Reverse Challenge — Revolution (fürs Team)
Sep. 1st, 2023 03:49 pmTeam: The Machine
Challenge: Reverse Challenge — Revolution (fürs Team)
Fandom: Blind Ermittelt
Charaktere: Alexander Haller, Niko Falk
Pairings: Alex/Niko
Notes: Ehm, ich glaube, meine einzige Entschuldigung ist, dass ich auch mal mit einem Prompt ein Bingo abschließen wollte XD. Und dass ich mein unnützes Wissen aus dem Slavistikstudium ja irgendwie doch mal für irgendwas gebrauchen wollte.
Der Fernseher lief, als Niko nach Hause kam. Ein wenig überrascht lief er Richtung Wohnzimmer, war noch überraschter wurde er, als er erkannte, was dort lief. Er hatte nicht gewusst, dass Alex eine Schwäche für Geschichtsdokus hatte. Wobei er zugegebenermaßen nicht wie ein übermäßig aufmerksamer Zuhörer wirkte.
„Die Russische Revolution?“
Alex zuckte mit den Schultern, lächelte verlegen, „Es kam ein Konzert und dann … wollte ich auf dich warten.“ Niko konnte nicht anders, als breit zu grinsen. Statt, wie eigentlich geplant, sofort ins Bett zu fallen, ließ er sich aufs Sofa sinken und legte sich dort hin. Sofort wanderte Alex Hand zu ihm, strich ihm sanft über den Arm, griff ihn dann, und zog ihn sanft aber fordernd in seine Richtung. Das ließ Niko sich nicht zweimal sagen, er rutschte ein Stück nach oben, und legte seinen Kopf auf Alex Schoß. Dessen Hand ruhte auf seiner Schulter, und Niko grinste noch breiter. Noch vor ein paar Jahren, hätte er nie erwartet, dass sein Leben einmal so aussehen würde, und manchmal konnte er es immer noch nicht glauben. Aber es war so. Nur der Erzähler, der bedeutungsschwer über das harte Leben in den Jahren vor der Revolution berichtete, störte die Stimmung ein wenig.
Wenige Tage nach der Krönung Nikolais kam es zu einer Tragödie.
So wie Alex jetzt schaute, war ihm etwas gerade zum ersten Mal aufgefallen, amüsiert zog er die Augenbrauen hoch. Niko stöhnte. „Ich bin nach meinem Großvater benannt, wenn dus unbedingt wissen willst. Und warum der so hieß, weiß ich nicht, aber ich bezweifle, dass er nach ihm benannt wurde.“ Er gestikulierte müde in Richtung des Fernsehers und beschloss, dass Alex schon wissen würde, was er meinte. Der antwortete grinsend: „Und ich dachte schon, du hättest mir zaristischen Sympathien verschwiegen.“
„Nene, wenn hier jemand einen Knacks hat, und nicht von seiner Obsession mit alten Kaisern wegkommt, dann ist es so ziemlich ganz Österreich.“
Alex schaute etwas gequält, sagte aber nichts. Dafür begann Niko er übers Haar zu streichen. Ein Ablenkungsmanöver, an dem er nichts auszusetzen hatte. Zufrieden begann er vor sich hinzudösen, schreckte erst wieder auf, als die Doku beim Krieg angekommen war, und das mit einigen Spielszenen, mit lauten Schüssen und Explosionen unterlegte. Alex strich ihm immer noch mit etwas abwesendem Blick über den Kopf, und Niko hätte schwören können, dass er gar nicht mehr wirklich auf den Fernseher achtete, aber damit lag er falsch. Leider.
Um ihn von seinem Cousin zu unterscheiden, wurde er von seiner Familie auch Nikolasha genannt.
Alex erstarrte mitten in der Bewegung.
„Untersteh dich“, knurrte Niko. Alex grinste schelmisch. „Untersteh dich“, wiederholte er noch einmal. Alex legte den Kopf auf die Seite. „Oder?“ Niko schwieg, beschränkte sich auf einen drohenden und vollkommen sinnlosen Blick zu Alex. Der grinste weiter und setzte an, etwas zu sagen. Schnell legte Niko ihm den Finger auf den Mund.
„Ich hab gesagt untersteh dich.“
Alex seufzte übertrieben theatralisch. „Wenn du unbedingt meinst.“ Er beugte sich nach vorne und küsste ihn auf die Stirn. „Für dich alles ... Nicki.“
„Hmpf.“