Criminal Minds: PMS
Jul. 10th, 2008 08:46 pmTitel: PMS
Schreiberling:
agadinmar
Fandom: Criminal Minds
Leidtragende: Garcia, Morgan, Reid
Rating: P-13 oder so
Wordcount: 712
Prompt: Ich habe mich für challenge #2 entschieden: Nein!
A/N: Manchmal ist es gut, der inneren Stimme ein klares Nein! entgegen zu schmettern ;)
Kaffee tropfte von ihrem Lieblingsrock auf den grauen Teppich und verwandelte die makellose Auslegeware in das Werk eines blinden Impressionisten. Braune Pfützchen, die halbmondartig ihre roten Pumps rahmten und blassere Spritzer, die fast bis zu den Rollen ihres Schreibtischstuhls reichten.
Was für eine Sauerei.
Wütend und genervt von ihrer eigenen Unachtsamkeit sog Garcia den Atem ein und hielt ihn – in der frommen Hoffnung sich irgendwie beruhigen zu können.
Murphys Law hatte heute voll zu geschlagen – verschlafen, kaputte Dusche, tropfender Kühlschrank und verpasste Bahn - und in Kombination mit dem allmonatlichen Übel war ihr Leben binnen kurzer Zeit zu einem Katastrophengebiet geworden.
Und jetzt segelte ihr auch noch der rettende Kaffee aus der Hand und ruinierte ihr sauberes, kleines Paradies, nur weil irgendjemand einen riesigen Karton mit Akten hinter ihrer Tür geparkt hatte.
Sie schloss die Augen für einen Moment. Was zu viel war, war einfach zu viel.
„Hey, Garcia, wir wollten fragen ob du--“
Morgans fröhliche Stimme wurde jäh von ihr unterbrochen, noch ehe er seinen Satz zu Ende gesprochen hatte.
„Nein! Und egal was es ist, ich will es gar nicht hören!“ Mit dem unbeschmierten Handrücken wischte sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und drehte sich zu ihm um. „Königliche Audienzen gibt es erst wieder, wenn mein Reich wieder sicher ist.“
Morgan sah sie mit großen Augen an und als er den verschütteten Kaffee bemerkte, grinste er schief. „Viva la Revolution?“
Jetzt bemerkte sie, dass auch Reid vor ihrem Büro stand, halb verdeckt von Morgans breiterer Statur. Sie schniefte. „Viva einen Dreck.“
Morgan kratzte sich am Nacken, deutete dann auf den braunen See. „Solange es bei Kaffeeflecken bleibt und wir nicht irgendwann Gideon aus deinem Teppich kratzen müssen.“
Reid sah verlegen zur Seite und als sein Blick auf Garcias Taschentuchbox fiel, begann er einige Einmaltücher herauszunehmen und machte sich auf in Richtung Kaffeeunglück.
„So... also so schlimm ist es doch gar nicht. Ich bin mir sicher, dass das... alles... rausgeht.“
Auch wenn sie wusste, dass Reid es sicherlich gut meinte, sah es so aus, als würde er die dunkele Flüssigkeit eher in die Wolle einmassieren statt sie tatsächlich zu entfernen. „Danke, Reid, aber ich mache das lieber selbst, in Ordnung?“
Irritiert blickte Reid auf – erst zu ihr und dann noch irritierter zu Morgan. Mit Entsetzen und einem fast schwindelerregenden Gefühl der Fassungslosigkeit sah Garcia wie Morgans Lippen zu Reid drei lautlose Buchstaben formten. P. M. S.
Ihr Mund öffnete sich, doch die wütende Antwort, auf die sie wartete, steckte noch irgendwo zwischen Ärger und Schock.
