AU - Krankenhaus
Sep. 21st, 2023 06:47 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: AU - Krankenhaus (für mich)
Fandom: Akte X
Wörter: ~1400
Anmerkung: Krankenhaus im weitesten Sinne...
Es dauerte einige Zeit, ehe Alex anfangen konnte einzuordnen, wo er war - oder sein konnte. Dass er auf einer harten Pritsche lag, wie in einer Gefängniszelle, dass das Zimmer, in dem er sich befand, ohne Fenster war und nur eine Deckenlampe, kaltes Licht in Leuchtstoffröhren, verhüllt hinter transparenten, strukturierten Plastikgehäusen. Während sein Gleichgewichtssinn sich noch einpendeln musste und sein Kopf sich wie mit Watte vollgestopft anfühlte, bemerkte er, wie gelegentlich das Deckenlicht flackerte. Das Kratzen hinter seinen Augenlidern begann langsam abzuebben, nachdem sie vom Starren ins eklig grelle Licht etwas zu tränen begannen. Bevor er versuchte sich zu erheben versuchte er seine Zehen und Finger zu bewegen, verschiedene Muskelgruppen anzuspannen, und in sich hineinzufühlen. Abgesehen von den abklingenden Effekten des Betäubungsmittels schien er ganz der Alte zu sein. Langsam setzte Alex sich auf und studierte den kargen Raum genauer. In der Mitte stand ein einfacher Tisch, dem Anschein nach Metall, am Boden befestigt, mit zwei gegenüber stehenden Stühlen, ebenfalls Metall, am Boden befestigt. In den Raum führte eine Tür, die massive wirkte, mit einem vergitterten Fenster, das blind wirkte. Vermutlich mit einer Klappe von außen. Für den perfekten Zellenflair gab es auch ein einseitiges Spiegelfenster, das erstaunlich hoch lag. Alex schätzte, dass er nicht ohne weiteres an die Unterkante reichen konnte. Zwei Kameras in gegenüber liegenden Deckenecken und ein leise brummender Lautsprecher, der in die Decke eingelassen war, rundeten das Equipment ab. Dankenswerterweise gab es auch eine Kloschüssel und ein einfaches Wasserbacken, aber das vermittelte Alex nur das Gefühl, dass er hier länger sein würde als es ihm lieb war.
Als er aufstand und die Zelle genauer inspizierte versuchte er sich daran zu erinnern, wie er hier landen konnte. Er hatte sich mit dem Kettenraucher getroffen und einen Auftrag bekommen. Ausgestattet mit einer neuen Waffe sollte er sich um einen unzuverlässigen Informaten kümmern, der zu einer Last des Syndikats werden konnte. Er war sich sicher bereits im Auto gewesen zu sein. War er am Zielort angekommen? War direkt dort hingefahren oder hatte er einige Tage verstreichen lassen? Bereits da begannen die Erinnerungen wage zu werden. Seiner Kleidung nach zu urteilen war er bereits auf dem Weg zum Ziel gewesen. Nur ob Alex da jemals angekommen war, konnte er nicht bestimmen. Vielleicht hatten die Rebellen ihn abgefangen und hielten ihn jetzt fest? Oder doch die Affen vom FBI? Nein, deren Zellentrakte sahen anders aus.
Einige Zeit nach seinem Erwachen und genug Zeit sich alle möglichen Szenarien im Kopf durchgehen zu lassen wie auch angestrengt die letzten Stunden vor seiner Bewusstlosigkeit zu rekonstruieren, ging unerwartet die schwere Tür auf. Alex beobachtete aufmerksam wie ein junger Mann im Anzug herein trat. Dunkle Haare, schlacksige Figur, nichtssagendes Gesicht - der klassische Beamtenzombie. Alex war sich sicher bereits schon auf bestem Wege hier raus zu sein, wenn er dem Kerl nur die Märchen erzählte, die er hören wollte.
Der Fremde trat an den Tisch heran, während hinter im die Tür verschlossen wurde, legte eine Mappe auf den Tisch und begrüßte ihn mit nüchterner Miene: „Guten Tag, Mr. Krycek.“
Alex sah den Fremden mit stoischem Gesicht an und rührte sich nicht vom Fleck. Es war kein gutes Zeichen, dass Die - wer auch immer sie hier waren -, ihn korrekt identifiziert hatten. Es mussten also Feinde des Syndikats sein.
