AU - Western
Sep. 17th, 2023 08:27 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: AU – Western (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven (Western-AU)
Charaktere: Bianca, Watanabe, Liv
Wörter: ~550
Kommentar: Danke, Ennio Morricone!
Der Himmel erstreckte sich endlos in seiner wässrigen Bläue über die sandigene Ebene. Langsam näherte sich die Sonne ihrem Zenit und verschlang die Schatten. In das Geräusch der gemächlich schreitenden Pferde und dem gelegentlichen Rascheln und Knarzen von Kleidung und Satteln mischte sich Insektengesang und gelegentlich der Ruf eines Raubtiers – im Himmel wie auf Erden. Die Windstille ließ das trockene Aroma der Gräser aufsteigen und ließ erahnen, dass es wieder ein heißer Tag werden würde. In Schweigen gehüllt ritten die zwei Frauen hintereinander auf eine Felsenwand zu. Die schmale Schlucht, auf die sie zusteuerten, ließ in Bianca alle Alarmglocken läuten. Der perfekte Ort für einen Hinterhalt. Aufmerksam beobachtete sie ihre Umgebung. Ihr einziger Garant ritt vor ihr in Form der zierlichen, wenn auch mutigen Miss Liv. Ihr war die Anspannung klar anzusehen. Das letzte Wort, das sie miteinander gewechselt hatten, war als Miss Liv auf die Felsenwand in der Ferne hingedeutet hatte.
Die Ohren ihrer treuen Stute Blessing zuckten vor und zurück, als die ersten Echos von den hoch aufragenden Felsenwänden zu ihnen zurückhallten. Bianca hielt die Zügel in der linken Hand, zusammen mit ihrem Bogen. Ihre rechte Hand lag über den am Sattel hängenden Köcher.
Vor ihr blieb Miss Livs Stute Lamb stehen. Die junge Frau drehte sich in ihrem Sattel halb zu Bianca und deutete auf eine rosane Schleife, die an der Felsenwand befestigt war. Das ausgemachte Zeichen. Bianca nickte ihr zu, stieg aber im Gegensatz zu Miss Liv nicht von ihrem Pferd. Stattdessen beobachtete sie, wie sowohl die Sonne immer weiter in die Schlucht hineinschien und jeden Moment den ganzen Pfad erleuchtet hatte, wie auch sich eine dunkle Reitergestalt von der anderen Seite ihnen näherte.
Es dauerte nicht lang da stand ein fast schwarzes Pferd mit seinem stolzen Reiter vor ihnen. Seine Gesichtszüge waren wettergegerbt und von all dem, was Bianca inzwischen über ihn wusste, auch ein Zeugnis seines ereignisreichen Lebens. Es war schwer einzuschätzen, wie alt der früh ergraute Mann war. Seine Kleidung war verblichen und an einigen Stellen besonders abgetragen, aber er trug sie mit der Würde einer Paradeuniform. Die rote Armbinde stach hervor und war in dieser Gegend wohl das bekannteste Erkennungsmerkmal der Vergessenen. Ihr Anführer sah Bianca mit einem festen Blick an, ehe er ihr zunickte.
„Guten Tag, Mr. Watanabe“, grüßte Liv mit zarter Stimme und erhielt die Andeutung eines Lächelns von dem Reiter.
Mit ernster Stimme verkündete Bianca: „Mr. Watanabe, hiermit fordere ich Sie im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika auf, sich und Ihre Gefolgsleute, bekannt als die Vergessenen, zu stellen, um Ihre gerechte Strafe anzutreten.“
Watanabe warf ihr einen höhnischen Blick zu. „Nein.“
Miss Liv sah verängstigt zwischen den beiden hin und her und wandte sich schließlich an Bianca: „Marshal, aber der Deal!“
Bianca sah sie nicht an, sondern behielt Watanabe im Auge, der ihren Blick festhielt.
An die junge Frau gerichtet sagte Watanabe: „Miss Liv, wenn der Marshal es ernst meinen würde, hätte sie mich schon längst erschossen.“
Bianca richtete sich etwas gerader im Sattel auf und hob den Kopf etwas höher. Unter der Hutkrempe linste sie zum oberen Rand der Schlucht.
„Ich habe mich an meinen Teil der Abmachung gehalten. Sie sind sicher. Ich würde Miss Liv nicht in Gefahr bringen“, fuhr Watanabe fort als er Biancas Blick nach oben bemerkte. „Jetzt ist es an Ihnen, Marshal.“
Challenge: AU – Western (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven (Western-AU)
Charaktere: Bianca, Watanabe, Liv
Wörter: ~550
Kommentar: Danke, Ennio Morricone!
