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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: D.A.V.E.
Challenge: Romantik/Intimität – vergeben und vergessen (für mich)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Changyu, Kommandant, andere
Wörter: ~760
Kommentar: Lose Fortsetzung hierzu

Der Gemeinschaftsraum der Gray Ravens war so voll Leben wie selten. Neben den Team-Mitgliedern hatte der Kommandant der Ravens alle anderen Teilnehmer der letzten, teils sehr gefährlichen Mission eingeladen, um den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Es hatte gedauert, ehe alle sich einfinden konnten, entweder weil sie noch auf dem Star of Life waren, ihren Führungskräften Berichte abliefern mussten oder ähnliche dringliche Dinge vorrang hatten.
Der einzige, der nicht dabei sein konnte, war Watanabe. Da besonders Liv die Lücke prominent schien und sie nicht wollte, dass er gänzlich unanwesend war, hatte sie mit seiner Erlaubnis einen kleinen Stellvertreter für ihn auf dem großen Besprechungstisch platziert. Dass es ein kleines Plüschlämmchen war, hatte sie ihm bewusst nicht gesagt und er hatte wohlwissend nicht nachgefragt, im großen Vertrauen, dass sie nichts tun würde, dass seinem Ruf schaden würde.
„Aber ein Lamm?“, fragte Karenina mit skeptischen Blick und sah Liv an, als hätte sie nun auch die letzte Schraube verloren. Die Ironie der Symbolik ist keinem entgangen.
Liv geriet in Verlegenheit und begann nach einer Antwort zu ringen, ehe Lucia ihr zur Seite sprang. „Es hat ein helles Fell, so wie Watanabe helle Haare hat. Mein Frosch ist grün, der würde noch schlechter passen.“ Dass sie ihren Plüschfrosch nicht einfach so auf den Tisch bei der Menschenmenge hinsetzen wollte, behielt Lucia für sich.
„Nanami findet es toll“, verkündete das Maschinenmädchen mit einem ernsthaften Nicken und ließ mit ihrem süßen Lächeln und umschweifenden Blick alle Anwesenden verstehen, das damit die Diskussion beendet war.
Kamui hatte sich nicht die Gelegenheit nehmen lassen beladen mit Spielen aufzutauchen, die er anfing auf dem Tisch auszubreiten, bis Lee ihn weghuschte und ihn an eine Kommode verwies, wo er das alles zunächst stapeln wollte. Ohne Absprache hatte jeder eine Kleinigkeit mitgebracht, ob Musik, Süßigkeiten, Snacks oder Getränke. Bei den meisten hieß es, sie hätten dabei hauptsächlich an den Kommandant gedacht, aber en beobachtete zufrieden über den ganzen Abend hinweg, wie jeder sich entspannte und wie eine Gruppe junger Menschen miteinander redete, spielte und alberte – und immer mal wieder nach etwas zu Essen und Trinken griff.
Bei der Menge an Leuten wurde oft in Teams gespielt und wenn kein klarer Sieger benannt werden konnte, gewann pauschal das Wata-Lamm.
Während eines hitzigen Duells um den letzten Platz in einer Partie Mensch ärger dich nicht ließen Kamui und Lee wieder ihrer üblichen Dynamik freien Lauf aus Trietzen, Spitzen und Anspielungen. Die meisten saßen gebannt am Tisch und fieberten mit jedem Würfelwurf mit. Eine der Ausnahmen stellte Changyu da, der nach dem Eintreiben aller Wetteinsetze, sich auf die Küchentheke gesetzt hatte, um aus der Ferne die Partie zu beobachten. Der Kommandant kam zu ihm herüber und er lächelte em zu. „Na, willst du doch noch einen Einsatz geben?“
„Warum nicht“, zuckte en mit einer Schulter. „150 cogs auf Lee.“ En lehnte sich mit dem Rücken gegen die Theke, schaute jedoch Changyu forschend an.
Ohne es sich eingestehen zu wollen brachte ihn der eindringliche Blick aus dem Konzept und er fragte halblaut mit einem nervösen Lächeln: „Was ist? Hab ich was im Gesicht?“
„Grad nicht“, sagte en und legte leicht den Kopf zur Seite.
Irritiert sah er zu en, dann nachdenklich weg, dann doch wieder zurück. „Was meinst du?“
En lächelte etwas schief und sah wieder zum Tisch hinüber. „Entschuldige die ominöse Ausdrucksweise. Ich war nur neugierig, warum du den halben Abend schon so nostalgisch ihn anstarrst, wenn du dich sicher fühlst, dass keiner dich sieht“, erklärte en halblaut.
Changyu starrte den Kommandant aus suppentellergroßen Augen an und drehte sich mit einem tiefen, kontrollierten Atemzug weg. „Ich weiß nicht, was du meinst.“
„Ach wirklich“, sagte en trocken und kokett.
Schließlich verdrehte er die Augen und sah zu em mit einem schiefen, nüchternen Lächeln an. „Vergeben und vergessen.“
Nun war es an en verwirrt zu gucken.
„Vergebene Leute vergesse ich“, erklärte Changyu und zuckte kurz mit den Schultern. „Das bisschen Wehmut verfliegt schon bald ganz von selbst.“
Der Kommandant sah ihn weiter völlig verwirrt an. „Was meinst du?“
Wieder verdrehte Changyu die Augen. „Ich bin nicht blind.“ Mit einem leichten Kopfnicken deutete er in die Richtung des Tisches.
En folgte dem Wink und der Groschen fiel ganz laut. „Oooh“, machte en und musste sich physisch zurückhalten, indem en sich eine Hand über den Mund legte. Als en sie wieder wegnahm, war da nur noch ein Grinsen und en zwinkerte Changyu zu. „Da ist nichts, das weiß ich aus verlässlichen Quellen.“
Changyu schnaubte skeptisch und schaute wieder zum Spiel hinüber, dass den lauter werdenden Rufen endlich sich einem Ende näherte, aber vielleicht kribbelte es doch wieder etwas in ihm.

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