„Setzen Sie sich doch bitte“, lud der Mann mit einer Geste an den Tisch ein und setzte sich selbst auf einen der Stühle. „Mein Name ist Jeffrey Spender. Ich hoffe, die Nebenwirkungen sind mild ausgefallen. Zumindest mussten Sie nicht erbrechen. Verträgt Ihr Magen bereits etwas? Haben Sie Hunger?“ Während er sprach klappte der Mann seine Mappe auf, zog einen Kugelschreiber aus dem Jackett, klickte ihn an und blickte zu Alex auf als er seine Hände flach auf den Tisch legte.
Alex beobachtete ihn einen Moment, sah sich demonstrativ um und fragte wieder an den Fremden - Jeremy Spender war‘s, oder? - gerichtet: „Wo sind wir hier?“
„Das kann ich Ihnen im Moment nicht sagen, aber seien Sie unbesorgt: Sie sind hier in Sicherheit“, antwortete Mr. Spender mit einem kurzen gezwungenen Zucken der Mundwinkel, um ein Lächeln anzudeuten.
Für solche Versicherungen hatte Alex nur ein amüsiertes, ungläubiges Schnauben übrig und setzte sich schließlich mit an den Tisch. Er ließ sich förmlich in den Stuhl fallen und nahm eine möglichst lässige Haltung ein. Die konnten ihn mit nichts einschüchtern. Sie konnten höchstens besser zahlen. „Aber klar doch, Mr. Spender. Ich fühle mich hier sooo sicher.“ Mit einem süffisanten Lächeln legte er den Kopf leicht zur Seite. „Hören wir doch auf mit den Spielchen. Sie wissen wer ich bin, also wäre es doch nur fair etwas zu diesem Ort zu sagen.“
„Es tut mir Leid, aber-“
„Sparen Sie sich die Spucke“, unterbrach Alex ihn harsch und beobachtete genau die kleinen Emotionen, die sich auf dem Gesicht des Fremden wiederspiegelten. Ein Anflug von Überraschung, Ungeduld, ein kurzer innerer Konflikt. Er atmete sichtlich durch, ehe er erneut ansetzte.
„Wie ich bereits erwähnte, kann ich das Ihnen leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.“
„Dann kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen“, antwortete Alex mit Schulterzucken.
„Wieso vermuten Sie, dass Sie uns helfen können? Vielleicht wollen wir Ihnen helfen?“, konterte der Fremde und musste sich sichtlich ein Lächeln verkneifen.
Diese Frage brachte Alex für einen Moment aus dem Konzept und er nahm sich den Moment ehe er sprach: „Wie wollen Sie mir helfen?“
Der Fremde faltete seine Hände auf dem Tisch. „Wie klingt es, wenn wir Ihnen beim Ausstieg helfen könnten.“
Alex zog die Augenbrauen zusammen und musterte den Mann skeptisch. „Ich weiß nicht, was Sie meinen.“
„Ich spreche von Ihrem Arbeitgeber.“
„Ich weiß nicht, was Sie meinen“, wiederholte Alex stur.
„Das Syndikat.“
„Das kann alles mögliche sein. Ich weiß nicht, was Sie meinen.“ Es ratterte angestrengt in Alex‘ Hinterkopf.
Ohne den Blick von ihm abzuwenden begann der Fremde praktisch zu rezetieren: „Alexei Iwanovitsh Krycek. Geboren am 8. April 1962 in Nowgorod, UdSSR. Eltern Iwan Elijavitsh Krycek und Olga Alexejewitsh Krycek née Dorpod. Eingewandert in die USA am 23. August 1968, ausgewachsen in Portland. Trotz einiger Auffälligkeiten mit Bestnoten die High-School-Abgeschlossen und sich bei der FBI-Akademie beworben für eine Ausbildung zum Agent.“ Spender machte eine kurze Pause, lächelte arrogant und fragte: „Soll ich fortfahren?“
Alex starrte ihn an und spürte, wie es ihm abwechselnd heiß und kalt den Rücken herunterlief. Es bedurfte all seiner Anstrengung nichts von all dem, das in ihm aufgewühlt wurde, nach außen sickern zu lassen. Schließlich sagte er mit einer betont festen Stimme: „Ich weiß nicht, was Sie meinen.“
Das Gesicht des Fremden entspannte sich wieder in einen mehr neutralen Ausdruck und Alex glaubte seine Schultern zucken zu sehen. Den Blick endlich von ihm abwendend löste er seine Hände, schloss seine Mappe und stand auf. Er trat an die Tür heran und bevor er klopfte, schaute er nochmal auf Alex zurück. „Ich lass Ihnen das Club Sandwich kommen. Vielleicht sind Sie danach geneigter mit mir sich zu unterhalten, Mr. Krycek.“
Alex‘ aufsteigender verbaler Protest wurde von der aufschwingenden Stahltür im Keim erstickt, die sich schnell hinter dem Fremden wieder verschloss. Aufgebracht stand er auf, sah wütend hoch zu dem Spiegelfenster, zu den beiden Kameras und verzog sich schließlich schweigend und grimmig zurück auf die Pritsche.
