Orte - Im Stadion (für mich)
Aug. 23rd, 2023 08:22 pmTeam: D.A.V.E.
Challenge: Orte – Im Stadion (für mich)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~770
Kommentar: Mit starkem Bezug hierzu.
Die Sonne verschwand hinter der hohen Gebäudekante, einem ehemaligen Sportstadion, und tauchte die Basis in einen tiefen Schatten. Sofort wurde ein Temperaturunterschied bemerkbar, nachdem über den Tag Hitze vorherrschte und nun durch die Schatten kühler Wind pfiff.
Die Mitglieder der Bergungsmission zerstreuten sich langsam über das Camp nach der tagesabschließenden Besprechung.
Für Lee war der Tag schon voll genug mit anderen Leuten und Aktionen gewesen, sodass er sich am liebsten nur noch in seine Lagerecke verkriechen wollte, um seinen Waffen routinemäßig eine ordentliche Pflege zukommen zu lassen (und die Ausrede nutzen, die Waffen der anderen dabei auch nochmal durchzuprüfen, um seine Ruhe zu haben). Missmutig drehte er sich um, als jemand einfach an seinem Ärmel zog. Der Missmut verflüchtigte sich nur im geringen Maße als Changyu halb hinter ihm stand und milde entschuldigend ihn ansah.
„Hey“, begann er ungewohnt verhalten.
„Hey“, erwiderte Lee flach.
Changyus Blick wanderte unstätig, um mal in Lees Gesicht zu blicken, dann an ihm vorbei, unfokusiert gegen seine Schulter und wieder zurück. „Das lief heute wirklich gut. Wir sind ein gutes Team. Ihr habt es gut geplant. Das ist alles, was ich sagen wollte. Also- danke.“
Für einen Moment schwieg Lee und beobachtete wie Changyus Blick wieder auf sein Gesicht konzentrierte. In der anbrechenden Dunkelheit konnte er schlecht beurteilen, was in dem anderen vorging (und in hellen Momenten gestand sich Lee ein, dass es ihm allgemein schwer fiel andere zu lesen). Changyus Aufmerksamkeit auf ihn löste jedenfalls etwas in ihm aus, dass er nicht benennen konnte und das unangenehm war. Mit etwas Mühe rang Lee sich ein Lächeln für den anderen Konstrukt ab, um weder sein Unbehagen noch seine Grimmigkeit zu zeigen. „Das ist schön zu hören und kann ich so zurückgeben – es war eine gute Zusammenarbeit. Und schön, dass du unsere Route doch noch für gut anerkannt hast.“
Aus dem Lächeln würde ein schmales Grinsen als Changyus Gesichtsausdruck zwischen Überraschung, leichter Entrüstung und amüsiertem peinlich Berührtsein schwankte, wo er kurz den Blick senkte, in sich hineinlachte und über den Nacken mit einer Hand strich. Statt die Hand wieder herabsinken zu lassen, verharrte sie kurz gegen seine Schulter und Lee durchschoss lebhaft die Erinnerung an diese Berührung. Am liebsten wäre er Changyus Blick ausgewichen, als er wieder aufsah mit einem Schmunzeln. „Es war einen Versuch wert“, kommentierte er und in Lees Ohren klang es vieldeutiger als es vermutlich gemeint war.
„Ja...“
„Und noch was“, setzte Changyu neu an und unterbrach sich je.
Lee hob fragend die Augenbrauen.
Überraschenderweise schien den anderen Konstrukt für einen Moment der Mut zu verlassen, ehe er mit seiner linken Hand an der Halterung zu puhlen begann, die seinen linken Oberschenkel umspannte. Lee beobachtete etwas zu gebannt das Spiel und das Gefühl, das ihm schon zuvor nicht gefiel, breitete sich immer weiter in ihm aus (und es gefiel ihm immer weniger).
