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Team: The Machine
Challenge: Hurt/Comfort - JOKER (etwas verlieren, dessen man sich sicher war - vom 27.05.2022) (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (Mermaid AU)
Charaktere: Kujou Tenn, Yaotome Gaku, Tsunashi Ryuunosuke
Pairings: RyuuTennGaku (zumindest kann man es so sehen ^^)
Kommentar: hab ich das hier gerade nach dem Aufstehen geschrieben, weil ich viel zu früh an einem Samstag wachwurde? Jaaa... schließt an das vorherige von dem AU an XD




„Du kannst nicht hierhin zurückkehren.“

Tenn zuckte heftig zusammen, verkrampfte seine Hände in dem Stoff unter sich, öffnete langsam seine Augen und bemerkte, dass er nicht alleine war.

Es dauerte ein paar Sekunden, bis er merkte, dass er sich in Ryuus Shirt festhielt, während er von seinem Freund in den Armen festgehalten wurde und deswegen wohl eher über ihm lag.

Er erinnerte sich daran, dass er seinen Freunden erzählt hatte, was er war, und das er mit ihnen nach Hause gegangen war.

„Ryuu ist ganz schön kuschelig und besitzergreifend, wenn er schläft“, hörte er Gakus leise Stimme neben sich, bevor Tenn etwas seinen Kopf zur Seite drehte und ihn ansah.

Gaku hatte sich neben ihnen auf die Seite gedreht und seinen Kopf etwas auf einem angewinkelten Arm abgestützt. „Alles gut, Tenn?“, fragte er dann weiter leise nach.

„Es ist alles–“, fing Tenn an, kurz bevor er sich an seinen Traum, oder zumindest Teile seines Traums, erinnerte. „Ich ... ihr– ihr würdet mich nicht irgendwann loswerden wollen?“

Warum fragte er das jetzt? Er wusste doch, dass sie mehr als nur ein Team waren. Mehr als nur eine Idolgruppe. Zumindest inzwischen.

„Ich glaube nicht, dass Ryuu dich so einfach wieder gehenlassen würde“, sagte Gaku schmunzelnder, „und für mich gilt das Gleiche. Solange du hierbleiben willst.“

„Es ... ich muss euch noch etwas erzählen“, flüsterte Tenn, ließ Ryuus Shirt langsam los und drehte sich etwas mehr zur Seite, auch, wenn er bemerkte, dass er sich nicht wirklich aus den Armen des anderen befreien konnte.

„Wollen wir warten, bis Ryuu zumindest wach ist?“, entgegnete Gaku ruhiger, streckte seinen anderen Arm zu ihm aus und strich ihm über die Wange.

Tenn gab ein leises, bestätigendes Geräusch von sich, lächelte ihn an. Er wusste, dass er es sowieso lieber nur einmal erzählte. Auch, wenn es ihn gerade wieder beschäftigte, nachdem er ein wenig von damals geträumt hatte.

Er drehte sich wieder etwas zu Ryuu, versuchte sich etwas mehr bei ihm zu bewegen. „Hey, Ryuu ...“, flüsterte er ein wenig. So sehr er es eigentlich mochte, dass er so von ihm gekuschelt wurde, weil er so sehr spürte, dass er nicht mehr alleine war, so sehr wollte er gerade doch endlich diesen letzten Teil seiner Vergangenheit mit ihnen teilen. Und sich eventuell auch wieder normaler bewegen können.

„Ryuu, ich glaube, du hältst Tenn ein wenig zu sehr fest“, fing Gaku neben ihnen an.

„Hmmm?“, kam es etwas verschlafener von Ryuu, kurz bevor er seine Augen aufblinzelte und erschrocken seine Arme von Tenn zurückzog, „oh, sorry Tenn!“

Tenn lächelte ihn an, schüttelte den Kopf. „Ich hab nichts dagegen, es ist nur ...“,

„Tenn will uns noch etwas erzählen“, fügte Gaku ruhiger an, „und ich denke, es ist ihm wichtig.“

„Oh, verstehe“, sagte Ryuu, sah wieder zu Tenn, „ist alles in Ordnung?“

„Es ist alles gut, solange ich weiß, dass ihr mich nicht alleine lassen werdet“, sagte Tenn, rutschte wieder etwas ins Sitzen zwischen seinen Freunden, „es ist nur ... ich habe von meinen Eltern geträumt. Von dem Moment, als Kujou-san mich das erste Mal wieder zu diesem See geführt hat.“

„Deine Eltern?“, fragte Gaku ein wenig bedrückter nach, „du hast nie über deine richtige Familie gesprochen.“

„Ich fange besser von vorne an“, flüsterte Tenn etwas, „meine Eltern sind streng dagegen gewesen, dass ich an die Wasseroberfläche schwimme, weil es gefährlich ist. Weil nicht klar ist, was die Menschen mit uns tun würden. Anfangs habe ich mich dran gehalten, aber irgendwann wurde ich neugierig, also dachte ich ‚nur einmal‘. Es ist auch nichts passiert und als ich Riku davon erzählt habe, hat er so gestrahlt und gemeint, dass ich ihm viel mehr erzählen soll.“

