feuchen: (Default)
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Team: The Machine
Challenge: Angst - zu jung (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (pre Digimon AU)
Charaktere: Kujou/Nanase Tenn, Nanase Riku
Pairings: -/-
Kommentar: just... ein bisschen pre-Story zu diesem AU... :'D




Kaum sorgte die Schulglocke dafür, dass der Tag beendet war, beeilte sich Tenn, um nach draußen zu kommen.

Die Tage, in denen er alleine, ohne seinen Zwillingsbruder, dort war, fühlten sich sowieso viel zu lange an. Aber er wusste auch, dass Riku momentan entschuldigt war und nur zu Hause oder im Krankenhaus lernte.

„Hey, Nanase!“, hörte er eine laute Stimme hinter sich, während er dabei war, in seine Straßenschuhe zu schlüpfen.

„Hm?“, machte Tenn nur, ohne aufzusehen.

„Wie wär’s, wenn wir zusammen in den Park gehen?“, fragte der andere erneut nach, Tenn war sich nicht einmal sicher, ob er sich gerade an den Namen des anderen erinnerte. Er hatte sowieso nicht wirklich Kontakt zu irgendjemandem, da es meistens Riku war, der ihn mitgezogen hatte und wenn Riku nicht hier war, er so schnell wie möglich zusah, zu ihm zu kommen, um ihm Gesellschaft zu leisten.

„Keine Zeit“, erwiderte Tenn nur, hängte seine Tasche über seine Schulter, nachdem er seine Schuhe angezogen und sein Fach geschlossen hatte.

„Machst du ´ne Party und lädst uns nicht ein? Komm schon!“

Tenn verdrehte die Augen. Es war Rikus und sein elfter Geburtstag. Er hatte sich nicht einmal Gedanken um eine Party gemacht, weil er wusste, dass Riku momentan zu häufig im Krankenhaus war und eh nicht nach draußen konnte. Außerdem wollten sie nicht zu viel Trubel um ihn herum haben. „Ich muss los“, sagte er dann nur, bevor er einfach das Gebäude verließ.

„Nanase-senpai ist komisch, oder?“, hörte er noch eine Stimme hinter sich, „zumindest ohne Riku-senpai. Ich hoffe, er kommt bald wieder.“

Tenn ignorierte sie und machte sich eher daran, endlich zu dem Krankenhaus zu kommen, in dem Riku momentan war. Er wollte ihm zumindest den Rest des Tages Gesellschaft leisten, wenn sie schon nicht richtig gemeinsam feiern konnten, so wie die letzten Jahre.

Er wusste, dass er mit niemandem feiern wollte, wenn er nicht ebenfalls mit Riku zusammen sein konnte.

„Riku! Riku!“, rief er bereits, während er den Flur des Krankenhauses entlangging, blinzelte, als er seine Eltern vor dem Krankenzimmer sah, die ein wenig abwesend wirkten. „Mama? Papa?“, fragte Tenn verwirrter nach, verlangsamte seine Schritte und blieb bei ihnen stehen.

„Oh, Tenn“, flüsterte seine Mutter etwas mehr, schluchzte leicht, hielt einen Arm zu ihm, so dass er einfach schweigend zu ihr ging und sich auf ihren Schoß ziehen ließ, während sein Vater einen Arm um sie gelegt hatte und nun eher zu Tenn sah.

„Papa? Was ist los? Riku wartet auf uns!“, fing Tenn wieder an, spürte allerdings, dass er zu sehr festgehalten wurde, als das er sich wieder weiterbewegen konnte.

„Riku wacht nicht mehr auf“, sagte sein Vater leise daraufhin, „es wirkt alles noch normal, aber es ist, als wenn er in einem Koma liegt.“

Tenn weitete seine Augen, starrte einfach nur zu seinen Eltern auf, schluckte ein paar aufkommende Tränen herunter. „Ich– ich will zu Riku ... wo ist er?“

„Er ist noch auf seinem Zimmer. Du kannst ihn sehen“, sagte sein Vater ruhiger, deutete ein Kopfnicken zur Seite an, „sie tun alles, damit er wieder wach wird.“

Tenn nickte langsam, rutschte wieder von dem Schoß seiner Mutter und ging dann langsamer zu Rikus Zimmer, öffnete die Tür und ging zu dem Bett, in dem sein Zwillingsbruder lag. Bewegungslos und an Maschinen angeschlossen, was auch das einzige Zeichen war, dass er noch irgendwie lebte.

„Riku ...“, flüsterte Tenn zu erschrocken, ließ sich neben dem Bett nieder und umfasste Rikus Hand einfach nur, „du bist irgendwo, ja? Es ist unser Geburtstag. Du kannst doch nicht– ich habe extra ein neues Lied geübt, damit ich es dir vorsingen kann. Ich– ich will nicht ohne dich ...“, er schluchzte nun doch mehr, während er nicht einmal mehr etwas sagen konnte. Wieso passierte das, obwohl sie gerade einmal elf waren? Was genau war überhaupt passiert, wo vorher noch alles in Ordnung gewesen war?

„Riku ... bitte ... lass mich nicht alleine“, flüsterte Tenn weiterhin schluchzend, bevor er langsam einfach anfing, zu singen, während er nur hoffte, dass seine Stimme Riku erreichte und er so wieder zurück zu ihm kommen würde.

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