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Team: The Machine
Challenge: Angst - in die Enge getrieben (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (Crime AU)
Charaktere: Nanase Tenn, Nanase Riku, Isumi Haruka, Inumaru Touma, Natsume Minami, Mido Torao
Pairings: HaruTenn
Kommentar: ein teil von meiner monster-second-personality!Riku AU idee oder so? ^^;;;




Er fühlte sich benommen und spürte, dass seine Handgelenke hinter seinem Rücken festgebunden waren, während er wohl auf einem einfachen Stuhl saß.

Nur langsam öffnete er seine Augen, bemerkte aber, dass er nicht viel mehr als einen Kellerraum mit kalten Steinwänden sah.

Wo war er? Wie war er hierhin gekommen?

„Aufgewacht, Nanase-kun?“, hörte er eine Stimme so direkt an seinem Ohr, dass er etwas zusammenzuckte.

„Wer– wer seid ihr?“, fragte Tenn nach, während er allerdings spürte, wie sein Kopf anfing zu hämmern.

„Sagt dir der Name ZOOL etwas? Sollte es, oder?“, klang eine weitere Stimme zu ihm durch, kurz bevor er Schritte hörte, die auf ihn zukamen.

„Ihr seid ... von ZOOL?“, erwiderte er ein wenig langsamer, schluckte etwas. Wenn sie ihn gefangen hatten, wollten sie ihn vermutlich nutzen, um an Riku heranzukommen.

„Genau“, drang eine dritte, kichernde Stimme zu ihm, „du hast mir ein paar interessante Forschungsergebnisse gegeben, Tenn-kun.“

„Mina“, fing einer der anderen wieder an, Tenn war sich wirklich nicht sicher, ob er in seinem momentanen Zustand die Stimmen überhaupt wirklich auseinanderhalten oder identifizieren konnte, „du hättest ein bisschen vorsichtiger sein können. Sie haben eindeutig gesagt, dass wir ihm nichts antun sollen.“

„Ich hab nichts gemacht, was Tenn-kun mehr geschadet hätte“, kicherte derjenige wieder, „hast du Nanase Riku eine Nachricht zukommen lassen, Torao?“

„Schon erledigt, Haruka wird uns alarmieren, wenn er hierhin kommt“, erwiderte dieser zurück.

Tenn zuckte erneut zusammen, versuchte, zu erkennen, wer das gerade gesagt hatte. „Haruka? Isumi Haruka?“ Er musste sich täuschen, oder? Haruka würde ihn nicht so hinters Licht führen.

„Jep, Isumi Haruka ist ein Teil von ZOOL“, sagte eine dieser Personen, während Tenn weiterhin nicht wirklich etwas erkennen konnte, „aber wieso kennst du ihn?“

Tenn schluckte, spürte, wie sich jemand zu ihm vorbeugte, bevor er bemerkte, wie jemand über das Halsband, welches er trug, fuhr. Er konnte ihnen nicht sagen, dass er Haruka kannte, oder?

Er konnte ihnen nicht sagen, dass Isumi Haruka ihn so sehr hinters Licht geführt hatte und ihm diese ganzen Sachen gesagt hatte, nur um ihn dann an ZOOL auszuliefern, damit sie Riku fangen konnten.

Seine Gedanken wurden unterbrochen, bevor er wirklich überlegen konnte, was er ihnen erwiderte, als er hörte, wie die Tür aufgeschlagen wurde.

„Nanase Riku ist hier, ich brauche Verstärkung!“, erklang eindeutig Harukas Stimme an seine Ohren. Es sorgte dafür, dass jegliche Zweifel, dass es nicht der Isumi Haruka war, mit dem er die letzten Wochen, Monate, verbracht hatte, verpufften. War alles, was Haruka ihm gesagt hatte, nur gespielt gewesen?

War das alles nur, damit er Riku fangen konnte?

„Minami, du bewachst ihn weiter“, drang eine weitere Stimme zu Tenn, während er nur noch hörte, wie sich Schritte aus dem Raum bewegten.

„Sicher~“, kicherte dieser vor sich hin, „du kannst auch wieder gehen, Haruka.“

„Ich will, dass du Touma und Torao hilfst, Minami“, sagte Haruka ernster, „ich werde hier warten. Ich gehe nicht davon aus, dass ihr Nanase Riku aufhaltet, bevor er hier ist.“

„Oh, Planänderung?“, fragte Minami ein wenig schmunzelnder nach, „aber gut, wie du willst.“

Tenn lausche erneut, wie sich Schritte entfernten, bevor er eine Tür zugehen hörte und kurz darauf jemanden – Haruka, wie er langsam genauer erkannte – zu ihm kommen sah. „Haru“, flüsterte er, in der Hoffnung, dass es alles nicht das war, was er glaubte.

