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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: D.A.V.E.
Challenge: Crack/Humor – moderne Technik (für mich)
Fandom: Punishing Gray Raven (Sex Worker AU)
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~770
Kommentar: Fortsetzung hierzu.


„Wir können ihn jedenfalls nicht hier lassen“, beschloss Lee.
„Ach echt?“, fragte Changyu flach.
Lee warf dem anderen neben sich einen giftigen Blick zu. „Dein Glück, dass ich ihn noch brauche, sonst hätte ich dich schon längst auflaufen lassen.“
„Du hättest- Moment- Du brauchst ihn? Ist er nicht-“, überschlug sich Changyu etwas und mit einer Handgeste und zwischen zusammengepressten Zähne murrte er: „Na, du weißt schon.“
„Tot?“
Der Asiate sah den anderen mit zusammengepressten Lippen ungehalten an und atmete tief durch. „Genau das.“
„Kriegst du es alleine hin ihn herunterzutragen?“, fragte Lee nicht ohne eine gewisse Skepsis im Tonfall, was den anderen dazu brachte sich etwas aufzuplustern wie ein beleidigter Gockel.
„Pff, mit links! Was machen da schon die 100 kg oder wie schwer auch immer das Ekel ist. Nur weil ich kleiner als du bin, heißt es nicht, dass ich schwach bin. Ich bin wie eine Ameise – eine Ameise, verstehst du?“ Sofort ging Changyu in die Hocke und begann die Leiche in eine besser greifbare Position zu bringen, bis ihm plötzlich einfiel: „Moment.“ Irritiert schaute er hoch zu Lee. „Warum muss ich das alleine machen?“
„Weil ich das Geschoss aus dem Dielenboden hebeln und einige Dinge mitnehmen muss.“
„Und wozu brauchst du die Leiche?“
Während Lee sich schon von ihm abwand und ins Zimmer schritt, antwortete er wie beiläufig. „Als Schlüssel.“
„Ey, also ich weiß ja nicht, was du für Schlösser hast, aber so wirklich Sinn ergibst du grad nicht.“ Changyu begann wieder die Leiche an sich zu ziehen und mit einem Ruck und Ächzen ihn über die Schulter zu hieven. Zumindest versuchte er es und fluchte dabei, als ihm die Leiche wegrutschte.
Auf dem Boden kniend setzte Lee sein kleines Jagdmesser in die Einschussstelle und versuchte das verkeilte Stück Metall herauszukriegen. Als er den dumpfen Aufprall der Leiche hörte, schaute er hinüber. „Komm her. Ich such derweil die Dokumente. Danach nehmen wir Torodakis zusammen runter, bevor du unter ihm begraben wirst.“
Es war offenkundig, wie Changyu mit sich und seinem Stolz rang. Schließlich gab er der Leiche einen genervten leichten Tritt und starkste mit seinen schweren Schuhen zu Lee hinüber, der immer noch auf den Knien war. Mit verschränkten Armen und einem frechen Grinsen sah Changyu runter auf den anderen. „So könntest du mir richtig gefallen.“
Lee verdrehte demonstrativ die Augen, ließ die Klinge stecken und stand auf. Bei voller Größe musste er sich nicht besonders aufplustern, um nun derjenige zu sein, der auf den anderen hinabsah. „Den senk‘ mal deine Erwartungen und mach dich nützlich.“
Als Changyus Kinnlade kurz aufklappte, konnte sich Lee nicht ein selbstgefälliges Mundwinkelzucken verkneifen und ging an ihm vorbei. Hinter ihm hörte er dann nur noch Changyu lachen und die Diele maltretieren.
„Du bist ein richtiger Charmebolzen.“
Lee ließ es unkommentiert und konzentrierte sich auf die Suche nach allem, was ihm nützlich und hilfreich erschien. Nachdem er bereits einen kleinen Stapel zusammengesammelt hatte, griff er nach einem Rucksack, der an einem Ende der Couch lag, warf den Inhalt raus und füllte ihn neu.
Mit einem triumphierenden Ausruf stand Changyu auf und präsentierte stolz die herausgezogene Patrone. Lee nahm schon einen Schritt in seine Richtung und blieb überrascht stehen, als Changyu das Stück Metall in seine Handfläche fallen ließ, ein paar Gesten machte und seine offenen und komplett leeren Hände zeigte. „Versicherungsschein.“ Grinsend beugte er sich runter, hob das Jagdmesser auf und ging auf einen verstimmt dreinschauenden Lee zu, um es ihm zu reichen.
„Was meinst du, wenn du den Sack als Schlüssel benutzen willst?“
„Hände, Augen, Blut“, zählte Lee knapp auf und steckte das Messer in die Schade, die er hinten am Gürtel befestigt hatte.
Changyu sah ihn wieder mit großen Augen an. „Woah, war der beim Pentagon oder KGB angestellt? Ich dachte, das war nur ein normaler Nerd.“
„Je weniger du weißt, desto besser.“ Ohne ein weiteres Wort drückte er Changyu den Rucksack in die Arme und ging zur Küchenzeile, um durch die Schränke und Schubladen zu wühlen. Nach einigen Minuten kam er zurück zu Changyu, nahm ihm die Tasche wieder ab und stopfte die letzten Dinge hinein, ehe er den Rucksack sich überzoge. Changyu verharrte an der Stelle und starrte vor sich hin.
„Wir müssen los“, murrte Lee, als hätten die offenkundigen Schwingungen Changyu nicht von selbst mobilisiert. Genervt folgte er dessen Blick zu einem Sideboard.
Mit einem verstohlenen Grinsen schaute Changyu zu Lee hinauf und er wusste nicht, ob er grad verarscht wurde, als dieser fragte: „Das fällt nicht weiter auf, wenn wir auch die Playstation 8 mitnehmen, oder?“

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