Schließlich zog Changyu eine der in der Halterung festgeklemmten Patronen heraus und hielt sie zwischen ihnen. „Sophia nutzt für ihre Pistolen solche Plasmapatronen als Notmonition, wenn ihre Magazine ausgegangen sind. Zwar trägt sie immer Ersatzmagazine, aber es hat sich in der Vergangenheit schon als praktisch erwiesen, diese kleinen Schätzchen dabei zu haben. Auch weil sie mit ein paar anderen kleineren Schusswaffen kompatibel sind, wenn sie neueren Jahrgangs sind. Ich gestehe, nicht immer komm ich nur mit meinen Highkicks durch und musste sie bei aufgesammelten Waffen nutzen.“ Er schaute schließlich von der Patrone auf zu Lee und beobachtete seine Reaktion aufmerksam. „Falls du sie auch für deine Waffen nutzen kannst oder etwas in einem ähnlichen Format nutzt-“
Lee konnte der Implikation folgen und nickte zunächst nur langsam, die ganze Zeit die Augen auf die Patrone fixiert. „Ja, ich kann sie auch als Notmagazine für einige Schuss nutzen.“ Zögerlich erwiderte er Changyus Blick. „Falls also während der morgigen Mission meine Magazine doch ausgehen sollten...“
Er musste den Satz nicht beenden, um Changyus Antwort in Form eines breitens Lächelns zu kriegen. Mit einer winzigen Bewegung seiner Finger verschwand die Patrone in dessen Handfläche und war einen Moment später wieder in die Halterung verstaut. „Genau.“
Lee nickte knapp und spürte seine Mundwinkel zucken.
Changyu nickte ebenfalls, wenn auch etwas enthusiastischer, zog die Schultern ein bisschen hoch und begann wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen, während er einen ersten leichtfüßigen Schritt nach hinten tat. „Da wir das nun geklärt haben, kann ich dich deiner Griesgrämigkeit wieder überlassen und ich mach mich an die erste Nachtwache. Schlaf gut und bis morgen!“
Auf seine Griesgrämigkeit angesprochen schaute Lee ungewollt besonders grimmig, sparte sich aber jeglichen Protest als er seine verkniffenen Augenbrauen spürte. Er schloss kurz die Augen und schnaubte leise. „Gute Nacht“, erwiderte er und sah dem anderen beim grinsenden Wegtänzeln zu.
Challenge: Orte – Im Stadion (für mich)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Lee, Changyu
Wörter: ~770
Kommentar: Mit starkem Bezug hierzu.
Die Sonne verschwand hinter der hohen Gebäudekante, einem ehemaligen Sportstadion, und tauchte die Basis in einen tiefen Schatten. Sofort wurde ein Temperaturunterschied bemerkbar, nachdem über den Tag Hitze vorherrschte und nun durch die Schatten kühler Wind pfiff.
Die Mitglieder der Bergungsmission zerstreuten sich langsam über das Camp nach der tagesabschließenden Besprechung.
Für Lee war der Tag schon voll genug mit anderen Leuten und Aktionen gewesen, sodass er sich am liebsten nur noch in seine Lagerecke verkriechen wollte, um seinen Waffen routinemäßig eine ordentliche Pflege zukommen zu lassen (und die Ausrede nutzen, die Waffen der anderen dabei auch nochmal durchzuprüfen, um seine Ruhe zu haben). Missmutig drehte er sich um, als jemand einfach an seinem Ärmel zog. Der Missmut verflüchtigte sich nur im geringen Maße als Changyu halb hinter ihm stand und milde entschuldigend ihn ansah.
„Hey“, begann er ungewohnt verhalten.
„Hey“, erwiderte Lee flach.
