Team: D.A.V.E.
Challenge: Hurt/Comfort - „Vielleicht bin ich doch nicht okay.“ (fürs Team)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~590
Kommentar: Fortsetzung hierzu.
Es trieb die Verzweiflung sie immer weiter den Weg zurück, den sie zuvor gegangen waren. In jedem Knirschen unter ihren Sohlen hörten sie Korrupte hinter den Ecken lauern und ihre Freunde nicht mehr wiederfinden, warnen, retten.
Gelegentlich warf Lee einen Blick hinüber zu Changyu, um sich einen Eindruck von seinem Zustand zu machen. Wenn er ihn nicht vorhin noch so halb aufgelöst erlebt hätte, käme er nicht darauf, dass etwas mit dem anderen war. Er lief mit seiner gewohnten Leichtfüßigkeit und hochkonzentriertem Blick. Lee hoffte, dass es so bis zu ihrer Rückkehr verblieb und kein Vorkommnis womöglich etwas triggern würde. Erinnerungen ähnlicher Momente stiegen immer mal wieder in ihm auf und er drückte sie mit aller Gewalt weg, da sie in der Gegenwart nichts zu suchen hatten.
„Das wirkte vorhin nicht so lang“, murrte Changyu leise und bekam ein zustimmendes Brummen von Lee.
„Wir müssten trotzdem-“
Unerwartet brach ein Stück des Bodens unter Lees Fuß weg. Hätte Changyu ihn nicht geistesgegenwärtig am Arm gepackt und in seine Richtung gezogen, hätte es deutlich böser enden können. Sie verharrten so für einen Moment, ehe sie sich lösten und Lee Changyu knapp dankte.
„Nicht dafür“, sagte Changyu halblaut.
Eine Wendung die Lee nicht von ihm kannte, weswegen er ihn kurz forschend ansah. Changyu sah mit ernster Miene zu ihm auf. Aus der Nähe und mit einem solch direkten Blick konnte Lee in den Gesichtszügen des anderen doch Anstrengung ablesen. Er öffnete den Mund, um wieder etwas sagen zu können, als von unten aus dem Loch ein Arm herausgriff und den Boden um das Loch abtastete. Beide machten einen Satz weg von der Öffnung. Wütendes Gurren und Klackern drang aus dem Loch, was unheimlich an Insekten erinnerte. Von unten wurde gegen die umliegende Struktur des Loches geschlagen und sie sahen, wie Teile begannen wegzubröckeln und zu reißen. Ohne jedwede Absprache setzten beide in einen Sprint ein. Sie wollten nicht herausfinden, was von unten hervorkriechen wollte.
Nach einer Biegung blieben sie schließlich stehen und lauschten angestrengt in die Richtung, aus denen sie gekommen waren. Es blieb still, aber das Misstrauen gegen solche trügerische Zeichen verblieb.
Bevor sie ihren Rückmarsch fortsetzten fragte Lee: „Alles ok bei dir?“
Changyu sah sogar in dem fahlen Licht nicht wie das blühende Leben aus, das er wunderbar vorführen konnte. Erst nickte er ganz überzeugend, aber es wurde zum Ende hin gehemmter, bis er schließlich mit einer Schulter zuckte. „Ich dachte“, nuschelte Changyu. „Aber es fühlt sich an, als würde die Viruskonzentration mich hier ersticken wollen. Alles kribbelt.“ Missmutig schaute er auf. „Vielleicht bin ich doch nicht okay.“
Ohne den Kommandanten und so weit weg von der nächsten Person, die Changyu helfen konnte, sah Lee ihn einen Moment komplett reaktionslos an. Es graute ihm vor dem Gedanken, dass Changyu destabilisieren und infiziert werden könnte. Wie ein hilfloser Junge dachte er kurz: „Was würde Kommandant tun?“ Es spielten sich verschiedene Szenarien und Erinnerungen vor seinem mentalen Auge ab und beobachtete für sich das Muster hinter den Handlungen seines Kommandanten.
Menschlich und loyal.
Lee senkte seinen Blick und griff nach Changyus Hand. „Halt dich an mir fest, bis wir in Sicherheit sind. Ich bin zwar kein Mensch mehr, aber wenn es dir hilft, so an deiner Menschlichkeit dran zu bleiben, dann tu ich das gern.“
Tunlichst vermied Lee den Blick zu heben und verpasste so den überraschten Gesichtsausdruck mit großen Augen und rot angehauchten Wangen. Stattdessen spürte er einen Moment später, wie Changyu seine Finger drückte, was Lee als Bestätigung nahm und sich wieder in Richtung Ausgang machte mit Changyu im Schlepptau.
