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So, das war´s, wir haben Sommerschlussverkauf und aller Fluffy-Happy-go-lucky-Scheiß muss raus.

Sommerchallenge
Fandom: Kimi wa petto
Challenge: Tabelle Ängste, #6 Ataxophobie - Angst vor Unordnung
Person: Yuri Shirotae

„Gibt es irgendwas, was du nicht kochen kannst?“

Und ja, das war gerade aus Momos Mund gekommen, dieser vorlauten post-Teenager-Schnute.
Ausgerechnet dieser Köter für Arme hatte gerade ihr Kräuteromelette gelobt.

Yuri schob sich einen Moment lang verwirrt die Brille höher und war dann wieder die Alte.

„Wenn versuchst, dich bei mir einzuschleimen, streng dich nicht unnötig an.“

Momo hatte bereits ihren halben Muffinvorrat für das Wochenende für das Schwiegereltern-Picknick vernichtet, drei Tüten Milch ausgetrunken und das Wohnzimmer mit Krümeln garniert. Das Schlimmste daran war, dass Ran angefangen hatte, diese Unsitte nachzuahmen. Momo war für die Kleine scheinbar der große Bruder, den sie nicht hatte.

„Keine Angst, ich möchte dich nicht flachlegen.“, säuselte er und kreuzte die Beine zum Schneidersitz.
Yuri griff nach einem Teller und Momo duckte sich. Diese Runde hatte eindeutig sie gewonnen.

„Blödes Mistvieh!“, murmelte sie.
„Ich sage Sumire, sie soll dich endlich kastrieren lassen!“

Sie schnappte sich ihr vorbeihuschendes Töchterchen und begann, an dessen Haaren herumzunesteln. Der Dutt hatte angefangen, sich zu lösen.

„Autsch.“, klagte Momo. Er hatte Muffinreste im und am Mund und hielt sich wie ein Fußballer die Hände vor den Schritt.
„Herrgott, kannst du das sein lassen!“, fuhr die Frau ihn an.
„Hier ist ein Kleinkind!“

„Wenn du solche ekligen Sachen sagst!“, verteidigte sich der Köter.
Er schaute auf die Uhr. Sumire war überfällig.

„Mikku hat das gut getan. Er war danach viel ausgeglichener.“
Yuri hatte Rans Knoten gelöst und zwirbelte die feinen Kinderhaare zu einem neuen Dutt zusammen.
„Aua, Mama!“, klagte das Kind leise.

„Mikku hat ja auch nicht die Gelegenheit bekommen, sich dazu zu äußern!“, entgegnete Momo, geistesabwesend.
Wahrscheinlich, so dachte Yuri, atmete er im Moment leicht auf, weil er wusste, dass der Alibi-Momo, der einzige richtige Hund in diesem Spiel, keine Klöten mehr hatte, mit denen er Sumires gute Hosen versauen konnte.

„Meinst du nicht, du machst das etwas zu fest?“, murmelte Momo.
„Was?!“
„Na Rans Haare...“
Der Junge deutete auf das kleine Mädchen, das angefangen hatte zu quengeln und sich zu winden.
„Misch dich da nicht ein, ich werd ja wohl noch wissen, wie ich mein Kind frisieren muss!“
„Aua, aua Mamaaa!“, jaulte Ran.
“Da, guck doch mal, Yuri, du ziehst ihre Haare viel zu fest! Du tust ihr weh!“
„Blödsinn!“, herrschte sie den jungen Mann an.
„Ich mach das so wie immer!“
„Echt?“, jetzt guckte er verdutzt.
„Dann tust du ihr immer weh!“

Das reichte. Yuri feuerte wutentbrannt den rosa Haargummi auf den Fußboden.
„Halt endlich die Klappe! Hier muss alles seine Ordnung haben! Ran, halt jetzt still, Mama ist ja gleich fertig!“
Sie zwirbelte die Haare, diesmal lockere, damit das Mädchen kein Theater mehr machte.

„Ordnung nennst du das?“
Momo hatte sich die Lippen saubergeleckt und beugte sich nun über den Couchtisch. Er betrachtete die auf dem Teppich hockende Yuri eingehend von oben.
„Du meinst diesen Fimmel mit dem Partnerlook?“

Da schaute sie endlich zu ihm auf, ein wenig alarmiert.
Etwas war anders.

„Du bist ein Ass in allem, nicht wahr, Yuri?“, sagte der Junge und einzelne, verirrte Haarsträhnen fielen in seine Stirn.

„Aber scheinbar fühlst du dich nicht so, weil du dich selbst auf Ran projizieren musst. Es muss ja alles seine Ordnung haben. Denk mal darüber nach, wo du aufhörst und wo Ran anfängt. Das scheint nämlich ein bisschen durcheinander...“

In diesem Augenblick spürte Yuri die volle Macht des Takeshi Goda in sich aufgehen, eine stille, sture Kraft, die ihr tatsächlich eine leichte Röte auf die Wangen trug und ihr Herz für den Bruchteil einer Sekunde erzittern ließ.
Und dann war ihr mit einem Mal klar, dass ein Shigehito ihm niemals das Wasser würde reichen können.

Ran hatte sich losgemacht und war auf den Jungen zugelaufen.
Und just in dem Moment verwandelte er sich zurück, nahm das Mädchen auf den Arm, machte Tiergeräusche und ließ sich bereitwillig ein Kinderbuch auf den Kopf kloppen.
„Ich les´ dir was vor, ja?“
„Aujaah!“, machte das Kind.

Yuri erhob sich langsam. In der Küche musste das nächste Muffinblech aus dem Ofen geholt werden. Sie würden sonst verbrennen.