„Oh.“ Reids Gesicht wurde rot und er stand auf, ruckartig und ungelenk, als müsste ihm die ganze Angelegenheit unangenehm sein. „Vielleicht... also, vielleicht interessiert es euch ja, dass anhand neuerer statistischer Untersuchungen die Auswirkungen von PMS keineswegs--“
„Wenn du nicht wissen willst, wofür PMS wirklich steht, dann lass diesen Satz besser unvollendet.“ Garcia machte einen kurzen Schritt zu Reid und nahm ihm die nassen Tücher aus der Hand. „Und jetzt raus. Alle beide. Mein Tag ist auch ohne euch schon miserabel genug.“
Grimmig schob sie die beiden zur Tür. Genug. Genug für heute, für Morgen – und eigentlich genug für die ganze Woche. Wenn hier nicht wirklich ein Unglück passieren sollte, sollte sie besser dafür sorgen, dass die beiden verschwanden. Ansonsten würden sie live erleben, wie sich die Göttin der High-Tech-Welt in eine urzeitliche Rachegöttin verwandelte.
Als die Tür hinter den Herren ins Schloss fiel, ließ sie sich – immer noch sauer und leicht deprimiert – auf die Aktenkiste sinken.
„Wofür steht PMS denn wirklich?“ Reids zittrige Stimme war leise, aber für ihr Ohr, das unabsichtlich an der Tür ruhte, dennoch gut zu hören.
Morgan lachte, dunkel und leise, als ahnte er, dass sie noch immer hören konnte, was die beiden vor ihrem Zimmer sprachen.
„Potential Murder Suspect.“
Grinsend klopfte Garcia mit dem Fingerknöchel gegen die Tür. „Richtig, Jungs. Und ihr seit ganz oben auf meiner privaten liste.“
„Ahm, Garcia, ich wollte eben wirklich nicht...“ Reid stockte mitten im Satz und Garcia konnte vor ihrem geistigen Auge sehen, dass Morgan ihn gestoppt hatte.
„Keine bange, Genie. Solange wir schneller rennen können als Gideon, wird uns nichts passieren.“
Leise lachend lauschte Garcia den sich entfernenden Schritten ihrer Kollegen. Sie konnte sich nicht helfen, aber die Vorstellung, messerschwingend durch das BAU zu stürmen hatte wirklich etwas beunruhigend Befreiendes.
Schreiberling:
Fandom: Criminal Minds
Leidtragende: Garcia, Morgan, Reid
Rating: P-13 oder so
Wordcount: 712
Prompt: Ich habe mich für challenge #2 entschieden: Nein!
A/N: Manchmal ist es gut, der inneren Stimme ein klares Nein! entgegen zu schmettern ;)
Kaffee tropfte von ihrem Lieblingsrock auf den grauen Teppich und verwandelte die makellose Auslegeware in das Werk eines blinden Impressionisten. Braune Pfützchen, die halbmondartig ihre roten Pumps rahmten und blassere Spritzer, die fast bis zu den Rollen ihres Schreibtischstuhls reichten.
Was für eine Sauerei.
Wütend und genervt von ihrer eigenen Unachtsamkeit sog Garcia den Atem ein und hielt ihn – in der frommen Hoffnung sich irgendwie beruhigen zu können.
Murphys Law hatte heute voll zu geschlagen – verschlafen, kaputte Dusche, tropfender Kühlschrank und verpasste Bahn - und in Kombination mit dem allmonatlichen Übel war ihr Leben binnen kurzer Zeit zu einem Katastrophengebiet geworden.
Und jetzt segelte ihr auch noch der rettende Kaffee aus der Hand und ruinierte ihr sauberes, kleines Paradies, nur weil irgendjemand einen riesigen Karton mit Akten hinter ihrer Tür geparkt hatte.
Sie schloss die Augen für einen Moment. Was zu viel war, war einfach zu viel.
„Hey, Garcia, wir wollten fragen ob du--“
Morgans fröhliche Stimme wurde jäh von ihr unterbrochen, noch ehe er seinen Satz zu Ende gesprochen hatte.
„Nein! Und egal was es ist, ich will es gar nicht hören!“ Mit dem unbeschmierten Handrücken wischte sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und drehte sich zu ihm um. „Königliche Audienzen gibt es erst wieder, wenn mein Reich wieder sicher ist.“
Morgan sah sie mit großen Augen an und als er den verschütteten Kaffee bemerkte, grinste er schief. „Viva la Revolution?“
Jetzt bemerkte sie, dass auch Reid vor ihrem Büro stand, halb verdeckt von Morgans breiterer Statur. Sie schniefte. „Viva einen Dreck.“
Morgan kratzte sich am Nacken, deutete dann auf den braunen See. „Solange es bei Kaffeeflecken bleibt und wir nicht irgendwann Gideon aus deinem Teppich kratzen müssen.“
Reid sah verlegen zur Seite und als sein Blick auf Garcias Taschentuchbox fiel, begann er einige Einmaltücher herauszunehmen und machte sich auf in Richtung Kaffeeunglück.