Challenge: Hurt/Comfort - „Vielleicht bin ich doch nicht okay.“ (fürs Team)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~590
Kommentar: Fortsetzung hierzu.
Es trieb die Verzweiflung sie immer weiter den Weg zurück, den sie zuvor gegangen waren. In jedem Knirschen unter ihren Sohlen hörten sie Korrupte hinter den Ecken lauern und ihre Freunde nicht mehr wiederfinden, warnen, retten.
Gelegentlich warf Lee einen Blick hinüber zu Changyu, um sich einen Eindruck von seinem Zustand zu machen. Wenn er ihn nicht vorhin noch so halb aufgelöst erlebt hätte, käme er nicht darauf, dass etwas mit dem anderen war. Er lief mit seiner gewohnten Leichtfüßigkeit und hochkonzentriertem Blick. Lee hoffte, dass es so bis zu ihrer Rückkehr verblieb und kein Vorkommnis womöglich etwas triggern würde. Erinnerungen ähnlicher Momente stiegen immer mal wieder in ihm auf und er drückte sie mit aller Gewalt weg, da sie in der Gegenwart nichts zu suchen hatten.
„Das wirkte vorhin nicht so lang“, murrte Changyu leise und bekam ein zustimmendes Brummen von Lee.
„Wir müssten trotzdem-“
Unerwartet brach ein Stück des Bodens unter Lees Fuß weg. Hätte Changyu ihn nicht geistesgegenwärtig am Arm gepackt und in seine Richtung gezogen, hätte es deutlich böser enden können. Sie verharrten so für einen Moment, ehe sie sich lösten und Lee Changyu knapp dankte.
„Nicht dafür“, sagte Changyu halblaut.
Eine Wendung die Lee nicht von ihm kannte, weswegen er ihn kurz forschend ansah. Changyu sah mit ernster Miene zu ihm auf. Aus der Nähe und mit einem solch direkten Blick konnte Lee in den Gesichtszügen des anderen doch Anstrengung ablesen. Er öffnete den Mund, um wieder etwas sagen zu können, als von unten aus dem Loch ein Arm herausgriff und den Boden um das Loch abtastete. Beide machten einen Satz weg von der Öffnung. Wütendes Gurren und Klackern drang aus dem Loch, was unheimlich an Insekten erinnerte. Von unten wurde gegen die umliegende Struktur des Loches geschlagen und sie sahen, wie Teile begannen wegzubröckeln und zu reißen. Ohne jedwede Absprache setzten beide in einen Sprint ein. Sie wollten nicht herausfinden, was von unten hervorkriechen wollte.
Nach einer Biegung blieben sie schließlich stehen und lauschten angestrengt in die Richtung, aus denen sie gekommen waren. Es blieb still, aber das Misstrauen gegen solche trügerische Zeichen verblieb.
Bevor sie ihren Rückmarsch fortsetzten fragte Lee: „Alles ok bei dir?“
Changyu sah sogar in dem fahlen Licht nicht wie das blühende Leben aus, das er wunderbar vorführen konnte. Erst nickte er ganz überzeugend, aber es wurde zum Ende hin gehemmter, bis er schließlich mit einer Schulter zuckte. „Ich dachte“, nuschelte Changyu. „Aber es fühlt sich an, als würde die Viruskonzentration mich hier ersticken wollen. Alles kribbelt.“ Missmutig schaute er auf. „Vielleicht bin ich doch nicht okay.“
Ohne den Kommandanten und so weit weg von der nächsten Person, die Changyu helfen konnte, sah Lee ihn einen Moment komplett reaktionslos an. Es graute ihm vor dem Gedanken, dass Changyu destabilisieren und infiziert werden könnte. Wie ein hilfloser Junge dachte er kurz: „Was würde Kommandant tun?“ Es spielten sich verschiedene Szenarien und Erinnerungen vor seinem mentalen Auge ab und beobachtete für sich das Muster hinter den Handlungen seines Kommandanten.
Menschlich und loyal.
Lee senkte seinen Blick und griff nach Changyus Hand. „Halt dich an mir fest, bis wir in Sicherheit sind. Ich bin zwar kein Mensch mehr, aber wenn es dir hilft, so an deiner Menschlichkeit dran zu bleiben, dann tu ich das gern.“
Tunlichst vermied Lee den Blick zu heben und verpasste so den überraschten Gesichtsausdruck mit großen Augen und rot angehauchten Wangen. Stattdessen spürte er einen Moment später, wie Changyu seine Finger drückte, was Lee als Bestätigung nahm und sich wieder in Richtung Ausgang machte mit Changyu im Schlepptau.