Orte - In der Klemme
Aug. 26th, 2023 11:17 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: Orte – in der Klemme (für mich)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~670
Kommentar: Fortsetzung hierzu.
Für einige Zeit blieb es ruhig und frei von Beben. Der Schreck saß den beiden jedoch noch so tief in den Knochen, dass sie weiterhin kein Wort sprachen und so vorsichtig traten wie sie konnten. Es reduzierte erheblich ihr Bewegungstempo, aber wenn es ihre Erfolgschangen – worauf auch immer – erhöhte, war es ein Opfer, das sie bereitwillig annahmen.
An der Wand mit dem Durchgang, durch den zuvor scheinbar das unheimliche Geräusch herausgedrungen kam, welches vielleicht mit dem Beben zusammenging, blieben sie stehen und näherten sich vorsichtig dem Durchgang, um hindurchzuspähen. Noch immer war die Nutzbarkeit ihrer Sensoren reduziert und Lee fühlte sich so unangenehm menschlich wie schon lange nicht mehr.
Auf der anderen Seite des Durchgangs öffnete sich ein weiterer, deutlich größerer Raum mit Emporen, eingebrochenen Strukturen und dürftigen Lichtverhältnissen. Sie tauschten einen Blick aus, den beide lange nachdenklich hielten, ehe Changyu mit einem einseitigen Schulterzucken nickte. Lees fehlenden Widerspruch nach dem andere als Zustimmung und begann langsam den anderen Raum zu betreten. Behutsam schritten sie mit einigem Abstand zu einer Wand diese entlang und mieden zunächst die Mitte des Raumes. Changyu erinnerte es zu sehr an einen Schrotthaufen, der merkwürdige Schätze und tödliche Überraschungen barg. Eine Kombination, die seine alten Instinkte kribbeln ließen, und von Wesen in den Schatten flüsterten, die lauerten.
Plötzlich erfüllte die Luft ein elektrisches Knistern. Erstaunt wechselten Changyu und Lee Blicke und traten reflexartig enger zusammen, fast Rücken an Rücken. Ihre Augen scannten fieberhaft die Umgebung ab, ehe über der Mitte eine Luke mit einem Knall aufging und Teile herausrieselten. Mit einem ohrenbetäubenden Kreischquietschen erfüllte schlagartig Leben den Raum. Es war nicht das tiefe unheimliche Beben, aber die schiere Masse an korrupten Maschinen und Konstrukten, die von überall her aufzutauchen schienen, war auf eine eigene Art überwältigend.
Als Lee sich einen knappen Überblick der Situation verschaffte und sah, wie alle Wesen sich auf die Mitte stürzten, rief er: „Rückzug!“
Ohne zu zögern folgte ihm Changyu und sie sprinteten beide los in Richtung des Durchgangs, aus dem sie gekommen waren. Auf halben Weg zurück war es nicht mehr zu ignorieren, wie Teile der korrumpierten Schar den Fokus von den neuen Schätzen zu den neuen potentiellen, noch lebenden Opfern wechselte. Das Kreischen, Quietschen und mechanische Schnattern steigerte sich in eine wirre Kakophonie. Die ersten gierigen Gliedmaßen griffen nach ihnen, denen sie auswichen oder abwehrten. Ein Kampf schien keine Chance zu haben bei der unübersichtlichen Überzahl.
Fast zu spät merkte Lee wie Changyu hinter ihm mit einem Japsen fast zu Fall gebracht wurde. Als er einen Blick über die Schulter warf, sah er den anderen bereits mit Händen und Füßen sich wieder aufrichten und zur Wehr setzen. Mit einem Satz drehte sich Lee in Richtung ihrer Verfolger und begann mit seinen Pistolen Changyu Rückendeckung zu geben. Zwischen Plasmasalven konnte Changyu einen letzten Sprint hinlegen. Das Nadelöhr konnte die erhoffte Rettung für eine erfolgreiche Flucht sein. Lee nahm Changyu nur am Rande seines auf Gegner reduzierten Blickfeld wahr und schätzte seinen Vorsprung als groß genug ein, um selber wieder sich umdrehen zu können. Mit einem Bein bereits nach hinten gestellt für eine Umdrehung, wurde er mit einem Schrei umgerissen und der Lärm wie auch er überschlugen sich. Es dauerte einen Augenblick ehe er verstand, dass der Schrei nicht von ihm kam, sondern Changyu, und der Lärm neben den Maschinen seine Waffen und eine nicht einzuordnende Explosion in ihrer nächsten Umgebung war.
Benommen stützte er sich auf und untersuchte die Situation. Lee war bäuchlings nach dem Sturz liegengeblieben und um ihn herum stob es nur so vor Staub. Seine akustischen Sensoren fühlten sich überbelastet an, als wäre alles hinter Watte. Es fiel ihm auf, dass sich keine Korrupten auf ihn gestürzt und ihn nicht zerfetzt haben. Ihm fiel zudem auf, dass etwas mehr als einen Meter von ihm entfernt jemand hustete und schnaufte. Lee setzte sich auf und sah zu dem Hustenden hinüber, der niemand anderes als Changyu war – eingerahmt von Schutt, der ihn in Teilen bedeckte.