„So... also so schlimm ist es doch gar nicht. Ich bin mir sicher, dass das... alles... rausgeht.“
Auch wenn sie wusste, dass Reid es sicherlich gut meinte, sah es so aus, als würde er die dunkele Flüssigkeit eher in die Wolle einmassieren statt sie tatsächlich zu entfernen. „Danke, Reid, aber ich mache das lieber selbst, in Ordnung?“
Irritiert blickte Reid auf – erst zu ihr und dann noch irritierter zu Morgan. Mit Entsetzen und einem fast schwindelerregenden Gefühl der Fassungslosigkeit sah Garcia wie Morgans Lippen zu Reid drei lautlose Buchstaben formten. P. M. S.
Ihr Mund öffnete sich, doch die wütende Antwort, auf die sie wartete, steckte noch irgendwo zwischen Ärger und Schock.
„Oh.“ Reids Gesicht wurde rot und er stand auf, ruckartig und ungelenk, als müsste ihm die ganze Angelegenheit unangenehm sein. „Vielleicht... also, vielleicht interessiert es euch ja, dass anhand neuerer statistischer Untersuchungen die Auswirkungen von PMS keineswegs--“
„Wenn du nicht wissen willst, wofür PMS wirklich steht, dann lass diesen Satz besser unvollendet.“ Garcia machte einen kurzen Schritt zu Reid und nahm ihm die nassen Tücher aus der Hand. „Und jetzt raus. Alle beide. Mein Tag ist auch ohne euch schon miserabel genug.“
Grimmig schob sie die beiden zur Tür. Genug. Genug für heute, für Morgen – und eigentlich genug für die ganze Woche. Wenn hier nicht wirklich ein Unglück passieren sollte, sollte sie besser dafür sorgen, dass die beiden verschwanden. Ansonsten würden sie live erleben, wie sich die Göttin der High-Tech-Welt in eine urzeitliche Rachegöttin verwandelte.
Als die Tür hinter den Herren ins Schloss fiel, ließ sie sich – immer noch sauer und leicht deprimiert – auf die Aktenkiste sinken.
„Wofür steht PMS denn wirklich?“ Reids zittrige Stimme war leise, aber für ihr Ohr, das unabsichtlich an der Tür ruhte, dennoch gut zu hören.
Morgan lachte, dunkel und leise, als ahnte er, dass sie noch immer hören konnte, was die beiden vor ihrem Zimmer sprachen.
„Potential Murder Suspect.“
Grinsend klopfte Garcia mit dem Fingerknöchel gegen die Tür. „Richtig, Jungs. Und ihr seit ganz oben auf meiner privaten liste.“
„Ahm, Garcia, ich wollte eben wirklich nicht...“ Reid stockte mitten im Satz und Garcia konnte vor ihrem geistigen Auge sehen, dass Morgan ihn gestoppt hatte.
„Keine bange, Genie. Solange wir schneller rennen können als Gideon, wird uns nichts passieren.“
Leise lachend lauschte Garcia den sich entfernenden Schritten ihrer Kollegen. Sie konnte sich nicht helfen, aber die Vorstellung, messerschwingend durch das BAU zu stürmen hatte wirklich etwas beunruhigend Befreiendes.
no subject
Date: 2008-07-10 09:47 pm (UTC)no subject
Date: 2008-07-11 04:09 pm (UTC)no subject
Date: 2008-11-15 04:28 pm (UTC)Ich liebe Garcia und du hast sie wirklich pefekt getroffend (und den letzten Satz möchte ich mir bitte einrahmen und an die Wand hängen :P )
no subject
Date: 2008-11-15 05:18 pm (UTC)Danke schön fürs lesen *drück*