[Angst - süchtig]
Jul. 28th, 2023 05:20 pmChallenge: Angst - süchtig (für mich)
Fandom: IDOLiSH7
Charaktere: Nanase Riku, Nanase Tenn
Pairings: RikuTenn (just mentioned HaruTenn a bit)
Kommentar: second-personality-Monster!Riku AU ... und mal wieder was zu diesem Ding schreiben, weil ich hoffe, dadurch irgendwie so etwas wie einen Plan zu bekommen... (ich brauch mal irgendne bessere Idee, wie ich dieses Ding nenne ^^;;;)
Er fühlte sich zu benommen, als er seine Augen aufschlug und bemerkte, dass er sich nicht wirklich bewegen konnte.
Es sorgte dafür, dass Tenn von einem Moment auf den anderen hellwach war und sich in dem Kellerraum umsah, in dem er gefangen war. Die letzten Jahre hatten dafür gesorgt, dass er umso wachsamer war, wenn er spürte oder bemerkte, dass irgendetwas passiert sein musste.
Wie genau war er überhaupt gefangen worden? Wo war er?
„Beruhig dich, Tenn-nii.“
Diese klare Stimme sorgte dafür, dass er aus seinen Gedanken aufschreckte und kurz darauf zu Riku blickte, der sich vor ihn gekniet hatte und ihm nun entgegensah.
„Riku?“, fragte er nach. Wieso war Riku bei ihm und er war dennoch gefangen? Wieso erinnerte er sich nur nicht wirklich daran, was genau passiert war?
„Du fragst dich, wieso ich dich hier unten gefesselt habe“, sagte Riku so ruhig weiter, legte seine Hände an Tenns Wangen, „... ich muss verhindern, dass du dich von mir entfernst.“
„Riku, was–“, fing Tenn an, schluckte allerdings, als er kurz darauf spürte, wie Riku ihn eindringlich küsste, so dass er ein wenig darin versank und jegliche Gedanken für einen Moment verbannte.
„Du gehörst zu mir, nicht wahr, Tenn-nii?“, fragte Riku schließlich nach, sah ihn ernster an, während Tenn nur etwas verschleiert zu ihm blicken konnte.
Wieso sorgte Riku nur so sehr dafür, dass er einfach nur mehr von ihm wollte, obwohl er genau wusste, dass das hier nicht Riku war.
„Ich muss sichergehen, dass du das weiterhin weißt“, sagte Riku weiter, lächelte ihn an, auch, wenn es niemals an das Lächeln heranreichte, was sein Riku ihm früher immer gezeigt hatte.
„Ich werde immer bei dir sein, Riku“, entgegnete Tenn schließlich daraufhin, sah ihm entgegen.
„Du bist nicht immer bei mir, Tenn-nii“, sagte Riku langsam weiter, bewegte eine Hand über Tenns Hals, „aber ich weiß, dass du mich genauso liebst. Du liebst mich doch, nicht wahr, Tenn-nii?“
Tenn schluckte, nickte langsam. „Ich liebe dich, Riku“, flüsterte er daraufhin zurück. Auch, weil er wusste, dass er nicht von ihm loskommen würde, selbst wenn er wusste, dass er es sollte. Selbst, wenn er wusste, dass das hier nicht Riku war.
Selbst, wenn er wusste, dass er das hier nicht so einfach zulassen sollte, so wie Riku ihn benutzte.
„Aber ein Teil von dir ist nicht bei mir“, entgegnete Riku daraufhin, sah ihm wieder ruhiger entgegen, „auch, wenn du es versuchst. Ich will, dass jeder Teil von dir mir gehört. Dass es nur uns beide gibt.“
Tenn zuckte ein wenig zusammen, weitete seine Augen, während er Riku ansah. „Wie kommst du darauf, dass ...“,
„Isumi Haruka“, flüsterte Riku zurück, lächelte ihn langsam mehr an, „gib ihn auf, Tenn-nii.“
„Riku“, fing Tenn an, ohne allerdings zu wissen, was er sahen sollte. Er wusste, dass er das nicht konnte. So sehr er Riku liebte, aber er wusste auch, dass er nicht Haruka dafür aufgeben konnte. Riku war sein Zwillingsbruder und er wollte nur endlich seinen Riku zurückhaben. Vielleicht war es auch nicht komplett richtig, dass er mehr für ihn empfand, als er für seinen Zwillingsbruder empfinden sollte.
„Du willst doch nicht, dass ich dafür sorge, dass du ihn nie wieder siehst?“, fragte Riku nach, grinste nun etwas mehr, bewegte seine Hand zu Tenns Kinn, sorgte dafür, dass sie sich in die Augen blicken konnten.
Es sorgte nur mehr dafür, dass Tenn so deutlich in Rikus rote Augen blicken konnte und für einen Moment das Gefühl hatte, dass er nicht nur ihn sah, sondern auch die kindliche, schwache Version seines Zwillingsbruders, die in einem Krankenbett lag und heftiger atmete oder hustete.
„Du– du willst–“, startete Tenn, ohne wirklich weitersprechen zu können. Riku sprach nicht davon, dass er Haruka etwas antun wollte.
„Seine Seele ist schwach, warum sollte ich ihn nicht vernichten?“, fragte er nach, legte den Kopf schief, richtete sich dann auf und bewegte sich ein paar Schritte von Tenn weg, „ich will nur dich, Tenn-nii. Du würdest doch nie zulassen, dass der letzte Rest deines Zwillingsbruders stirbt, oder?“
„Du ... verstanden“, flüsterte Tenn nur zurück, senkte den Blick vor sich. Er hatte noch nie so mit diesem Riku geredet, aber er wusste schließlich, dass Rikus wahre Persönlichkeit sich bereits seit Jahren nicht mehr gezeigt hatte. „Tu Riku nur nichts an.“
„Keine Sorge, ich bin bei dir, Tenn-nii“, sagte Riku kurz darauf wieder sanfter, bevor er spürte, wie er ihn in die Arme zog.
Es sorgte dafür, dass sich Tenn eindeutig versteifte, weil es wieder so normal wirkte, aber er gleichzeitig wusste, dass es nicht normal war. Dass er weit davon entfernt war, seinen Zwillingsbruder wiederzuhaben.