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[identity profile] nyx-chan.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: D.A.V.E.
Challenge: Smut/Kink – verbotene Affäre (fürs Team)
Fandom: Punishing: Gray Raven
Charaktere: Wanshi, Kamui, Camu
Wörter: ~680
Kommentar: Bis vor ca. 60min wusste ich nicht, dass ich das in meinem Leben brauchte.


Außerhalb von lebensgefährlichen Situation war es geradezu eine Ressourcenverschwendung die erhöhten, die veränderten Sinne hochzuschrauben. Es war besonders dann eine Ressourcenverschwendung, wenn man stattdessen hätte erholsam schlafen können. Je tiefer und traumloser, desto besser. Stattdessen ließ Wanshi unruhig die Finger seiner linken Hand über das alte, rissige Leder der Couchlehne fahren und versuchte sich auf die Struktur zu konzentrieren, auf den alten, manchmal schon unangenehmen Geruch des Möbelstücks. Der viel zu vollgestopfte Raum erdrückte ihn, wenn es sonst mehr das Gefühl einer schützenden Höhle hatte. Ein Berg aus alten Figuren, Comics, Postern, Konsolen, Stapeln von Videospielen und Filmen, alles irgendwie verräumt, irgendwo gestapelt, wo der Platz es hergab. Wenig erinnerte daran, dass dies Standartquartiere sein sollten. Der Schreibtisch war rausgeflogen und dafür war diese Couch eingezogen, direkt neben das noch als Standard vorhandene Bett, welches an allen Ecken und Enden beladen war. Eine Regalwand mit einem riesigen Bildschirm gegenüber, und alles andere randvoll gefüllt. Alles starrte ihn an und summte in Wanshis Kopf, während er auf das Bett starrte, in dem Kamui vor einiger Zeit eingeschlafen war. Die altmodische Anzeige eines kleinen digitalen Weckers auf der Fensterbank leuchtete Wanshi bedrohlich mit seinen roten Ziffer an, die mal schneller, mal langsamer sich abwechseln zu schienen.
Als ein Zucken Kamuis Körper durchfuhr, erstarrte Wanshi und beobachtete. Er spürte, wie sein mechanischer Körper einen Atem anhielt, den er nicht brauchte, wie sein System in Alarmbereitschaft geriet durch seine menschlichen Reflexe, durch Irrationalität.
Irrationalität.
Nichts beschrieb die Situation besser.
Kamui öffnete seine Augen. Langsam setzte er sich auf, ließ seinen Blick über das Zimmer schweifen und fixierte schließlich Wanshi mit einem wölfischen Lächeln und dem untypischen, gefährlichen roten Farbe seiner Augen.
„Hallo Doktor“, grüßte er mit einer deutlich tieferen Stimme. „Du hast mich wohl vermisst, was?“
Wanshi konzentrierte sich darauf sein sonst so gefasstes Äußeres aufrecht zu erhalten. Seine linke Hand drückte sich bewusst flach gegen das Leder. Er hob leicht sein Kinn. Unerwartet zog er sein rechtes Bein an sich, während er das Linke ausgestreckt auf dem Polster liegen ließ, und verfluchte sich innerlich für den doch ungewollten menschlichen Gestus. Seine rechte Hand verkrampfte sich in seinem Schoß zu einer Faust.
Wäre er noch so menschlich, er wüsste noch genau, wie seine Haut prickeln würde, auch wenn es so lange her war, fast vergessen zwischen den schweren Wolken aus Pflicht, Berufung und Realität.
Der andere Konstrukt stand vom Bett auf und streckte sich genüsslich, bis auf Shorts unbekleidet. „Oder hast du dich entschieden mir diesen Körper doch endlich zu überlassen?“
„Nein“, antwortete Wanshi knapp.
„Ah, er spricht“, neckte Camu. Er senkte langsam seine Arme, nahm einen Schritt auf Wanshi zu und legte wie beiläufig seine rechte Hand auf Wanshis rechtes Knie. „Ich war schon drauf und dran diesen Idioten in die nächste verseuchte Zone zu treiben, nur damit du uns wieder zusammenflicken kannst und wir uns wiedersehen. Aber wie du siehst...“ Camu ließ die Hand langsam auf die Innenseite des Knies gleiten und schob es leicht nach außen, um es zwischen seine Hüfte und Hand einzuklemmen. Sein aufmerksamer Blick verließ niemals Wanshis Gesicht, der es nicht wagte woanders hinzusehen oder sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. „Ich habe mich an mein Versprechen gehalten. Der Idiot lebt und ich passe auf ihn auf, bin artig.“ Langsam beugte sich Camu vor. Während seine linke Hand sich auf der Handlehne aufstütze, gegen die Wanshi gelehnt saß und ihn nun einengte, strich seine rechte Hand weiter hinab über die nackte synthetische Haut der Oberschenkelinnenseite. Sie blieb erst stehen als die ersten Finger unter den Stoffsaum von Wanshis Boxershorts gefahren waren.
Um Camus Blick standzuhalten musste Wanshi immer weiter den Kopf heben und nach hinten beugen. Er bildete sich das Brennen auf seiner Haut ein, wo er berührt wurde, wo sonst das Blut hindurchschießen würde, ehe es ganz woanders sich sammeln würde. Er spürte ganz real wie Camu, nun über ihn hängend, ganz bewusst atmete, um ihre Nähe zu unterstreichen. Als würde es nicht reichen, dass Wanshi nur noch rot sah.
Für einen kurzen Moment dachte er an Kamui und schloss schuldbewusst die Augen, ehe er den folgenden Kuss erwiderte.

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