[Angst - Character Death]
Jul. 22nd, 2023 08:16 pmChallenge: Angst - Character Death (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (Digimon AU)
Charaktere: Nanase Riku, "Nagi" (Kyubimon)
Pairings: -/-
Kommentar: schließt an das vorherige an ^^ (ka wie sehr das jetzt wirklich 'character death' ist, aber irgendwie...ja zumindest...etwas?)
Verwirrt rutschte Riku von dem Rücken dieses gelben Fuchses, der sich kurz darauf erschöpft auf den Boden legte.
„Nagi?“, fragte er leise nach, trat zu ihm und ließ sich vorsichtig neben ihm nieder. Wieso sah sein Freund plötzlich so anders aus?
„Alles gut, Riku“, sagte Nagi zwar erschöpft, allerdings sah er ihn lächelnd an, „bist du okay?“
„Ich ... ja“, nickte Riku, bewegte seine Hand über Nagis Kopf und das Fell des anderen, während er sich langsam wieder daran erinnerte, was vorher passiert war.
Er hatte Tenn getroffen und gemerkt, dass der Tenn, den er die ganze Zeit in seiner Nähe gesehen hatte, nicht sein Zwillingsbruder, sondern ein irritierendes Monster gewesen war.
Noch dazu ... was genau war mit seinen anderen Freunden in dem Kampf passiert? „Iori, Yamato, Mitsuki, Tamaki, Sougo“, flüsterte er ein wenig geschockter, „Nagi, was ist mit ihnen?“ Was genau waren sie eigentlich gewesen, dass sie gegen Tenn-nii gekämpft hatten?
„Ich denke nicht, dass sie die Angriffe überlebt haben“, murmelte Nagi und lehnte seinen Kopf gegen ihn, worauf Riku seine Augen weitete.
Wieso hatten sie dann gekämpft? Wieso hatten sie überhaupt gekämpft, wenn das doch nur Tenn gewesen war?
Wieso hatte Tenn gegen seine Freunde gekämpft und sie getötet? Oder ... eher diese Monster bei ihm?
„Riku, beruhig dich“, sagte Nagi und stupste ihn von der Seite an, „wir sind nicht, wie du. Sie werden wiedergeboren, dazu müssen wir nur den Ort finden, in dem sie als Digieier landen werden.“
Riku blickte wieder zu ihm, rutschte gegen Nagi und lehnte sich mit dem Kopf gegen seinen Rücken. „Ich will ... nach Hause.“
„Riku“, flüsterte Nagi ein wenig, legte sich etwas so, dass er ein paar seiner Schweife über Riku legte und seinen Kopf neben ihm ablegte, „es gibt da etwas, was wir dir nie erzählt haben. Tailmon, das Digimon, welches du ‚Tenn-nii‘ genannt hast, hat dich damals gerettet, als ein Mensch deine Daten besitzen wollte. Aber seitdem kannst du dich nicht mehr aus diesem Spiel, was inzwischen weit mehr als ein Spiel ist, ausloggen.“
„Was?“, fragte Riku erschrockener nach, „ein ... Spiel ... das ist nur ...“, warum hatte er das Gefühl, dass ihm das alles etwas sagte? Er war in einem Krankenhaus und hatte ein Spiel in einer virtuellen Realität gespielt, oder?
Zusammen mit jemandem, der ebenfalls nicht wirklich mit anderen in der normalen Realität interagieren konnte und nur selten nach draußen kam. Auch, wenn er sich nicht mehr daran erinnerte, wer diese Person war, wenn er denn überhaupt einen Namen wusste.
„Iori, Mitsuki, Yamato, Tamaki, Sougo, Tenn, wir alle haben dich diese Jahre beschützt, damit dieser Mensch nicht erneut versuchen konnte, an dich heranzukommen“, sagte Nagi ein wenig ruhiger, „ich denke, wir dachten, dass dein Zwillingsbruder auch nur wieder dieser Mensch wäre, der dich besitzen will. Du kannst ihnen oder Tenn keinen Vorwurf machen. Er beschützt dich so sehr, wie wir dich beschützen wollten.“
„Tenn-nii ... dieses komische Monster ... Digimon ... was hat es Tenn-nii angetan?“, fragte Riku nun nach, rutschte wieder ein Stück von Nagi weg und sah ihn stattdessen an, „was, wenn ...“,
„Dein Partnerdigimon, Angewomon, wollte dich nur am meisten beschützen und verhindern, dass mehr passiert, als wir keine Chance hatten“, sagte Nagi ein wenig bedrückter, „es ist vermutlich aus diesem Drang raus zu Mastemon digitiert. In dem Moment war es wohl das stärkste Digimon von allen.“
„Was willst du damit sagen, Nagi?“, fragte Riku geschockter nach. Was konnte Tenn gegen so ein Digimon ausrichten, selbst, wenn er ihm gesagt hatte, dass er später zu ihm zurückkommen würde?
„Ich denke nicht, dass seine Digimon eine Chance hatten und wenn ein Mensch hier stirbt ...“, murmelte Nagi ein wenig bedrückter, „ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, aber ich glaube nicht, dass er gegen dieses Digimon überlebt hat.“
„Was“, starrte Riku ihn mit geweiteten Augen an, „nein ... nein! Das ist nicht wahr! Tenn-nii ist nicht ... er ist nicht ...! Warum stirbt jeder, nur weil er mich beschützen will?“
„Riku“, fing Nagi an, richtete sich wieder auf.
„Lass mich in Ruhe!“, zischte Riku ihn an, drehte sich von ihm weg und ging aus dem Höhlenunterschlupf, wo sie sich niedergelassen hatten, „du bist auch nur eins von diesen Digimon, oder? Ihr habt mich getäuscht! Wegen euch“, er stoppte, schüttelte den Kopf und rannte dann einfach nach draußen, ohne noch auf etwas zu hören.
„Riku, warte!“, rief Nagi ihm zwar nach, allerdings ignorierte Riku ihn und rannte einfach ohne ein wirkliches Ziel irgendwohin.
Er wollte nur zu Tenn-nii. Er wollte sich vergewissern, dass er nicht tot war. Wie hatte er nur all die Jahre so blind sein können?