An der Couch blieb sie kurz stehen. Diesmal konnte sie Momo von oben betrachten.
„Damit wir uns verstehen.“, sagte sie mit Grabesstimme.

„Du bist von jetzt an hier Momo- und nur Momo. Andernfalls setze ich dich auf die Straße.“

Sommerchallenge
Fandom: Kimi wa petto
Challenge: Tabelle Ängste, #9 Heterophobie - Angst vor dem anderen Geschlecht
Person: Eddy Sukenari

„Oh.“, machte Sumire.
Es war ein einmaliges anerkenndes „Oh.“, was besser war als tausend Worte des Lobes.
„Ihr habt ein Interview mit Ms. Johnson bekommen? Das ist ja der helle Wahnsinn!“

Hugh und Emma wuchsen vor Stolz merklich zentimeterweise in die Höhe.
Wobei Hugh eigentlich keinen Grund hatte, denn er war eigentlich längst aus dem Ressort ausgeschieden. Allein wegen Emma war er in der Redaktion öfter zu finden als bei sich zu Hause. Sumire hoffte, er würde nicht irgendwann auf eine Bezahlung für Arbeit pochen, die er längst nicht mehr machen brauchte.

„Wie habt ihr das gemacht?“
Sie beugte sich neugierig vor.

Ms. Johnson, der neue und schon sehr star-allürige Stern am internationalen Pophimmel war schließlich dafür bekannt, Interviews nur zu geben, wenn genug Geld dafür raussprang. Was hier nicht der Fall gewesen war.

„Wir haben die Geheimwaffe eingesetzt!“, zischelte Emma.
Sie und Hugh nickten verschwörerisch zum Nachbarschreibtisch.
„Tut nicht immer so, als würde ich nichts mitbekommen!“, jaulte Eddy Sukenari, der über der Platte des Nachbarschreibtisches hing und seine Model Kits entstaubte.

„Eddy?“
Sumire war verblüfft.
„Wieso ist er eine Geheimwaffe?“

„Naja.“
Emma setzte ein dreckiges Grinsen auf.
„Wir haben einfach auf die weiblichen Hormone abgezielt. Hugh hat Eddy die Brille geklaut, ich habe ihn etwas gekniffen.“
„Mir standen Tränen des Schmerzes in den Augen!“, beschwerte sich Eddy.
„Ich bin noch nie so gedemütigt worden!“
„Kann ich mir nicht vorstellen.“, verschränkte Emma ihre Arme.
„Immerhin gehst du auf Conventions.“

Sumire hatte kurz an ihrer Kaffeetasse genippt.

„So ganz verstehe ich das aber noch immer nicht.“, sagte sie und ärgerte sich, ihr Unverständnis preiszugeben.

„Sie weiß es noch nicht.“, murmelte Hugh verschwörerisch.
„Sie kennt den Joker noch nicht!“

„Leute, wenn ihr auch nur daran denkt...!“, begann Eddy, doch er schwieg resigniert. Hugh hatte ihm bereits die Brille von der Nase gehoben und die Welt versank in einem Schleier aus Farben und Schemen.

„Oh...“, machte Sumire erneut, nur hielt sie sich diesmal die Hand an den Mund.
„Das ist ja Wahnsinn!“

„Hab ich doch gesagt!“, entgegnete Emma.
„Ein Blick und Ms. Johnson war wie Butter in der Sonne! Ist ja eigentlich auch kein Wunder...“

Ihr Blick blieb verliebt an Sukenaris Gesicht hängen.

Sie standen zu dritt um ihn herum und betrachteten ihn wie ein Gemälde.
In ihrem Inneren verspürten sie den Drang, diesen Mann zu herzen und zu knuddeln, ihm Kekse zu backen und die Tür aufzuhalten.

„Das ist ein toller Joker!“, stellte Sumire fest.

„Eddy, dich behalten wir auf jeden Fall!“

„Junge, Junge!“
Hugh klopfte dem halbblinden Eddy auf die Schulter.
„Ich verstehe nicht, wieso du Angst vor den Frauen hast. Die lieben dich doch!“

„Ich habe keine Angst!“, jammerte Eddy.

„Ich sehe nur nie die richtige. Ich...“

„Dafür gibt´s Kontaktlinsen.“

Date: 2008-07-02 09:43 pm (UTC)
ext_184151: (momo)
From: [identity profile] nyx-chan.livejournal.com
*geblendet vor Liebe*
Es ist merkwürdig, aber ich glaube, Yuri ist für mich .... ich weiß nicht, ob ich das Lieblingscharackter schon nennen darf. XD Aber ich LIEBE sie und- OH GOTT!!! Yuri vs Takeshi Goda - Godzilla und King Kong zittern in der Ecke und rufen nach Mami! *____*
Wuah, wuaaah, ich meine, das aufzunehmen, wie Yuri tatsächlich Ran zu einer kleinen Yuri macht und Yuri IST einfach perfekt, weil sie eigtnlich alles hinkriegt, genau so wie Sumire, nur hat sie sich, im Gegensatz zu der, für Familie entschieden und - wooaaah, Yuri *____* Und ... WOAH, Takeshi!!!!

EDDY!!!!!
Und ich liebe Emma und Hugh, weil sie solche verschwörierischen Biester sind. Sie haben sich sehr verdient. <3 *mag das Pairing* Und er- dieser Nerd- dieser OTAKU!! Wie Emma ihn fertig macht mit der Convention - DINGDINGINDG! PUNKT an die Dame mit den Sommersprossen in der roten Ecke! XD
Awesome *-* Ich saß vorm Monitor und hab es vor mir gesehene - und natürlich mitgestarrt *-*
Eddy~ Du Joker *g*

Liebe <3<3<3<3<3<3<3<3

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