Er stoppte kurz, blickte in die Gesichter seiner Freunde. „Riku ist übrigens mein Zwillingsbruder. Ich habe ihm immer etwas von meinen Ausflügen durch die Meere mitgebracht, weil er nicht wirklich häufig nach draußen konnte und wenn, dann auch nicht sehr weit. Irgendwann fragte er mich, ob ich ihm etwas von oben mitbringe und mehr erzählen kann. Damals waren wir noch nicht ganz zehn. Ich konnte ihn nicht enttäuschen, immerhin war es das, was ihn glücklich machte.“

Er schluckte kurz, stoppte erneut, bewegte eine Hand über seine Augen und spürte eine vereinzelte Träne, die er kurz darauf wegwischte und kurz blinzelte. „Draußen herrsche ein Sturm, von dem wir unten nichts mitbekommen hatten. Ich bin mir nicht sicher, was genau passiert ist, aber das Nächste, was ich gesehen habe, war Kujou-san, wie er bei mir saß. Nicht bei diesem See oder irgendwo in der Nähe, sondern in seiner Wohnung.“

„Er hat dich gerettet?“, fragte Gaku verwunderter nach.

Tenn nickte ein wenig bedrückter. „Ich lag bewusstlos am Ufer, als er mich gefunden hat. Ich habe mich noch ein paar Tage erholt und dadurch gelernt, mich normal, als Mensch, zu bewegen, wenn auch sehr wackelig. Als ich meinte, dass ich zurück zu meiner Familie will, sind wir dorthin und ich bin ins Wasser getaucht, während ich mich von ihm verabschiedet hatte“, sagte er dann ein wenig leiser, rutschte nun doch etwas vor und streckte seine Arme zu seinen Freunden, sah sie ein wenig flehender an, spürte aber kurz darauf, wie Gaku und Ryuu jeweils eine Hand von ihm ergriffen und ihn anlächelten. Es sorgte dafür, dass Tenn ebenfalls etwas erleichterter lächelte. „Mein Papa hat mich vor unserem Zuhause empfangen, aber nicht freundlich. ‚Was machst du noch hier?‘, und ‚Du bist bei einem Menschen gewesen, obwohl wir dir verboten haben, an die Oberfläche zu schwimmen.‘ Ich wollte etwas darauf erwidern, aber ich konnte nicht und als ich danach Mama gesehen habe, wie sie hinter ihm schwamm und mich so enttäuscht ansah, zusammen mit diesem ‚ich will nicht, dass du mit diesem Geruch noch einmal in Rikus Nähe kommst. Er ist zu geschwächt, um das zu ertragen.‘ Alles, was ich danach konnte, war, von ihnen wegzuschwimmen, ohne etwas zu sagen.“

„Du hast Angst, dass wir dich alleine lassen, wegen ihnen?“, fragte Ryuu nach, sah ihn eindeutig bedrückter an, „weil wir von deinem Geheimnis wissen?“

Tenn nickte ein wenig schluchzender. „Ich wusste, dass ich gegen sie handele, indem ich überhaupt an die Oberfläche schwimme. Aber das sie mir verbieten, dass ich Riku erneut treffen kann. Ich bin ein paar Tage alleine herumgeschwommen und habe mir einen Unterschlupf gesucht, wo ich schlafen konnte, bis ich draußen erneut Kujou-san getroffen habe. Als ich ihm erzählt habe, dass ich nicht zu meiner Familie zurückkann, hat er mir angeboten, dass ich bei ihm leben kann. Aber seitdem ...“,

„Wir lassen dich nicht alleine, Tenn“, sagte Gaku daraufhin, bevor er überhaupt weiterreden konnte, „ganz egal, wer oder was du bist.“

„Genau, du gehörst zu uns, Tenn“, sagte Ryuu schließlich, lächelte ihn breiter an, bevor er ihn erneut zu sich und in seine Arme zog.

„Ryuu hat recht, wir sind doch mehr, als nur Freunde“, sagte Gaku daraufhin, lehnte sich von der anderen Seite gegen ihn, so dass sie sich gemeinsam festhielten.

Tenn lächelte ein wenig, genoss einfach nur die Wärme zwischen ihnen. Er wusste, dass sie so etwas wie seine neue Familie waren, oder sogar mehr. „Ich vermisse Riku ... niemanden sonst ... nur ... ich würde zu gerne wissen, ob es Riku gutgeht.“ Das war das, was ihn am meisten schmerzte. Er hätte nie gedacht, dass sein kleiner Ausflug, von dem niemand außer Riku hätte erfahren sollen, dafür sorgte, dass er seinen Zwillingsbruder verlor.

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