Sobald sich die Tür hinter ihm Schloss dankte Jeffrey dem Aufseher mit einem knappen Nicken und nahm seinen weißen Kittel vom Haken neben der Tür. Während er den Kittel über das Jackett zog ging er die kleine Wendeltreppe neben der Zelle hinauf. Oben angekommen begegnete er seiner Kollegin Dr. Dana Scully, die an einem Tisch mit Monitoren und einem Blick hinab in die Zelle saß und etwas notierte. Sie sah von ihrem Dokument auf und hob eine Augenbraue.
Jeffrey zuckte mit den Schultern und verschränkte seine Arme vor der Brust, die Mappe unterklemmend. Lange hielt er ihrem Blick nicht stand und sah hinab in die Zelle. „Ich kann mich immer noch nur schwer daran gewöhnen die Patienten zunächst in ihrer Wahnvorstellung zu belassen.“
„Dafür hast du dich ganz gut geschlagen.“
„Er hat erst Mal was zum Nachdenken.“
„Vielleicht kriegen wir noch ein paar Informationen aus ihm raus, ehe wir uns gänzlich seiner Therapie widmen können. Ich kann dir den Bad Cop machen, wenn es dir hilft“, bot sie mit einem halben Lächeln voller Süffisanz an.
Jeffrey warf ihr nur einen kurzen ablehnenden Blick zu, ehe er sich seinem neuen Patienten zuwand. „Danke, aber das kriege ich auch so hin, Scully. Kümmer du dich lieber um deinen Spinner Mulder.“
Sie antwortete mit einem resignierten Seufzen.
Challenge: AU - Krankenhaus (für mich)
Fandom: Akte X
Wörter: ~1400
Anmerkung: Krankenhaus im weitesten Sinne...
Es dauerte einige Zeit, ehe Alex anfangen konnte einzuordnen, wo er war - oder sein konnte. Dass er auf einer harten Pritsche lag, wie in einer Gefängniszelle, dass das Zimmer, in dem er sich befand, ohne Fenster war und nur eine Deckenlampe, kaltes Licht in Leuchtstoffröhren, verhüllt hinter transparenten, strukturierten Plastikgehäusen. Während sein Gleichgewichtssinn sich noch einpendeln musste und sein Kopf sich wie mit Watte vollgestopft anfühlte, bemerkte er, wie gelegentlich das Deckenlicht flackerte. Das Kratzen hinter seinen Augenlidern begann langsam abzuebben, nachdem sie vom Starren ins eklig grelle Licht etwas zu tränen begannen. Bevor er versuchte sich zu erheben versuchte er seine Zehen und Finger zu bewegen, verschiedene Muskelgruppen anzuspannen, und in sich hineinzufühlen. Abgesehen von den abklingenden Effekten des Betäubungsmittels schien er ganz der Alte zu sein. Langsam setzte Alex sich auf und studierte den kargen Raum genauer. In der Mitte stand ein einfacher Tisch, dem Anschein nach Metall, am Boden befestigt, mit zwei gegenüber stehenden Stühlen, ebenfalls Metall, am Boden befestigt. In den Raum führte eine Tür, die massive wirkte, mit einem vergitterten Fenster, das blind wirkte. Vermutlich mit einer Klappe von außen. Für den perfekten Zellenflair gab es auch ein einseitiges Spiegelfenster, das erstaunlich hoch lag. Alex schätzte, dass er nicht ohne weiteres an die Unterkante reichen konnte. Zwei Kameras in gegenüber liegenden Deckenecken und ein leise brummender Lautsprecher, der in die Decke eingelassen war, rundeten das Equipment ab. Dankenswerterweise gab es auch eine Kloschüssel und ein einfaches Wasserbacken, aber das vermittelte Alex nur das Gefühl, dass er hier länger sein würde als es ihm lieb war.
