[identity profile] failte-aoife.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: The Machine
Challenge: Interjektionen — Hey!
Fandom: Blind Ermittelt
Charaktere: Laura Janda, Niko Falk
Notes: Equal rights for everyone, aka jetzt mal Angst für Niko



„Hey!“


Niko schaute auf. „Hey.“ Er senkte seinen Blick wieder und starrte weiter auf den Krankenhausfußboden. Laura setzte sich neben ihn.


„So schlimm hats ihn doch gar nicht erwischt.“


„Hmmm.“


„Komm. Er braucht ein paar Stiche und das ist alles.“


Niko reagierte nicht. Sie legte ihm eine Hand auf den Arm. „Ohne dich würde er jetzt um einiges schlimmer aussehen.“


Er lachte und schüttelte ihre Hand ab. „Bist du dir da sicher?“


Verständnislos starrte sie ihn an. Er starrte zurück. „Ohne mich wär er gar nicht da gewesen.“


Oh. „Ah.“ Sie griff wieder nach ihm, ließ sich diesmal nicht abschütteln und kassierte dafür einen wütenden Blick.


„Ihr wärt beide nicht da gewesen, wenn ich euch nicht da hingeschickt hätte. Ists dann nicht eher meine Schuld?“


„Nein! Das ist ... was ganz anderes.“


„Ach. Ist es das?“ Niko antwortete nicht. „Meinst du, ohne dich würde Alex jemanden aus dem Hut ziehen, der ihn zu Tatorten und Mordverdächtigen kutschiert, ihm detailliert die Leichen beschreibt, und außerdem hellsehen kann und so verhindern kann, dass ihm irgendwas passiert?“ Jetzt funkelte er sie sehr wütend an, aber sie redete einfach weiter. „Oder glaubst du, ohne dich würde Alex den ganzen Tag zu Hause sitzen, Jazz hören, und nichts Gefährliches machen.“


Niko erstarrte. Die Wut fiel mit einem tiefen Seufzer von ihm ab. „Wahrscheinlich nicht.“


„Komm. Wir kennen ihn beide besser als das. Es wäre sicher nicht so. Alex kann ... nicht nichts tun. Aber er kann auch nur das machen, was er wirklich machen will. Und er will halt“, sie zeigte zum Behandlungszimmer, „das tun. Na ja. Nicht das. Aber er weiß ja auch, was er tut.“ Ob er auch wusste, wie wahnsinnig er andere mit seinem Verhalten machte, war eine ganz andere Frage.


Er ließ seinen Kopf wieder sinken. „Ich ... er ... ich mach mir halt Sorgen.“


„Ich doch auch.“ Ihre Hand verkrampfte sich. „Weißt du. Damals. Wir wussten damals ja lange nicht, ob ers schafft. Das war verdammt scheiße.“


Niko schaute auf. Fixierte sie.


„Und ich will das wirklich nicht nochmal durchmachen. Aber“, sie lächelte schwach, „Alex ist halt ... Alex. Er wird nicht plötzlich seine Liebe fürs ... Schachspielen entdecken.“


Jetzt huschte auch ein leichtes Lächeln über Nikos Gesicht. „Selbst wenn. Wahrscheinlich würde er es schaffen, einen Partner zu finden, der ein gesuchter Bankräuber ist.“


Laura lachte auf. „Ja, wahrscheinlich würde er das.“ Sie wurde wieder ernst. „Hör zu. Ich kann ihm nicht vorschreiben, was er tun soll. Aber“, sie schaute ihn direkt an, wollte, dass er verstand, wie ernst sie den nächsten Satz meinte, „ich bin froh, dass bei dem, was er macht, du dabei bist. Es ist mir lieber, du bist bei ihm als irgendjemand, der das fürs Geld macht oder für den Kick und dem Alex egal ist.“


Niko wandte sich unter ihrem Blick, dann grinste er. „Übertreib mal nicht. Ich mach das auch, weil er verdammt gut bezahlt.“


„Natürlich.“

Date: 2023-08-01 07:10 am (UTC)
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Awww, ach Nico! Aber gut hat sie das gemacht.

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