[Schreibaufgaben - Fortsetzung]
Jul. 9th, 2023 11:28 amChallenge: Schreibaufgaben - Fortsetzung (für mich)
Fandom: IDOLiSH7 (Mermaid AU)
Charaktere: Kujou Tenn, Yaotome Gaku, Tsunashi Ryuunosuke, Anesagi Kaoru
Pairings: RyuuTennGaku (ein wenig?)
Kommentar: da die vorherige TRIGGER-OS letztlich nach Erklärung schrie und so ^-^° verbind ich das einfach damit XD (vorheriger Part)
Sie waren auf dem Rückweg von dem Konzert, während sich Tenn gegen Ryuus Schulter lehnte und nebenbei etwas durch eine Karte auf seinem Handy suchte.
Er wusste, dass seine Kameraden darauf warteten, dass er ihnen etwas erklärte, immerhin war er es ihnen schuldig und vielleicht war es auch der Zeitpunkt, dass er diese Seite nicht noch länger versteckte.
„Anesagi-san?“, fragte er schließlich nach, streckte seinen Arm mit dem Handy zu ihr und hielt ihr das Display entgegen, wo er die Karte geöffnet hatte, „kannst du uns dorthin bringen?“
„Hm?“, kam es kurz von ihr, während sie nur einen kurzen Seitenblick zu ihnen nach hinten warf, schließlich kurz an der Seite anhielt und sich etwas umdrehte, „was ist das? Das wirkt nicht, als wenn man dort richtig hinfahren kann.“ Sie nahm ihm kurz das Handy aus der Hand und studierte den Ort etwas genauer, gab es ihm dann zurück. „Aber wenn du meinst, Tenn.“
Tenn nickte, nahm ihr das Handy wieder ab und lehnte sich wieder gegen Ryuu, seufzte ein wenig müde. Er wusste, dass er seine Erschöpfung mit der Medizin hätte beenden können, aber er wollte es in dem Moment nicht mehr, weil er wusste, dass er gerade nicht mehr diesen Schein wahren musste, dass alles in Ordnung war. Außerdem war es etwas, was dafür sorgte, dass er enorme Schmerzen hatte, weil es weit davon weg war, sich auf natürliche Weise zu regenerieren.
„Was für ein Ort ist das, Tenn?“, fragte Gaku nach, nachdem er ebenfalls einen Blick auf das Display geworfen hatte, „das sieht nicht so aus, als wäre da etwas.“
„Ich denke nicht, dass irgendjemand der Menschen ihn kennt. Es ist inmitten eines alten Parks, der aber vermutlich schon ewig nicht mehr besucht wurde und inzwischen zugewachsener ist“, sagte Tenn leise vor sich hin, „vertrau mir einfach. Wenn wir dort sind, werde ich euch mehr sagen.“
Außerdem konnte er die Zeit nutzen, um sich zumindest ein wenig zu erholen, auch, wenn er wusste, dass ein normaler Schlaf ihm nicht allzu viel half. Es war zumindest eine Möglichkeit, einen Teil seiner Kräfte zu regenerieren.
„Du hast dich echt zu verausgabt“, hörte er Gakus leise Stimme neben sich, während er nur noch spürte, wie Ryuu seinen Arm um ihn legte, kurz bevor Tenn einfach in einen leichten Schlaf driftete.
––––
Als er das nächste Mal seine Augen öffnete, spürte er, wie er ein wenig von Ryuu geweckt wurde, der ihn nun ruhiger anlächelte.
„Hmmm?“
„Wir sind da, Tenn“, sagte Ryuu nur leise zurück, worauf Tenn etwas verschlafen blinzelte und aus dem Fenster des Autos sah.
„Zumindest so weit, wie ich fahren kann“, sagte Anesagi nebenbei, öffnete die Tür und stieg aus dem Wagen.
Tenn nickte langsam, während er sich daran erinnert hatte, dass er seinen Freunden schuldete, ihnen langsam etwas zu erklären oder zu zeigen. Er rutschte nach Gaku von den Sitzen, um auszusteigen, stützte sich allerdings kurz darauf draußen gegen das Auto.
„Hast du nicht die ganze Fahrt geschlafen, Tenn?“, fragte Gaku nach, hielt ihm eine Hand hin, „kannst du laufen?“
Tenn schüttelte den Kopf, hielt sich an dem Arm seines Freundes fest. „Nein“, erwiderte er. Er wusste, dass es nichts brachte, sich zu verstellen.
„Sag uns einfach, wo wir lang müssen“, sagte Ryuu daraufhin, trat neben ihn, „ich trage dich.“
Tenn lächelte ihn dankbar an, hievte sich auf Ryuus Rücken und schlang seine Arme um den Hals des anderen. „Ihr müsst tiefer in diesen Wald. Keine Sorge, ich weiß genau, wo es ist.“ Anfangs war er häufiger mit Kujou hier gewesen, aber irgendwann, seit er richtig in seinem Training aufgegangen war, war es eher selten geworden.
Der Ort war zwar zugewachsener, als er es aus seiner Kindheit kannte, aber es war nicht so, dass er ihn nicht bereits schon teils in diesem Zustand gesehen hatte, so dass er seine Freunde ohne größere Probleme durch dieses Waldgebiet und in einen verwucherten Park lotsen konnte.