„Du wusstest nicht, dass ich zu ZOOL gehöre, oder, Tenn?“, fing Haruka an, während er ein Messer in der Hand hielt und ihn angrinste, „es war so einfach, dich zu manipulieren.“

Tenn weitete seine Augen, sah einfach nur zu ihm, ohne etwas zu erwidern. Er wollte das hier nicht glauben. Er wollte nicht glauben, dass Haruka das alles nur gespielt hatte. Er wollte nicht glauben, dass er sich so in ihm getäuscht hatte.

„Nanase Riku ist ein Monster und wir werden ihn hier und heute unschädlich machen“, sagte Haruka schmunzelnder, bewegte seine Hand zu Tenns Hals, lächelte ihn kurz darauf mehr an, „aber vorher will ich, dass er weiß, dass sein geliebter Zwillingsbruder mir gehört. Immerhin, du liebst mich, nicht wahr? Ist doch so, Tenn?“

Tenn schluckte, drehte seinen Kopf von ihm weg. Er wusste, dass er Haruka liebte und er spürte, dass Haruka alles, was er ihm in der vergangenen Zeit, in der sie zusammen gewesen waren, ehrlich gemeint hatte. Aber er wusste auch, dass er Riku nicht so einfach aufgeben durfte. „Ihr werdet nicht gewinnen. Riku ist stärker als ihr. Sie sind stärker als ihr.“

„Wir werden sehen, wer hier stärker ist, Tenn“, sagte Haruka schmunzelnder, „außerdem will ich dich nur von ihm befreien. Nanase Riku ist es, der dich festhält. Wieso folgst du ihm? Wieso kommst du nicht zu mir? Ich gebe dir noch eine Chance.“

Überrascht spürte Tenn, wie Haruka ihn an den Wangen berührte und er kurz darauf wieder in diese hellen Augen sah, schließlich nur noch spürte, wie Haruka ihn küsste.

Es dauerte nicht allzu lange, aber es sorgte dafür, dass Tenn ihn einfach nur anstarren konnte. Er wusste, dass Riku ihn gefangen hielt und nicht loslassen konnte. Er wusste, dass sein Zwillingsbruder eine Gefahr für jeden hier war, aber er wusste auch, dass es nur das war, was mit Riku damals, in ihrer Kindheit, passiert war.

Tenn erinnerte sich genauso an dieses ehrliche, warme Lächeln, was Riku ihm gezeigt hatte, wann immer sie zusammen gespielt hatten oder wann immer er für Riku gesungen hatte. Diese schwächlichen Momente, in denen Riku nur in seinem Bett oder sogar im Krankenhaus hatte liegen müssen, weil sein Asthma zu heftig war.

„Lass Tenn-nii in Ruhe oder ich werde dich töten, Isumi Haruka!“, erklang Rikus eisige Stimme zu ihm durch, was Tenn etwas aus seinen Gedanken und Erinnerungen riss.

Wie sollte er nur hier rauskommen, ohne das eine der beiden wichtigsten Personen in seinem Leben starb oder etwas anderes passierte, was er sich nicht verzeihen konnte?

Er wollte Riku, seinen Riku, nicht verlieren. Genauso wenig wie er Haruka nicht verlieren wollte.

„Tenn gehört mir und nicht dir, Nanase Riku“, sagte Haruka eindeutig genauso eisig, „wir werden dich heute fangen und wegsperren, damit du niemandem mehr Schaden zufügen kannst. Und Tenn wird endlich von dir befreit sein.“

Stopp. Hört auf. Tenn wollte schreien. Er wollte so sehr etwas tun, aber er fühlte sich, als wenn er kein Wort sagen konnte. Außerdem war er immer noch gefesselt und konnte sich nicht bewegen, um sie aufzuhalten.

Er wollte niemanden von ihnen verlieren. Er konnte sich niemals gegen Riku stellen, aber er wollte auch nicht akzeptieren, dass Haruka ihn nur benutzt hatte. Er wollte genauso sehr bei ihm sein. Wieso musste das hier so sein?

Wieso konnte er nicht irgendeine Lösung finden, die verhinderte, dass den beiden wichtigsten Personen in seinem Leben etwas passierte?

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