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Team: The Machine
Challenge: Romantik/Intimität— Laue Sommernacht
Fandom: Detective Anna (Ich brauche einen neuen Tag)
Charaktere: Anna Viktorovna, Yakov Plantonović
Notes: Was ein Spaß. Deutsche Fanfiction zu einer Serie, die ich auf Russisch, mit englischen Untertiteln schaue. Siezen sich die beiden? Ihrzen sie sich? Knjaz? Fürst? Idk. (Und Zatonsk ist, wenn mich mein Google-Fu nicht täuscht zwar fiktional, aber wahrscheinlich nicht so weit von SPB weg, dass es da keine weißen Nächte mehr gibt, aber *~*künstlerische Freiheit*~*).


Anyway: Die laue Sommernacht, die wirklich die Stimmung ruiniert. Aber WELTHERRSCHAFT



Zatonsk lag nicht so weit nördlich wie St. Petersburg. Die Nächte hier waren nicht weiß. Es dämmerte schon, aber die Gestalt, die ihm entgegenkam, erkannte er trotzdem schon von weitem.


„Anna Viktorovna,“ er schenkte ihr zur Begrüßung ein Lächeln.


„Yakov Plantonović,“ sagte sie knapp.


„Sie waren beim Fürsten?“


„Ich war bei Alice“, verbesserte sie ihn kalt. Sie fragte nicht, warum er dorthin unterwegs war.


„Der Fürst hat mich um ein Gespräch gebeten.“


Sie nickte. Ein Schatten huschte über ihr Gesicht. Sie glaubte ihm nicht. Und es war ihr nicht egal. Ein Windstoß zerzauste ihr Haar, und sie zog ihre Stola enger um sich.


„Ist Ihnen kalt?“ Er machte einen Schritt auf sie zu, aber Anna schüttelte den Kopf. „So kalt ist es noch nicht. Und ich bin schließlich, keine dieser Romanheldinnen, die von einem Windhauch monatelang krank wird.“ Der Anflug eines Lächelns zeigte sich auf ihrem Gesicht.


„Das weiß ich, Anna Viktorovna. Das weiß ich.“ Ihr Lächeln wurde breiter. „Und das ist es, was ich an Ihnen schätze.“


„Manchmal denke ich, dass das nicht so ist, Yakov Plantonović. Dass Sie es lieber hätten, wenn ich anders wäre.“


„Nein. Niemals.“ Sie errötete leicht. Diesmal glaubte sie ihm wohl. Und es war die Wahrheit. Ihm wäre es nur lieber, wenn es hier keine Nina gäbe und keinen Fürst Razumovskij, die beide nur wieder und wieder alte Geschichten aufwärmten. Und wenn Anna nicht aus einer Familie käme, für die eine Verbindung mit ihm undenkbar wäre. Und weil beides unmögliche Wünsche waren, würde er sich auch mit einer etwas kälteren Nacht zufriedengeben. Eine, in der auch Anna frösteln würde. Dann könnte er ihr seinen Mantel für den Heimweg anbieten. Sie würde vielleicht noch ein wenig mehr erröten, wenn er ihn ihr um die Schultern legte, und morgen, wenn er ihn wieder abholte, hätte er einen guten Grund sie noch einmal zu sehen. Aber nicht einmal das war ihm in dieser warmen Nacht vergönnt.


„Ich muss jetzt gehen. Sonst macht sich meine Mutter Sorgen.“ Sie wandte sich zum Gehen. „Auf Wiedersehen. Yakov.“


„Auch Wiedersehen Anna.“

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