„Was ist das hier?“, drang Anesagis Stimme zu ihm, als sie an einem alten, zerfallenen Spielplatz mit ein paar wenigen Spielgeräten vorbeiliefen, die allerdings von den Pflanzen fast komplett zugewachsen waren.
„Kujou-san war mit seinen Freunden in seiner Kindheit hier, deswegen kennt er den Ort“, sagte Tenn leise vor sich hin, „dadurch hat er wohl auch diesen Ort dort drüben gefunden. Wir sind fast da.“
Er wusste, dass er sich angespannter fühlte, jetzt, wo er wusste, dass sie diesem Ort näher kamen und schließlich vor einem größeren See, der einen relativ kleinen Bach nach hinten durch zeigte, wo das Wasser hineinfloss.
„Dieser Ort“, fing Gaku an, allerdings hörte Tenn ihm in dem Moment nicht weiter zu, sondern rutschte einfach nur von Ryuus Rücken, stolperte zwar ein wenig, ließ sich allerdings schließlich an dem Rand des Sees nieder.
„Kujou-san hat mich hier gefunden“, sagte Tenn daraufhin, sorgte kurz darauf dafür, dass er sein Oberteil auszog und neben sich ablegte, bevor er sich in das Gewässer sinken ließ.
Einen Moment tauchte er einfach nur nach unten, während er von unter Wasser die Gesichter seiner Freunde noch halb erkannte, wie sie ihn erschrocken ansahen.
Schließlich sorgte er allerdings dafür, dass er wieder an die Oberfläche schwamm, während hinter ihm ein Fischschwanz statt seiner menschlichen Beine zu erkennen war. Dieser war komplett weiß mit einen, rosafarbenen Schuppen an manchen Stellen, die eher glitzerten. „Hab ich euch erschrocken?“
„Du– du ... was?“, fragte Ryuu ein wenig geschockter nach, hockte sich an das Ufer und sah ihn verwirrter an.
„Das ist mein wahres Aussehen“, sagte Tenn, schwamm an das Ufer und stützte seine Arme darauf ab, ließ seinen Schwanz auf der Wasseroberfläche liegen.
„Du bist ein Meermensch ... oder so etwas?“, fragte Gaku verwunderter nach, legte den Kopf schief, „das hier ist gerade real, oder?“
„Du siehst auch besser aus als vorher, Tenn“, sagte Anesagi ruhig, nachdem sie sich ebenfalls etwas gefasst hatte, „war es das? Wieso–“,
„Ich brauche Wasser, um zu hydrieren. Nicht nur zum Trinken, auch wenn es in gewissen Momenten reicht. Kujou-san hat etwas entwickelt, womit ich das hinauszögern kann und mein Körper es ein wenig länger nicht merkt, dass er es braucht. Aber es ist schmerzhaft, wann immer ich das nehme“, sagte Tenn, seufzte ein wenig mehr, „ich habe es meistens so genommen, dass es einen Tag über ausreicht. Keine Ahnung, wieso es diesmal nicht gereicht hat.“
„Warum hast du uns nie etwas gesagt?“, fragte Gaku nach, sah ihn eindeutig ernster an, „warum glaubst du immer, dass du das alleine schaffen kannst, obwohl es dir scheinbar unangenehm ist?“
„Ich–“, fing Tenn an, schluckte, rutschte ein wenig zurück und blieb nur knapp mit dem Kopf über dem Wasser, „ich will nicht noch einmal ... ihr könntet eh nichts tun, wenn mir das in so einem Moment passiert.“
„Tenn“, fing Ryuu an, bevor er ihn einfach nur sanfter anlächelte, „wir können aber für dich da sein, oder? Glaubst du echt, wir würden dich damit alleine lassen?“
„Genau das geht ihm doch gerade durch den Kopf“, entgegnete Gaku kurz darauf, verdrehte die Augen, sah mit einem Seitenblick zu Ryuu, „vielleicht solltest du von vorne anfangen, Tenn. Uns etwas zu erzählen.“
Tenn sah abwechselnd zu ihnen, bevor er schließlich lächelte und wieder ans Ufer schwamm, sich auf den Rand setzte und nur noch seinen Fischschwanz etwas auf dem Wasser liegen hatte. „Aber nicht hier. Könnt– könnt ihr mich nach Hause bringen? In unser Zuhause.“
Er bemerkte, wie Ryuu und Gaku zu ihm sahen, bevor sie sich kurz gegenseitig anblickten.
„Sicher, fahren wir nach Hause“, sagte Gaku kurz darauf, nahm ihn schließlich auf die Arme, so dass sich Tenn etwas an ihm festklammern musste, „in unser Zuhause.“
Tenn lächelte von ihm zu Ryuu und nickte ein wenig mehr. Er wusste, dass es inzwischen Zeit wurde, dass er ihr Angebot annahm und endlich mit ihnen zusammenzog. Jetzt, wo er dieses letzte Geheimnis vor ihnen losgeworden war. Zumindest, wenn er davon absah, dass er ihnen noch etwas anderes erzählen musste. Von seiner Familie.