Der Himmel erstreckte sich endlos in seiner wässrigen Bläue über die sandigene Ebene. Langsam näherte sich die Sonne ihrem Zenit und verschlang die Schatten. In das Geräusch der gemächlich schreitenden Pferde und dem gelegentlichen Rascheln und Knarzen von Kleidung und Satteln mischte sich Insektengesang und gelegentlich der Ruf eines Raubtiers – im Himmel wie auf Erden. Die Windstille ließ das trockene Aroma der Gräser aufsteigen und ließ erahnen, dass es wieder ein heißer Tag werden würde. In Schweigen gehüllt ritten die zwei Frauen hintereinander auf eine Felsenwand zu. Die schmale Schlucht, auf die sie zusteuerten, ließ in Bianca alle Alarmglocken läuten. Der perfekte Ort für einen Hinterhalt. Aufmerksam beobachtete sie ihre Umgebung. Ihr einziger Garant ritt vor ihr in Form der zierlichen, wenn auch mutigen Miss Liv. Ihr war die Anspannung klar anzusehen. Das letzte Wort, das sie miteinander gewechselt hatten, war als Miss Liv auf die Felsenwand in der Ferne hingedeutet hatte.
Die Ohren ihrer treuen Stute Blessing zuckten vor und zurück, als die ersten Echos von den hoch aufragenden Felsenwänden zu ihnen zurückhallten. Bianca hielt die Zügel in der linken Hand, zusammen mit ihrem Bogen. Ihre rechte Hand lag über den am Sattel hängenden Köcher.
Vor ihr blieb Miss Livs Stute Lamb stehen. Die junge Frau drehte sich in ihrem Sattel halb zu Bianca und deutete auf eine rosane Schleife, die an der Felsenwand befestigt war. Das ausgemachte Zeichen. Bianca nickte ihr zu, stieg aber im Gegensatz zu Miss Liv nicht von ihrem Pferd. Stattdessen beobachtete sie, wie sowohl die Sonne immer weiter in die Schlucht hineinschien und jeden Moment den ganzen Pfad erleuchtet hatte, wie auch sich eine dunkle Reitergestalt von der anderen Seite ihnen näherte.
Es dauerte nicht lang da stand ein fast schwarzes Pferd mit seinem stolzen Reiter vor ihnen. Seine Gesichtszüge waren wettergegerbt und von all dem, was Bianca inzwischen über ihn wusste, auch ein Zeugnis seines ereignisreichen Lebens. Es war schwer einzuschätzen, wie alt der früh ergraute Mann war. Seine Kleidung war verblichen und an einigen Stellen besonders abgetragen, aber er trug sie mit der Würde einer Paradeuniform. Die rote Armbinde stach hervor und war in dieser Gegend wohl das bekannteste Erkennungsmerkmal der Vergessenen. Ihr Anführer sah Bianca mit einem festen Blick an, ehe er ihr zunickte.
„Guten Tag, Mr. Watanabe“, grüßte Liv mit zarter Stimme und erhielt die Andeutung eines Lächelns von dem Reiter.
Mit ernster Stimme verkündete Bianca: „Mr. Watanabe, hiermit fordere ich Sie im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika auf, sich und Ihre Gefolgsleute, bekannt als die Vergessenen, zu stellen, um Ihre gerechte Strafe anzutreten.“
Watanabe warf ihr einen höhnischen Blick zu. „Nein.“
Miss Liv sah verängstigt zwischen den beiden hin und her und wandte sich schließlich an Bianca: „Marshal, aber der Deal!“
Bianca sah sie nicht an, sondern behielt Watanabe im Auge, der ihren Blick festhielt.
An die junge Frau gerichtet sagte Watanabe: „Miss Liv, wenn der Marshal es ernst meinen würde, hätte sie mich schon längst erschossen.“
Bianca richtete sich etwas gerader im Sattel auf und hob den Kopf etwas höher. Unter der Hutkrempe linste sie zum oberen Rand der Schlucht.
„Ich habe mich an meinen Teil der Abmachung gehalten. Sie sind sicher. Ich würde Miss Liv nicht in Gefahr bringen“, fuhr Watanabe fort als er Biancas Blick nach oben bemerkte. „Jetzt ist es an Ihnen, Marshal.“