Als er aufstand und die Zelle genauer inspizierte versuchte er sich daran zu erinnern, wie er hier landen konnte. Er hatte sich mit dem Kettenraucher getroffen und einen Auftrag bekommen. Ausgestattet mit einer neuen Waffe sollte er sich um einen unzuverlässigen Informaten kümmern, der zu einer Last des Syndikats werden konnte. Er war sich sicher bereits im Auto gewesen zu sein. War er am Zielort angekommen? War direkt dort hingefahren oder hatte er einige Tage verstreichen lassen? Bereits da begannen die Erinnerungen wage zu werden. Seiner Kleidung nach zu urteilen war er bereits auf dem Weg zum Ziel gewesen. Nur ob Alex da jemals angekommen war, konnte er nicht bestimmen. Vielleicht hatten die Rebellen ihn abgefangen und hielten ihn jetzt fest? Oder doch die Affen vom FBI? Nein, deren Zellentrakte sahen anders aus.
Einige Zeit nach seinem Erwachen und genug Zeit sich alle möglichen Szenarien im Kopf durchgehen zu lassen wie auch angestrengt die letzten Stunden vor seiner Bewusstlosigkeit zu rekonstruieren, ging unerwartet die schwere Tür auf. Alex beobachtete aufmerksam wie ein junger Mann im Anzug herein trat. Dunkle Haare, schlacksige Figur, nichtssagendes Gesicht - der klassische Beamtenzombie. Alex war sich sicher bereits schon auf bestem Wege hier raus zu sein, wenn er dem Kerl nur die Märchen erzählte, die er hören wollte.
Der Fremde trat an den Tisch heran, während hinter im die Tür verschlossen wurde, legte eine Mappe auf den Tisch und begrüßte ihn mit nüchterner Miene: „Guten Tag, Mr. Krycek.“
Alex sah den Fremden mit stoischem Gesicht an und rührte sich nicht vom Fleck. Es war kein gutes Zeichen, dass Die - wer auch immer sie hier waren -, ihn korrekt identifiziert hatten. Es mussten also Feinde des Syndikats sein.
„Setzen Sie sich doch bitte“, lud der Mann mit einer Geste an den Tisch ein und setzte sich selbst auf einen der Stühle. „Mein Name ist Jeffrey Spender. Ich hoffe, die Nebenwirkungen sind mild ausgefallen. Zumindest mussten Sie nicht erbrechen. Verträgt Ihr Magen bereits etwas? Haben Sie Hunger?“ Während er sprach klappte der Mann seine Mappe auf, zog einen Kugelschreiber aus dem Jackett, klickte ihn an und blickte zu Alex auf als er seine Hände flach auf den Tisch legte.
Alex beobachtete ihn einen Moment, sah sich demonstrativ um und fragte wieder an den Fremden - Jeremy Spender war‘s, oder? - gerichtet: „Wo sind wir hier?“
„Das kann ich Ihnen im Moment nicht sagen, aber seien Sie unbesorgt: Sie sind hier in Sicherheit“, antwortete Mr. Spender mit einem kurzen gezwungenen Zucken der Mundwinkel, um ein Lächeln anzudeuten.
Für solche Versicherungen hatte Alex nur ein amüsiertes, ungläubiges Schnauben übrig und setzte sich schließlich mit an den Tisch. Er ließ sich förmlich in den Stuhl fallen und nahm eine möglichst lässige Haltung ein. Die konnten ihn mit nichts einschüchtern. Sie konnten höchstens besser zahlen. „Aber klar doch, Mr. Spender. Ich fühle mich hier sooo sicher.“ Mit einem süffisanten Lächeln legte er den Kopf leicht zur Seite. „Hören wir doch auf mit den Spielchen. Sie wissen wer ich bin, also wäre es doch nur fair etwas zu diesem Ort zu sagen.“
„Es tut mir Leid, aber-“
„Sparen Sie sich die Spucke“, unterbrach Alex ihn harsch und beobachtete genau die kleinen Emotionen, die sich auf dem Gesicht des Fremden wiederspiegelten. Ein Anflug von Überraschung, Ungeduld, ein kurzer innerer Konflikt. Er atmete sichtlich durch, ehe er erneut ansetzte.
„Wie ich bereits erwähnte, kann ich das Ihnen leider zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.“
„Dann kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen“, antwortete Alex mit Schulterzucken.