Changyus Blick wanderte unstätig, um mal in Lees Gesicht zu blicken, dann an ihm vorbei, unfokusiert gegen seine Schulter und wieder zurück. „Das lief heute wirklich gut. Wir sind ein gutes Team. Ihr habt es gut geplant. Das ist alles, was ich sagen wollte. Also- danke.“
Für einen Moment schwieg Lee und beobachtete wie Changyus Blick wieder auf sein Gesicht konzentrierte. In der anbrechenden Dunkelheit konnte er schlecht beurteilen, was in dem anderen vorging (und in hellen Momenten gestand sich Lee ein, dass es ihm allgemein schwer fiel andere zu lesen). Changyus Aufmerksamkeit auf ihn löste jedenfalls etwas in ihm aus, dass er nicht benennen konnte und das unangenehm war. Mit etwas Mühe rang Lee sich ein Lächeln für den anderen Konstrukt ab, um weder sein Unbehagen noch seine Grimmigkeit zu zeigen. „Das ist schön zu hören und kann ich so zurückgeben – es war eine gute Zusammenarbeit. Und schön, dass du unsere Route doch noch für gut anerkannt hast.“
Aus dem Lächeln würde ein schmales Grinsen als Changyus Gesichtsausdruck zwischen Überraschung, leichter Entrüstung und amüsiertem peinlich Berührtsein schwankte, wo er kurz den Blick senkte, in sich hineinlachte und über den Nacken mit einer Hand strich. Statt die Hand wieder herabsinken zu lassen, verharrte sie kurz gegen seine Schulter und Lee durchschoss lebhaft die Erinnerung an diese Berührung. Am liebsten wäre er Changyus Blick ausgewichen, als er wieder aufsah mit einem Schmunzeln. „Es war einen Versuch wert“, kommentierte er und in Lees Ohren klang es vieldeutiger als es vermutlich gemeint war.
„Ja...“
„Und noch was“, setzte Changyu neu an und unterbrach sich je.
Lee hob fragend die Augenbrauen.
Überraschenderweise schien den anderen Konstrukt für einen Moment der Mut zu verlassen, ehe er mit seiner linken Hand an der Halterung zu puhlen begann, die seinen linken Oberschenkel umspannte. Lee beobachtete etwas zu gebannt das Spiel und das Gefühl, das ihm schon zuvor nicht gefiel, breitete sich immer weiter in ihm aus (und es gefiel ihm immer weniger).
Schließlich zog Changyu eine der in der Halterung festgeklemmten Patronen heraus und hielt sie zwischen ihnen. „Sophia nutzt für ihre Pistolen solche Plasmapatronen als Notmonition, wenn ihre Magazine ausgegangen sind. Zwar trägt sie immer Ersatzmagazine, aber es hat sich in der Vergangenheit schon als praktisch erwiesen, diese kleinen Schätzchen dabei zu haben. Auch weil sie mit ein paar anderen kleineren Schusswaffen kompatibel sind, wenn sie neueren Jahrgangs sind. Ich gestehe, nicht immer komm ich nur mit meinen Highkicks durch und musste sie bei aufgesammelten Waffen nutzen.“ Er schaute schließlich von der Patrone auf zu Lee und beobachtete seine Reaktion aufmerksam. „Falls du sie auch für deine Waffen nutzen kannst oder etwas in einem ähnlichen Format nutzt-“
Lee konnte der Implikation folgen und nickte zunächst nur langsam, die ganze Zeit die Augen auf die Patrone fixiert. „Ja, ich kann sie auch als Notmagazine für einige Schuss nutzen.“ Zögerlich erwiderte er Changyus Blick. „Falls also während der morgigen Mission meine Magazine doch ausgehen sollten...“
Er musste den Satz nicht beenden, um Changyus Antwort in Form eines breitens Lächelns zu kriegen. Mit einer winzigen Bewegung seiner Finger verschwand die Patrone in dessen Handfläche und war einen Moment später wieder in die Halterung verstaut. „Genau.“
Lee nickte knapp und spürte seine Mundwinkel zucken.
Changyu nickte ebenfalls, wenn auch etwas enthusiastischer, zog die Schultern ein bisschen hoch und begann wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen, während er einen ersten leichtfüßigen Schritt nach hinten tat. „Da wir das nun geklärt haben, kann ich dich deiner Griesgrämigkeit wieder überlassen und ich mach mich an die erste Nachtwache. Schlaf gut und bis morgen!“
Auf seine Griesgrämigkeit angesprochen schaute Lee ungewollt besonders grimmig, sparte sich aber jeglichen Protest als er seine verkniffenen Augenbrauen spürte. Er schloss kurz die Augen und schnaubte leise. „Gute Nacht“, erwiderte er und sah dem anderen beim grinsenden Wegtänzeln zu.