Mit einem erschöpften Gesichtsausdruck sah Changyu zu Lee. „Bist du ok?“
Challenge: Orte – in der Klemme (für mich)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~670
Kommentar: Fortsetzung hierzu.
Für einige Zeit blieb es ruhig und frei von Beben. Der Schreck saß den beiden jedoch noch so tief in den Knochen, dass sie weiterhin kein Wort sprachen und so vorsichtig traten wie sie konnten. Es reduzierte erheblich ihr Bewegungstempo, aber wenn es ihre Erfolgschangen – worauf auch immer – erhöhte, war es ein Opfer, das sie bereitwillig annahmen.
An der Wand mit dem Durchgang, durch den zuvor scheinbar das unheimliche Geräusch herausgedrungen kam, welches vielleicht mit dem Beben zusammenging, blieben sie stehen und näherten sich vorsichtig dem Durchgang, um hindurchzuspähen. Noch immer war die Nutzbarkeit ihrer Sensoren reduziert und Lee fühlte sich so unangenehm menschlich wie schon lange nicht mehr.
Auf der anderen Seite des Durchgangs öffnete sich ein weiterer, deutlich größerer Raum mit Emporen, eingebrochenen Strukturen und dürftigen Lichtverhältnissen. Sie tauschten einen Blick aus, den beide lange nachdenklich hielten, ehe Changyu mit einem einseitigen Schulterzucken nickte. Lees fehlenden Widerspruch nach dem andere als Zustimmung und begann langsam den anderen Raum zu betreten. Behutsam schritten sie mit einigem Abstand zu einer Wand diese entlang und mieden zunächst die Mitte des Raumes. Changyu erinnerte es zu sehr an einen Schrotthaufen, der merkwürdige Schätze und tödliche Überraschungen barg. Eine Kombination, die seine alten Instinkte kribbeln ließen, und von Wesen in den Schatten flüsterten, die lauerten.
Plötzlich erfüllte die Luft ein elektrisches Knistern. Erstaunt wechselten Changyu und Lee Blicke und traten reflexartig enger zusammen, fast Rücken an Rücken. Ihre Augen scannten fieberhaft die Umgebung ab, ehe über der Mitte eine Luke mit einem Knall aufging und Teile herausrieselten. Mit einem ohrenbetäubenden Kreischquietschen erfüllte schlagartig Leben den Raum. Es war nicht das tiefe unheimliche Beben, aber die schiere Masse an korrupten Maschinen und Konstrukten, die von überall her aufzutauchen schienen, war auf eine eigene Art überwältigend.
Als Lee sich einen knappen Überblick der Situation verschaffte und sah, wie alle Wesen sich auf die Mitte stürzten, rief er: „Rückzug!“
Ohne zu zögern folgte ihm Changyu und sie sprinteten beide los in Richtung des Durchgangs, aus dem sie gekommen waren. Auf halben Weg zurück war es nicht mehr zu ignorieren, wie Teile der korrumpierten Schar den Fokus von den neuen Schätzen zu den neuen potentiellen, noch lebenden Opfern wechselte. Das Kreischen, Quietschen und mechanische Schnattern steigerte sich in eine wirre Kakophonie. Die ersten gierigen Gliedmaßen griffen nach ihnen, denen sie auswichen oder abwehrten. Ein Kampf schien keine Chance zu haben bei der unübersichtlichen Überzahl.
Fast zu spät merkte Lee wie Changyu hinter ihm mit einem Japsen fast zu Fall gebracht wurde. Als er einen Blick über die Schulter warf, sah er den anderen bereits mit Händen und Füßen sich wieder aufrichten und zur Wehr setzen. Mit einem Satz drehte sich Lee in Richtung ihrer Verfolger und begann mit seinen Pistolen Changyu Rückendeckung zu geben. Zwischen Plasmasalven konnte Changyu einen letzten Sprint hinlegen. Das Nadelöhr konnte die erhoffte Rettung für eine erfolgreiche Flucht sein. Lee nahm Changyu nur am Rande seines auf Gegner reduzierten Blickfeld wahr und schätzte seinen Vorsprung als groß genug ein, um selber wieder sich umdrehen zu können. Mit einem Bein bereits nach hinten gestellt für eine Umdrehung, wurde er mit einem Schrei umgerissen und der Lärm wie auch er überschlugen sich. Es dauerte einen Augenblick ehe er verstand, dass der Schrei nicht von ihm kam, sondern Changyu, und der Lärm neben den Maschinen seine Waffen und eine nicht einzuordnende Explosion in ihrer nächsten Umgebung war.
Benommen stützte er sich auf und untersuchte die Situation. Lee war bäuchlings nach dem Sturz liegengeblieben und um ihn herum stob es nur so vor Staub. Seine akustischen Sensoren fühlten sich überbelastet an, als wäre alles hinter Watte. Es fiel ihm auf, dass sich keine Korrupten auf ihn gestürzt und ihn nicht zerfetzt haben. Ihm fiel zudem auf, dass etwas mehr als einen Meter von ihm entfernt jemand hustete und schnaufte. Lee setzte sich auf und sah zu dem Hustenden hinüber, der niemand anderes als Changyu war – eingerahmt von Schutt, der ihn in Teilen bedeckte.
Mit einem erschöpften Gesichtsausdruck sah Changyu zu Lee. „Bist du ok?“