Neue Leute, neue Eindrücke! Und dann noch von so einer lieblichen Gestalt, die so entschlossen und furchtlos mit den Kameraden kämpfte! Es war sehr beeindruckend euer Team auf der ISS zu erleben.“
Liv fühlte sich wie eine laufende Fackel als sie in das Studio hineintrat und konnte sich das glückliche Lächeln nicht verkneifen. „Ach, das- also- Mein Team ist fantastisch, sie sind so stark und mutig-“
„Du gehörst auch dazu!“, warf ihr Ayla über die Schulter zu und führte sie zu einer Sitzecke.
„Ah…. Ja. Das stimmt.“
Ganz eingenommen von den Gefühlen und dem Gespräch hatte sich Liv kaum ungesehen ehe sie zu einem Sofa gelotst wurde und sich wie eingeladen hinsetzte. Ayla glitt in einen nahe stehenden Sessel und war Liv ganz zugewand. „Entschuldige, ich habe den Namen nicht mitgekriegt.“
Liv japste kurz. „Entschuldige! Liv- ich heiße Liv.“
„Wie wunderbar, dass du mich besuchst, Liv. Was kann ich für dich tun?“
Mit einem tiefen Atemzug versuchte sich Liv zu entspannen und spürte ihre Schultern langsam senken. „Ich wollte mich persönlich für deine- für eure Hilfe- auf der ISS bedanken. Ohne dich und deine Freundin Selena hätten wir es nie geschafft.“
Ein kleiner Teil des Esprits verblasste in Ayla und Liv fühlte sich sofort schlecht. „Keine Ursache. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel und sollten einander helfen. Es war so schön wieder Kontakt zu Selena zu haben und ich weiß, dass sie sich freute, euch behilflich zu sein.“
Liv zögerte ehe sie fragte: „Wie geht es Selena?“
Ayla seufzte. „Ich konnte sie leider nicht zurückholen und es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, in welchem Zustand sie war, als sie entführt wurde. Aber ich weiß, dass sie lebt“, ergänzte Ayla mit mehr Feuer und einem neuen Lächeln. „Und ich weiß, dass sie kämpft, am Leben zu bleiben. Ich werde alles tun, um sie zu retten!“
„Ich helfe dir, wo ich nur kann!“, beteuerte Liv ganz ergriffen.
Aylas Lachen war wie ein fröhliches Glockenspiel. „Danke, Liv! Das ist so wunderbar von dir. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen werden.“
Entschlossen nickte Liv den Kopf und ließ es zu einer kurzen Pause kommen. Ihr Blick schweifte an Ayla vorbei und fiel auf einige Bilder in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Für einen Moment vergaß sie, was sie noch sagen wollte, ganz von der Neugierde auf die Kunst gepackt.
Ayla bemerkte ihren Blick, folgte ihm und konnte erraten, was Liv so eingenommen hat. Zurück an sie gewendet fragte sie: „Willst du dir die Bilder ansehen?“
Liv fühlte sich wie ertappt und fragte verstohlen: „Darf ich wirklich?“
Energisch stand Ayla auf und ging in den Arbeitsbereich. „Natürlich! Und bitte halte dich nicht zurück mit deinen Eindrücken und Gedanken, wenn du welche hast! Es ist für einen Künstler so wertvoll zu wissen, was der Betrachter empfindet und wahrnimmt.“
Mit einem dankbaren Lächeln stand Liv auf und folgte ihr mit einer ehrfurchtsvollen Haltung. Mit der Erlaubnis der Künstlerin erlaubte sich Liv ganz in den Eindrücken zu baden, die ihr von den Leinwänden entgegen kamen, egal wie halb leer oder diffus sie schienen. Andächtig wanderte sie von einem zum anderen, sagte hier und da einzelne Dinge. Ayla hielt sich zurück und ließ Liv ganz abtauchen.
„Es ist so viel düsterer geworden und die Farben sind so anders“, sagte Liv schließlich ohne zu Ayla zu schauen und weiter zwischen den Bildern zu wandern. „Ich erinnere mich noch an die anderen Werke. Die neue Schaffensphase ist so viel mehr-“ Liv suchte einen Moment nach dem richtigen Wort. „Mehr das, was sich auf der Erde finden lässt. In seiner Vielfältigkeit – faszinierend und verwirrend und schön, aber auch so viel trauriges, diffuses.“ Zögerlich schaute Liv doch noch zur Künstlerin, die sie mit großen, vor Glück glitzernden Augen ansah. Ihre Augenbrauen schossen nach oben und Liv konnte die Reaktion von Glückseligkeit in der anderen nicht verstehen.
„Vielen Dank!“, sagte Ayla ganz ergriffen.
„Bitte“, antwortete Liv, nur eine Nuance davon entfernt es wie eine Frage klingen zu lassen.
„Ich habe noch so viel zu lernen – so viel noch zu erleben, zu sehen, zu erfahren, zu wissen! Aber genau das versuche ich einzufangen – diese Realität!“, erklärte die Künstlerin ganz enthusiastisch. Sie trat zu Liv und den Bildern heran. „Durch Selena habe ich gelernt, in welch einer kleinen, weltfremden Realität ich lebte! Es hat nichts mit dem da draußen zu tun. Erst langsam lerne ich es kennen, was du und deine Team-Kameraden schon viel länger zu sehen kriegt, wofür ihr kämpft, unter welchen Umständen und zu welchem Preis. Alles davor war mehr Pink mit Glitzer als die Wahrheit!“ Am Ende ihrer feurigen Ansprache beobachtete Ayla, wie Livs Blick unfokussierter wurde und ihr Gesicht an Ausdruck verlor. Besorgt fragte sie: „Hab ich etwas Falsches gesagt?“
Aufgeschreckt aus dem nach innen gerichteten Blick blinzelte Liv und schüttelte den Kopf. „Nein, nein! Ich dachte nur...“
„Ja?“, versuchte Ayla sie nach einem Moment des Schweigens zu locken.
Ohne sich zu trauen aufzuschauen druckste Liv: „Ich mochte die anderen Bilder immer sehr gern. Die Neuen sind auch toll! Aber bei den anderen-“ Schüchtern sah sie auf als würde sie eine Strafe befürchten. „Bei dem ‚Pink mit Glitzer‘ konnte ich mich weit wegträumen in Momente ohne Krieg und Virus. Eines war so besonders schön. Es sah aus wie ein weißes Kleid als Wolke in einem Meer von Blumen. Es war so wunderschön“, hauchte sie ergriffen den letzten Satz.
Sprachlos starrte Ayla Liv an und fühlte all das Aufwallen in der anderen, spürte zum ersten Mal, welchen Sinn auch ihre Kunst ab der Realität für andere hatte – andere, die nicht in der sicheren Blase lebten.
Selber ergriffen versuchte Ayla alles an Gefühlen in dieses eine Wort zu stecken: „Danke.“