[H/C - Mir ist so heiß/kalt.]
Aug. 5th, 2023 08:23 amChallenge: Hurt/Comfort - "Mir ist so heiß/kalt." (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (Digimon AU)
Charaktere: Kujou Tenn, Kujou Takamasa
Pairings: -/-
Kommentar: setzt an die vorherigen Parts zu dem AU an ^^;
Er zuckte heftig zusammen, als er seine Augen aufschlug.
Er lag in einem Bett, während ein einfaches Licht das Zimmer erhellte. Sein Zimmer, in dem er die letzten Jahre häufig gelebt und gelernt hatte.
Er zuckte zurück, drückte die Bettdecke wieder über sich. Warum war ihm so kalt? Was war überhaupt passiert?
„Du bist aufgewacht, Tenn“, hörte er eine ruhige Stimme neben sich, bevor ihm eine Tasse hingehalten wurde, „trink das. Es wird dir guttun.“
Tenn blickte zu dem anderen, nickte und streckte einen Arm unter der Decke hervor, nahm die Tasse in die Hand und hielt sie kurz darauf mit beiden Händen fest. Langsam nahm er einen Schluck von dem Tee. Es tat gut, wo sich sein ganzer Körper so kalt anfühlte. „Danke Kujou-san“, sagte er dann und sah ihn wieder an, „was ist passiert?“
„Du bist bewusstlos geworden, nachdem du zurückgekehrt warst“, sagte Kujou, während er ihn eindeutig besorgter ansah. Tenn wusste, dass Kujou sich wirklich Sorgen um ihn machte, auch, wenn er ihm nur bezüglich dieser digitalen Welt half. „Danach hast du einige Tage geschlafen. Gaku und Ryuunosuke haben zwischendurch nach dir gesehen.“
Tenn blinzelte, umfasste die Tasse mit seinen Händen mehr, trank erneut einen größeren Schluck. Immerhin sorgte der Tee dafür, dass ihm nicht mehr so kalt war. „Wann kann ich damit aufhören?“ Wann kann ich ihnen sagen, dass ihr gemeinsamer Idoltraum nichts weiter als ihr Traum ist? Tenn wusste, dass er diesen Satz, der ihm eigentlich im Kopf schwirrte, nicht sagen konnte.
Er wollte kein Idol sein. Er wollte nie ein Idol sein. Er will einzig nur endlich, dass Riku aufwachte und er seine Eltern wieder lächeln sehen konnte.
„Tenn, was ist dort passiert?“, fragte Kujou nach, während er vermutlich absichtlich nicht auf die Frage antwortete. Aber Tenn wusste, dass sie nie wirklich darüber sprachen, was mit seinem Leben als Idol war. Wie sein Idolleben weitergehen würde, sobald er Riku zurückgeholt hatte.
„Ich ... ich habe Riku gefunden, aber diese Digimon haben verhindert, dass ich zu ihm kam, also haben wir sie besiegt, bis ... das Digimon bei ihm zu etwas viel mächtigerem digitiert ist. Ich weiß nicht, was– aber ...“, flüsterte Tenn vor sich hin. Danach war seine Erinnerung sowieso nur sehr schwammig, auch wenn er sich daran erinnerte, dass seine Digimon ihn beschützt hatten.
„Dein Körper war von einem Virus befallen nachdem du dich ausloggen konntest“, sagte Kujou und sah ihn ernster an, „es hat einige Tage gedauert, bis du dich erholt hattest. Das Digimon bei euch muss etwas bei euch gemacht haben, was Einfluss auf deinen Körper hatte.“
Tenn schluckte, hielt die Tasse mehr fest, auch, wenn er den Tee inzwischen leergetrunken hatte. „Riku ... was ist ... kann es Riku ebenfalls geschadet haben? Ist er– ist er entkommen?“ Er erinnerte sich an dieses Kyubimon, Nagi, welches ihn so ruhig angesehen hatte, dass er das Gefühl hatte, dass er ihm vertrauen konnte. Auch, weil er gemerkt hatte, dass es am wenigsten gegen ihn gekämpft und sich eher im Hintergrund gehalten hatte.
Anfangs hatte er sich gefragt, wieso es sich mehr zurückgehalten hatte, aber später, in Rikus Nähe, hatte er in diese Augen gesehen und gemerkt, dass irgendetwas anders gewesen war.
„Tut mir leid, Tenn, aber ich kann dir nicht sagen, was alles mit Riku passiert, solange er dort ist. Im Gegensatz zu dir müssen wir wohl eine Möglichkeit finden, wie wir seine Verbindung zu seinem Körper wiederherstellen können. Wenn ich das so sagen kann“, sagte Kujou schließlich bedrückter, „du solltest dich noch einen Tag erholen. Du hast morgen einen wichtigen Auftritt in einer Show.“
Tenn zuckte zurück, stellte die Tasse neben sich ab und zog die Decke wieder über seinen Körper. „Ich will endlich aufhören, Kujou-san.“ Seine Stimme klang selbst für ihn zu emotionslos. „Ich will aufhören mit TRIGGER. Mir ist kalt ... Riku ... Ich will nur noch ... zu Riku ...“ Er fühlte, wie ihm die Augen zufielen, während er versuchte, die Wärme der Decke aufzunehmen, auch, wenn es nicht viel brachte. Es änderte nichts daran, dass ihm zu kalt war.
„Schlaf etwas, Tenn“, hörte er noch einmal Kujou, bevor er komplett in einen Schlaf wegdämmerte.