„Wieso vermuten Sie, dass Sie uns helfen können? Vielleicht wollen wir Ihnen helfen?“, konterte der Fremde und musste sich sichtlich ein Lächeln verkneifen.
Diese Frage brachte Alex für einen Moment aus dem Konzept und er nahm sich den Moment ehe er sprach: „Wie wollen Sie mir helfen?“
Der Fremde faltete seine Hände auf dem Tisch. „Wie klingt es, wenn wir Ihnen beim Ausstieg helfen könnten.“
Alex zog die Augenbrauen zusammen und musterte den Mann skeptisch. „Ich weiß nicht, was Sie meinen.“
„Ich spreche von Ihrem Arbeitgeber.“
„Ich weiß nicht, was Sie meinen“, wiederholte Alex stur.
„Das Syndikat.“
„Das kann alles mögliche sein. Ich weiß nicht, was Sie meinen.“ Es ratterte angestrengt in Alex‘ Hinterkopf.
Ohne den Blick von ihm abzuwenden begann der Fremde praktisch zu rezetieren: „Alexei Iwanovitsh Krycek. Geboren am 8. April 1962 in Nowgorod, UdSSR. Eltern Iwan Elijavitsh Krycek und Olga Alexejewitsh Krycek née Dorpod. Eingewandert in die USA am 23. August 1968, ausgewachsen in Portland. Trotz einiger Auffälligkeiten mit Bestnoten die High-School-Abgeschlossen und sich bei der FBI-Akademie beworben für eine Ausbildung zum Agent.“ Spender machte eine kurze Pause, lächelte arrogant und fragte: „Soll ich fortfahren?“
Alex starrte ihn an und spürte, wie es ihm abwechselnd heiß und kalt den Rücken herunterlief. Es bedurfte all seiner Anstrengung nichts von all dem, das in ihm aufgewühlt wurde, nach außen sickern zu lassen. Schließlich sagte er mit einer betont festen Stimme: „Ich weiß nicht, was Sie meinen.“
Das Gesicht des Fremden entspannte sich wieder in einen mehr neutralen Ausdruck und Alex glaubte seine Schultern zucken zu sehen. Den Blick endlich von ihm abwendend löste er seine Hände, schloss seine Mappe und stand auf. Er trat an die Tür heran und bevor er klopfte, schaute er nochmal auf Alex zurück. „Ich lass Ihnen das Club Sandwich kommen. Vielleicht sind Sie danach geneigter mit mir sich zu unterhalten, Mr. Krycek.“
Alex‘ aufsteigender verbaler Protest wurde von der aufschwingenden Stahltür im Keim erstickt, die sich schnell hinter dem Fremden wieder verschloss. Aufgebracht stand er auf, sah wütend hoch zu dem Spiegelfenster, zu den beiden Kameras und verzog sich schließlich schweigend und grimmig zurück auf die Pritsche.
Sobald sich die Tür hinter ihm Schloss dankte Jeffrey dem Aufseher mit einem knappen Nicken und nahm seinen weißen Kittel vom Haken neben der Tür. Während er den Kittel über das Jackett zog ging er die kleine Wendeltreppe neben der Zelle hinauf. Oben angekommen begegnete er seiner Kollegin Dr. Dana Scully, die an einem Tisch mit Monitoren und einem Blick hinab in die Zelle saß und etwas notierte. Sie sah von ihrem Dokument auf und hob eine Augenbraue.
Jeffrey zuckte mit den Schultern und verschränkte seine Arme vor der Brust, die Mappe unterklemmend. Lange hielt er ihrem Blick nicht stand und sah hinab in die Zelle. „Ich kann mich immer noch nur schwer daran gewöhnen die Patienten zunächst in ihrer Wahnvorstellung zu belassen.“
„Dafür hast du dich ganz gut geschlagen.“
„Er hat erst Mal was zum Nachdenken.“
„Vielleicht kriegen wir noch ein paar Informationen aus ihm raus, ehe wir uns gänzlich seiner Therapie widmen können. Ich kann dir den Bad Cop machen, wenn es dir hilft“, bot sie mit einem halben Lächeln voller Süffisanz an.
Jeffrey warf ihr nur einen kurzen ablehnenden Blick zu, ehe er sich seinem neuen Patienten zuwand. „Danke, aber das kriege ich auch so hin, Scully. Kümmer du dich lieber um deinen Spinner Mulder.“
Sie antwortete mit einem resignierten Seufzen.